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Vernetzte Autos: Auto-Apps sammeln viel mehr Daten als nötig
Stiftung Warentest

Moderne Autos lassen sich über das Smartphone bedienen. Doch statt vom Komfort der Vernetzung ausschließlich zu profitieren, wird der Fahrer laut Stiftung Warentest ausspioniert.

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schwebefliege 26.09.2017, 11:35
10. Diese Tatsachen ...

... sind lange bekannt - auch dem Gesetzgeber und seiner Executive.
Jeder kleine Homepage Betreiber oder Hobbyseller wird empfindlich verurteilt, wenn er gegen relevante Datenschutz Gesetze verstösst. Warum passiert das bei den Autoherstellern, Google & Co nicht?
Ich weis - dumme Frage ....

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nebenjobber 26.09.2017, 11:36
11. ich schwanke

noch zw blankem Entsetzen und Fassungslosigkeit....

Da bleibt nur noch, wenigstens einen verantwortungsvollen Umgang einzufordern... Anfragen Dritter wie im Artikel bspw einfach zu ignorieren...ich seh schon, das läuft!

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muellerthomas 26.09.2017, 11:39
12.

Zitat von MrSnoot
Ist der Hersteller nicht gesetzlich verpflichtet, darüber Auskunft zu geben?
Wenn Stiftung Warentest fragt, muss man antworten?

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G.Real 26.09.2017, 11:44
13. Im Film "Running Man"

konnten wir schon alle sehr genau sehen, dass die Datensammelei, einschließlich des "Smarthomes" wohl unvermeidlich zu faschistischen Überwachungsstaaten führt. Und es gibt immer noch technikgläubige Autonarren, die hellauf begeistert sind von einem automatischen Notrufsystem, weil sie sich nicht mehr auf den Mitbürger verlassen können, der sein "Handy" nicht für den gebotenen Hilferuf nutzt, sondern um das Elend des Unfallopfers zu filmen und dann irgendwo zu posten. Ich halte diese Entwicklung für deutlich beunruhigender als sämtliche Wahlergebnisse, über die auch SPON so ausschweifend berichtet.

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quark2@mailinator.com 26.09.2017, 11:45
14.

Es sollte allen Geräten per Gesetz verboten werden, irgendwas aufzuzeichnen, daß für die Funktion nicht unumgänglich nötig ist. Und es sollte komplett mitgeteilt werden - in einer Form, die es dem Nutzer erlaubt, die Daten zu kopieren. Und er sollte sie jederzeit löschen können. Naja und eine Übertragung dieser Daten irgendwohin sollte natürlich erst recht limitiert sein. Solange es da keine harten und klaren Regeln gibt, die auch einklagbar und wo Verstöße mit harten Strafen belegt sind, wird das nicht besser werden. Ich komme selbst aus der Branche und es macht mich kribbelig. Jeder macht, was er will und die Nutzer wissen nichts.

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makuckn 26.09.2017, 11:49
15. Nicht für den Kunden

Man sollte sich von der Vorstellung trennen, dass Neu- bzw. Weiterentwicklungen für den Kunden sind. Das beschränkt sich nicht nur auf Technik im Allgemeinen bzw. Elektronik im Speziellen, sondern zB auch auf Milch (Stichwort: ESL-Milch / Extended Shelf Life => kann länger im Supermarktregal stehen). Die Smart Services von modernen Autos sammeln persönliche Daten, Statistiken und dergleichen. Das mag zwar für den Fahrer ein nettes Spielzeug sein, um zB die Verbrauchskurve, Beschleunigungswerte, etc. zu sehen, aber für den Hersteller sind sie bares Geld wert. Mit diesen Daten kann man beispielsweise Schäden an Bauteilen analysieren, die durch "aggressives Fahrverhalten" entstehen. Frei nach dem Motto: Turbolader nach 4 Wochen defekt? Kein Wunder, sie rasen ja mit kaltem Motor => Garantieverlust. Ebenso sind natürlich KFZ-Versicherungen an diesen Daten interessiert, aus ähnlichen Gründen. So könnte man "sportliche Fahrer" ja mit höheren Beiträgen belasten, während man "vorsichtige Fahrer" entlastet - natürlich so, dass unterm Strich ein Überschuss auf Seiten der Versicherung entsteht, Gewinnmaximierung. Noch werden die Daten nicht so genutzt, aber wenn man die Daten erstmal gesammelt hat, entstehen Begehrlichkeiten. Wie so oft beim Datenschutz muss man nicht nur den Status Quo betrachten, sondern auch in die Zukunt denken wie diese Daten später mal genutzt werden könn(t)en... Leider sind die Kontrollen im Bereich Datenschutz bestenfalls ausbaufähig. Normalerweise müssten die Hersteller bei solchen Technologien haarklein dokumentieren was wie wo gesammelt und gespeichert wird. Stattdessen müssen Dritte Reverse Engineering betreiben - sofern möglich (Stichwort Mobilfunkverbindung) - um Missstände aufzudecken. Die Hersteller wiederum ignorieren entsprechende Hinweise und machen unbehelligt weiter obwohl sie gegen geltendes Recht verstoßen.

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_derhenne 26.09.2017, 11:51
16.

Na wer hätte das gedacht. Aber man sollte das nicht überbewerten, schließlich hat man ja als Normalbürger nichts zu verbergen und genießt außerdem die vielen Vorteile dieser nützlichen Technik.

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klausbacker 26.09.2017, 11:51
17. Nichts kapiert.

Viele Leute denken, dass man keine Geheimnisse zu haben braucht, da man ja so uninteressant sei. Ein Paradebeispiel ist dirk.resuehr, der leider gar nichts mitbekommen hat, wozu die Daten dienen und was man mit ihnen machen kann.

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hansglück 26.09.2017, 12:00
18.

Da habt Ihr ja was tolles rausgefunden, das steht offiziell bei Tesla für jeden Kunden lesbar.

Tesla liefert seit einiger Zeit in JEDEM Wagen die Technik für autonomes Fahren serienmäßig mit, egal ob es gekauft wurde oder nicht. Diese Technik sammelt im Hintergrund dauerhaft Fahrerfahrung und schickt diese an Tesla. Der Autopilot läuft also dauerhaft im Sammelmodus, jeder Kunde kann sich diesen bei Bedarf im Internet auch nach dem Kauf gegen Geld freischalten lassen. So konnte Tesla in kurzer Zeit ein vielfaches an Erfahrungen sammeln wie es sonst die klassischen Hersteller in Versuchsreihen machen.

Das ist aber keine geheime Erkenntnis, sondern wird jedem Kunden offen kommuniziert. Selbst das neue, kleine Model 3 wird diese Technik fortführen und somit einen gigantischen Datenberg sammeln, der letztendlich ein Wettbewerbsvorteil für Tesla und seine Kunden sein wird.

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quark2@mailinator.com 26.09.2017, 12:03
19.

Zitat von dirk.resuehr
Von mir aus. Sollen sie sammeln, fahre zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Tanken. Geheim, geheim. Tankt an freier Tankstelle, kauft bei Lidl, Aldi und Globus, geheim geheim! Interessanter ist doch der SPON, kaum kuck ich mir eine Werbung an aus Neugier, weil ich in dem Hotel war oder noch nicht, schwupps erhalte ich per Email Angebote desselben. Auch bei Autos oder Möbeln. Nutzt nur gar nichts. Ich kucke, kaufe nichts, buche nichts. So ein Ärger. Laßt doch linke nach Menschenrechten schreien, Spionage Derart tut mir gar nichts, beeinflußt nichts, das Wissen meines Kaufverhaltens nutzt nichts, weil imprägniert, und, falls die guten Qualitäten, die sich bei Discountern eingebürgert haben, auf mich zurückgeführt werden sollten, krieg ich ein Kreuz am Band!
Diese "man hat ja nichts zu verbergen" Antwort sollte eigentlich langsam mal aussterben. Natürlich haben die meisten Menschen nichts zu verbergen, was den Staat interessieren könnte. Nur stimmt das eben nicht für Menschen, die irgendwann in ihrem Leben plötzlich führende Politiker, Richter, Staatsanwälte, Journalisten, Generäle usw. werden. Niemand kann wissen, was aus einem Kind in 45 Jahren wird, bevor es sich plötzlich zur Wahl stellt. Und es geht ja nicht nur um Autos, sondern um alle Geräte. Diese Daten werden zusammengeführt. Wenn noch nicht heute, dann morgen. Es wurde schon mehrfach gezeigt, wie leicht sich Daten auch deanonymisieren lassen, wenn man mehr als eine Datenbank hat, z.B. die vom Taxiunternehmen und die vom Telefonunternehmen. Jetzt meinen Sie vielleicht, nur weil die Daten sich ja in den Firmen befinden, bekommt sie der Staat nicht. Sorry, aber wenn Daten erhoben werden, dann kommt man da auch ran. Und da spreche ich noch von staatlichem Hacking und nicht von Gesetzen zur Herausgabe. Die Daten dürfen gar nicht erst erhoben werden. Das ist die einzige vernünftige Lösung. Man überlege sich mal, was früher damit gemacht worden wäre, wenn man von jedem Menschen problemlos sein persönliches Freundesnetzwerk hätte aufblättern können.

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