Forum: Auto
Verkehrswende: Vergesst das Tempolimit!
imago/Becker&Bredel

Höchstens 130 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn? Eigentlich ein sinnvoller Vorschlag - aber nicht der wichtigste. Im Zweifel sollte Vollgas erlaubt bleiben. Hauptsache, die Autoindustrie schafft den Umstieg in das Elektrozeitalter.

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egonv 21.01.2019, 20:39
80.

Was haben nur alle gegen Tempolimits? Ich war früher auch dagegen. Bis ich aus dem Jugendalter (frischer Führerschein etc.) raus war. 90% der Leute juckt es nicht, wenn bei 130 Schluss ist, da sie eh nie (schneller) fahren. Wenn dann weiter Toleranzabzug etc. bei Kontrollen gilt ist ohnehin noch 150 drinnen. Und alles darüber ist einfach wahnsinnig gefährlich und sehr unnötig, auch da man es eh nie lange fahren kann. Verstehe Sie mich nicht falsch, ich fahre auch heute nochmal so 180 für eine kurze Zeit, aber man braucht es nicht.
Dieses ständige Geplärre wegen der Elektroautos. Versteht es endlich, die werden kommen auch wenn die Umsetzung noch nicht ausgereift ist und noch verschiedene Optionen auf dem Tisch liegen. Wenn es nicht gelingt E-Autos flächendeckend auf die Straße zu bringen (Alternativen wie Wasserstoff sind sicher auch denkbar), dann wird es keine Autos mehr geben. In Städten könnte man das noch mit Straßenbahnen etc. lösen, aber die Leute auf dem Lande haben dann endgültig fertig. Dann können die Gelbwesten erstmal ne Weile laufen, bis sie in Paris sind.
Ich sehe das Problem der höheren Spritkosten für aktuell ärmere Autofahrer aber auch. Man könnte vielleicht eine Entlastung - eine Art steuerliche Abschreibung - für Landbewohner oder Menschen mit bestimmten Arbeitswegen, die ein Auto erfordern, erwägen. Zumindest bis Elektroautos erschwinglich und flächnendeckend verfügbar sind. Das stelle ich mir etwa Anfang der 30er vor. Keiner braucht ein Auto mit 150+PS. Hier kann man die Abgaben - auch auf Firmenwagen - gar nicht genug erhöhen. Hier könnte eine Reform der Kfz Steuer viel bewirken, dabei kann man auch Wohnort und andere Faktoren berücksichtigen.

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milo69 21.01.2019, 20:47
81. 130 sind OK

Bei einem generellen Tempolimit von 130 braucht es keinen Karren der 240 oder schneller fährt. Die "Industrie" könnte mit den Vorgaben ein Auto bauen dass bei einem Spritverbrauch von real unter 3 Litern liegt.
Wer schonmal bei einem Unfall helfen musste der weiß auch was hohe Geschwindigkeit mit einem menschlichen Körper im Extremfall anrichten kann, schaut nicht schön aus. Mit weniger Geschwindigkeit passiert auch weniger.

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Haarfoen 21.01.2019, 20:48
82. Ja zum Tempolimit - der Autor vergisst einige Aspekte ...

Ein Tempolimit hat einen signifikanten Einfluss auf die Autokonstruktion, werter Autor. Autos, die für eine geringere Geschwindigkeit konstruiert werden, können vor allem leichter gestaltet werden. Dies betrifft die Karosserie-, Sicherheits- und Fahrwerkskomponenten. Auch beim Elektroauto spielt Gewicht eine signifikante Rolle, denn der Strom für diese Fahrzeuge kommt nicht aus der Steckdose. Es gibt schon sehr schlanke, radikale und gute Konzepte - nur traut man sich mit den Ultra- Leicht Fahrzeugen nicht auf die Straße, solange da draußen diese selbstherrlichen Wahnsinnigen mit ihren 2,8 t Bomben Spaßorgien bei 200 km/h veranstalten. Wo werter Autor, soll denn das ganze Lithium herkommen, um den Strom für die Geschwindigkeits- Gaudi bereit zu stellen? Ein Tempo- Limit ist zwingend notwendig, um die Aufrüstung der Fahrzeuge zu beschränken und zu angemessenen Konstruktionen zurück zu finden, die im sinnvollen aerodynamischen Bereich fahren. Die Leute, die auf Speed nicht verzichten wollen, sollen sich mit einer virtuellen Brille in den Simulator setzen und Adrenalin- Tabletten essen. Sie werden es überleben, per Limit an einem gesitteten und ökologisch verantwortlichen Verkehrsgeschehen teilzunehmen. Im Falle von Hysterie gibt es therapeutische Hilfsangebote.

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carranza 21.01.2019, 20:48
83. Bite keine Zeit mit einer Zwischenlösung verschwenden

Batteriebetriebene Autos taugen bestenfalls zur Umrüstung auf den Betrieb mit Brennstoffzelle. Mit diesem Tesla wird es vorgemacht:

https://t3n.de/news/tesla-model-s-brennstoffzellen-auto-873570/

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MrNonsens 21.01.2019, 20:49
84. fossile Energien bitte bevorzugt mobil verfeuern! Das Elektroauto sollte erst der letzte Schritt der Energiewende sein!

Geht es dem Autor um Ideologie, oder darum, effizient CO2 einzusparen?
Wenn es wirklich um die Umwelt geht, sollten wir die leicht erreichbaren Schritte bei der CO2-Vermeidung zuerst gehen!
Erklärung: Das Elektroauto ist grundsätzlich erst dann eine u. U. sinnvolle Alternative zu konventionellen Kfz, wenn die Industrie und ALLE Haushalte (inkl. Heizen per Wärmepumpe) auf Ökostrom umgestellt sind. (Schließlich braucht man da keine unökologischen Batterien, und kann darum viel einfacher CO2 vermeiden als mit Elektroautos.) Erst wenn dann noch immer Ökostrom im Netz übrig sein sollte, sollte man damit beginnen, ggf. auch den Verkehr zu elektrifizieren.
Grundsätzlich sind die Grenzkosten der Schadensvermeidung (hier : CO2-Vermeidung) entscheidend. Und die sind bei Elektomobilität viel höher als woanders.
Co2 im Straßenverkehr sollte technologieoffen eingespart werden. Weil niemand weiß, ob sich Brennstoffzellen (Toyota, Hyundai) oder Sun Fuel durchsetzt, sollte der Staat nicht einseitig Elektroautos massiv fördern.

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hansa_vor 21.01.2019, 20:49
85.

Zitat von montyjoe
Was alle immer wieder vergessen sind die sekundären Vorteile eines Tempolimits. Wenn endlich die letzte Bastion der "freien Fahrt für freie Bürger" (an sich schon ein lächerlicher Spruch) gefallen ist, muss auch kein Hersteller mehr Fahrzeuge bauen, die Wahnsinnig übermotorisiert sind und trotz 2t Lebendgewicht auch bei 250km/h noch fahrsicher sind. Die dann mögliche Abrüstung in Leistung und Gewicht hätte zusätzlichen positiven Effekt auf die CO2 Bilanz. Für Elektrofahrzeuge wäre es auch deutlich besser, sie müssten sich nicht mehr in deutschen Autozeitungen mit 250km/h Verbrenner-Raseratis hinsichtlich der Endgeschwindigkeit messen lassen. Schon die heute vorhandenen Elektrofahrzeuge haben mehr Reichweite, wenn sie artgerecht eben bis ca.130km/h bewegt werden. Viele andere Länder in Europa machen es vor. Also Deutschland, Ideologiebrille abnehmen, Vernunft einschalten, Ruhe bewahren. Kein Mensch auf deutschen Autobahnen wird zusätzlich sterben, weil wir das Tempo reduzieren.
Genau, aus diesem Grunde werden auch Ferrari und sonstige "Super" Sportwagen NUR in Deutschland, dem freie Fahrt für freie Bürger Land, verkauft, Gelle?

Aber vermutlich kann Porsche von den 50000? Kunden in Deutschland leben und die Kunden aus Ländern mit Tempolimit sind eigentlich DOOF und ein Klotz am Bein.

Es wird auch kein Mensch zusätzlich überleben wenn wir das Tempo reduzieren, eher das Gegenteil wird der Fall sein, wie sie sehr gut an den Statistiken zu tödlichen Unfällen auf Schnellstraßen im gesamten Ausland ablesen könnten, wenn sie denn nur wollten ;)

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s.pam 21.01.2019, 20:49
86. Atomkraft-nein Danke. Mein Strom kommt aus der Steckdose...

„Was liegt näher, als dieses Geld von Autofahrern zu kassieren, die spritschluckende Geländewagen kaufen?“
Schlauer Spruch-leider wird hier aber vergessen, dass die, die alte, kleine Autos fahren, auch tanken müssen.
Und selbst wenn E-Mobile so stark subventioniert werden (wovon eigentlich?), wo kommt der Strom her, wie kommt er zu den Fahrzeugen und was machen all die Menschen, die keine Garage bzw EFH‘s haben?
DAS alles sind ernste Kapazitäts-Probleme- nichts hiervon lässt sich ‚mal eben‘ in ein paar Jahren regeln.
Stromer und Brennstoffzelle sind bekanntermaßen nur Übergangstechnologien.
Was ist mit den sog. Power to X = synthetische Kraftstoffe-CO2 neutral und schadstoffminimiert- diese könnten für bestehende Motoren eine gute Zwischenlösung sein- ohne das Millionen von Fahrzeugen verschrottet bzw ins Ausland verkauft werden.
Was ist den mit der Umwelt-Problematik?
Den Ansatz einer Staatlichen Brechstange- egal ob aus Brüssel oder Berlin- ist m.E. nicht sinnvoll oder durchdacht.

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three-horses 21.01.2019, 20:50
87. Die Gegend ist bewohnt.

Zitat von paretooptimum
Bitte Erklären Sie uns dann doch, warum in der Liste der Todesopfer durch den Strassenverkehr Länder wie Frankreich, Italien, USA, ... schlechter da stehen als wir in dieser Statistik, egal ob Tote pro 100.000 Einwohner oder Tote pro 100.000 Fahrzeuge. Aber ist klar, Deutschlands Straßen sind unsicher. Das ist halt immer so eine Sache mit der gefühlten Wahrheit. Es sollen laut Umfragen ja auch 20-30% Moslems in Deutschland leben, auch wenn die offiziellen Statistiken nur ca. 3% ausweisen.
"Deutschlands Straßen sind unsicher"...es geht noch. Aber die Brücken. Wenn die mal im Tall sind und die Autos kommen nach, ab 20 Meter nach unten. Mit 200 Nachts. Da findet keiner der Schlaf mehr.

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Makrönchen 21.01.2019, 20:56
88. Entspannend

Ich kann am Tempolimit nichts entspannendes finden. Gerade wenn ich bei leerer Autobahn nur 120 km/h fahren soll, weil irgendeiner findet dass das irgendwie besser ist, bin ich alles andere als entspannt.
Und ja, ich kenne die Autobahnen in der Schweiz. Es ist eine ganz andere Fahrweise, meist fahren die zwischen 100-120 km/h, richtig überholen kann man nicht, es wird extrem dicht aufgefahren. Also für mich ist das nichts. Ich freue mich jedes Mal wenn ich wieder in Deutschland fahren und meine Geschwindigkeit frei wählen kann.

Zum Benzinpreis möchte ich einmal anmerken, dass die Steuer darauf schon höher ist als das eigentliche Produkt kostet. Das ist geradezu obszön. Man kann aber von mir aus gerne durch Steuern verbrauchsarme Fahrzeuge fördern, beispielsweise für SUVs die Kfz-Steuer erhöhen, da hier das Verhältnis zwischen Nutzlast und Fahrzeuggewicht besonders schlecht ist.

Und zu guter letzt frage ich mich, wieso die Deutsche Umwelthilfe überhaupt klageberechtigt ist, sie ist doch gar nicht betroffen. Wenn Anwohner an besonders NOx-belasteten Straßen klagen würden, hätte ich deutlich mehr Verständnis. Bei der Klageberechtigung sollte man gesetzlich eingreifen, nicht bei der Gemeinnützigkeit.

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amalgam 21.01.2019, 20:58
89. Was war nochmal das unklare Wort

...im Begriff "seltene Erden"? Ach ja, SELTEN!
Und solange der einzelne Pendler mit seinen 4,5qm Autogrundfläche eine 1,5t Batterie durch die Stadt fährt haben wir halt dann einen E-Auto Verkehrsinfarkt.

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