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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
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Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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readme74 26.04.2019, 12:14
320. Autofahrer als Schwarzfahrer?

Autofahrer als Schwarzfahrer zu bezeichnen, ist schon etwas sonderbar und offenbart, dass der Herr Professor wenig Ahnung von der Materie hat.

Was ist mit der Kfz-Steuer, von der über 10 Prozent in den Straßenbau gehen, sowie mit der Einkommenssteuer, von der ja die Kommunen mit profitieren und durch welche ihnen direkt Mittel zufließen, die auch in den kommunalen Straßenbau gehen können? Immerhin hat nahezu jeder Erwachsene auch einen Führerschein und ist auch Autofahrer. Noch dazu ist Benzin als Energieträger mit 65 Cent pro Liter besteuert, und auch dieses Steueraufkommen steht für Zwecke des Gemeinwohls zur Verfügung, zu denen auch die Verkehrsinfrastruktur zählen kann.

Kein anderes Verkehrsmittel dürfte - eben vor allem durch Kfz- und Energiesteuer - so stark besteuert sein wie das Auto. Wenn wir hier wirklich in absurder Weise mit dem Finger auf Gruppen von Verkehrsteilnehmern zeigen wollen, dann sind in Wirklichkeit die im Artikel gepriesenen Fahrradfahrer die Schwarzfahrer, denn weder wird die Benutzung eines Fahrrades besteuert, noch werden steuerpflichtige Energieträger beim Fahren eingesetzt.

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von_oz 26.04.2019, 12:16
321.

Zitat von fredotorpedo
Herr Monheim ist da inkonsequent, auch mit der Aussage " ... und der öffentliche Raum allen gehören. Vierspurige Straßen wird es nicht mehr geben. Sie werden stattdessen zu Bauland umgewandelt und auf den viel zu großen Straßenkreuzungen werden Wohnungen gebaut." Wir haben nicht nur Zuviel Autos sondern auch Zuviel Wohnungen. Wozu braucht jeder eine eigene Wohnung? Wohnungssharing gehört die Zukunft. Und vergleichbar dem ÖPNV sollten wir Gemeinschaftswohnung schaffen, wo mindestens ein Dutzend Personen sich gemeinsam Schlafraum, Essraum und Wohnzimmer teilen. Da wird endlich die Wohnraumknappheit beseitigt. In Städten wie Berlin und München können in großem Umfang Wohnhäuser abgerissen und stattdessen Parks zum flanieren angelegt werden. Der ganze individuelle Besitz ist doch sowieso Quatsch. Weshalb muss jeder einen eigene Fernseher, Laptops, Smartphones, Geschirrspüler, Waschmaschinen, ... besitzen. Ist doch eine ungeheure Ressourcenverschwendung. Sharing ist das Motto der Zukunft??? Herr Monheim, hier können Sie noch in ungeahnten Ausmaß Ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
Warum die Polemik? Es gibt ein Problem und dafür müssen wir eine Lösung finden. Und zwar eine, die aus lauten, dreckigen Verkehrs-Molochen wieder Städte macht, in denen man sich zu jeder Tageszeit gerne aufhält. Und gleichzeitig muss auf irgendeine Weise die Mobilität aufrecht erhalten werden. So wie es jetzt ist, kann und wird es nicht bleiben. Darauf müssen Sie sich einstellen. Und wenn sie unter „Wohnungssharing“ verstehen würden, aus einer 140qm-Wohnung zwei 70qm-Wohnungen zu machen, warum nicht?!

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frankcrx 26.04.2019, 12:17
322.

Zitat von Bibs1980
Nur weil's bei Ihnen nicht praktikabel ist heisst das noch lange nicht, dass es nicht funktioniert. Ich bin auch IT'ler und bei uns wurde kürzlich für alle 350 Mitarbeiter eine Homeofficeregelung eingeführt, schlicht weil wir alle Prozesse soweit digitalisiert haben und die Infrastruktur so aufgebaut haben, dass es egal ist, ob ein Mitarbeiter in Büro 0.39 oder 4.11 sitzt oder daheim ist. Klassisches Patt würde ich sagen :-)
Ja cool, ich seh schon den Typen der per Home Office die Heizung repariert, Waren verpackt, Brötchen verkauft, verstopfte Klos reinigt etc etc. . Dummes Geschwätz würd ich sagen.

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pittiken 26.04.2019, 12:19
323.

Zitat von Leser161
Selbst ein Kleinwagen bietet 4 Sitzplätze und einen Kofferraum. Das ist fürs Pendeln zum Beispiel massiv überdimensioniert. Wenn man nun einfach Autos anschafft die 2/3 kleiner sind. Im Gegensatz zur Elektrifizierung ist das eine Maßnahme die ohne technische Innovationen und Reichweiteneinschränkungen machbar ist. Ausserdem könnten kleine Autos billiger sein. Eine Win-Win-Situation. Autohersteller könnten Profit weiterhin über imageträchtige Übermotorsierung oder Komfortextras machen.
Für jede Gelegenheit gibt es dann das passende Auto?

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frankcrx 26.04.2019, 12:20
324.

Zitat von g_bec
Och büdde. Der Weg zur Arbeit, den die Arbeitskraftgeber zurücklegen MÜSSEN ist denn doch kürzer, als gemeinhin suggeriert wird (um die 15km einfach). Und wer 30.000€ für einen PKW und 250.000€ für's Häuschen im Grünen hinlegen kann, wird doch eventuell die 3.000€ für ein Elektrorad aufbringen können, mit dem DIESE Strecke genauso gut zu bewältigen ist. Und auch noch 1.000€ für Kindersitz und Lastenanhänger übrig haben.
Nö. draussen ist es entweder zu kalt oder zu warm. Und wenn ich 30000 für nen PKW bezahle setz ich mich doch nicht aufs Fahrrad. Wie blöd wär das denn?

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emil7685 26.04.2019, 12:20
325.

Zitat von IngoLars
so so, 30 - 50 Mrd (??) Euro Überschuss bei der Kfz-Steuer. Zum Einen hat eine Steuer per se keinen Überschuss. Das ist fiskalpolitischer Unsinn. Zum anderen beträgt die Kfz-Steuer nur rnd. 9 Mrd. Euro p.a. Wo soll da bitte schön ein "Überschuss" von 30-50 Mrd. (übrigens eine sehr präzise Angabe!) herkommen?
Den "fiskalpolitischen Unsinn" können Sie ja gerne dem Finanzministerium erleutern, wenn die privaten pkw in Deutschland abgeschafft sind und um die 200 milliarden Euro Steueraufkommen wegfallen.

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von_oz 26.04.2019, 12:22
326.

Zitat von emil7685
Ich sehe das Problem nicht. Ich wohne in Berlin und die Autos stören mich überhaupt nicht. Wieso sollte ich in eine vibrierende und belebte Großstadt ziehen wenn mich die Autos dort stören. Für mich ergibt das nicht den geringsten Sinn.
Einerseits schreiben hier viele, eine City-Maut würde vor allem die Armen treffen, andererseits scheinen manchen Mautgegnern jene im doppelten Sinne arme Menschen völlig egal zu sein, die sich nur eine Wohnung an einer lauten, dreckigen Hauptverkehrsstraße leisten können...

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scoopx 26.04.2019, 12:22
327. Eigentlich...

Zitat von hartwig2
Weil die Autofahrer es auch bezahlen, oder gibt es eine Rad Steuer mit der Radwege dann auch finanziert werden könnten? Was meinen Sie was bei der Bahn los wäre, wenn die Fahrkarte nicht subventioniert wäre, und Sie den originalPreis zahlen müssten. Wieso sollte sich der Handel ändern, wenn es weniger Autos gäbe? Seit wann bekommt man Haushaltswaren in einem Baumarkt? Und wieso macht es Ihnen keinen Spaß mehr, daheim zu leben? Fahren da schon Autos? Haben Sie auch die Arbeitsplätze für die Pendler? Um nicht zu fragen, leben Sie schon in solch einer Traumwelt, das Sie die Realität gar nicht mehr wahrnehmen, wenn das Feindbild Auto weg wäre, ist für Sie alles schön?
... sollte ich auf solchen Schwachsinn nicht antworten. Aber na gut.

Die Super- und Baumärkte auf der grünen Wiese sind entstanden, als es mehr Autos gab und die Leute nur noch mit dem Auto zum Einkaufen gefahren sind und in den Innenstädten keine Parkplätze mehr fanden. Wenn es umgekehrt weniger Autos gibt entsteht auch wieder ein Markt für kleinere, fußläufig erreichbare Läden. Und keiner wird wenn er einen Schraubenzieher oder eine Glühbirne (sorry, ein "Leuchtelement") kaufen will, mit dem Auto zum Baumarkt fahren. Aber Sie verstehen unter Haushaltswaren offenbar nur Kochtöpfe.

Weiter: nein, es macht keinen Spaß, in einem Wohnghetto seine Freizeit zu verbringen, da will man 'raus. Und Wohnghettos sind auch nur wegen der Autos entstanden, das gilt auch für die übrige Ghettoisierung. Weniger Autos bedeutet auch ein Zwang, die Pendlerwege zu reduzieren. Die Arbeitsplätze sind heute ohnehin weniger zentralisiert als vor 50 Jahren, als z.B. bei Schichtende bei BMW in München Zehntausende von Arbeitern aus dem Werk strömten.

Aber für Sie ist jeder Strukturwandel eine "Traumwelt", und das, was gerade ist, eine unverrückbare "Realität", gelle?

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schwerpunkt 26.04.2019, 12:23
328.

Zitat von emil7685
Ich habe nicht die geringste Lust bei Schneetreiben, Regen oder Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt Fahrrad zu fahren. Punkt aus Amen. Wenn mir das jemand aufzwingen will werde ich mich mit allen in meiner Macht stehenden Mitteln dagegen wehren.
... und die Wochenend-Einkäufe in einer Papiertüte auf dem Fahrrad-Gepäckträger.

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qoderrat 26.04.2019, 12:23
329.

Zitat von Darkqueen
Ah ja Carsharing viele Haushalte in Deutschland haben neinen Schufa Eintrag und bekommen keinen Carsharing Vertrag sollen die dann alles schleppen ?
Ich habe einen Anhänger fürs Fahrrad, mit dem kann ich auch problemlos meinen Getränkeeinkauf erledigen, und die wirklich schweren und grossen Sachen kann man sich auch liefern lassen. Das Auto nutze ich für Transportaufgaben nur für seltene Ausnahmen, und da eher aus Bequemlichkeit denn Notwendigkeit.

Aber prinzipiell sprechen Sie da einen wichtigen Punkt an, wenn man Mobilität auf solche Varianten einschränken möchte, muss auch sichergestellt sein dass diese verpflichtend diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt werden.

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