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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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grbxx 26.04.2019, 11:37
290. Völlig an der Sache vorbei

Ich habe zwar selber seit 18 Jahren kein Auto mehr und nutze car sharing oder Leihwagen und fahre Zug oder laufe ... das geht aber nur weil ich in der Innenstadt sehr verkehrsgünstig wohne und keine Hobbies habe die ein Auto erfordern.

Das sieht aber ganz schnell anders aus wenn man regelmäßig pendeln muss und der Arbeitgeber nicht so optimal angebunden ist. Oder wenn man regelmäßig zB Kinder zum Sport bringen muss zur Schule oder auch mal zum Arzt.

Es ist schlichtweg utopisch Autos abzuschaffen.

Vor allem mit Zwang. Die geforderte City Maut im geschilderten Ausmaß würde auch dazu führen, dass nur Leute mit genügend Geld sich Auto leisten könnten.

Bin wahrlich kein Anhänger der sozialen Gerechtigkeitsdiskussion aber ein derartiger Eingriff wäre eine schreiende Ungerechtigkeit.

Außerdem steht es jedem frei auf das eigene Auto zu verzichten und stattdessen die steigende Anzahl an car sharing angeboten zu nutzen.

Staatlicher Zwang ist hier überflüssig.

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radler2 26.04.2019, 11:37
291. 2/3 aller "Wxperten"...

... müssen verschwinden.
jednefalls, wenn sie so einen Unsinn verzapfen.
In die gleiche Tonne mit dem wie mit dem Typen, der den km Elekroroller mit 50 ct bewertet.
Wie wärs mit Maut auf Expertengeplapper?

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cabeza_cuadrada 26.04.2019, 11:38
292. Grossteil aller Fahrten heutzutage sind unnötig???

Zitat von postmaterialist2011
Und da wundern sich die Deutschen, dass sie in jeder Hinsicht immer weiter zurückfallen ? Kein Mensch hat das Recht auf Individualverkehr, auf Verpestung der Umwelt und dass seinetwegen die Natur komplett versiegelt wird. Ein Grossteil aller Fahrten heutzutage sind unnötiger wie ein Kropf. Die meisten Autos stehen am Tag mehr als 23 Stunden und verschandeln die Städte. Wer auf dem Land wohnt und billigst wohnt erwirbt damit das Recht unsere Natur zu verpesten und täglich zig Kilometer unnütz zu fahren ? Definitv nicht, man kann sich zusammentun, Konzepte wie Rufbus etc. gehen auch auf dem flachen Land. Nicht so bequem wie heute, aber definitv sehr viel umweltschonender. Auch gibt es Sachen wie Homeoffice, die viele Wege überflüssig machen. Ansonsten gibt es Fahrräder, die nicht nur besser für die Städte sind, sondern auch für die Gesundheit der Fahrenden. Danke dem Experten für seine sinnvollen Anregungen, den Durchschnittsdeutschen mit seiner Egomentalität und dem Märchen vom "ich zahle für alles durch meine Benzin- und PKW-Steuer" erreicht er damit leider nicht, aber auch sonst ist Bildung und gesunder Menschenverstand in diesem Land zunehmend Glückssache !
Ja sicher. Wenn man den morgendlichen Berufsverkehr in Großstädten anschaut sind das sicher alles Leute die aus purer Freude am Autofahren unterwegs sind und mit ihrem AG streiten nicht im Homeoffice arbeiten zu müssen. Den Vorschlag mit dem Fahrrad übergehe ich an der Stelle mal, wurde ja schon häufig diskutiert. Kann ja nicht jeder als Lehrer arbeiten wo die Kleidung egal ist.

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l.augenstein 26.04.2019, 11:38
293. Absolut richtig!

Zitat von hifimacianer
Es geht doch nicht um die Infrastruktur an sich, sondern um deren Ausmaße! Niemand will das Auto komplett verbieten und alle Straßen wieder zu Feldwegen umwandeln. Aber der Autoverkehr hat inzwischen Ausmaße (und Platz) angenommen, die nicht mehr gesund sind.
Dann soll man aber von politischer Seite endlich aufhören, den Autoherstellern das Geld hinten und vorne reinzublasen und ständig mit dem Argument "die deutsche Autoindustrie ist unsere Schlüsselindustrie und für unseren Wohlstand unverzichtbar!" vor den Wählern rumzuwedeln.
Es müßten schon lange alternative Konzepte in Angriff genommen werden aber, wie fast immer, verschläft die Politik wichtige Entwicklungen und hat nichts zu bieten.
Da wird von zig Millionen von E-Autos innerhalb der nächsten Jahre auf deutschen Strassen schwadroniert, während gleichzeitig die Innenstädte und die Autobahnen unter der schieren Automenge regelmäßig kollabieren!
Der Denkansatz dieses Professors lautet doch "Leute kauft Autos, aber benutzt sie nach Möglichkeit nicht!"
Da können wir den Autoproduzenten doch das Geld gleich so in den Rachen werfen!
Tatsache ist, dass es immer mehr Kfz-Nutzer gibt, aber der Platz dafür limitiert ist.
Also muß die Lösung längerfristig gesehen doch auf strikte Zulassungs- und Nutzungsbeschränkung hinauslaufen!

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may4th_be_with_u 26.04.2019, 11:40
294.

Zitat von az150
Hier werden einige richtige Dinge deutlich ausgesprochen, z. B. in punkto "schwarzfahrende Autofahrer", denn entgegen der landläufigen Auffassung können Kfz- und Mineralölsteuer für die immensen Straßenbau- und Straßeninstandhaltungskosten nicht einmal annähernd kostendeckend sein. Allerdings ist einiges auch schnell dahingesagt und dabei weder glaubwürdig noch zielführend, z. B. die Aussage, man werde überdimensionierte Kreuzungen einfach mit Wohnungen bebauen. Wohnungen an verkehrsreichen Orten (Kreuzungen insbesondere) sind unbeliebt und daher solche Flächen hierfür nicht geeignet, da wird man sich etwas anderes einfallen lassen müssen. Aber was den immensen Ausbaubedarf von ÖPNV nicht nur in den Städten, sondern gerade auch im Umland, das hierbei hintan gestellt wird, betrifft, gebe ich dem Verkehrsforscher vollkommen Recht. Die Bedeutung des Fußgängerverkehrs hätte er aber gerne noch einmal herausstreichen können, dessen Bedeutung und Potential gerade in der Stadt wird nämlich auch gerne übersehen.
Die Summe aus KFZ und Mineralölsteuer liegt bei 50Mrd pro Jahr. Für den Straßenverkehr wurden letztes Jahr 6Mrd ausgegeben. Wären Sie so nett, etwas genauer darzulegen, warum das Geld nicht reicht?Wenn Wohnungen anstatt überdimensionierten Kreuzungen gebaut werden, sind die ja nicht mehr verkehrsreich und somit wieder attraktiv.
Im Großen und Ganzen halte ich die Visionen von Herrn Monheim wenig durchdacht. Aus seiner Sicht als emiriterter Professor, der Zeit seines Lebens wohl nie Geldsorgen und Wohnungsnot hatte, sind das natürlich tolle Konzepte. Allerdings zweifle ich daran, dass er irgendeinen Bezug zur Lebensrealität vieler Mitbürger hat. Wie fast schon üblich werden die vor allem sozialen Folgen nicht bedacht.

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erdmann.rs 26.04.2019, 11:41
295. "Klassisches Patt"?

Zitat von Bibs1980
Nur weil's bei Ihnen nicht praktikabel ist heisst das noch lange nicht, dass es nicht funktioniert. Ich bin auch IT'ler und bei uns wurde kürzlich für alle 350 Mitarbeiter eine Homeofficeregelung eingeführt, schlicht weil wir alle Prozesse soweit digitalisiert haben und die Infrastruktur so aufgebaut haben, dass es egal ist, ob ein Mitarbeiter in Büro 0.39 oder 4.11 sitzt oder daheim ist. Klassisches Patt würde ich sagen :-)
@Bibs1980 (26.04.19 um 11:18)
Klassisches Patt? Dass ich nicht lache.
Es ist ja schön für Sie, dass Sie IT-ler sind und alle Ihre 350 Mitarbeiter seit kurzem Homeoffice machen können.
Das spart in der Tat sehr viel Zeit für Wege zum bzw. vom Arbeitsplatz
und es spart vor allem Kosten und es gibt weniger Ausstoß von
Schadstoffen. So weit, so gut.
Haben Sie aber auch belegbare Zahlen, für wie viele Arbeitnehmer
in Deutschland "Homeoffice" überhaupt theoretisch in Frage kommt?
Der weitaus größere Teil aller Beschäftigten in Deutschland sind
nämlich keine Sesselpuper, vielmehr arbeiten sie an Fließbändern,
auf dem Bau, in Werkhallen, Fabriken aller Art, usw. usw.

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fjr 26.04.2019, 11:43
296.

Zitat von Bibs1980
Nur weil's bei Ihnen nicht praktikabel ist heisst das noch lange nicht, dass es nicht funktioniert. Ich bin auch IT'ler und bei uns wurde kürzlich für alle 350 Mitarbeiter eine Homeofficeregelung eingeführt, schlicht weil wir alle Prozesse soweit digitalisiert haben und die Infrastruktur so aufgebaut haben, dass es egal ist, ob ein Mitarbeiter in Büro 0.39 oder 4.11 sitzt oder daheim ist. Klassisches Patt würde ich sagen :-)
Es geht aber trotzdem bei sicher mehr als 50 % der Arbeitsplätze nicht. Etwa in der Produktion von Semmeln. Das geht nicht vom Bett aus mit der Smartphone-App. Ebensowenig bei allen anderen Produktionsarbeitern. Oder im Handel. Die Verkäuferin von Damenoberbekleidung sitzt zu Hause in der Küche und bedient Sie im Laden mittels Skype. Die Friseurin schneidet Ihre Haare auch vom Wohnzimmer aus und der GWS-Installateur empfiehlt per Ferndiagnose, das Fenster (äh Window) zu schließen, wenn das Wasserrohr gebrochen ist.

Schöne Ideen, aber merken Sie was? Und der Lkw-Fahrer, der jeden Tag Ihre Kekse und den Kaffee zur Supermarktfiliale bringt, der parkt in der Reihenhaussiedlung jeden Abend seinen 40-Tonner, damit er am frühen Morgen - vor Beginn des ÖPNV - nicht erst mit dem eigenen Auto ins Zentrallager fahren muß. Ach Scheibenkleister, ich vergaß, die werden ja künftig von kleinen E-Drohnen vollautomatisch ... .

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pittiken 26.04.2019, 11:45
297.

Zitat von bestrosi
Gesamtgesellschaftlich geht es um Effizienzgewinne im Verkehr, und da ist das Auto mit 1,2 Personen pro PKW und 23 Stunden Standzeit pro Tag unterirdisch schlecht, vom Klimaschaden mal ganz abgesehen. Nutzungsabhängige Kosten sind doch sonst kein Problem, warum nicht auch beim Autoverkehr?
Den City-Maut-Schreier geht es um Abzocke des gemeinen Arbeitnehmers.
Seit dem die Lagerhaltung der Firmen und Supermärkte auf die Straße verlagert wurde, wird verstärkt der kleine Mann zur Kasse gebeten.

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hifimacianer 26.04.2019, 11:47
298.

Zitat von emil7685
Ich habe viele Freunde in den Niederlanden und bin oft dort. Die von Ihnen geschilderten Gegebenheiten sehe ich so gut wie nie. Die Holländer fahren genauso mit dem eigenen Auto zum Supermarkt einkaufen wie wir Deutschen. Und die Kinder werden genauso mit dem Auto in die Kita und Schule gefahren. Die paar Freaks die in Amsterdam und Groningen alles mit dem Fahrrad erledigen sind NICHT die Regel und die Mehrheit in den Niederlanden!
Wenn Sie öfter in den Niederlanden sind, sollten Sie es eigentlich besser wissen. Der Anteil des Radverkehr am Gesamtverkehr ist dort nachgewiesenermaßen deutlich höher als bei uns.

In praktisch JEDER Stadt sieht man deutlich mehr Radfahrer als bei uns, die Städte sind voll mit Radfahrern. Es gibt an jeder Ecke Fahrradständer (die meist voll sind), und insbesondere am Beginn der Fußgängerzonen stehen massenhaft Fahrräder.

Was Sie da als "Freaks" bezeichnen, ist in weiten Teilen Alltag in Holland.

Natürlich fahren auch dort die Leute mit dem Auto. Ich habe auch nie behauptet dass dort alle nur mit dem Rad fahren. Es geht um das Verhältnis, und um die hier immer wieder auftauchenden "Probleme" der Deutschen, mal das Auto stehen zu lassen.

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odapiel 26.04.2019, 11:48
299.

Zitat von severus1985
Und diese Leute sollen dann lieber 2 Tonnen potentiell tödlichen Stahl bewegen dürfen? Das ist doch ein Witz? Natürlich gibt es Menschen, für die das Fahrrad nicht taugt. Das trifft aber auf die allerwenigsten zu. Und der allgemeine Fitnesszustand verbessert sich ja auch, auch wenn man die ersten paar Fahrten aus allen Löchern pfeift.
Sollen die sich erschiessen? Verhungern? Sozialverträglich ableben? Und nein, es sind keineswegs wenige. In welchem Elfenbeinturm leben Sie denn? Dort gibts wohl keinerlei Behinderte, gelle?

Und nee, wer mit einer schweren Behinderung oder Krankheit versucht mit Gewalt Sport zu treiben, verbessert keineswegs seine Gesundheit. Der fällt bloss tot um, oder wird noch kranker.

Ihre Haltung ist an Unmenschlichkeit nicht zu übertreffen. Da hofft man regelrecht, daß auch Sie bald mit Karma zusammentreffen...

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