Forum: Auto
Verkehrswende radikal: So realistisch sind die Forderungen der Autokritiker
Sascha Steinbach/ EPA-EFE/ REX

Umweltaktivisten reichen die Klimaschutz-Vorschläge von Verkehrsminister Scheuer nicht - sie protestieren bei der IAA, wollen den Verbrennungsmotor abschaffen, Straßen zurückbauen und SUV verbieten. Wie sinnvoll wäre das?

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lockederboss31 19.09.2019, 15:03
1. das problem sind nicht die forderungen...

sondern menschen, die behaupten das die forderungen nicht realistisch seien da sie warscheinlich zu unpopulär seien. arbeitsplätze sind egal! milliarden kosten sind auch egal. die wirtschaft und auch die politik müssen sich so weiter entwickeln. beide sind leider die faktoren die das friedliche zusammenleben auf einem grünen planeten unmöglich machen da sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind

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Equalizer 19.09.2019, 15:10
2. Interessant wäre ja mal zu wissen wie es die anderen lösen?

Was unternehmen die USA (16,9%), Japan (3,9%), China (32,4%), Indien (7,1%) und Russland (5,1%)?
Die Zahlen sind von 2015 (Wikipedia).

Was können wir da an "Best Practices" übernehmen?

Um wie viel können wir denn in Deutschland die CO2-Emissionen senken?
Also von 2,5% auf 2,0%? Wäre das realistisch?
Oder was wäre unser Ziel?

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hmueller0 19.09.2019, 15:11
3. Ich fasse mal zusammen: kein Plan

Das sind doch nur modfizierte Versionen dessen, was immer wieder gepredigt wird. Ungeachtet dessen, ob es wirklich etwas bewirkt bzw sich mit der Realität deckt. "Gerade die Menschen in Metropolen steigen zunehmend aufs Rad, auf E-Scooter oder den ÖPNV um". Ist das so? "Gerade die Menschen in den Metropolen" bedeutet doch wohl "wenn überhaupt, dann dort" - kann man ja mal raten, weshalb. Und was bedeutet "zunehmend" - Letztes Jahr 2%, dieses Jahr 2,01% ist auch zunehmend - stellt sich halt die Frage ob man für die 2,01% für die restlichen 97,x% alles über den Haufen wirft. Und E-Scooter steht jetzt auf einer Stufe mit ÖPNV? Wirklich SPON? Mal abgesehen davon, dass doch gerade hier berichtet wird, was für ein riesen Problem schon jetzt die zunehmenden E-Scooter sind. Und dabei sind wir da ja erst ganz am Anfang. Und ach ja - Lieblings-Lösung für alle Problem: "muss man halt mehr Abgaben/Steuern/Strafen erheben". Genau - wenn einem schon nichts einfällt, kann man doch wenigstens Kasse machen. Das nächtse sinnlose Projekt will schließlich auch finanziert werden. Dass jetzt zB eine 5-Köpfige Familie mit einem netten 1-2 Personen e-Rutscher vielleicht nicht so viel anfangen kann, auch wenn sie für den keine Strafe zahlen müsste sondern eher auf einen erschwinglichen Verbrenner (nein, auch kein 2-4 Personen Luxus-Oberklasse-E-Auto - oder besser 2) angewiesen sein werden, interessiert da natürlich nicht. Immerhin müssen wir für das große Ziel eben alle Opfer bringen - Einige dann eben mehr. Oh - das hatten wir schon mal - na egal. Und wo wir schon bei - damals hats auch nicht funktioniert sind: Für die Rettung der Welt wird es leider nichts bringen, wenn pipfel-Deutschland nur noch zu Fuß geht - dazu sind wir einfach zu unwichtig und zu wenige.

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vjj2017 19.09.2019, 15:11
4. Was realistisch ist und was nicht entscheidet nicht der Spiegel

Investitionen in klimaschaedliche Technologien muessen sofort stoppen. Bei derzeitigen Emissionen bleiben uns noch ca. 8 Jahre (Quelle: IPCCC abrufbar unter: https://www.mcc-berlin.net/fileadmin/data/clock/carbon_clock.htm (klicken Sie auf 1.5 C Szenario oben links)) bis das CO2 Budget unumkehrlich aufgebraucht ist. Leider finden diese Investitionen aber noch statt und somit wird entweder extrem viel Wert vernichtet oder die Umwelt. In einem Szenario indem Verbrenner nicht unverzueglich von der Strasse genommen werden endet so fuer alle schlecht. Deutschland kann nur von einer sehr beschleunigten Wende profitieren, das Job argument ist somit langfristig auch relativ gesehen Quatsch, niemand fordert dass Fabriken ueber Nacht zugemacht werden, sondern viel mehr dass sie so schnell wie moeglich, also im Prinzip ab heute, umgestellt werden.

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vincent-april 19.09.2019, 15:15
5. Strukturierte saubere Analyse

wobei es aus meiner Sicht sinnvoll wäre, trotz der hohen Kosten gerade in den Städten wie z.B. Hamburg das Netz an U- uns S-Bahnen zu verdoppeln. Hamburg z.B. hat eine große Fläche mit langen Fahrtwegen, und die Außenbezirke sind schlecht angebunden. Ich bin sicher, dass die Menschen hier ein deutlich dichteres Netz an Bahnen gern und freiwillig nutzen würden. Was den Flugverkehr angeht, kann ich mir nur Wasserstoff oder synthetischen Treibstoff für den Antrieb vorstellen. Die benötigte Energiemenge ist so groß, dass es elektrisch mit den derzeit bekannten Batterien nicht darstellbar ist.

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ruediger 19.09.2019, 15:16
6.

Wir gewinnen derzeit 86% unserer Energie aus fossilen und nuklearen Quellen. Die werden wir nicht kurzfristig (und auch nicht bis 2050) durch den Ausbau der 4,1% Sonne und Wind ersetzen können. Daher muss die Elektromobilität (genauso wie der öffentliche Personenverkehr) im wesentlichen mit Kohlestrom betrieben werden. Aus Sicht der CO2 Bilanz ist die E-Mobilität auf absehbare daher nicht besser als ein Diesel.

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Silberdistl 19.09.2019, 15:17
7. Nicht mal das Tempolimit kann man den Leuten zumuten...

Ich glaube, viel wichtiger als all diese Diskussionen über das "was" ist erst mal eine vollständige Auflösung über das "warum". Wenn aber bei den Leuten einfach nicht ankommt, dass wir jetzt nun mal zu unserem eigenen Wohl in der Zukunft und zum Wohl unserer Kinder verzichten müssen, dann bringt es auch nichts, hier weiter zu diskutieren. Dann ist es auch kein Wunder, wenn nicht mal das Tempolimit angefasst werden darf. Wir reden dann in spätestens 30-40 Jahren noch mal, wer sich eigentlich so gesträubt hat, als es noch Möglichkeiten gab, was zu ändern....

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Minette 19.09.2019, 15:18
8. Meine sicher unmaßgebliche Meinung

ist die Frage aller Fragen, wie kann ich Dinge einkaufen (mit 70) - Lebensmittel, Stoffe und alles was schwer ist, ohne Auto????? Ich kann nicht mehr sicher Radfahren, E Roller schon garnicht, Bus & Bahnen halten nicht vor der Haustür! Wie stellen sich die Aktivisten das vor? Bitte um Antwort! Stellvertretend steht oben Lenbensmittel Stoffe..... Dinge aus dem Baumarkt, der Wäschekorb aus der Heißmangel usw usw usw. wie sollen ältere und alte Menschen das packen? Ich lebe in Berlin und auf dem Land, also wie? Fliegen muß ich nicht, weite Strecken mit der Bahn ist auch ok mit leichtem Gepäck - so sie denn pünktlicher wird. Übrigens wohn ich 3. Stock Altbau ohne Aufzug, ich kann nichts mehr nach oben schleppen..,

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michbo 19.09.2019, 15:18
9. Ein erhellender Beitrag

Von sechs betrachteten Maßnahmen wird eine für sinnvoll und umsetzbar gehalten. Bei dieser Maßnahme - Vorrang für Fußgänger und Radfahrer - wird allerdings mit keinem Wort erwähnt, wie die Pendler künftig in die Stadt kommen sollen, wenn sich der Verkehr noch mehr staut als derzeit bereits. Bei der einen oder anderen Kommune hat man den Eindruck, dass sie diese Staus als Teil der Lösung sehen: Da diese Staus es noch unattraktiver machen, mit dem PKW in die Stadt zu fahren, steigt - so wohl die Hoffnung der Kommunen - eine Vielzahl der Pendler auf den ÖPNV um, auch ohne, dass bei diesem wesentliche Verbesserungen vorgenommen werden.
Insgesamt, so scheint es, gibt es derzeit noch kein schlüssiges Konzept zur Lösung anstehenden Herausforderungen - und, so scheint es weiter - die Mehrzahl der Politiker arbeitet auch nicht an einem solchen Konzept, sondern plappert nur mehr oder weniger sinnvolle Forderungen von "Aktivisten" nach. So verbrennen wir nur weitere Mrd., ohne einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Aber das hat ja in Deutschland bereits Tradition - siehe nur "Energiewende".

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