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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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hifimacianer 26.04.2019, 13:56
390.

Zitat von emil7685
Das ist einfach nur absoluter, totaler und vollkommener Blödsinn! Das Auto und die damit verbundenen Arbeitsplätze erzeugen ein Steueraufkommen von mehreren hundert Milliarden Euro! Außerdem bauen die Kommunen die Verkehrswege nicht nur für die Autofahrer. Dort fahren auch Múllabfuhr, Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen.
Mehrere hundert Mrd. €?
Also bitte, DAS ist absoluter Quatsch!

Und ich fürchte Sie haben den Kern meiner Aussage auch gar nicht verstanden. Es geht mir nicht darum, den Autoverkehr per se zu verteufeln. Und ich weiß natürlich, dass eine gewisse Infrastruktur für die öffentliche Ordnung zwingend notwendig ist.

Es geht um das Übermaß des individuellen Autoverkehrs, welches dazu führt(e), dass immer mehr Raum dafür bereitgestellt wurde, und eben nicht nur das notwendige. Wenn man sich alte Aufnahmen aus unserer Stadt anschaut, waren selbst an den damals schon breiten Hauptstraßen überall schöne Vorgärten vor den Häusern.

Diese sind im Zuge der "autofreundlichen Stadt" fast alle zusätzlichen Fahrspuren oder Parkplätzen gewichen. Es wurde immer mehr Fläche versiegelt, die Straßenzüge wurden breiter, weniger Grünflächen. Größere Abwasserkanäle wurden notwendig, um das Oberflächenwasser abführen zu können.

Und es ist nun mal wissenschaftlich erwiesen, dass der Autoverkehr zunimmt, wenn man ihm mehr Raum zur Verfügung stellt. Will man also z.B. die Parkplatznot damit beenden, in dem man mehr Parkflächen zur Verfügung stellt, wird das im Endeffekt nur dazu führen, dass noch mehr Autos auf die Straße kommen. Eben weil es bequemer wird.

Umgekehrt wird eine Reduzierung der Fläche dazu führen, dass mehr Menschen das Auto abschaffen. Autofahren ist im Endeffekt zu bequem und vor allem zu günstig, darum haben so viele eins, auch diejenigen, die eigentlich gar keines bräuchten.

Nur für Krankenwagen, Feurwehr, Warentransport, ÖPNV etc. bräuchte man bei weitem nicht so viel Straßenfläche wie für den zusätzlichen Individualverkehr.

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meihan 26.04.2019, 13:56
391. Wo lebt dieser Mensch?!?

Schwarzfahrer?!? Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, in Kürze eventuell Autobahnmaut. Und dann sind Autofahrer "Schwarzfahrer"? Radfahrer sind/ bzw. wären Schwarzfahrer, da sie weder Steuer und Gebühren für Radwege und Abstellflächen bezahlen. Auch eine City-Maut ist abwegig: derjenige, der es sich leisten kann, zahlt die City-Maut und "verpestet" die Innenstadt weiterhin. Ausbau und kostengünstiger ÖPNV, auch im weiteren Umkreis der Städte, ist da vordringlich. Nur so steigt man vom Auto um, um dann Umweltfreundlich in die Innerstadt zu kommen.

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Ökofred 26.04.2019, 13:57
392. citiymaut?

Zitat von cindy2009
"---- max-mustermann heute, 12:53 Uhr 345. [Zitat von hifimacianeranzeigen...] Und schon kommt wieder dieser Tunnelblick der Großstadtbewohner. Ja in Berlin und anderen Metropolen ist das super mit dem ÖPNV, ich nutze ihn selbst ausgiebig immer wenn ich dort zu Besuch bin, aber auf dem platten Land gibt es den in dieser Form schlicht nicht. Also ist mann nicht mobil wenn mann kein Auto hat, was ist daran so schwer zu verstehen ?---" Ich lebe auf dem flachen Land und es funktioniert. Und wenn es das nicht würde, muss man eben dafür sorgen, dass es geht. Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
Ich dachte es geht hier um die citymaut, nicht um die "Flachlandmaut". Hab ich was verpasst?

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Strinauftisch 26.04.2019, 14:04
393. Interview nicht gelesen?

Zitat von Die Elixiere des Teufels
Tolle Ideen hier... ohne Zweifel. Allerdings wird die Loesung nur die Leute bevorzugen, die sich das Alles Leisten koennen. Großzügige Altbau- Wohnung mit Fahrradparkplatz und Kita in der Naehe. Ok, das kann klappen. Oder schwerreicher Unternehmer, faehrt einmal die Woche ins Stadtbuero und arbeitet ansonsten vom Landgut aus. Ja, machbar. Was macht aber der Rest der Bevölkerung? 50 km Radfahren jeden Morgen, oder 40 qm Innenstadtwohnung mit 3 Kindern?
"Der Bund muss dem ÖPNV mehr Geld zur Verfügung stellen, um den Ausbau von Bus- und Bahnlinien vorantreiben. Insbesondere in ländlichen Gebieten, wo die Menschen oft gar keine Möglichkeit haben, ohne ihr Auto mobil zu sein, weil der Nahverkehr dort noch deutlich unterentwickelt ist."

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Strinauftisch 26.04.2019, 14:05
394.

Zitat von hrboedefeld
der Individualverkehr wird sich wohl kaum derart reduzieren lassen. Schon gar nicht mit den Öffis in Deutschland! Aktuell würde meine Frau die vierfache Zeit für ihren Arbeitsweg benötigen und für mich gibt es gleich überhaupt keine Verbindung. Da gibt's viel zu tun, statt über eine Maut zu schwadronieren...
Genau das bemängelt der gute Mann doch. "Der Bund muss dem ÖPNV mehr Geld zur Verfügung stellen, um den Ausbau von Bus- und Bahnlinien vorantreiben. Insbesondere in ländlichen Gebieten, wo die Menschen oft gar keine Möglichkeit haben, ohne ihr Auto mobil zu sein, weil der Nahverkehr dort noch deutlich unterentwickelt ist."

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erdmann.rs 26.04.2019, 14:06
395. Nutzungszeiten

Zitat von Ranor
Immer die selbe Leier. Die Tatsache das ein Gegenstand die meiste Zeit über nicht genutzt wird sagt absolut Nichts über seinen Bedarf aus. Es geht um die Verfügbarkeit und darum dass ich ihn einsetzen kann wann immer ich einen Bedarf dafür habe- Ich benutze meine Zahnbürste auch nur 2x3min am Tag und meine Toilette steht auch 99% der Zeit ungenutzt herum trozdem möchte ich weder zum Etagenklo zurück und erst recht nicht zum Plumsklo auf dem Hof.
@Ranor (26.04.19 um 12:37)
D a s hätte auch von mir sein können. Ausgezeichnet beschrieben.
Das Auto zu verteufeln, nur weil es bei vielen "den ganzen Tag
herumsteht", ist Unfug. Meine Wasch- oder Spülmaschine steht
auch die meiste Zeit nur so herum, manchmal sogar mehrere Tage.
Manche Werkzeuge, die jemand hat, werden monate- oder sogar
jahrelang nicht benutzt. Es macht trotzdem Sinn, sie zu haben,
damit man nicht für jeden Kleinkram einen Handwerker rufen muss.
Die haben oft entweder keine Zeit oder sind zu teuer..

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CK74 26.04.2019, 14:08
396. Falscher Ansatz

Solange unser Güterverkehr und alle Lieferdienste(Amazone läßt grüßen) sich in diese Art verhalten wie momentan, sehe ich eine Bestrafung des Individualverkehres als nicht gerechtfertigt.

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Bakturs 26.04.2019, 14:08
397. Wie die Japaner

Machen wir es doch wie die Japaner. Schön nachzulesen im Handelsblatt von heute, wie in Japan versucht wird, den Verkehr von großen Autos auf kleine bzw. gleich ganz aus den Städten zu verbannen:

"Wie beim Autokauf deutlich wird, versucht der japanische Staat [Tokio] in den Großstädten Individualverkehr von der Straße auf die Schiene und den Autobesitz von großen auf kleine Wagen zu lenken.

Der Autokauf bei einem japanischen Händler ist deutlich komplizierter als in Deutschland. Glauben Sie ja nicht, Sie könnten sich einen Wagen vom Hof aussuchen und sofort losfahren. Beim Kauf müssen Sie zuerst einen Parkplatz nachweisen. Denn Ihr Gefährt einfach auf der Straße zu parken wie es in Deutschland oft noch üblich ist, ist in Japan verboten.

Das Problem: Die Parkplätze sind kostenpflichtig, was den Autobesitz deutlich verteuert und damit besonders in den Stadtzentren unattraktiv macht. Wer nicht gerade ein Einfamilienhaus mit eigenem Parkplatz besitzt, muss innerhalb der zentraleren Stadtbezirke Tokios mit einer zusätzlichen Parkplatzgebühr von monatlich 300 bis 500 Euro rechnen. In erschwinglicheren Randlagen wie in meinem Wohngebiet kostet ein Parkplatz immerhin noch um 100 Euro monatlich.

Außerdem erfordert der Vorgang Zeit. Der Käufer muss ein spezielles Dokument des Parkplatzverwalters beim Händler einreichen. Der trabt damit zur Polizei, die den Antrag annimmt, Personal zum Parkplatz schickt, um nachzuprüfen, ob der Parkplatz auch wirklich groß genug für den angegebenen Wagen ist.

Erst bei einem positiven Befund wird dann zwei bis drei Tage später eine Parkplakette ausgehändigt, die man auf die Front- oder Rückscheibe kleben muss. Dann endlich darf der Wagen ausgeliefert werden. Wer umzieht und den Wagen ummelden will, muss vor dem Antrag auf ein neues Nummernschild alle Laufwege selbst verrichten.

Doch damit nicht genug: Beim Autokauf versucht der Staat zudem steuerlich, vom Kauf großer Wagen mit großen Motoren abzuschrecken und die Nachfrage in Richtung Kleinwagen zu treiben. So wird beim Händler nicht nur die Mehrwertsteuer mitbezahlt. Zusätzlich fallen eine Autokaufsteuer von fünf Prozent und dann noch eine Gewichtsteuer an. Deren Höhe berechnet sich, wie der Name sagt, nach dem Gewicht der Autos. Und da teure Luxusautos in der Regel schwerer sind, werden sie dadurch noch einmal zusätzlich verteuert."

https://www.handelsblatt.com/politik/international/weltgeschichten/koelling/japan-autos-die-wie-toastbrote-aussehen-japans-autopolitik-regt-trump-auf/24067414.html?utm_source=pocket-newtab&ticket=ST-59637-ehu02JpSblqWaSKZVnau-ap1


Das gefällt den Deutschen aber nicht, weil die dann weniger Autos verkaufen! Und es sich mit der Automobil-Industrie möchte sich keiner verscherzen.

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quidquidagis1 26.04.2019, 14:09
398. Knapp 4000 Komentare..

..wenns ums "heilge Blechle "der deutschen Zipfelmütze geht.Hätten wir eine Artikel über einen großen Vulkan Ausbruch in der Eifel käm man wohl auf 20 Kommentare.Deutschland ist verrückt geworden!

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