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Verkehrsminister steuert um: Scheuer will E-Scooter doch nicht auf die Gehwege lassen
DPA

Über 12 Stundenkilometer schnelle Roller müssen auf den Radweg, langsamere auf dem Gehweg - so war es ursprünglich vorgesehen. Auf Druck der Länder nimmt Verkehrsminister Scheuer davon Abstand.

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j.vantast 07.05.2019, 13:23
70. Nicht auf dem aktuellen Stand?

Zitat von Ryker
Wenn ich mir die Einlassungen der letzte Tage so durchlese, sieht es wohl so aus, dass die E-Roller in etwa mit hethitischen Streitwagen zu vergleichen sind, deren vorrangiges Ziel es ist, durch die hilflos auf den Gehwegen umhertaumelnden Gruppen vom Senioren zu pflügen und dabei möglichst große Verheerungen anzurichten. Und das noch "beinahe lautlos", also quasi hinterhältig. So ein Quatsch! Es ist ja nicht so, dass Rücksichtnahme zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen würde. Kinder bis acht Jahre MÜSSEN mit dem Fahrrad auf den Gehweg, Kinder bis zehn dürfen das. Auch ältere Begleitpersonen dürfen auf den Gehweg. Wo sind denn die ganzen Toten und Schwerverletzten, die diese barbarische Regelung hervorbringt? Wenn ich mit dem 12 km/h-Roller auf dem Gehweg bin, dann heißt das Duell "Roller gg. Fußgänger; 12 km/h gg. 6 km/h; 70 kg gg. 70 kg". Wenn der Roller auf der Straße fahren muss, dann heißt das Duell "Roller gg. Auto/ LKW; 12 km/h gg. 50 km/h; 70 kg gg. 1-40 Tonnen". Auf dem Gehweg kann man das mit etwas Vorausschau, Ausweichen und einem freundlichen Ruf oder Klingeln regeln. Auf der Straße ist das schon schwieriger. Zudem sehe ich das Risiko für Fußgänger durch Rollerfahrer als erheblich geringer an, dass für die Rollerfahrer durch Autos/ LKW. Wenn man keine Roller im deutschen Stadtbild will, dann soll man das ehrlich sagen. Man soll ehrlich sagen, dass man E-Mobilität für Teufelswerk hält und ja bitte immer alles schön so bleiben soll, wie es ist. Dass ein Verkehrskonzept, das im Kern nicht bedeutet, dass jeder seine eigenen 1,5 Tonnen Stahl durch die gegen fährt, per se nicht mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar ist.
E-Roller mit Zulassung für den Strassenverkehr gibt es seit vielen Jahren. Nur hatten die einen Sattel, man sass also wie auf einem Fahrrad was eine Gefahrenbremsung nicht unweigerlich in einem Sturz enden liess. Die Roller um die es jetzt geht haben aber ausser dem Lenker keinerlei Möglichkeit sich auf dem Ding zu halten.
Noch dazu verfügen diese Roller über eine katastrophale Fahrwerksgeometrie. Die Gabel hat keinen Nachlauf und die kleinen Räder sorgen für einen hohen Schwerpunkt und dadurch zu hoher Instabilität. Da nützen auch die schweren Akkus nichts. Diese ganzen Roller-Fans sollten mal auf so einem Ding fahren bevor sie etwas nur aus der Theorie heraus bejubeln.
Brauchbare Roller kosten um die 1.000 Euro. Bei den billigen sind Rahmen, Achsen und Bremsen eine Katastrophe und meistens haben die biligen Dinger nicht einmal eine Federung.
Die kleinen Räder bleiben an kleinen Steinen, Bordsteinkanten oder Bodenwellen hängen.

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ganzeinfach 07.05.2019, 13:24
71. Ein GEHweg

IST ein Gehweg, nämlich ausser mit Kinderwagen oder Dreirad eben zu FUSS zu beGEHen. Roller rollen, deshalb sind sie auf andere Unterlagsböden zu verbannen. Wie die auch immer heissen. ganzeinfach

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phg2 07.05.2019, 13:24
72.

Zitat von plaudertasche123
Jetzt darf ich mir also als Radfahrer, in der Regel eher flott unterwegs, die in meiner Heimatstadt leider oftmals viel zu schmalen Radwege nicht mehr nur teilen mit: anderen Radlern; Lastenrädern; Fahrradanhängern; Mofas; verirrten Fußgängern; parkenden PKW und LKW - nein, jetzt eiern da künftig auch noch eRoller herum. Das ist ja mal ein Fortschritt.
Geht mir als Fußgänger mit verirrten Radfahrern auch so und ich befürchte, dass die eRollerfahrer eher noch verirrter als Radfahrer sind. Die, denen bewusst ist, dass auf'm Gehweg Fußgänger absoluten Vorrang haben sind mir aber durchaus willkommen.
Man könnte auch sagen, dass das schlechte Beispiel das manche Radfahrer an den Tag legen auf eRollerfahrer (zu Recht) übertragen wird dazu geführt hat, dass die keiner auf'm Gehweg haben will.
Selbst schuld? Nicht alle, aber nicht wenige.

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misterknowitall2 07.05.2019, 13:27
73. Ach was...

Zitat von chrismuc2011
Ohne saftige Strafen wird es nicht gehen. Sonst ergeht es einem wie mit den Fahrradfahrern, die sowohl auf Gehwegen, wie auch auf Straßen wie die Rambos fahren, weil sie meinen, sie hätten das alleinige Existenzrecht auf öffentlichen Wegen. Und, schon oft von mir gefordert, verpasst den Fahrrädern und sämtlichen E-Dingsdas endlich ein Zulassungskennzeichen, damit man sie endlich strafverfolgen kann. Sonst ist und bleiben potentielle Strafen nur heisse Luft. Wahrscheinlicher positiver Nebeneffekt: Die Diebstahlsrate für Fahrräder geht deutlich zurück, wenn man für ein Kennzeichen einen Eigentumsnachweis in Form einer Kaufquittung braucht incl. Fahrgestellnummer.
sie wollen doch nur ihrem Trieb nachkommen andere zu denunzieren. Sie stört es doch, dass Radfahrer einfach mal über Rot fahren, oder? Anzeigen, solche Leute!

Radfahrer müssen nicht strafverfolgt werden, da sie ja nicht straffällig werden. Eine Straftat im Verkehr mit Fahrrad ist schwer zu konstruieren. Oder haben Sie da mal ein Beispiel?

Rambos und die Gefährlichen im Straßenverkehr sind ausschließlich die Autos, was am Gewicht und der Geschwindigkeit liegt. Türlich, die Autofahrer sehen das anders, aber so sind die Tatsachen.

Neu gekaufte Fahrräder werden in der Regel direkt polizeilich erfasst. Verhindert weder den Diebstahl und dient (Rahmennummer) tatsächlich als Eigentumsnachweis.

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Bernhard.R 07.05.2019, 13:27
74. Paris, Sommer 2018

Viele E-Roller benutzen die Bürgersteige. Sie sind so schnell, wie ein Radfahrer, wenn es sich anstrengt. Null Problemo. Auf den Straßen fahren sehr viele Motorroller. Kreuz und quer. Sie wechseln die Spuren im Slalom; sind an der Kreuzug stets die Ersten. Ein Franzose erzählt mir, daß dies erlaubt sei. Unfälle habe ich keine gesehen.

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TheQuant 07.05.2019, 13:29
75. Was gelingt dem Mann eigentlich?

Gesetze auf den Weg zu bringen, die schon vor Inkrafttreten Rohrkrepierer sind scheint eine Spezialität von Minister Scheuer zu sein.
- Vor ein paar Wochen das Bundesimmissionsschutzgesetzes zur Verhinderung von Fahrverboten, das bereits vom Verwaltungsgerichtshof BW als gesetzwidrig eingestuft wurde.
- Jetzt ein unzureichendes Gesetz zu E-Rollern, bei dem weder alle Sicherheitsaspekte, rechtliche Aspekte noch Erfahrungen anderer Länder berücksichtigt wurden.
Das ist "nur" schlechtes Handwerk. Schlimmer ist die schlechte und undurchdachte Politik von Diesel-Skandal bis zur Aufsicht der Bahn.

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antelatis 07.05.2019, 13:30
76. Mehr Platz als vorher

Man sollte bedenken, dass es durch den E-Roller ja nicht zu mehr Verkehr kommen wird, sondern sehr wahrscheinlich zu viel weniger. Jeder Autofahrer, der plötzlich so einen Roller benutzt, wäre ein riesen Platzgewinn. Es kommen ja nicht einfach die E-Roller Benutzer noch dazu, sondern sie ersetzen die anderen Verkehrsteilnehmer; und da das Ding so klein und effektiv ist, wird dadurch plötzlich ganz viel Platz entstehen, so dass man sich nicht viele Sorgen darum machen muss, wo die denn jetzt fahren sollen.

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tommirf 07.05.2019, 13:30
77. Es waren

Zitat von misterknowitall2
und um wie viele Unfälle handelte es sich absolut? Relative Zahlen sind eben Relativ. Die Versicherer schreien immer, wenn was Neues auf den Markt kommt. Und es ist auch normal ,dass es am Anfang zu vermehrten Problemen kommt, dass legt sich aber nach einer kurzen Zeit. Deswegen alles Neue zu verbieten ist quatsch. Eine Versicherung für einen Roller.....ich glaub es hackt. Meine Eltern hätten sich totgelacht, wenn ich als Kind für meinen Tretroller eine Versicherung gebraucht hätte.
200 Unfälle innnerhalb von 4 Mnoaten.

Und wer die Diskussion mitverfolgt hat, hat sicher auch gehört, daß es natürlich eine Versicherungspflicht incl.
Kennzeichenpflicht geben wird, so wie für alle motorisierten Fahrzeuge. Analog zum Mofa...
Jede Privat-Haftpflichtversicherung schließt Schäden bei Benutzung von motorisierten Fahrzeugen aus. Bei E-Bikes gibt es Unterschiede von Versicherer zu Versicherer, ich würde sicherheitshalber nachfragen... Die Deckungssumme einer Standard-Privat-HV reicht z.B. im Falle einer verursachten Lähmung oder auch nur Erwerbsunfähigkeit i.d.R bei Weitem nicht aus...

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unixv 07.05.2019, 13:30
78. Mir egal wo die fahren!

Hauptsache die bekommen ein Kennzeichen und vor allem auch die Radfahrer und sind damit Versicherung pflichtig!

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j.vantast 07.05.2019, 13:30
79. Grundgütiger

Zitat von grandma_moses
Als 'jüngerer' Stadtmensch, dem ein gewisses Interesse für diese Art der Fortbewegung gegeben ist, macht mich die ganze DIskussion äusserst traurig. Ich empfinde es als offensichtlich, dass hier vor allem ältere Semester, die in ihrem Leben niemals einen Roller benutzen würden, gegen eine Chance für den Roller im Strassenverkehr schiessen und damit eine amüsante und sinnvolle Alternative zum Auto zerreden - nach dem Motto 'Rad und Auto, das kennen wir von früher, aber alles Neue muss Teufelszeug sein'. Natürlich wird es Unfälle geben, aber die gibt es immer, egal mit welchem Fortbewegungsmittel man am Verkehr teilnimmt. Selbst Fussgänger verletzen sich im Strassenverkehr beim Zusammenstoss mit anderen Fussgängern, Radfahrer leben eh äusserst gefährdet und die Grundlage des Mobilitätsproblems an sich, Automobile, werden natürlich hier in Deutschland nicht einmal schief angesehen und ebenso nicht als Teil des Problems verortet. Lange Rede, wenig Sinn: Sehr schade, dass die Fraktion Volksbegehren immer und überall allen ihren Willen aufzwingen muss; ein bisschen mehr laisser-faire, ein bisschen mehr 'positive Freiheit' würde meiner und sicherlich auch allen nachfolgenden Generationen doch recht gut tun. Als bekannt wurde, dass hier in Deutschland E-Roller zugelassen werden sollen, war mein erster Gedanke 'Wie lange wird es dauern, bis Ältere dagegen Sturm laufen und diese Erlaubnis kippen?' Und voilá, es dauerte ca. drei Monate und kam genau wie vorhergesagt. Und diese Tatsache allein genügt, um einem Fremden Deutschland in einem Satz zu erklären. Traurig.
Auch für Sie zur Info:
E-Roller gibt es schon lange, auch mit Strassenzulassung.
Muss Ihnen das jetzt jetzt ein "älteres Semester" erklären?
Googlen Sie mal z.B. nach "Tante Paula" oder "Sachs Oliver". Diese Roller gibt es schon viele Jahre. Als "jüngerer Stadtmensch" haben Sie da aber im Gegensatz zu mir "älterem Semester" ein paar Jahre verpennt.
Und weil es sowieso schon genug Unfälle gibt kommt es Ihnen auch nicht mehr darauf an noch mehr Gefahrenpotenzial zu schaffen? Na Sie sind ja lustig.

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