Forum: Auto
Verkehrswende: Vergesst das Tempolimit!
imago/Becker&Bredel

Höchstens 130 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn? Eigentlich ein sinnvoller Vorschlag - aber nicht der wichtigste. Im Zweifel sollte Vollgas erlaubt bleiben. Hauptsache, die Autoindustrie schafft den Umstieg in das Elektrozeitalter.

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thomas_linz 21.01.2019, 22:59
150. Was die Spatzen von den Daechern pfeifen,

Zitat von abocado
Es pfeifen alle von den Dächern, dass Elektromobilität ein Irrweg ist. Alternativen werden unterdrückt. Und tatsächlich haben wir doch auf 95% aller Strecken schon Limits. Ich träume davon, mit 130km/h durchgehend fahren zu können. Das geht höchstens nachts. Da schlaf ich, um tagsüber zu arbeiten. Neulich, an einem ganz normalen Arbeitstag: Von Traunstein über die A8 dann um München bis nach Nordhessen. 530 km. Fahrzeit trotz 420 PS fast 7 Stunden. Das schaffte man früher schneller mit einem 2CV. UND: welcher Traumtänzer glaubt denn, dass bei immer mehr Elektroautos diese steuerlich bevorzug bleiben. Nähme man die gesamte Energiebilanz und würde entsprechend besteuern, müsste die Steuer für E-Autos sogar höher sein. Völlig irre, was in diesem unseren mir fremd werdenden Lande an Unsinn vermerkelt wird.
ist mir ziemlich egal. Die sind aber vermutlich eher pro Elektro an statt Kohlenmonoxid und Co. Was ein Irrweg ist, kann man klar definieren, es ist, wie ein Kleinkind an seinem Lieblingsspielzeug festhalten, obwohl es laengst kaputt ist, in dem Fall den Verbrenner. Krank ist es, wenn man nachts von Auto fahren traeumt. Und dem pervertierten Drang nach freier Fahrt fuer freie Buerger haengt man solange nach, bis ein Familienmitglied Opfer dieser Spassveranstaltung wurde. Flexibles Tempolimit? Gerne, Rasen bis der Arzt kommt? Schwachsinn!

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RGK20 21.01.2019, 23:03
151. Der Grund in NL ist ein anderer

Zitat von mina2010
zu mindest in den Niederlanden. Vermutlich haben die in den Fachabteilungen Fachleute und keine Politiker.
für den durchgängig fliessenden Verkehr. In den NL können Sie 150 km und mehr am Stück fahren ohne dass Sie durch eine einzige Baustelle behindert werden. DAS allerdings gibt es in D nicht Dank unserem "professionellem Baustellenmanagement". DAS ist der wahre Grund.

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jujo 21.01.2019, 23:03
152. ...

An alle Gegner eines Tempolimits.
In Schweden hat die Reduzierung von 90 auf 80kmh auf zweispurigen Überlandstrassen zu einem signifikanten Rückgang aller, auch tödlichen Unfälle geführt, ebenso die bauliche Trennung der Fahrspuren, dort wurde von 90 auf 100 kmh erhöht. In Schweden ist das Erreichen von null Verkehrstoten Staatsziel, dafür wird viel Geld aufgewendet um auf den Strassen bauliche Vorraussetzungen zu schaffen.
Null Verkehrstote sind natürlich nicht zu erreichen.
Man sollte sich also Gedanken machen als einfacher Autofahrer was sinnvoller ist, weniger Unfälle und Tote oder ein in der Regel zu vernachlässigender Zeitgewinn? Ich lege Wert darauf in der Statistik nicht(!) aufzutauchen.
Ein Beispiel. Zur nächsten Stadt sind es für mich 7km früher 90kmh, jetzt 80 kmh. Zeitverlust unter einer Minute!

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TS_Alien 21.01.2019, 23:06
153.

Zitat von seikor
Ich bitte um ein sofortiges Tempolimit von 120km/h. Dann fahren hinterher alle 130 wie gewünscht. Die LKWs fahren ja auch alle 90 statt 80. Wenn dieser Tempowahn endlich aufhört, sinken die Unfallzahlen, der Geräuschpegel, der Reifenabrieb, die Abgase und der Streß. Das Ganze wäre sehr kostengünstig zu haben. Einfach ein Gesetz und fertig. Wie Tempo 100 auf Landstraßen. Wo liegt hier eigentlich das Problem? Die paar Hanseln, die ihren Gasfuß nicht unter Kontrolle bekommen? Es geht hier nicht um die "Beschneidung von Bürgerrechten", sondern Schutz von Mitbürgern vor Wahnsinnigen.
Die Wahnsinnigen sind diejenigen, die auf die linke Spur wechseln, ohne sich vorher vergewissert zu haben, dass die linke Spur frei ist. Man darf und muss von allen Verkehrsteilnehmern erwarten, dass sie die Verkehrsregeln einhalten. Dazu gehört eine angepasste Geschwindigkeit, aber auch das korrekte Verwenden der Spiegel. Auf der Autobahn sollte man den rückwärtigen Verkehr regelmäßig beobachten. Dann wird man auch nicht überrascht von schnelleren Verkehrsteilnehmern.

130 km/h ist oftmals eine sinnvolle Geschwindigkeit, z.B. wenn die Autobahn vergleichsweise voll ist. Ist eine Autobahn vergleichsweise leer, spricht nichts - abgesehen vom Wetter - gegen eine deutlich höhere Geschwindigkeit. Man kann dadurch einiges an Zeit einsparen, ohne irgendwie gestresst zu sein.

Die meisten Unfälle entstehen, weil jemand einen Fehler gemacht hat. Vielleicht sollte man diejenigen, die einen Fehler gemacht haben, zur Schulung schicken, damit sie künftig andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr gefährden. Autofahren ist gar nicht so schwierig. Und dennoch sind etliche Menschen überfordert.

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hansa_vor 21.01.2019, 23:09
154.

Zitat von seikor
Ich bitte um ein sofortiges Tempolimit von 120km/h. Dann fahren hinterher alle 130 wie gewünscht. Die LKWs fahren ja auch alle 90 statt 80. Wenn dieser Tempowahn endlich aufhört, sinken die Unfallzahlen, der Geräuschpegel, der Reifenabrieb, die Abgase und der Streß. Das Ganze wäre sehr kostengünstig zu haben. Einfach ein Gesetz und fertig. Wie Tempo 100 auf Landstraßen. Wo liegt hier eigentlich das Problem? Die paar Hanseln, die ihren Gasfuß nicht unter Kontrolle bekommen? Es geht hier nicht um die "Beschneidung von Bürgerrechten", sondern Schutz von Mitbürgern vor Wahnsinnigen.
Haben Sie sich schon um ärztlichen Rat bemüht, ich meine Behandlung von Größenwahn sollte auch durch gesetzliche Krankenkassen versichert sein.

"Wahnsinnigen" begegne ich selten, sie machen heute eine Ausnahme.

Ich bin für max 200km/h, damit reist es sich angenehm, ab 220 ist man fast alleine links und kann nur sporadisch die Spur wechseln, ab 240 muss man nicht mehr in den Rückspiegel schauen, weil da gaaaanz selten mal einer schneller näher kommt.

Aber ich gestehe ihnen zu, ihre Phobie und den Größenwahn auf der rechten Spur voll auszuleben, bin ja kein Unmensch ;)

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SIR-ENE 21.01.2019, 23:16
155. Was sollen wir mit einem Verkehrsparadies?

Zitat von seikor
[...] Wenn dieser Tempowahn endlich aufhört, sinken die Unfallzahlen, der Geräuschpegel, der Reifenabrieb, die Abgase und der Streß. [...]
Denken Sie doch nur mal daran, welche Konsequenzen ein Mobilitätshimmelchen für die Versicherungs- und Rechtswirtschaft hätte ... Es würde irgendwann weniger Golfplätze, vielleicht sogar heruntergekommene geben und jede Menge freie Bootsplätze in Häfen ... - So einfach geht das nicht. Wir müssen weitermachen wie bisher mit unseren Dummheiten, bis wir unser Miteinander und Nebeneinander wieder mal in ein zusehends belastender gewordenes Aneinandervorbei und Gegeneinander verwandelt haben, das eskalieren muss, um Überlebende mit bisschen Sein und nichts Haben zufrieden zu stellen. Abkratzen müssen wir irgendwann alle. Wozu sich so viele Gedanken machen für eine gerechtere Welt mit mehr gemeinsamem Zufriedensein, das einem weiteren nicht im Wege ist?

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gracioso1000 21.01.2019, 23:19
156. Unglaublicher Wertverlust, Rohstoffverlusst

Energieverschwendung durch den Dieselschwachsinn den die vermeintlichen Grünen Umweltschützer mitsamt den unverantwortlichen deutschen Medien zu verantworten haben.
Man hat uns deutschen wirklich ins Gehirn geschissen und wir glauben all den unbewiesenen Klimaschwachsinn bei dem jetzt Millionen funktionstüchtiger Diesel auf dem Schrottplatz sich türmen . In keinem Land der Erde wird diese Debatte geführt nur bei uns und wir wachen erst auf wenn wir 30 Millionen Arbeitslose haben.

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nixblicker00 21.01.2019, 23:19
157. Rund 100 TWh/anno mehr ...

wenn die komplette Autoflotte auf E-Antrieb umgestellt würde. Derzeit verbrauchen wir aber schon rund 600 TWh / anno. Den kompletten Autoverkehr umzustellen, hätte also gerade mal einen Strom-Mehrverbrauch von rund 17% zur Folge. Problem?

Nein, zumal die Autos typischerweise rund 23 Stunden am Tag stehen. Dann kann auch der Ladezeitpunkt der hohen Volatilität erneuerbarer Energien angepasst werden - sogenanntes Smartgrid vorausgesetzt. Das sind dann nebenbei die Speicher, die wir ja ach so dringend brauchen und entsprechend könnte das Netz viel mehr regenerative Energien aufnehmen. Toll, oder?

Dafür entiele die komplette Benzin- und ein Großteil der Dieselwirtschaft. Und der daraus folgende, horrende CO2-Ausstoß.

Also, ganz easy. Gibt Null Grund sich der Antriebswende zu versperren, und seien es noch so konstruierte Verschwörungstheorien. Ihre ist aber ja zumindest mal originell.

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intercooler61 21.01.2019, 23:20
158. @Traufetters "satte Prämien": 1 kg CO2 ist 1 kg CO2 ...

... und lässt sich sehr einfach 100%ig gerecht bepreisen: an der Zapfsäule wie an der Steckdose; letzteres entsprechend dem tatsächlichen Strommix im Zeitraum des Ladevorgangs (keine Sonne = mehr Kohle, im doppelten Wortsinne).

Für Diesel- und Ottokraftstoff berechnet man einfach die Mineralölsteuer nach CO2-Edukt, für andere Energieträger leitet man den gleichen Preis pro kg CO2 daraus ab. Im Gegenzug Wegfall der damit obsoleten KfzSt samt dortiger CO2-Zuschläge.

An Stelle fiktiver Prüfstandswerte oder eingebildeter Vorurteile würde so die tatsächliche(!) Emission bei jedem gleich bepreist. Fahrleistung, Fahrweise und Effizienz des jeweiligen Kfz sind darin quasi automatisch zu exakt 100% berücksichtigt.

Wie und wofür jemand dann sein gekauftes Kilo CO2 verbläst (5 km im SUV, 10 km im Prius, ?? km im E-Mobil oder 24° im Wohnzimmer) ist dem Weltklima egal.

Es ist unmittelbar evident, dass dies nicht nur die einfachste, sondern auch die einzige verursachergerechte Lösung darstellt.
Ausnahmslos jeder, der andere Modelle ("Strafsteuer", E-Prämien etc.) propagiert,
- trachtet entweder (a) danach, sich auf Kosten Anderer zu bereichern oder
- verspürt (b) den zwanghaften Drang, Andere zu schädigen, weil deren Kfz-Wahl nicht _seinem_ persönlichen Geschmack entspricht.
Beides ist m.E. fremdschädigend und keinesfalls zu dulden; (a) ist ein Fall für die Justiz, (b) für die Seelenheilkunde.

ps: Der gleiche CO2-Preis muss dann natürlich auch für Heizöl, Bauerndiesel etc. gelten; siehe oben (a).

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paulus_pax 21.01.2019, 23:23
159. Tempo 200 und mehr

Deutschland ist das einzige zivilisierte Land, das auf öffentlichen Straße Tempo 200 und mehr zulässt. Ein Hoch auf die Leute, die ihr Ego nicht in den Griff kriegen und meinen, sie müssten irgendwelchen fremden Leuten imponieren, indem sie sich ein schnelles Auto oder Motorrad gekauft haben. Das Hirn wird dann eingschaltet, um wortreich zu begründen, dass die Raserei ja vollkommen ungefährlich sei, ja sogar die Langsameren mehr Unfälle verursachen würden und dass Benzineinsparungen nur im unwesentlichen Maße möglich wäre. (Das Ganze natürlich ohne jeden statistischen Beweis.) „Cayennefahrer, ihr seid die Besten! Wer das nicht sagt, ist nur neidisch.“ Das wollt ihr doch hören.

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