Forum: Auto
Verkehrsstudie: München ist Deutschlands Stauhauptstadt
DPA

In vielen deutschen Städten hat das Verkehrschaos zugenommen: 2017 standen Autofahrer im Schnitt fast zwei volle Tage im Stau. In Heilbronn allerdings läuft es wieder besser.

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Lion 06.02.2018, 11:15
30. Da ist eine neue Verkehrspolitik gefragt

Und auch die hier jammernden Autofahrer sollten sich fragen, ob sie nicht besser aufs Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollten. Die Staus verpesten unsere Luft und verschwenden unser Geld aber niemand will etwas ändern. Stattdessen erscheinen in SPON Artikel über die ach so unverantwortlichen Fahrradfahrer in den Städten. Dort stehen dann in der Zeit die Autos haufenweise im Stau auf Fußgängerüberwegen, auf Bürgersteigen und Fahrradwegen...verlogen ist die Debatte in Deutschland seit Jahrzehnten.

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grmuc 06.02.2018, 11:19
31.

Zitat von prince62
Als ein Mensch, der seit 1981 in München arbeitet (...) den Rest des Verkehrschaos vollendet dann der Rotz/Grüne-Verwaltungsapparat, denn München wird von diesen beiden Parteien regierung
Sie arbeiten seit 1981 in München und behaupten München wird von Rot/Grün regiert? Haben Sie die letzte Kommunalwahl 2014 verschlafen?
Gerade die Schwarzen im aktuellen Stadtrad blockieren doch jede Verbesserung im ÖPNV, vor allem den Ausbau der Straßenbahn.

Oliver

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_unwissender 06.02.2018, 11:19
32. Wird sicherlich wieder wegzensiert, aber einen Versuch ...

Zitat von severus1985
Zu so einem dreisten Beitrag fehlen mir echt die Worte. Da fährt der deutsche Michel seit Jahrzehnten jede noch so kleine Wegstrecke mit dem Auto, züchtet seine PKWs in immer größere Abmessungen, will von öffentlichen Verkehrsmitteln nichts wissen, verteufelt das Fahrrad als Krone linksgrüner Bevormundung und besitzt dann die Dreistigkeit, auch in diese selbstverschuldete Problematik noch die Flüchtlinge hineinzuziehen.
Nehmen Sie diese Beiträge nicht zu ernst. Das sind alles nur Provokateure im Auftrag von interessierten Gruppen.

Ansonsten ist die Momentaufnahme natürlich interessant. Noch interessanter ist die Frage, was für Maßnahmen aus unseren Erkenntnissen resultieren. Gerade München setzt da (wieder einmal) Maßstäbe. Man hat ein paar Jahrzehnte geplant und gerauft. Am Ende wird für über 5 Milliarden Euros (offiziell heute schon: knapp 4 Mrd) eine "neue" S-Bahn gebaut. Diese Bahn zeichnet sich nicht nur durch gewaltige Kosten sondern auch durch ein irres Maß an Unsinnigkeit aus: statt neue Gebiete zu erschließen, wird einfach nur eine bestehende Strecke tiefer untertunnelt, so dass allein schon für Zu- und Abgang insgesamt an die 10 Minuten anfallen. Außerdem sollen teilweise schon bestehende Bahnhöfe, die an der Lastgrenze liegen, intensiver genutzt werden. Und diese Maßnahme frisst auf Jahre den Löwenanteil von ÖPNV-Mitteln für Bayern.

Anderes Beispiel: der neue Tunnel auf dem Mittleren Ring beschert nun täglich deftige Staus. Man hat zwar die Ampeln eliminiert. Doch der Verkehr geht nun nur noch über 2 Spuren am Luise-Kiesselbach-Platz. So wurden auch hier Milliarden nutzlos vergraben.

Was lernen wir daraus? Es stört nicht. Bei der nächsten Wahl wird wieder eine neue Kompetenzbombe vom Typ Dobrindt denselben Mist fabrizieren dürfen, jede Wette!

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dipl.inge83 06.02.2018, 11:25
33. Tschüß München

Nach einem Jahr beruflicher Station in München, bin ich ab kommenden Monat zum Glück wieder in meinem Kaff am AdW. Mit humanen Immobilienpreisen, null Stau, schnellem Internet, Vogelgezwitscher und 25min Arbeitsweg in die 48km entfernte Kreisstadt. Für das was heute in den boomenden Metropolen abläuft muss man schon unglaublich schmerzfrei sein. Verkehr ist da nur ein Thema von vielen.

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crazy_swayze 06.02.2018, 11:28
34.

Zitat von BettyB.
Ist es nicht vieler Pendler Wunsch, in Ruhe ungestört im Stau zu sitzen und zu entspannen? Warum sonst nutzen so viele in Städten nicht die öffentlichen Verkehrsmittel? Weil sie nach dem Stau den Kick erleben wollen, doch innerhalb von 30 Minuten einen Parkplatz zu finden?
Ich stand heute 20 Minuten im Stau, und war trotzdem schneller als die S-Bahn-Fahrer. Das ist doch der Witz dabei. Die Autofahrer werden schickaniert und zum Umstieg angehalten, aber die Alternative ist - sorry - für'n Arsch!

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Dr.W.Drews 06.02.2018, 11:33
35. Überlastete Infrastruktur

Nirgendwo wird es dem Bürger deutlicher vor Augen geführt als beim Autofahren im Stau und bei der Wohnungssuche. Die deutsche Infrastruktur ist überlastet.
Andererseits wird dem Bürger immer wieder gesagt, Deutschland brauche eine hohe Zuwanderung. Wie soll das gehen? Wenn jetzt schon kein Platz (= freie Kapazitäten der Infrastruktur) mehr vorhanden ist.

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Lontrax 06.02.2018, 11:37
36. Wir müssen endlich nach vorne gucken, nicht nach hinten!

Die Mobilität im 21ten Jahrhundert wird garantiert nicht so sein, dass jeder mit seinem privaten PKW von A nach B fährt. Gerade unsere Vokswirtschaft, die extrem vom Automobilbau- und Verkauf abhängig ist, muss unbedingt versuchen das so schnell wie möglich zu verstehen. Forderungen nach mehr Spuren, intelligentere Ampeln, alternative Umfahrungen, aber auch nach "sauberen" Elektromotoren usw. sind am Ende nichts anderes als der verzweifelte letzte Schrei des sterbenden Schwans. Mit mehr als sieben Milliarden Menschen punktuell konzentriert vor allem in den Städten, wird der dortige Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und die Schaffung neuer Ideen und Konzepte diesbezüglich unumgänglich sein. Wenn wir weiterhin versuchen mit Automobilbau Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten, werden wir sehr, sehr bald ein böses Erwachen erleben.

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midastouch 06.02.2018, 11:47
37. Es gibt eine einfache Lösung

Einfach den Bereich einschließlich des Mittleren Rings mautpflichtig machen und schon werden die, die es sich nicht leisten können, nicht mehr auf diesen Straßen fahren. Das Feinstaubproblem ist damit auch gelöst. Zusätzlich erhält die Stadt neue Einnahmen, die sie in den - schnellen - Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und der Fahrradwege stecken kann.

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investor3000 06.02.2018, 11:47
38.

Diese Opferhaltung ist vieler Foristen ist langsam erbärmlich. Strassen habe nun mal nur eine gewisse Aufnahmekapazität. Es ist wie beim beim Küchenabfluss. Erst fließt das Wasser zäh ab, aber irgendwann geht gar nichts mehr. Man möge sich nur vorstellen, das Autos beim Pendeln z.B. nicht nur 30 Minuten die Straßenfläche belegen, sondern 50% oder 100% mehr Zeit. Das führt uns Exponentiell in den Stillstand. Unsere Politiker trauen sich aber nicht das zu sagen oder gar Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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phekie 06.02.2018, 11:49
39.

Zitat von naschauenwirmal73
... das ist so gewollt - von der Politik & der Bevölkerung. Im Durschnitt fährt jeder 11KM am Tag ( alle Wege) (ADAC Studie). Diese Strecke könnte man bequem mit dem Rad erledigen. Die Pendlerpauschale fördert aber das rumfahren und die Bevölkerung ist zu bequem arbeitsplatznah zu wohnen. Ich weiß jetzt sagen wieder alle- ja aber das wohnen ist da zu teuer - das stimmt, wenn man die Anschaffung & Unterhalt des Autos, Umweltschäden, Infrastrukturkosten und das Verbrennen der eigen Lebenszeit ignoriert. Aber Deutschland ist eben ein Autofahrer-Land. Also jammert nicht- ihr habt es selbst in der Hand!
Dummerweise ist man manchmal mit im-Stau-stehen immer noch schneller als mit Bus, Bahn oder Fahrrad, vergessen wir das mal nicht. Also fährt man auch Auto. Zu "bequem" ist man sicher nicht, am Arbeitsplatz zu wohnen, aber sorry, der Arbeitsplatz bestimmt nicht mein Leben. Ich brauche mit Auto 20-25min (25km), mit ÖPNV und laufen 1:10h auf Arbeit. Umweltkarte kostet knapp 85 Euro im Monat, Tanken knapp 70 Euro für den Arbeitsweg (Diesel), wenn ich im Sommer mit Moped fahre noch weniger. Den finanziellen Mehraufwand für Versicherung, Steuern und Reparaturkosten leiste ich mir jedoch gern, wenn ich dafür unabhängig mobil sein kann. Ich hab es in der Hand, ganz richtig.

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