Forum: Auto
Verkehrskonzept in Wien: Auto? Nein danke!
Manfred Helmer / Wiener Linien

Kaum eine Stadt experimentiert so konsequent mit neuen Mobilitätskonzepten wie Wien. Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote.

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gysc 05.07.2019, 09:24
20.

Von den deutschen Politikern kann man doch schon lange keine Vision und vernünftige Konzepte mehr erwarten. Spätestens wenn die Grünen regieren gibts eh nur Verbote anstatt Anreize

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xai16275 05.07.2019, 09:35
21. sehr einseitig

Immer diese Lobhudelei in nur eine Richtung - wieso gibt es keinen einzigen beschriebenen Nachtteil? Weil es den nicht gibt? Das glaube ich nicht. Es gibt sicher Menschen, die Probleme mit diesem Konzept haben. Was ist zum Beispiel mit Menschen, die 30 km entfernt wohnen und in Wien arbeiten? Können die auch ohne Auto mit öffentlichen sinnvoll auf Arbeit kommen? Oder haben die Ihren Job kündigen müssen, weil nach Abzug der Parkgebühren vom gehalt nichts mehr übrig bleibt?

Ein bissel kritischere Auseinandersetzung mit den Themen und nicht so sehr einseitiges auf die Auto-Industrie draufhauen würde auch dem Spiegel mal ganz gut tun!

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magicveloce 05.07.2019, 09:38
22. @2

Auch bei uns haben Radfahrer auf ihrer Spur Vorfahrt, wenn Sie rechts abbiegen. Das ist schon gefährliches Unwissen.

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neurobi 05.07.2019, 09:51
23.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
"Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote." Naja, so ganz stimmt das nicht, wenn nur noch Kurzparken möglich ist und der Strafzettlgeier permanent über der Innenstadt kreist. Auch die Tempo 20 Zone klingt eher nach Schikane, die vom Auto wegbewegen soll. Grundsätzlich ist es aber super, dass das mit alternativen Angeboten kombiniert wird. So kann man einen Umstieg wohl deutlich besser vermitteln. In meinem Wohnort fällt der Politik leider nichts ein außer Parkraum zu verknappen und Knollen zu schreiben. Nicht mal eine shnellere Taktung des ÖPNV ist möglich. Gleichzeitig wundert man sich natürlich, dass die Innenstadt ausstirbt.
Genau das habe ist mir auch aufgefallen. Ich betrachte auch Tempo30 auf Hauptstraßen als reine Schikane und aus Umweltsicht problematisch (Mehrverbrauch und Emissionen).

Was ich ganz kritisch sehe, ist extrem billiger ÖPNV. Ich zahle in Hamburg 80 Euro im Monat. Die Leistung ist dafür okay. Was verbessert werden muss wäre die Dichte des schienengeundenen Netzes. Hier wird noch viel Geld gebraucht. Also lieber bauen, bauen bauen, statt einfach die Autofahrer zu vergraueln oder die ÖPNV-Leistungen zu Dumpingpreisen anzubieten. Wenn man heute anfängt, kann man in 10 Jahren über Einschränkungen des Autoverkehrs diskutieren.

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blueshift774 05.07.2019, 09:56
24. Ich kann die ...

... positiven Beiträge in diesem Forum zu Wien nur voll bestätigen und teilen. Für mich war vor allem wichtig, dass ganz Wien eine einzige Tarifzone ist und die Zeitkarten preislich sehr attraktiv sind. Man muss nicht Tarifzonenkarten studieren o.ä. Das hat mir den Umstieg super erleichtert. Die Radwege sind durchgängig markiert und die Wiener Autofahrer sind gegenüber Radfahrern sehr positiv und supportiv eingestellt. Wichtig ist auch: Man kann an jeder U-Bahn Haltestelle mit einem Blick erkennen, wo geht's runter in welche Richtung. Fällt eine U-Bahn aus, phasen die Verkehrsbetriebe sofort einen neuen Zug ein. Die Schienenwege sind doppelgleisig, sodass sich Züge nicht gegenseitig behindern. Wien ist nicht nur beim ÖPNV vorbildlich.

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112211 05.07.2019, 09:57
25. Einwohner

Mir fehlt die Sicht der Einwohner und Umlandbewohner in dem Artikel.

Bei der Suche nach Gründen für den Erfolg der Maßnahmen in Wien sollte man auch die Besonderheiten der Stadt nicht vergessen.

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hullahuupp 05.07.2019, 09:59
26. Fehler im Text

1.die begegnungszone bevorrangt nicht die Fußgänger sondern alle verkehrsteilnehmer sind gleiberechtigt und sollen Rücksicht nehmen.
2. Der step 2025 ist kein mobilitatskonzept sondern ein integriertes stadtentwicklungskonzept. Mobilität ist nur ein teil davon.

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dodgerone 05.07.2019, 10:09
27. Deutschland hat den Anschluss verpasst...

... und selbst mit viel Geld ist aktuell nix zu retten. Am liebsten würde ich echt auswandern und nicht warten bis der Deutsche Provinztrottel es endlich hinbekommt. Selbst in der DDR hat man erst die ÖPNV-Linien gebaut bevor neue Wohngebiete entstanden... selbst inn Berlin hat sich seit der Wende viel zuwenig im ÖPNV-Bereich getan (man hat genug Sanierungsstau gehabt etc.)...
Hier in Süddeutschland kann man nur den Kopf schütteln... und das selbst Österreicher uns vorraus sind ist schon ein Armutzeugnis

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kiefera 05.07.2019, 10:10
28. Wunderbar...

Ich bin 2 Mal im Jahr für etwa 2 Wochen in Wien. Und auch so lange bleibt das Auto stehen. Ich vermisse es auch nicht. Fahrpläne sind unwichtig, man lernt schnell mit welchem „Öffi“ man wo hinkommt. Fährt mal, nach dem Opern-Restaurantbesuch, keine U Bahn, dann nimmt man halt die Straßenbahn.... Angst beim Fahrrad fahren kommt mir dort nicht in den Sinn. Zuhause wohne am Rand einer Stadt, aber das Auto ist, trotz gutem Willen, unerlässlich. Das Fahrrad nehme ich nur Sonntags, die Gefahr ist an diesem Tag geringer zur „Kühlerfigur“ zu werden. Nach den zwei Wochen Genuss die Wiener Öffis zu benutzen und trotzdem das Gefühl der „Freiheit „ zu haben, ist es zuhause wieder schwer sich umzugewöhnen. Meine 82-jährige Wiener Bekannte genießt es ebenso, vor allem hat ihr ganzer Bekanntenkreis den Führerschein abgegeben und trotzdem ist immer etwas los bei ihnen, den Öffis sei Dank.

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three-horses 05.07.2019, 10:14
29. Der lange Weg.

Zitat von xai16275
Immer diese Lobhudelei in nur eine Richtung - wieso gibt es keinen einzigen beschriebenen Nachtteil? Weil es den nicht gibt? Das glaube ich nicht. Es gibt sicher Menschen, die Probleme mit diesem Konzept haben. Was ist zum Beispiel mit Menschen, die 30 km entfernt wohnen und in Wien arbeiten? Können die auch ohne Auto mit öffentlichen sinnvoll auf Arbeit kommen? Oder haben die Ihren Job kündigen müssen, weil nach Abzug der Parkgebühren vom gehalt nichts mehr übrig bleibt? Ein bissel kritischere Auseinandersetzung mit den Themen und nicht so sehr einseitiges auf die Auto-Industrie draufhauen würde auch dem Spiegel mal ganz gut tun!
Allgemein sind die Wege Kosten in der Sache "Arbeit" eine sehr hohe Belastung. Hier etwa 3300 Euro für 220 Tage Arbeit. Dazu kommt noch eine unendliche Latte an Steuern und Abgaben. In Germany dann als die Sahne drauf die schon lang ersähnte CO2 Abzocke. Der Soli auch nicht vergessen. Mit viel Leistung dafür und alles extra. Zu bezahlen. Eine Petition an das Klima Wandel könnte für Abhilfe sorgen...dass wir noch nicht soweit sind und werden.

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