Forum: Auto
Verkehrskonzept in Wien: Auto? Nein danke!
Manfred Helmer / Wiener Linien

Kaum eine Stadt experimentiert so konsequent mit neuen Mobilitätskonzepten wie Wien. Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote.

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villazurfroehlichenkatze 05.07.2019, 05:12
1. Bei all der Lobhudelei

wäre es schön gewesen, auch einmal z.B. die dauernden Verspätungen der Öffis zu thematisieren. Wiener Linien und ÖBB sind eine Strafe für Pendler - ausfallende Züge sind keine Seltenheit, der Schienenersatzverkehr funktioniert oft nicht usw. Da werden dann aus 1.5 Stunden Fahrt schon einmal 5 Stunden bis zum Zuhause. Sehr zur Freude der Familie natürlich.

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der IV. Weg 05.07.2019, 05:54
2. schlau abgucken

ist das Motto für die Zukunft.
Warum das Rad neu erfinden?
Wenn Städte wie Kopenhagen es vormachen, wie man das macht:
Fahrrad fahren in der Innenstadt.
Das ist für Auswärtige aber nicht so ganz einfach --> Unfallgefahr beim rechts abbiegen.
Weil völlig ungewohnt, dass Fahrradfahrer auf ihrer Fahrbahn Vorfahrt haben!
Das müsste (für Touristen u.a.) besser beschildert sein.

ps
Was Fahrradwege angeht bekommt Saarbrücken von mir eine glatte 6
Der Fahrradbeauftragte (LOL) fährt wohl einen SUV, aber nie im Leben selbst
mit dem Fahrrad durch die Innenstadt.
Zu dumm zum abgucken!

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marthaimschnee 05.07.2019, 05:54
3. überhaupt ein Konzept wäre schon gut

in manchen deutschen Städten hat man den Eindruck, es gibt gar kein Verkehrskonzept. Alleine schon die überhaupt nicht smarten Ampelschaltungen, die scheinbar eh auf maximal mögliche Verkehrsbehinderung ausgelegt sind, lassen darauf schließen. Dann grätschen wild Straßenbahnen und Busse in den Autoverkehr hinein, wie es ihr Fahrplan gerade vorsieht. Daß auch diese dann zwangsläufig im Stau stehen und der Fahrplan hinfällig ist, interessiert ebensowenig wie Fahrradwege, die irgendwie dazwischen gequetscht werden, zB hochgefährlich zwischen fließendem und parkendem Verkehr. Oder die gar nicht existieren, plötzlich einfach aufhören zu existieren, oder generell wie auch Fußwege und Straßen in einem Zustand sind, bei dem man das römische Reich als Bauträger vermuten könnte. Hinzu kommt, daß derzeit jedes freie Fleckchen mit Wohnungen zugepflastert wird, ebenfalls ohne sich über entsprechend zusätzliche Verkehrskapazitäten überhaupt Gedanken zu machen. Das Deutschland des 21. Jahrhunderts ist eine Ansammlung blindwütiger Marktgläubigkeit, und obwohl die fundamentalen Fehler dieser religiös fanatischen Auffassung sich überall und mehr als offensichtlich in Form von Problemen manifestieren, will die regierende Politik dies nicht nur nicht aufgeben, sondern gemäß dem Spruch des Kurpfuschers "Die Dosis war bisher zu schwach" das ganze noch verstärken. Aber Hauptsache die schwarze Null steht!

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chrismuc2011 05.07.2019, 06:02
4.

An den Wienern könnten sich deutsche Kommunalpolitiker, insbesondere aus Berlin mal ein Beispiel nehmen. Gute Verkehrspolitik, die durchdacht ist, erst einmal Erkenntnisse abwartet und dann Regeln aufstellt, als ausgrenzende Verkehrspolitik zu betreiben. Auch was den Wohnungsbau und die Anzahl der im städtischen Besitz befindlichen Wohnungen angeht und damit die Bezahlbarkeit von Wohnraum absichert, ist Wien ein leuchtendes Beispiel.
Und wenn man sich das Rentenniveau ansieht, wünscht man sich geradezu ein copy und paste für Deutschland.

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99koelsch 05.07.2019, 06:28
5. Funktioniert deshalb

weil hier weitsichtig und nicht nur bis zur nächsten Kommunalwahl geschaut und geplant wurde und wird. Erst leistungsfähige Alternativen, dann das Auto zurück drängen, so funktioniert‘s. Ich befürchte, bei uns in D hat man so etwas noch lange nicht begriffen.

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power.piefke 05.07.2019, 06:38
6. man könnte in Deutschland...

... viel von den kleinen Nachbarn lernen. Nicht alles, aber ein paar Sachen sicher. Man tut es aber nicht. Gegenüber Wien und der dortigen Lebensqualität können München, Stuttgart etc. einpacken. Es ist ja eh nicht so, dass die Wiener zu Beginn alle baulichen Maßnahmen, die den Autoverkehr eingeschränkt haben, gut gefunden haben. Als es dann so weit war waren die Zweifler allerdings schnell in der Minderheit.

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women_1900 05.07.2019, 06:47
7. es gibt einfach attraktivere Angebote.Deutschland nimmt s

in Deutshcland undenkbar. Selbst die fff Kids wollen Strafen. Das System der Bestrafung ist weiterhin in den deutschen Köpfen fest verankert.

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Flying Rain 05.07.2019, 06:55
8.

Und in München zahlt man schon für vier Ringe (also bis zB Taufkirchen, Feldkirchen oder Karlsfeld) 750€/a ...
Es ist einfach kein Wunder warum anderswo die Leute doch lieber mit dem Auto fahren nicht etwa weil das Auto zumeist bequemer ist, man seine Ruhe hat, die Ausfälle deutlich geringer als die Öffis sind usw sondern auch weil es alles in allem auch günstiger ist.
Ich musste zwei Jahre lang aus dem Mangfalltal zur Technikerschule nach München rein. Da man wieder Schüler ist sind die Kosten nunmal auch wichtig aber egal wie und von wo ich kalkuliert habe (Auto+Öffis/Öffis alleine/ etc) bin ich am Ende mit dem Auto direkt rein am günstigsten gefahren. Da war schon alles mit einberechnet wie Wertverlust, Verschleiß usw usf...... aber das noch alleine im Auto und die Parkplatzsituation war recht entspannt. Wenn man dann noch wir ich mit zwei anderen im Auto fährt rutschen die öffentlichen Verkehrsmittel in die Nichtigkeit ab.
Wien macht es richtig attraktive Alternativen zu schaffen und nicht alles verbieten zu wollen ohne überhaupt eine taugliche Alternative zu bieten.

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bstendig 05.07.2019, 07:43
9. Da würde ich mir doch wünschen, dass

die "Schnarchsäcke" aus der Stuttgarter Verwaltung mal nach Wien fahren und Nachhilfe nehmen.

Ich kenne Wien sehr gut und bin mindestenz 2-3 mal im Jahr für längere Zeit dort. Das Bedürfnis, das Auto zu benutzen habe ich dabei noch nie gehabt. Das steht am Stadtrand im P+R Parkhaus für 3 Euro am Tag , der Rest mit öffentlichen. Absolut super. Genau SO geht ÖPNV.

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