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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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yilozan 26.04.2019, 11:03
260.

Zitat von dt37406550
Heiner Monheim ist Professor für Angewandte Geographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Seine thematischen Schwerpunkte sind Mobilität allgemein und speziell Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Städtebau und Verkehr. Monheim ist außerdem Geschäftsführer des Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation in Trier. ---- ich glaube hier sollte Herr Monheim mal überdenken ob er nicht noch ein paar Titel braucht --- vielleicht doch ein wahnsinniger Fachmann.
Seine Vorschläge und Ideen zur Autowelt ist unglaublich. Halbe Deutschland pendelt täglich mehrere km. Warum soll die Mittelschicht noch mehr belastet werden? Durch die KFZ und Mineralöl Steuer tun wir bereits einiges leisten. Durch die vielen Titeln hat der Mann wohl seine Identität verloren.

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bruno_67 26.04.2019, 11:04
261.

Zitat von merk!
Wenn der Russe den Ölhahn zudreht, gucken alle (Auofahrer) dumm aus der Wäsche. Es führt kein Weg an der Abschaffung des Individualverkehrs vorbei. Gleichzeitig müssen in die Nahverkehrsmittel Bahn, Bus, Fahrrad meinetwegen auch E-Scooter massiv investiert werden. Unsere Städte und Dörfer werden wieder aufblühen ohne verstopfte Strassen.
Sind Fahrräder und E-Scooter für Sie kein Individualverkehr ? Oder sehen Sie das alles etwas ideologisch.....

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carlitom 26.04.2019, 11:04
262.

Zitat von De facto
Anzahl Autos über Anzahl Parkplätze regulieren. Parken in Innenstadt muss viel teurer werden
Parken in der Innenstadt von Stuttgart ist sauteuer. Hilft aber nix. ÖPNV ist auch sauteuer, schlecht getaktet, Verbindungen ineffizient, Bahnen ständig überfüllt. Scheint also nicht die richtige Lösung zu sein.

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SusiWombat 26.04.2019, 11:05
263.

Zitat von faz-leser
Wer ist dieser Experte? Antwort laut Wikipedia: "Seit 1995 lehrte Monheim als Professor für AngewandteGeographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Anfang Oktober 2011 beendete er seine Lehrtätigkeit." Monheim dürfte es also gewohnt gewesen sei, morgens mit einem Täschchen, in dem sein Pausenbrot lag, zur Arbeit zu fahren. Ich z. B. bin letztens mit vier Aktenkoffern gleichzeitig aufgebrochen, um an einem Tag vier Termine in vier verschiedenen Orten nacheinander zu erledigen. Kann Herr Monheim bitte einmal erklären, wie derlei mit dem ÖPNV möglich sein soll? Und wieso sollen Autofahrer "Schwarzfahrer" sein, die für die von Ihnen genutzte Infrastruktur nichts zahlen? Hat der Experte Monheim keine Kenntnis von Kfz-Steuer, Mineralölsteuern und Co?
Warum greifen Sie die Person an? Weil Sie die Argumente nicht widerlegen können? Weil Sie Angst vor jeder Art der Verändung haben? Weil Sie sich nicht vorstellen können, ohne 4 Aktenkoffer noch irgendwie wichtig zu sein?

Es ist traurig, dass in Deutschland sofort Hysterie das Denken vernebelt, sobald jemand "Tempolimit" oder "Autofrei" sagt. Und im Urlaub, da fahren wir dann nach Rom und genießen die streng regulierte Innenstadt. Oder freuen uns an Fußgängerzonen und Plätzen, auf denen wir ohne Verkehr das Leben genießen.

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stelzerdd 26.04.2019, 11:09
264. Was meint der mit "Autos"?

Wenn er damit ausdrücklich auch 2/3 aller LKWs meint, stimme ich absolut zu.

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frankcrx 26.04.2019, 11:10
265.

Zitat von Softeis
Der Herr Monheim will hier definitiv eine Art politische Diskussion anregen. So wie es derzeit läuft kann es nicht weitergehen. Man schaue mal in eine städtische Seitenstraße. ÜBERALL Autos. Die Karren werden immer größer und nehmen uns immer mehr Platz weg. Wir brauchen in der Stadt DEUTLICH mehr ÖPNV. Nimbys müssen konsequent enteignet werden. Das Planungsbeschleunigungsgesetz war schonmal der richtige Weg. Außerhalb von Städten müssen die Leute Ridesharing betreiben. Heißt, dass man sich Autofahrten teilt und die Autos so möglichst gut auslastet. Wer diese Art von Mobilität will, die wir heute haben, muss auch bereit sein, dafür Seine Auto-Privatsphäre zu opfern. Netter Nebeneffekt: Man lernt neue Leute kennen.
Diese Art von Mobilität wollen wir nicht. Basta. Dafür meine Privatsphäre zu opfern kommt nicht in Frage. Und mein Auto teile ich mit niemandem. Sonst muß ich womöglich in Zukunft auch meine Wohnung teilen, meinen Fernseher zur Verfügung stellen, meinen Garten der breiten Bevölkerung zugänglich machen. Nee Nee, so nicht.

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bruno_67 26.04.2019, 11:10
266.

Zitat von herjemine
...folgt hier der verqueren Autologik. Ohne Automobil würde eben kaum jemand so fern der Arbeit wohnen. Der gesamte Siedlungskrebs war ja erst durch die individuelle Motorisierung möglich. Das Leben wáre kompakter. Und nein, Antibiotika etc. gäbe es trotzdem. All die Verfechter des individuellen Autos sollten sich mal vorstellen wie ein Leben mit höchstens 10 Kilometern Arbeitsweg wäre. ..
Teuer, laut und eng. Ich stell mir gerade vor, wenn alle Pendler, die täglich nach München kutschen, hier auch noch wohnen und leben würden......

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erdmann.rs 26.04.2019, 11:12
267. Stand- und Nutzungszeiten des Autos

Zitat von bestrosi
Gesamtgesellschaftlich geht es um Effizienzgewinne im Verkehr, und da ist das Auto mit 1,2 Personen pro PKW und 23 Stunden Standzeit pro Tag unterirdisch schlecht, vom Klimaschaden mal ganz abgesehen. Nutzungsabhängige Kosten sind doch sonst kein Problem, warum nicht auch beim Autoverkehr?
@bestrosi (26.04.19 um 06:52)
Nutzungsabhängige Kosten haben wir schon in Form von Steuern.
Ein sehr großer Teil aller Pkw wird sicher die meiste Zeit des Tages
irgendwo herumstehen, weil er vor allem für die Fahrt zum und
vom Arbeitsplatz eingesetzt wird. Zusammengerechnet dürfte das
in den meisten Fällen jedoch weit mehr als nur eine Stunde/Tag sein.
Dass diese Fahrzeuge dann während der Arbeitszeit auch irgendwo
stehen müssen, ist doch klar. Neben Berufspendlern - ich war selbst
jahrzehntelang einer, der bis zu 200 km/Tag fahren musste, um zur
Arbeit hin und zurück zu kommen - gibt es auch viele, die noch weit
mehr Kilometer fahren müssen. Da ist das Auto unverzichtbar.
Ebenso unverzichtbar sind Kraftfahrzeuge für den Güterverkehr und
das nicht nur, weil die Bahn in den wenigsten Fällen direkt zum
Kunden fährt.
Die Ideen den Autors halte ich für unsinnig und nicht praktikabel.
Das gilt für die Reduzierung des Fahrzeugbestandes um 2/3 und
ebenso für eine Maut auf allen Straßen. 4-spurige Straßen schmaler
zu machen und Kreuzungen zu bebauen, ist völlig unrealistisch.
Wenn das Autofahren schon teurer werden soll, weil dem Staat
das Geld trotz "sprudelnder Steuereinnahmen" nicht reicht, dann
gäbe es nur eine insgesamt gerechte Lösung:
Das Geld über eine entsprechend erhöhte Steuer einzunehmen.
Wer viel fährt, viel Kraftstoff verbraucht und dadurch viel Schadstoffe
ausstößt, wird entsprechend mehr zur Kasse gebeten.
Dass sich dann Produkte für alle verteuern, weil die Transportkosten
steigen, muss man in Kauf nehmen.

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g_bec 26.04.2019, 11:16
268. Und

Zitat von severus1985
Ok, sie benötigen unter anderem also ein Auto, um die 2km Distanz zu ihrem Kleingarten zurückzulegen? Sorry, aber das ist nun wirklich das schlechteste "pro-Auto" Argument, das ich je gehört habe. 2km Distanzen sind genau die, für die das Auto keinen Sinn macht. Kaufen Sie sich ein Fahrrad.
Und das ist wohl eigentlich der Trick, den Prof. Mohnheim eigentlich meint: Durch Maut (oder auch höhere Spritsteuern) das Fahren so zu verteuern, dass die Leute vor dem Einsteigen ins Auto erst einmal überlegen, ob sie sich diese Fahrt wirklich leisten wollen oder nicht doch die zwei Kilometer zum Kleingarten per Fahrrad zurücklegen. Oder auch die 8km zur Arbeit.
Als der Liter Diesel vor einiger Zeit über 1,50€ kostete, fuhr die Masse der Leute ja auch deutlich spritsparender auf der Autobahn.

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Dr. homo oeconomicus 26.04.2019, 11:18
269.

Zitat von hifimacianer
Ihre gezahlten Steuern reichen in Summe trotzdem nicht, um die Gesamtkosten des Verkehrs zu decken. Für die Kommunen ist der Autoverkehr ein größeres Zuschussgeschäft als der ÖPNV. Bei uns um die Ecke wurde kürzlich ein nicht mal 1km langes Stück Straße Grundsaniert. Kosten: 5 Mio € Die Ampelanlage einer größeren Kreuzung kostet deutlich über 100k €. Wie viele Autos stehen denn in den Städten tagelang nur herum, ohne einen Zentimeter bewegt zu werden? Alleine vor unserem Haus sehe ich regelmäßig Fahrzeuge, die tagelang an ein und der selben Stelle stehen. Oft alte "Scherbeln", nur noch Teilkasko versichert. Die haben vielleicht mal vor 15 Jahren ein wenig MwSt. eingebracht, aber seit dem nehmen sie einfach nur Platz weg, und werden im Jahr vielleicht 3-4x betankt. Und davon gibt es in Städten eben viele Fahrzeuge. Müssten die Nutzer 500€ im Jahr Parkgebühren für das Parken im öffentlichen Raum zahlen, würden einige sicher das Auto abstoßen.
Sie machen den Fehler, sämtliche Kosten nur auf den privaten Autoverkehr zu setzen. Ohne Strassen würde die ganze Versorgung der Bevölkerung zusammenbrechen. Von daher ist Ihre Betrachtung eine völlige Milchmädchenrechnung.
Ohne Strassen würde auch der ÖPNV auch nicht funktionieren. Anteilmäßig zahlt der individuelle private Autoverkehr wesentlich mehr als er ihn nutzt. Damit wird u.a. der ÖPNV quersubventioniert.
Bedenken SIe: Es gibt in D über 45 Mio Autos, von denen der Staat Mineralölsteuer, Umsatzsteuer und Ökosteuer erhebt. Lassen wir mal die Maut weg.
Jedes Auto fährt im Schnitt 10.000 km p.a., braucht 7 Liter bei 80 Cent pro Liter Steueranteil. Folge der Staat bekommt allein durch die Spritsteuer jährlich pro Auto 560 Euro. (wobei der Ansatz von 80 Cent Steuern sehr niedrig angesetzt ist). Bei 40 Mio PKW sind die jährlich 22,4 Mrd Euro. Das ist etwa die Hälfte des Verteidigungshaushalts von D allein durch durch Spritsteuern!
Von Umsatzsteuer oder Kfz-Steuer oder Versicherungssteuer rede ich da noch gar nicht! Und würden nur PKW die Strassen nutzen würden dies aufgrund des geringeren Gewichts auch wesenlich länger halten!
Also selbst dies einfachste Schätzung widerlegt ihre Behauptung.
Und wenn Sie Parkgebühren ansprechen, wo sind den die Gebühren für Fussgänger, die die Fussgängerzone nutzen?
Parkgebühren sind o.k., wenn der Platz gering ist, aber so tun als ob kostenloser öffentlicher Parkraum quasi eine Subvention des Autos ist, ist grober Unsinn. Überigens Fahrräder zahlen ja auch keine Parkgebühren obwohl Sie öffentlichen Platz wegnehmen.

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