Forum: Auto
Verkehrsrisiko Rentner: Dobrindt schließt Führerschein-Tests für Senioren aus
DPA

Unfallforscher warnen vor fahruntüchtigen Rentnern, die Mehrheit der Deutschen will Führerscheintests für Senioren. Doch Verkehrsminister Dobrindt bleibt bei seiner Ablehnung.

Seite 17 von 32
moistvonlipwik 11.06.2017, 18:34
160.

Zitat von AHF84
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was gegen eine entsprechende Eignungsprüfung spricht?
Aus Politikersicht: dass zuviele eigene Wähler durchfallen könnten. Dies gilt umso mehr, als allzu wenige auf die Fairness der Tests vertrauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wekru 11.06.2017, 18:52
161. wohl wahr und doch falsch

Es ist faktisch so, dass der Mensch über 80 häufig nicht mehr den vollen Überblick hat und entsprechend langsam durch die Landschaft schleicht. Er ist ein Hinderniss, vielleicht auch ein Ärgerniss, vielleicht auch manchmal eine Gefahr. Aber auch Schildkröten und Frösche dürfen über die Strasse. Wir nehmen Rücksicht auf Katzen und Kinder, was gut so ist. An alle Raser und Drängler: auch alte Menschen sind Teil der Gesellschaft und können am normalen Leben oft nur noch eingeschränkt teilnehmen, wenn die kleine Fahrt zum Arzt oder Einkauf nicht mehr möglich ist. Kurzum real aus meinem Umfeld beobachtet, fahren diese Personen nur noch in einem kleinen Umkreis, der ihnen gut bekannt ist. Sie wissen um ihre Einschränkungen und haben gar keine Lust auf mehr. Die meisten verkaufen auch irgendwann von sich aus ihr Auto, wenn die Unsicherheit überwiegt. Wer will schon mit 80 in einen Unfall verwickelt werden und sich die Knochen brechen? Man könnte allerdings ein Meldesystem einführen für jene, die an einer gestörten Selbstwahrnehmung leiden. Statt einem Fahrtest würde ich den Hausarzt mit einbeziehen, der gegebenenfalls viel besser beurteilen kann ob Personen eine Gefahr für andere darstellen. Eine Überprüfung durch Behörden kann man niederschwellig ansetzen, wenn es konkrete Gründe dafür gibt. Wir brauchen keine Altersdiskriminierung und keine freie Fahrt für gestresste Leistungsträger oder jugendliche Raser, die andere von der Straße schubsen, sondern einen von Rücksicht geprägten Verkehr, bei dem jeder immer auch mit der Ungeschicklichkeit anderer rechnet. Man kann sich stets über vieles aufregen, muss es aber nicht. Und im Straßenverkehr bewegt man sich sowieso immer am besten mit maximaler Gelassenheit. Gesund ankommen ist das Ziel. Einfach ausreichend Zeit für jede Reise einplanen, dann stören auch die Alten auf den Straßen nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 11.06.2017, 18:57
162. ...

Ich stimme überein in der Meinung, das mit zunehmenden Alter die Raktionsfähigkeit abnimmt.In diesem Bewußtsein fahren viele ältere, so auch ich, bewußt(?) oder unbewußt langsamer, weniger hektisch, vorausschauender und nehmen eher den Fuß vom Gas als jüngere Fahrer. Die Zeiten als ich mit Lichthupe, Bleifuß nur links gefahren bin sind lange vorbei, das Alter hat nicht nur Nachteile, was mich angeht, bin ich gelassener, ruhiger beim Fahren, lasse dem jungen rasanten Fahrer auch mal den Vorteil, überlasse ihm die Vorfahrt obwohl ich sie hätte u.s.w. Nur eines erscheint mir sicher, aus dem Stand würde ich die theoetische Prüfung kaum bestehen, meine liegt immerhin 50 Jahre zurück, da hat sich viel geändert, die Basis wohl nicht, wie ich hörte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jkbremen 11.06.2017, 18:57
163. Ausnahmsweise

liegt Herr Dobrindt mit dieser Entscheidung richtig.

Wenn ältere Menschen nach lebenslanger Fahrpraxis plötzlich getestet werden sollen, dann sollten auch alle jungen Fahrer von 18 - 28 Jahren (die nachweisliche Unfall- und Rasergruppe) jährlich zur Nachprüfung.

Beides ist überzogen, darum lassen wir's!

Übrigens wird eine Gesellschaft nicht sicherer, weil alle möglichen Leute meinen auf dem Elbe-Radweg, fernab jeden sonstigen Verkehrs, mit Fahrradhelm "schützen" zu müssen.
Wir sollten mal etwas weniger auf dieses ganze Lobby-Grundrauschen hören (hier ein Helm, da ein Test, dort eine Terrorvorsorge) und lieber mehr unserem Verstand vertrauen.
Merke: Wir leben in der sichersten Welt die es auf Erden gibt !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ronald1952 11.06.2017, 19:17
164. Solche Tests sind wichtig,

wenn man älter wird lassen die Reaktionen nun mal nach. Der einfachste Weg den ich schon gewählt habe, man geht in eine Fahrschule und macht ein paar Fahrten mit einem Fahrlehrer, der sagt einem dann schon ob es noch ok ist oder nicht. Man sollte auch davor keine Angst haben und wenn es eben nicht mehr geht muss eben jemand von der Familie ran und man selbst gibt seinen Führerschein ab. Meine n der Klasse 2 habe ich schon streichen lassen, ich bin noch so Fit mit 65 Jahren das ich mit Sicherheit die Untersuchungen bestehen würde, aber ich bin nicht so Verückt einen LKW fahren zu wollen.Aber in meinem Alter merkt man schon das man sich mehr zu Konzentrieren hat als früher und das strengt mehr an. Deshalb keine langen Auto und Motorrad fahrten mehr wie früher. Und sollte es bei mir mal nicht mehr gehen werde ich meinen Führerschein abgeben und zum Glück bin ich auch mein ganzes Leben lang Unfallfrei gefahren.
schönen Tag noch,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albertwilhelm-s 11.06.2017, 19:24
165.

..ich bin 70 und fahre seit 1965 ca. 3Mio Km.Ewig unfallfrei.Immer schon war Spass am fahren dabei,nicht angstbesetzt,wie bei Vielen.Schein mit 3 Std. in HH erledigt.Heute sehe und erlebe ich mit Besorgnis(Schneverdingen)wie alte Männer und Frauen jegliche fahrerische Erfahrung scheinbar verloren haben.Hier gibts besonders viele Alte,die unbedingt 2km zum Einkauf o.ä. fahren müssen. So mit 20KMH durch die Stadt,unentschlossen mal bremsen mal Bescheunigen auf 30KMH.An der Ampel bei Rot einschlafen.In den Kreisverkehr einfahren mit hoher Geschwindigkeit ...natürlich ohne Schauen.Usw. Nur mit meinem 7ten Sinn vermeide ich täglich Unfälle. Diese Leute sind eine grosse Gefahr für sich und leider andere Verkehrsteilnehmer-aber stets dreist frech und rechthaberisch........Ich wollte das schon oft anzeigen ,aber verzichte lieber,denn bald bin ich auch so dödelig vermutlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeisig 11.06.2017, 19:55
166. Senioren sorgen für Ausgewogenheit.

Alte Autofahrer nehmen eher mal den Fuß vom Gas, bzw. fahren grundsätzlich defensiver als Jüngere. Somit sind alte Autofahrer quarsi ein Regulativ, das dafür sorgt, die allgemeine Hektik, die sich gelegentlich im Straßenverkehr breit macht, auszubremsen. Finde ich manchmal gar nicht so schlecht. Zum Beispiel wenn ein junger Mann verzweifelt versucht, zügig und sportlich weiterzukommen, aber durch eine stringent langsam fahrende Oma daran gehindert wird. Da freue ich mich dann immer wieder über alte Menschen im Straßenverkehr und genieße die Situation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 11.06.2017, 19:57
167.

Zitat von W/Mutbürger
dieser Test ist angebracht, auch wenn er für Verärgerung sorgt. Ab einem gewissen Alter nimmt die Reaktionsfähigkeit ab. Dessen muss man sich bewusst sein. Ich selbst hatte ein (mind.) 80 Jahre altes Muttchen erleben dürfen, die im 1. Gang und Vollgas aus der Tiefgarage rausgefahren ist und auf der Straße dann nicht mehr geschaltet hatte, sondern einfach weiter fuhr. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn sie jemanden totfährt? Hier geht es um Verantwortungsbewusstsein und nicht darum, alte Leute zu bevormunden.
Naja, also nach der "ich hatte mal ..."-Logik brauchen wir Fahrtests für jedes Alter. "Ich hatte mal n 30-jährigen BMW-Fahrer, der ... " ... Hier kommen aus meiner Sicht 2 Dinge zusammen - zum einen der tatsächliche Schaden und zum anderen der Fakt, daß leider die ganzen Tante Emma Läden auf die grüne Wiese verschwunden sind. Wenn man mal die Preise vergleicht, stellt man fest, daß jemand, der nur in Rentnerlaufweite einkaufen kann entweder gar nichts mehr bekommt, oder 20..40% mehr bezahlt. Das kann sich nicht jeder leisten. Und wie gesagt - viele Dinge gibt es gar nicht in Laufweite. Soweit ich die Statistik kenne, verursachen jüngere Leute noch immer mehr Unfälle und produzieren schwerere Schäden als die Senioren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
docker 11.06.2017, 19:57
168. Andersherum wird ein Schuh daraus

JEDER Fahrer eines Kfz muss im Zuge des TÜV alle zwei Jahre eine psychologische Prüfung erfolgreich absolvieren.
Nur so kann man sowohl demente Rentner als auch irrsinnige Pseudorennfahrer in den Griff bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geklimper 11.06.2017, 20:06
169. Testen testen testen, wenn dann bitte ALLE und noch ein paar mehr!

Da man, grundgesetzlich geregelt, Niemanden gegenüber Anderen benachteiligen darf, bitte alle!
Es wäre ja schön und sinnvoll wenn man auch die von Medikamenten, Drogen, Sex, Spiel, Ritzen und Alkohol Süchtigen bei diesen Prüfungen idendifizieren und aus dem Verkehr ziehen könnte. Also eine MPU bitte für alle Verkehrsteilnehmer. Monatlich. Und Smartphone Kontrolle, abgleichen mit Fahrtenschreiber den wir natürlich auch bei allen Fahrern brauchen. Smartphone Süchtige! Fußpilzkranke verbremsen beim kratzen wenn es beißt. Leseratten am Steuer, raus aus der Kiste. Dann die Fußgänger und Fahrradfahrer, wer es nicht mehr checkt, zu Hause bleiben.
Futter gibt es von getesteten Amazon Boten.

Wer noch mehr Vorschläge hat bitte melden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 32