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Verkehrsgerichtstag: Unfälle mit selbstfahrenden Autos - müssen Programmierer ins Gef
Zoox

Für Unfälle mit selbstfahrenden Autos sollen nicht die Insassen verantwortlich gemacht werden - darauf pochen Experten auf dem Verkehrsgerichtstag. Große Probleme könnten dagegen die Programmierer bekommen.

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longboardmanu 24.01.2019, 20:18
10. Programierer?

also doch kein autonomes fahren.

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susuki 24.01.2019, 20:18
11.

Hmm, die Sensor-Abfrage ob ein Auto in der Messanlage "fährt" und fals dem so ist das AdBlue auf drehen stammt von einem Programmierer!

Programmierer einsperren! Verhaftete Bosse freilassen.

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descartes 24.01.2019, 20:18
12.

Zitat von mpigerl
Bei einem Softwarefehler in der Software eines Flugzeuges trägt der Hersteller die Verantwortung (bzw dessen Qualitätssicherung), aber nicht der einzelne Programmierer und darüber hinaus ist es Aufgabe des Pilotes das System zu überwachen und ggf. einzugreifen. Bei einem Softwarefehler in der Software eines Navigationssystems in der Chirurgie trägt der Hersteller die Verantwortung (bzw dessen Qualitätssicherung), aber nicht der einzelne Programmierer und darüber hinaus ist es Aufgabe des Chirurgen das System zu überwachen. Nur beim Automobil will man den einzelnen Programmierer verantwortlich machen und darüberhinaus den Fahrer komplett entlasten! Warum?
Aus mehreren Gründen:
1. Macht das System für mich nur Sinn, wenn ich mich komplett darauf verlassen kann und beispielsweise nebenher lesen, oder schlafen kann. Warum sollte ich mich sonst fahren lassen? Dafür macht es zuviel Spass.
2. Es macht das Fahren noch gefährlicher, wenn man sich erst in Gefahrensituationen auf den Verkehr konzentriert und nicht schon davor die Situation im Blick hat (und wie gesagt, genau das macht das System "obsolet").

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fsteinha 24.01.2019, 20:25
13.

>es geht den vorreitern des autonomen fahrens nur um maximalen profit, durch einsparung des kostenfaktors mensch als fahrzeugführer. das ist ein irrweg, der neoliberalen Bande,meiner Meinung nach.<
Wir sollten auch an die neoliberalen Mähdrescher Hersteller denken, die das edle Handwerk das Schnitters und des Dreschpflegeschwingers obsolet gemacht haben.

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fsteinha 24.01.2019, 20:29
14. was für ein Schwachsinn

Dem Programmierer kann man nur verknacken, wenn er gegen Standards und Normen verstoßen hat. Das ist schon bei heutigen Fahrzeugen der Fall. Software ohne Fehler gibt es nicht.

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nachdenken01 24.01.2019, 20:33
15. Vollautonomes Fahren wird sich NIE durchsetzen

Flug- und Bahnverkehr ist technisch viel leichter zu beherrschen, als das chaotische Getümmel im Straßenverkehr und trotzdem hat sich dort das vollautomatische fliegen/fahren nicht durchgesetzt - Pilot und Lokführer müssen stets eingreifbereit sein, warum soll das im Straßenverkehr dann jemals anders sein? Selbst wenn es durch vollautonomes Fahren im Straßenverkehr weniger Unfälle gibt, wird jeder Unfall ein teures Gerichtsverfahren nach sich ziehen, das merkt man jetzt schon bei den Unfällen mit teilautonomen Fahrzeugen. Die Verantwortung für tausende von Unfällen werden weder die Hersteller noch der Gesetzgeber, der solche Fahrzeuge zulässt auf sich nehmen. Solange nur ein paar vereinzelte vollautonome Fahrzeuge herumfahren, sieht alles noch toll aus, aber bei einer gesetzlichen Freigabe würden es schnell mehrere Millionen werden und dann wird es rein statistisch zwangläufig ständig Situationen geben, auf die die Software nicht vorbereitet ist.

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swissjazz 24.01.2019, 20:42
16.

Immer dieselbe Leier. "Geht gar nicht" und so.
Dann noch gewürzt mit der ollen Kamelle von der Oma und dem Kind die abwechslungsweise überfahren werden. Dabei wird vergessen dass die KI dann vermutlich schon zum stehen kommt wenn der entweder besoffene, übermüdete, zu schnell fahrende oder am Mobiltelefon daddelnde menschliche Fahrer bereits Oma und Kind über den Haufen gekarrt hat.

Alles was fehlt ist eine Gesetzesänderung die den Fahrer strafrechtlich(!) von seinen Pflichten als Fahrer entbindet. Zivilrechtlich bleibt natürlich alles beim alten, genauso wie heute.
Bei einem Unfall haftet die obligatorische Haftpflichtversicherung als erste Instanz, auch wenn das Auto fehlerhaft ist. Ob die Versicherung ihrerseits dann Ansprüche an den Hersteller geltend macht, ist dann ihr Problem.
Das ist doch heute nicht anders wenn ein Hersteller z.B. fehlerhafte Bremsen verbaut.

Strafrechtlich fällt dann eben der Fahrer/Halter weg, sofern er seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist bezüglich Wartung und sonstigen Vorschriften. Auch heute ist es so dass die Strafen übersichtlich bleiben wenn der Fahrer weder betrunken, noch übermüdet oder abgelenkt war.

Den Programmierer einsperren? Was für ein Schmarrn. Oder wurde schon die Ingenieursgilde von Boeing verknackt weil ihre Software den Unfall von Lion-Air Flug 610 verursacht hat?

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pr8kerl 24.01.2019, 20:43
17. Wer braucht eigentlich das selbstfahrende Auto?

Anstatt in umweltfreundliche Antriebe steckt die Autoindustrie Milliarden in die Entwicklung selbstfahrender Autos. Da kann man nur den Kopf schütteln. Wird sich ein BMW-Fahrer sowas kaufen? Mit dem Slogan "Aus Freude am Gefahrenwerden"? Wird sich der pedaltretende Porschefahrer künftig selbst rasen lassen? Was für ein Blödsinn wird hier entwickelt!

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Bernd.Brincken 24.01.2019, 20:55
18. Fehler

Zitat von ctreber
Es wäre Unsinn, in jedem Unfall einen Fehler mit dem Auto zu sehen oder beim autonomen Fahren Unfallfreiheit zu erwarten. Das Kriterium müsste "weniger Unfälle" oder "weniger gravierende Folgen" pro km sein, und das scheint z.B. bei Fahrzeugen von Tesla heute schon so zu sein.
Ja, davon kann Herr Musk gern nachts träumen: Halbgare Produkte mit großspurigen Reden und viel Medien-Getrommel in die Welt entlassen - und niemand trägt irgendeine Verantwortung bei tödlichen Fehlern.
Wirklich autonomes Fahren funktioniert heute bestenfalls auf fehlerfreien Fahrbahnen und bei gutem Wetter. In der EU trifft ersteres schon auf die Mehrheit der Straßen nicht zu.
Es wird Zeit für eine (EU- oder ISO-) Norm für solche Techniken, damit der Kunde genau weiss, was er /nicht kriegt.
So oder so muss es bei der Gewährleistungs-Haftung bleiben.
Kann doch nicht sein, dass der Hersteller für einen brennenden Akkuschrauber - zu recht - haftet, aber ein Auto haftungstechnisch im Niemandsland schwebt.
Lustig, dass die Anwälte aus dem Artikel auf die Idee kommen, den Programmierer ins Gefängnis zu fabulieren, anstatt den Hersteller. Das erhöht das Vertrauen in diese Zunft, mal wieder.

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tomdabassman 24.01.2019, 21:12
19. Schönwetter-Technologie

Ich muß bei dem aktuellen Schneefall an meinem Touran etwa alle 10 sec manuell den Sensoralarm wegdrücken. Wie gut arbeiten die Systeme, wenn nachts im Herbststurm der Regen von der Seite peitscht? Sagt der Computer dann zum Fahrer: 'Bitte, bitte, schalte mich ab, du weißt schon, wegen der Haftung...'?

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