Forum: Auto
Verkehrskonzept in Wien: Auto? Nein danke!
Manfred Helmer / Wiener Linien

Kaum eine Stadt experimentiert so konsequent mit neuen Mobilitätskonzepten wie Wien. Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote.

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dagmar1308 05.07.2019, 17:06
40. zu noch. 2

Soll Wuppertal jetzt von Kopenhagen oder von Münster lernen oder hat das was mit Topologie und Unistadt zu tun, wo die jungen Leute noch kein Geld für den PKW...

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Stäffelesrutscher 05.07.2019, 18:11
41.

»Noch bevor mit der Errichtung eines neuen Stadtteils weit draußen im 22. Bezirk begonnen wurde, baute man als erstes eine U-Bahn-Linie dorthin. "Sie führte damals buchstäblich ins Nichts", erinnert sich Jens. Wäre das Stadtteilprojekt gescheitert, hätte man Wien die Verschwendung von Millionensummen vorgeworfen. Doch das Projekt Seestadt Aspern begann, und sofort war es attraktiv, dorthin zu ziehen, weil der Ortsteil von vornherein gut angebunden war.«

Das wird man in Hamburg mit einem neidischen Seufzer zur Kenntnis nehmen. Osdorfer Born, Steilshoop, Rahlstedt-Großlohe, Kirchdorf-Süd haben bis heute nix. Mümmelmannsberg hat Jahrzehnte gedauert.

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intercooler61 05.07.2019, 19:28
42. Genau diese Haltung ...

Zitat von rainer-rau
die Autos müssen größtenteils weg, die Motorräder komplett. Wichtiger als Alternativen im Transportwesen wären unschädliche Möglichkeiten, den Selbstdarstellern ihr Selbstwertgefühl zu erhalten, welches sie sich mit PS und dicken Auspuffrohren ohne Rücksicht auf irgendetwas und -jemanden erzeugen. Mit DER Industrie im Rücken und DER Rückendeckung in Berlin wird das noch dauern...
... sorgt dafür, dass DE verkehrstechnisch wenig gebacken bekommt.

Statt sich um bessere Lösungen zur Befriedigung des Mobilitätsbedarfs zu bemühen, hat hier offenbar oberste Priorität, Sündenböcke zu definieren und denen dann ordentlich eins überzubraten.

Ich finde die Wiener Marschroute auch ziemlich vorbildlich. Wenn man doch mal das Auto nehmen möchte (warum auch immer), ist es dort auch keineswegs unzumutbar oder unerschwinglich. Nur hat man viel seltener Grund dazu.

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Lipper in Wien 05.07.2019, 20:07
43. Oh Mann

Zitat von gysc
Von den deutschen Politikern kann man doch schon lange keine Vision und vernünftige Konzepte mehr erwarten. Spätestens wenn die Grünen regieren gibts eh nur Verbote anstatt Anreize
Falls Sie es nicht mitbekommen haben: In Wien ist das Verkehrsressort in grüner Hand, die progressive Verkehrspolitik hier in Wien wurde maßgeblich von den Grünen gegen die konservativen Verhinderer der ÖVP durchgesetzt. Also mal halblang machen. Ohne die Grünen werden Sie einen ÖPNV wie in Wien schon mal nicht bekommen.

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Lipper in Wien 05.07.2019, 20:12
44.

Zitat von klautofobe
So etwas kann man eigentlich nur schreiben, wenn man noch niemals in Wien war. Die Radwege sind dort mehr kaputt als in Hamburg und die Akzeptanz von den Wiener Autofahren gegenüber Radfahrern ist noch viel schlechter als in Hamburg. Man wird böse angeguckt und ohne Mindestabstand überholt. In der Innenstadt steht man NUR im Stau und schöne Wege an Flüssen werden mit Betonmauern von der 6 Spurigen Durchgangsstraße getrennt. Und Schlaglöcher gibt es dort mindestens so viele wie in Hamburg. Und auch Umweltplaketten oder TÜV-Abgasuntersuchungen sind dort egal. (Da schwappt der Ostblock durch)
Sie schreiben Unsinn und waren maximal einen Tag mit dem Auto in Wien. Einen Radweg haben Sie niemals befahren. Übrigens: Die Infrastruktur im nahegelegenen "Ostblock" (die 80er Jahre sind tatsächlich schon vorbei) ist vielfach besser als in Deutschland.

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Haarfoen 05.07.2019, 20:36
45. München vs. Wien

Beschämend, wenn ich an meine eigene Stadt München denke. München setzt auf das Auto, bis heute müssen bei Neubauten aufwendige Tiefgaragen gebaut werden, die Stadt selber verbrät Einnahmen aus Stellplatzablösen für größenwahnsinnige, unterirdische Anwohnerparkgaragen mit blumigen Namen wie "Hilde und Tom". Die Stadt ist ein "Autoinferno" mit immer mehr SUV- und Luxusfahrzeugen, sowie einer Armada von Parkwächtern. Ampelschaltungen? Klare Fehlanzeige, dazu ein lieblos schlecht ausgebauten Netz an Fahrradwegen und ein ÖPNV zum Wucherpreis. Das Traifsystem ist so unsinnig kompliziert, dass Sie ungefähr eine halbe Stunde an Erläuterungen gegenüber einem Fremden brauchen, der sich eine "Streifenkarte" kaufen will. Nachts Gelenkbusse mit einem Fahrgast. Die Stadtverwaltung und der OB sind völlig planlos,
Hauptsache es werden viele viele Tiefgaragen gebaut. Ein erbärmliches Armutszeugnis, kein Konzept, kein Plan. keine Vision, kein Umgang mit der CO2- Gefahr (bis auf das Geothermie- Kraftwerk) - leider und bis auf weiteres ...

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wiseacre 05.07.2019, 23:51
46. Niederlande

Städte wie Utrecht und Houten (bei SPON als Video zum anschauen) machen vor, wie man alternative und von den Einwohnern akzeptierte Verkehrskonzepte umsetzt, indem man die Infrastruktur Fahrradgerecht umgestaltet.
Aber Österreich, die Niederlande und auch Dänemark jaben ja auch keine Autolobby, die jede Veränderung politisch torpediert.

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Luba 06.07.2019, 00:57
47. Vorteile und Nachteile

"Die Parkgebühren kann man aber bequem per App bezahlen. Nach Überschreiten der Parkzeit klemmt ziemlich rasch ein Strafzettel hinterm Scheibenwischer. "

Kein Wunder, die App weiß ja wann jemand geparkt hat und ergo wann die Zeit abläuft.
Die Politesse sieht auch ganz bequem, dass in dieser Straße in 5 Minuten 7 Leute ein Knöllchen verdient haben, dann raucht die eine bevor sie ihre Runde macht, die Beute ist ihr ja da quasi sicher.

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didih432 06.07.2019, 09:00
48. Gut - Vorteil genutzt

Zitat von manfred_klimek
..liebe Fröhliche Katze: Ich lebe in Wien und habe noch nie eine Ausfall eines Öffis erlebt. Was Sie schreiben klingt sehr nach Berlin, in Wien ist das aber nicht Fakt. Man muss zu dem Artikel noch erwähnen, dass Wien (fast 2Mio Einwohner), sehr dicht und sehr, sehr kompakt um den Stadtkern gebaut wurde, wie es in anderen Städten strukturell selten vorkommt. Das heißt: Die Distanzen sind im Innergürtelbereich (600000 Einwohner inc. Bez. 2 und 20) sehr klein und oft auch zu Fuß zu bewältigen. Auch das U-Bahn-Netz muss nicht so ausufernd wie in Berlin sein. Wien hat diese Vorteile gut genutzt, hat aber eben auch diese strukturellen Vorteile, die andere Städte nicht haben.
aber was macht WIENERin, wenn ein Wocheneinkauf im Supermarkt oder der Kauf von ein paar mehr Kleidungsstücken fällig sind?
Was kann den Kofferraum meines PKW gleichwertig ersetzen?

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arvin 06.07.2019, 09:28
49. ein Berliner in Wien

Was mir an Wien super gefällt ist der funktionierende Nahverkehr, an Pünktlichkeit und Zugdichte unübertroffen, ebenso der forcierte Ausbau ins U Bahnnetz , wenn ich an Berliner Nahverkehr denke wird mir ganz anders, Hier plant man eine Stassenbahnstrecke von ca. 5 Km 15- 20 Jahre. Ebenso ist das Öffi Jahresticket wirklich seinen Preis wert. Nur in einem Punkt muss ich widersprechen in Wien siehst man kaumFahrräder, warum das so ist frage ich mich auch jedesmal. In meinem Freundeskreis fährt keiner Fahrrad im Alltag.

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