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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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cindy2009 26.04.2019, 12:59
350. @max-mustermann

"----
max-mustermann heute, 12:53 Uhr
345.
[Zitat von hifimacianeranzeigen...] Und schon kommt wieder dieser Tunnelblick der Großstadtbewohner. Ja in Berlin und anderen Metropolen ist das super mit dem ÖPNV, ich nutze ihn selbst ausgiebig immer wenn ich dort zu Besuch bin, aber auf dem platten Land gibt es den in dieser Form schlicht nicht. Also ist mann nicht mobil wenn mann kein Auto hat, was ist daran so schwer zu verstehen ?---" Ich lebe auf dem flachen Land und es funktioniert. Und wenn es das nicht würde, muss man eben dafür sorgen, dass es geht. Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

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pittiken 26.04.2019, 13:00
351.

Zitat von severus1985
Ok, sie benötigen unter anderem also ein Auto, um die 2km Distanz zu ihrem Kleingarten zurückzulegen? Sorry, aber das ist nun wirklich das schlechteste "pro-Auto" Argument, das ich je gehört habe. 2km Distanzen sind genau die, für die das Auto keinen Sinn macht. Kaufen Sie sich ein Fahrrad.
Offenbar wissen Sie nicht, was man alles zum Garten mitnehmen muss. Da ist das reinste ZEITVERSCHWENDUNG, wenn Sie da drei/viermal hin- und herradeln.

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misterknowitall2 26.04.2019, 13:01
352. ???

Zitat von wizzard74
Falsch. Sie zahlen in der Rolle als Fahrradfahrer WENIGER Steuern, da Kfz-Steuer, Mehrwertsteuer für die Anschaffung des Autos, Steuern auf alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Auto und vor allem Mineralölsteuer, auf die dann noch Mehrwertsteuer erhoben wird. Also zahlen Sie eben NICHT wie alle anderen auch, die Autofahrer zahlen mehr. Die Autofahrer nutzen aber auch mehr, daher passt das schon - mir stinkt es nur, wenn solche Ungenauigkeiten die Diskussion verpesten.
Klar zahlt man als Radfahrer weniger Steuern, aber das stand doch gar nicht zur Debatte, sondern wer die Infrastruktur bezahlt und da bezahlen wir alle gleich, weil das aus dem allgemeinen Steueraufkommen bezahlt wird. Es ist ein Fehlglaube, dass man mit der Kfz-Steuer die Straßen bezahlt. Steuern sind nicht zweckgebunden.

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smsderfflinger 26.04.2019, 13:04
353.

Zwei Zitate aus dem Artikel:
1.) "Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer."
2.) "Aber ein Fahrrad ist doch ebenso ein Fahrzeug wie ein Auto und hat Anrecht auf angemessenen Verkehrsraum zum Fahren und Abstellen. Alles was Räder hat ist ein Fahrzeug - basta! Und deshalb sollte beides auch so behandelt und mit den gleichen Investitionen und der gleichen Priorität gefördert werden."
Das muss man sich mal langsam auf der Zunge zergehen lassen!
In 1. erklärt er alle Autofahrer zu Schwarzfahrern, die Infrastruktur nutzen ohne zu bezahlen, wobei er Kfz Steuer und Spritsteuer unter den Tisch fallen lässt. In 2. erklärt er "alles was Räder hat zum Fahrzeug - basta!" ohne, dass es ihm auffällt, dass in dieser von ihm gewählten Argumentation gerade die Fahrradfahrer die "Schwarzfahrer" sind, denn die bezahlen weder eine Fahrzeugsteuer, noch eine Spritsteuer.
Klassisches Eigentor...
D

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misterknowitall2 26.04.2019, 13:04
354. Nein,

Zitat von velbart
den Ausfall der Mineralölsteuer bedeuten würde, wird Strom für Normalbürger nicht mehr bezahlbar sein. Die notwendige Kompensation durch Erhöhung der Stromsteuer, würde extreme Verwerfungen in der nicht so betuchten Gesellschaft bedeuten.
da kommt eine neue Steuer auf "Fahrstrom" den man tankt. Glaubt irgendjemand, dass E-Mobilität billiger wird? Nur wenn man Strom selber erzeugen kann, sonst werden wir böse aufwachen, was die kWh dann so kostet.

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cabeza_cuadrada 26.04.2019, 13:05
355. nur noch Leute mit genügend Geld

Zitat von grbxx
Ich habe zwar selber seit 18 Jahren kein Auto mehr und nutze car sharing oder Leihwagen und fahre Zug oder laufe ... das geht aber nur weil ich in der Innenstadt sehr verkehrsgünstig wohne und keine Hobbies habe die ein Auto erfordern. Das sieht aber ganz schnell anders aus wenn man regelmäßig pendeln muss und der Arbeitgeber nicht so optimal angebunden ist. Oder wenn man regelmäßig zB Kinder zum Sport bringen muss zur Schule oder auch mal zum Arzt. Es ist schlichtweg utopisch Autos abzuschaffen. Vor allem mit Zwang. Die geforderte City Maut im geschilderten Ausmaß würde auch dazu führen, dass nur Leute mit genügend Geld sich Auto leisten könnten. Bin wahrlich kein Anhänger der sozialen Gerechtigkeitsdiskussion aber ein derartiger Eingriff wäre eine schreiende Ungerechtigkeit. Außerdem steht es jedem frei auf das eigene Auto zu verzichten und stattdessen die steigende Anzahl an car sharing angeboten zu nutzen. Staatlicher Zwang ist hier überflüssig.
sie haben es auf den Punkt gebracht. Diesel-Kfz verbieten, Fahrverbote, City-Maut, Fliegen muss teurer werden, Lebensmittel sind sowieso zu günstig, usw. usw. Bei all den tollen grünen Ideen sollte man vielleicht eins bedenken. Die die es sich eben nicht leisten können werden sich früher oder später wehren. Vielleicht mit gelben Westen, ganz sicher aber an der Wahlurne. Was wenn "Wir sind mehr" irgendwann mal nicht mehr stimmt? Ich befürchte wir sind auf einem "guten" Weg dorthin.

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grabenkaempfer 26.04.2019, 13:05
356.

Zitat von scoopx
Wir leben seit langem in einer Automobil-Diktatur. Alles wird den Erfordernissen der verdammten Autos unterworfen. In den Städten ist der öffentliche Raum von den Autos quasi okkupiert. Fährt man über Land, dann schaut man nur noch auf eine Wand aus Blech. Es wird Zeit, daß wir uns davon befreien und den öffentichen Raum zurückerobern. Die Konsequenz ist, daß es dann wieder mehr kleine Lebensmittelläden geben wird und Handelsformen, die fast ausgestorben sind, zum Beispiel das von den Baumärkten verdrängte Haushaltswarengeschäft. Die Nachbarschaften werden belebt werden, die Leute werden einander wieder kennen, und Kinder werden auf der Straße spielen. Ein ganz anderes Lebensgefühl wird Einzug halten. Es wird wieder Spaß machen, daheim zu leben, und weil es dann weniger Dinge gibt, denen man zu entkommen trachtet, wird der Drang zu den Kurzreisen abnehmen. Die Pendlerwege wird man reduzieren müssen, und das wird bedeuten, daß unser Raum entghettoisiert wird, das heißt, er wird nicht mehr wie heute in Wohn-, Einkaufs-, Erwerbs- und Vergnügungsghettos aufgeteilt sein sondern mehr durchmischt. Dieser Wandel ist gut fürs Klima, wird die übersättigte Wirtschaft durch die erforderlichen Umstellungen wieder wachsen lassen und die Lebensqualität verbessern. Also eine win-win-win-Situation. Worauf warten wir noch?
Das ist ein Irrglaube. Es wird keine kleineren Läden geben. Dafür wird es mehr Ghettos geben, nämlich für die die sich den PKW nicht mehr leisten können. Das Ergebnis werden Wohnsilos sein, wie man sie in der DDR hatte und wo sich keiner mehr kennt. Morgens fährt dann die graue Masse mit dem ÖPNV irgendwohin zum Arbeiten und abends zurück. Ein wirkliches Leben wird daraus nicht entstehen und kleinere Gemeinden haben dann noch weniger Einwohner oder sterben ganz, weil die Reichen sich in ihren eigenen Vierteln sammeln werden.

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skal3n 26.04.2019, 13:08
357. Schwachsinnige Begründung

Wir zahlen nicht für die Nutzung von Straßen?
Wir zahlen Steuern beim Autokauf, Steuern beim kauf sämtlicher Ersatzteile und bei Reparaturen des Autos, Treibstoff ist mehrfach versteuert mit insgesamt ~50-60%, beim bezahlen von gemieteten Parkplätzen zahlen wir steuern, alles wofür wir geld ausgeben ist versteuert.
Wenn die Politiker nicht Milliarden an Steuergeldern verprassen würden, könnten auch mehr Gelder in die Infrastruktur, Angebote für alternativen zum Auto und Umweltschutz investiert werden. Ohne Fahrverbote, Ohne Maut, Ohne Steuererhöhungen, Ohne das auch nur 1 Autofahrer mehr zahlen muss als bisher.

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max-mustermann 26.04.2019, 13:09
358.

Zitat von herjemine
Ohne Automobil würde eben kaum jemand so fern der Arbeit wohnen. Der gesamte Siedlungskrebs war ja erst durch die individuelle Motorisierung möglich. Das Leben wáre kompakter. Und nein, Antibiotika etc. gäbe es trotzdem. All die Verfechter des individuellen Autos sollten sich mal vorstellen wie ein Leben mit höchstens 10 Kilometern Arbeitsweg wäre. ..
Ja das wäre bestimmt die Lösung des Problems wenn millionen Landbewohner ihre Koffer packen und mit Kind und Kegel auch noch in die Großstädte ziehen in denen mann jetzt schon keinen bezahlbaren Wohnraum mehr findet. Ansonsten soll es auch noch so verrückte Sachen geben das Paare nicht beim selben Arbeitgeber arbeiten und der eine muss dann eben x kilometer in die eine Richtung und der andere x kilometer genau in die andere. Und nicht zuletzt wurde uns von der Politik in den letzten 20 Jahren eingeimpft das Arbeitnehmer flexibel sein müssen und auch das Arbeitsamt wird ihnen was anderes erzählen mit ihren 10 km, eine Entfernung die zum Arbeitsplatz zumutbar ist liegt da deutlich drüber.

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misterknowitall2 26.04.2019, 13:09
359. Hä?

Zitat von carlitom
Oh, der "Amazonverkehr" wird natürlich um ein Vielfaches zunehmen, wenn die Leute nicht mehr mit dem Auto in die Stadt fahren (können). Das ist ja klar. Dazu das Ladensterben und die weitere Verdichtung der Bebauung...
Sich die Sachen liefern zu lassen ist ihnen also zu......einfach? teuer?unpraktisch? Oder was haben sie dagegen?

Ein Großteil der Innenstädte sind doch schon autofrei und dort tummeln sich sehr viele Menschen, wenn die City ein gewisses Maß an Attraktivität aufweist. Ihr Argument mit dem Auto und dem Ladensterben kommt aus den 70er des letzten Jahrhunderts und hat sich nicht bewahrheitet.

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