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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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Francesca F. 26.04.2019, 08:14
60. das ist doch relativ einfach...

wenn die Leute nicht mehr mit ihren Kraftfahrzeugen in die Städte kommen und auch der Personennahverkehr zu wünschen übrig lässt geht der Einzelhandelsumsatz rapide zurück, dann bestelle ich meinen Kram eben bei Amazon Prime und fertig. Die Folgen hiervon kann auch ein Theoretiker von der Verkehrsforschung sicherlich noch erfassen.

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rainerwäscher 26.04.2019, 08:15
61. Neue Konzepte

Warum nicht eine gemeinschaftliche Nutzung von allen Fahrzeugen, die rumstehen? So könnte man die Anzahl auch erheblich reduzieren.
Alle investieren in einen Carpool, auf die jeder jederzeit Zugriff hat. Natürlich kontrolliert, damit das Fahrzeug nicht beschädigt wird.

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Indiana.Jones 26.04.2019, 08:16
62.

Zitat von mikaiser
Ob die besprochene Maut nun richtig oder falsch ist, sei dahingestellt. Klar ist: Wir alle sind, wann immer wir uns im Freien aufhalten, Opfer des Autowahnsinns. Wenn wir selbst ein Auto nutzen, sind wir kurzzeitig auch mal Gewinner. Daher lebt es sich mit Auto ein wenig besser als ohne, und das stabilisiert das falsche Mobilitätskonzept. In der Summe geht es allen besser, wenn es keine privaten Autos gäbe. Wir sind gerne bereit, unsere beiden Autos abzuschaffen, wenn das von allen gefordert wird. Wir fangen aber nicht damit an, wenn alle anderen ihre Fahrzeuge behalten dürfen.
Woher nehmen Sie Ihre Erkenntnis, dass es "allen besser geht, wenn es keine privaten Autos gäbe"? Unsere Gesellschaft, besonders der arbeitende Teil, basiert auf Mobilität. Mobilität, die seitens des Staates gefordert wird - Stichwort: zumutbare Wegstrecke.

Meinen Sie eigentlich, dass sich Millionen Pendler morgens rein aus Vergnügen in ihr Auto setzen und fahren, ausschließlich mit der Absicht, die Straßen richtig voll zu machen?

Seien Sie mir der Verwendung des Begriffes "alle" bitte vorsichtig und reden Sie nur für sich. Ich bin in keinem Ihrer "alle" enthalten.

Insofern können Sie ruhigen Gewissens Ihre beiden Autos behalten.

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equigen 26.04.2019, 08:17
63. Die Maut gibt es schon

Nennt sich Kraftfahrzeugsteuer, Mineralölsteuer und Ökosteuer. Eine dreifache Belastung der Autofahrer reicht also noch nicht??
Autofahrer finanzieren schon genügend andere Dinge mit. Mit welcher Steuer bezahlen denn Fahrradfahrer ihre Fahrradwege?

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cogite et dice 26.04.2019, 08:17
64. Unverschämte Realitätsverdrehung

Als Auto- und begeiserter Radfahrer frage ich mich, wie ein angeblicher Experte zu der Aussage Zitat: "Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer" kommen kann.
Angesichts Dutzender Millarden Einnahmen aus Benzin-, Karaftfahrzeug- und anderen autoassoziierten Steuern, die unter anderem auch in den Sozialetats zweckentfremdet werden, ist dies eine dreiste Verdrehung der Fakten. Mir graut bereits jetzt vor der Radikalisierung, die Verkehrsextremisten von der Art dieses angeblichen Experten heraufbeschwören.

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neurobi 26.04.2019, 08:17
65. Verkehrsexperte?

Es wäre schon viel gewonnen, wenn der SPON solche Leute wie Herrn Mohnheim nicht immer als Verkehrsexperten bezeichen würden, sondern als das was sie sind: Verkehrsideologen.

Die Welt die sich der Herr vorstellt hätte einschneidende Auswirkungen auf mein Leben, ich würde es schlichtzweg stärker in meine eigenen vier Wände und meinen eigenen Garten verlagern.
Weniger besuche von Kultur- oder Sportveranstalltungen. Weniger Einkäufe im stationären Handel. Weniger soziale Kontakte.
Zusammengefasst, weniger Mobilität, weniger Stadtbesuche.

Ich wohne vor den Toren Hamburgs. Wie der Herr ja auch schon bemerkt hat, sind die ÖPNV-Systeme genauso auf Anschlag, wie der Straßenverkehr. Soll er 2/3 des Autobverkehrs ersetzen, müsste man in Hamburg das Angebot mindestens verdoppeln. Dafür gibt es weder genug Geld noch Raum.

Mit solchen Experten wird es keine Verkehrswende geben, denn sie geht zu Lasten der meisten Bürger (und Wähler).

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neutron76 26.04.2019, 08:17
66. Mineralölsteuer erhöhen

Ist viel einfacher und könnte morgen gleich umgesetzt werden.

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neurobi 26.04.2019, 08:20
67.

Zitat von edu86
Also ich bezahle jedes Jahr meine KFZ Steuer ich Tanke nur Benzin an Tankstellen das Versteuert wird. Ich bin sicher kein Schwarzfahrer. Die ÖPNV ist bei mir in der Gegend sehr schlecht zur Arbeit ohne Auto unmöglich z.B. 6 Uhr Arbeitsbeginn und 6.15 Uhr fährt der erste Bus. Ich wohne im Landkreis wo Kretschmann ist und Bus Verbindungen werden immer schlimmer.
Ja, der Autofahrer zahlt heute nicht nur seine eigene Infrastruktur, sondern aus den Steuern in Zusammenhang mit den Auto werden auch die des ÖPNVs, des Fahrrades und der Fussgänger mitbezahlt.

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realist-42 26.04.2019, 08:22
68. Grossartige Idee

Ich bin auch dafür. Allerdings sollten die Kommunen und Regierungen das nicht durch "Beihilfen" verwässern. Freie Fahrt für die Besserverdiener, ... die sowieso die Strassen bezahlt haben. :-)

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fjr 26.04.2019, 08:22
69.

Zitat von ganzeinfach
Danke Herr Monheim - völlig richtig, dass Gleichberechtigung auf städtischem Gebiet in D aktuell nicht gilt: besser ein 2t SUV für den Transport 1 Person, damit die Radler in ihre Schranken gewiesen werden. Sobald die Flächen gleichermassen genutzt werden können, wird sich der Radverkehr auf ein ganz neues Niveau entwickeln. Andere Städte wie Holland, Dänemark können DAS schon lange. Es liegt an der Politik, diese Massnahmen zu treffen und umzusetzen - zum Wohle der Menschen in der Stadt, der Verbesserung der Gesundheit, Wohnqualität sowie zum Nutzen des ansässigen Gewerbes. Gesetzliche Fahrverbote wegen stark schadstoffhaltiger Luft entfallen dann sofort. Man muss eben nur wollen. ganzeinfach
"Andere Städte wie Holland, Dänemark, .." - äh hab ich da was verpasst?

Aber zum Thema: Ich kenne deutsche Städte, da ist Radfahren kein wirklicher Spaß, und das nicht nur wegen des Kraftfahrzeugverkehrs.
Bergig, bucklig, 20%-Steigungen an Nebenstraßen, im Winter bei -20°C am frühen morgen. Da ist es wirklich ganz angenehm nach 5 Kilometern durchgeschwitzt am kalten Bahnhof zu stehen und auf den wiedermal verspäteten Regionalzug zu warten, dann in diesem 40 Minuten zu stehen, um dann, immer noch durchgeschwitzt 10 Minuten ... und so weiter und so fort. Eh klar, aber in "Holland" ist die höchste Erhebung ja der Maulwurfshügel links von Amsterdam mit seinen 17 cm. Da kann man bequem mit dem E-Bike ... .

Aber wartet nur liebe Niederländer bis es mal auch bei euch wieder 3 Wochen lang im Januar -15°C hat (deshalb habt ihr doch das Schlittschuhlaufen erfunden), dann wird das mit dem E-Bike ein ganz kalter ... .

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