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Verkehrsklubs testen Schließtechnik: Autodiebe haben leichtes Spiel mit Keyless-Go
ÖAMTC

Der ADAC und sein österreichisches Pendant haben schlüssellose Zugangssysteme von 273 Autos überprüft - mit verheerendem Ergebnis: Fast alle ließen sich leicht überwinden.

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varlex 06.08.2019, 08:59
90.

Zitat von Hans-Dampf
Da es andere Hersteller können, wie auch im Artikel beschrieben, scheint das Ganze kein Hexenwerk zu sein.
Das mag möglich sein, auch entsprechend einiger Kommentare benutzt Jaguar solch ein System.

Es ist aber nur eben teuer. Wer einen Jaguar kauft, dem mag das egal sein, ob solch eine Messeinrichtung z.B. 2000 oder 5000 Euro kostet. Bei anderen Marken macht dies z.T. ein Viertel des Kaufpreises aus.

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cohiba 06.08.2019, 09:04
91. Warum nicht andersrum?

Mal blöd gefragt. Warum funktioniert das System nicht andersherum? Das AUTO sendet das Signal und erkennt einen sich nähernden Schlüssel mit RFID Chip. Dann bräuchte der Schlüssel gar nicht selbst senden und das Problem mir den Reichweitenverlängerern wäre vom Tisch. Und eine Batterie bräuchte der Schlüssel dann auch nicht... Auf diese Weise funktionieren z.B. die Wireless Kredit- und EC-Karten...

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ingnazwobel 06.08.2019, 09:10
92.

Wenn jemand ein Auto klauen will macht es es mit oder ohne keyless go. Wenn jemand aus einem Auto etwas klauen will ist dies auch egal. Der Hype darum ist völlig unsinnig und nur für´s Sommerloch. Für alle Technikverweigerer: ein Auto ohne den ganzen Schnickschnack kann ein 12 Jähriger mit Utensilien aus jedem Haushalt klauen. Ebenfalls sind die Funkwellen aus einem Funkschlüssel ohne Keyless ebenfalls problemlos abzufangen. Man muss nur auf dem Parkplatz warten bis der Schlüssel bedient wird und die richtigen Geräte dafür haben. Von 1994 bis 2018 sind die KFZ Diebstähle von ca. 105.000 auf ca. 17.000 gesunken da die Fahrzeuge wesentlich diebstahlsicherer sind und dieser sich nur noch bei hochpreisigen Modellen rentiert.

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Hans-Dampf 06.08.2019, 09:11
93.

Zitat von varlex
Es ist aber nur eben teuer. Wer einen Jaguar kauft, dem mag das egal sein, ob solch eine Messeinrichtung z.B. 2000 oder 5000 Euro kostet. Bei anderen Marken macht dies z.T. ein Viertel des Kaufpreises aus.
Ich bin zwar im Bereich Nachrichten-/Elektrotechnik nicht so stark, aber so hoch sind die Mehrkosten mit Sicherheit nicht. Und beim Jaguar oder bei Land Rover würden ein paar tausender als Mehrpreis sehr wohl ins Gewicht fallen.

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KickIt 06.08.2019, 09:17
94.

Zitat von cohiba
Mal blöd gefragt. Warum funktioniert das System nicht andersherum? Das AUTO sendet das Signal und erkennt einen sich nähernden Schlüssel mit RFID Chip. Dann bräuchte der Schlüssel gar nicht selbst senden und das Problem mir den Reichweitenverlängerern wäre vom Tisch. Und eine Batterie bräuchte der Schlüssel dann auch nicht... Auf diese Weise funktionieren z.B. die Wireless Kredit- und EC-Karten...
Eine RFID ähnliche Technik wird im Schlüssel tatsächlich genutzt. Wenn sie am Türgriff ziehen, startet das Auto die Kommunikation und weckt den Schlüssel über ein entsprechendes elektrisches Feld auf. Genau hier setzt die Reichweitenverlängerung an. Die funktioniert mit RFID auch. Also die Bankkarte immer im Metalletui aufbwahren. Für die gesamte Kommunikation ist allerdings die Datenrate zu niedrig. Hier kommt dann ein UHF-Sytem bei 433MHz zum Einsatz. Und da brauchen Sie dann auch die Batterie. Passive Systeme kommen nur einige Zentimeter weit.

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KickIt 06.08.2019, 09:20
95.

Zitat von varlex
Das mag möglich sein, auch entsprechend einiger Kommentare benutzt Jaguar solch ein System. Es ist aber nur eben teuer. Wer einen Jaguar kauft, dem mag das egal sein, ob solch eine Messeinrichtung z.B. 2000 oder 5000 Euro kostet. Bei anderen Marken macht dies z.T. ein Viertel des Kaufpreises aus.
So teuer ist das auch wieder nicht, da bleiben Sie schon dreistellig. Aber das System von Jaguar Landrover ist groß, aufwändig und braucht viel Strom. Da haben die anderen Hersteller wohl auf eine Weiterentwicklung gewartet.

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cyborgpiratelaserninja 06.08.2019, 09:20
96.

Das Problem ist schon länger bekannt und daher ist es doch eigentlich auch üblich seinen Schlüssel zumindest zu Hause in einem abgeschirmten Behälter zu lagern. Das hilft zumindest gegen die häufigste Methode, bei der die Diebe in Wohngebieten agieren. Mir hat sich der große Vorteil allerdings nie erschlossen. Die Vorgänger meines PKW waren alle bewusst gewählt aber hatten weder eine Fernbediengung noch Zentralverriegelung. So gesehen ist selbst der ältere Standard schon ein relativ großer Schritt zu mehr Komfort. Für mich ist weniger also mehr. Für die Mutter/mutter, die Kind/er bändigen und gleichzeitg den Einkauf schleppen ist es eventuell ganz praktisch. Wahrscheinlich wäre es schon mal ein richtiger Schritt diese Option immer als Sonderausstattung vorzusehen. Dann hat der Kunde wenigstens die Wahl und muss nicht ab einer gewissen Preisklasse oder Austattungslinie automatisch damit leben.

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KickIt 06.08.2019, 09:22
97.

Zitat von varlex
Nur mal so, Die Signale breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. D.h. der Zeitunterschied zw. 1m und 100m beträgt etwa 330ns. Viel Spaß mit der Messeinrichtung (und dem Aufpreis).
Die Zeitmessung ist technisch kein Problem. Ein Takt von 1GHz hat 1ns Periode, das entspricht etwa 30cm. Das System herum, um alles zuverlässig und sicher zu machen, ist dabei die Herausforderung.

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KickIt 06.08.2019, 09:27
98.

Zitat von jupp78
Die spannende Frage am Ende des Tages ist, ist es überhaupt ein Problem? Sprich lösen Fahrzeuge mit Keyless-Go signifikant höhere Schadensummen aus, weil Keyless-Go so unsicher ist? Ich vermute mal eher nein, was dann wieder der Grund dafür ist, dass niemand sich bewegt.
Ja, die Versicherungen sehen ein Problem und machen Druck. Nur deshalb bewegen sich die Hersteller gerade. In etwa einem Jahr ist das Thema erledigt - wie damals bei der Wegfahrsperre.

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KickIt 06.08.2019, 09:30
99.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
Das Problem ist schon länger bekannt und daher ist es doch eigentlich auch üblich seinen Schlüssel zumindest zu Hause in einem abgeschirmten Behälter zu lagern. Das hilft zumindest gegen die häufigste Methode, bei der die Diebe in Wohngebieten agieren.
Viele aktuelle Schlüssel haben einen Bewegungssensor. Wenn der Schlüssel einige Minuten nicht bewegt wird, schaltet das keyless System ab. Damit ist das von ihnen beschriebene Szenario gelöst und sie können sich die Metallschachtel zu Hause sparen. Das prinzipielle Problem bleibt natürlich.

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