Forum: Auto
Versteigerung Jaguar D-Type: Der rote Blitz
Mathieu Heurtault / Gooding & Company

Für manche Autos muss man einfach mehr bieten: SPIEGEL ONLINE zeigt Fahrzeuge mit berühmten Vorbesitzern und Raritäten, die versteigert werden. Diesmal: Ein Stück britische Rennsportgeschichte.

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VoisinAerodyne 18.01.2018, 16:59
20.

Zitat von Referendumm
Lustigerweise ist die Finne ja gerade bei den letzten LeMans-Prototypen (LMP1) wieder zur Pflicht geworden. Ja, ja, ist alles suboptimal und hat nix mit Aerodynamik zu tun, wie der ahnungslose Forist in #1 schrieb lol In der F1 gibts ebenso die "Finne" - aber das hat andere Gründe, allerdings auch aerodynamische.
Daß das nichts mit verbesserter Aerodynamik zu tun hat merkt man schon daran, daß sogar die Ausrichtung der Finne optimiert wurde. Wenn man vor dem Auto steht, merkt man, daß die Finne leicht schief steht. Und das hat nichts mit britischen Fertigungstoleranzen, sondern mit "Feintuning" der Aerodynamik zu tun. Daran kann man auch die meisten der vielen Repliken erkennen. Bei denen ist die Finne gerade.

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ambulans 18.01.2018, 17:04
21. >trevor philips (#15, oben),

Zitat von Trevor Philips
Ist. Eagle baut eine auf 4.7 Liter aufgebohrte Version des XK6 mit Einspritzung in seine E-Types ein.
wenn man ihrer gedankengängen folgen würde, könnte man ja auch gleich der mona lisa ne fluppe zwischen die lippen stecken oder ein handy ans ohr halten - mein bester, das ist alles kappes, was sie hier von sich geben. dass eagle den 6 zyl.-motor bis auf 4,7 l aufbohrt, hat teilweise damit zu tun, dass diese alten maschinen bei jeder total-überarbeitung (warum auch immer) ein bisschen weiter aufgebohrt werden müssen; dazu kommen dann auch noch leistungshungrige, die einfach einen oldtimer mit relativ neuer maschine (hier sogar mit einspritzung) fahren wollen. wenn sie einmal einen dekra-gutachter (brauchen sie als oldtimer-besitzer) fragen, wie er so eine karre sieht, werden sie erschrecken: absolut nix originales, bestenfalls einzelabnahme als neubau möglich - und, das schlimmste: dieses ungetüm hat viel geld verschlungen, kostet den vollen steuersatz, über versicherungsprämien wollen wir erst garnicht reden, und - ist nix wert. mit anderen worten: kauft ihnen niemand ab, der bei verstand ist. übrigens: der original-motor besaß damals lediglich 3,4 l hubraum ...

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VoisinAerodyne 18.01.2018, 17:05
22. Ergänzung zur Finne

Nochmal zur "Finne" und der Aerodynamik (Quelle: www-classicdriver-de):
"(...)Sayers Geistesblitz war, den bisherigen Buckel am Heck durch eine markante, fest verbaute Heckflosse zu ersetzen (eine provisorische Flosse war schon bei den 1954er-Rennwagen aufgenietet worden). „Wir haben beobachtet, dass es ab Tempo 290 bis 295 km/h etwas instabil wurde, also haben wir die Flosse aufgesetzt“, berichtet Norman Dewis, der damals bei Jaguar als Cheftestfahrer unterwegs war. „Wir haben verschiedene Größen mit unterschiedlichen Höhen und variabel am Heck montiert ausprobiert, ehe wir die endgültige Form gefunden hatten.“ Der Effekt war unmittelbar: Die so erhöhte Stabilität trug sicherlich auch zu den folgenden Le-Mans-Siegen bei (Fahrer behaupteten, dass sie bei 280 km/h gar die Hände vom Lenkrad nehmen konnten). Heute hat die Flosse einen weitere Aufgabe, erzählt Dewis: „Sie war um drei Grad aus der Mittellinie des Fahrzeugs versetzt, um der reinen Luftströmung auf der linken Seite des Fahrzeugs entgegenwirken zu können (das Fahrzeug war ein Rechtslenker). Ein Detail, das selbst die besten Replica-Bauer übersehen!“

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Trevor Philips 18.01.2018, 18:20
23. Si tacuisses, philosophus mansisses

Zitat von ambulans
wenn man ihrer gedankengängen folgen würde, könnte man ja auch gleich der mona lisa ne fluppe zwischen die lippen stecken oder ein handy ans ohr halten - mein bester, das ist alles kappes, was sie hier von sich geben. dass eagle den 6 zyl.-motor bis auf 4,7 l aufbohrt, hat teilweise damit zu tun, dass diese alten maschinen bei jeder total-überarbeitung (warum auch immer) ein bisschen weiter aufgebohrt werden müssen; dazu kommen dann auch noch leistungshungrige, die einfach einen oldtimer mit relativ neuer maschine (hier sogar mit einspritzung) fahren wollen. wenn sie einmal einen dekra-gutachter (brauchen sie als oldtimer-besitzer) fragen, wie er so eine karre sieht, werden sie erschrecken: absolut nix originales, bestenfalls einzelabnahme als neubau möglich - und, das schlimmste: dieses ungetüm hat viel geld verschlungen, kostet den vollen steuersatz, über versicherungsprämien wollen wir erst garnicht reden, und - ist nix wert. mit anderen worten: kauft ihnen niemand ab, der bei verstand ist. übrigens: der original-motor besaß damals lediglich 3,4 l hubraum ...
Da ist nichts "aufgebohrt" das sind neue Maschinen mit Alublock, zusammengebaut in Eagle's eigener XK6-Manufaktur. Ihr Dekra-Heinz interessiert mich wenig, zumal Eagle, neben den Restaurationen natürlich auch Neufahrzeuge wie Speedstger, Spyder GT oder Low Drag GT baut. Das sind neue E-Type stark modernisiert und auf dem aktuellen Stand der Technik.
Und der "Originalmotor" hatte nun mal auch 3.0, 3.8, 4.2 Liter. Wenn man ganz genau ist muss man sogar noch die 2.4 aus den Mk 1/Mk2 und die 2.8 Liter Variant aus dem XJ6 dazu zählen. Besser noch den XK6 gab es auch mit Einspritzung.

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ambulans 18.01.2018, 19:19
24. >trevor (#23, oben),

Zitat von Trevor Philips
Da ist nichts "aufgebohrt" das sind neue Maschinen mit Alublock, zusammengebaut in Eagle's eigener XK6-Manufaktur. Ihr Dekra-Heinz interessiert mich wenig, zumal Eagle, neben den Restaurationen natürlich auch Neufahrzeuge wie Speedstger, Spyder GT oder Low Drag GT baut. Das sind neue E-Type stark modernisiert und auf dem aktuellen Stand der Technik. Und der "Originalmotor" hatte nun mal auch 3.0, 3.8, 4.2 Liter. Wenn man ganz genau ist muss man sogar noch die 2.4 aus den Mk 1/Mk2 und die 2.8 Liter Variant aus dem XJ6 dazu zählen. Besser noch den XK6 gab es auch mit Einspritzung.
da sie hier "latein" verwenden, wissen sie ja sicher auch, wie es sich mit dem berühmten "schweige-gebot" so verhält - also: tun sies doch einfach! hier ein paar fakten zum thema: wenn sie eine ursprüngliche typ-zulassung weiter aufrecht erhalten wollen - brauchen sie etwas, dass einem "original" (schon mal was von "matching numbers" gehört?) wenigstens einigermaßen (deshalb: dekra-gutachter!) standhält. ob sie sich eine typische ami-modifikation unter die haube montieren oder nicht, interessiert den garantiert nicht die bohne, ums mal höflich zu formulieren. was jaguar-restaurationen (und erlaubte modifikationen, also bestenfalls "zeitgemäß") angeht, gibts eigentlich nur ziemlich wenige ernsthafte und anerkannte anbieter: lynx aus dem UK (die haben inzwischen selbst oldtimer-status) und ehemals vicarage (ebenfalls UK). alles andere ist der übliche talmi-plunder - vor allem für die fans von weiland "d & w" aus bochum ...

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Trevor Philips 19.01.2018, 08:52
25.

Zitat von ambulans
da sie hier "latein" verwenden, wissen sie ja sicher auch, wie es sich mit dem berühmten "schweige-gebot" so verhält - also: tun sies doch einfach! hier ein paar fakten zum thema: wenn sie eine ursprüngliche typ-zulassung weiter aufrecht erhalten wollen - brauchen sie etwas, dass einem "original" (schon mal was von "matching numbers" gehört?) wenigstens einigermaßen (deshalb: dekra-gutachter!) standhält. ob sie sich eine typische ami-modifikation unter die haube montieren oder nicht, interessiert den garantiert nicht die bohne, ums mal höflich zu formulieren. was jaguar-restaurationen (und erlaubte modifikationen, also bestenfalls "zeitgemäß") angeht, gibts eigentlich nur ziemlich wenige ernsthafte und anerkannte anbieter: lynx aus dem UK (die haben inzwischen selbst oldtimer-status) und ehemals vicarage (ebenfalls UK). alles andere ist der übliche talmi-plunder - vor allem für die fans von weiland "d & w" aus bochum ...
Ich will ja Ihre wirklich eloquenten Ausführungen nicht kritisieren oder klein machen, Ihnen ist aber doch hoffentlich das Wort "Neu" wie in "neue Maschinen" , "Neufahrzeuge" und "neue E-Type" und dessen Bedeutung bekannt.
Zumal Eagle sicherlich nicht mit D&W, über deren Wirken Sie ja ausführliche Expertise zu besitzen scheinen, zu vergleichen ist.

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VoisinAerodyne 19.01.2018, 08:55
26.

Zitat von ambulans
da sie hier "latein" verwenden, wissen sie ja sicher auch, wie es sich mit dem berühmten "schweige-gebot" so verhält - also: tun sies doch einfach! hier ein paar fakten zum thema: wenn sie eine ursprüngliche typ-zulassung weiter aufrecht erhalten wollen - brauchen sie etwas, dass einem "original" (schon mal was von "matching numbers" gehört?) wenigstens einigermaßen (deshalb: dekra-gutachter!) standhält. ob sie sich eine typische ami-modifikation unter die haube montieren oder nicht, interessiert den garantiert nicht die bohne, ums mal höflich zu formulieren. was jaguar-restaurationen (und erlaubte modifikationen, also bestenfalls "zeitgemäß") angeht, gibts eigentlich nur ziemlich wenige ernsthafte und anerkannte anbieter: lynx aus dem UK (die haben inzwischen selbst oldtimer-status) und ehemals vicarage (ebenfalls UK). alles andere ist der übliche talmi-plunder - vor allem für die fans von weiland "d & w" aus bochum ...
Warum so aufgeregt? Kollege "Trevor Philips" schreibt doch eindeutig, daß die Firma Eagle zum einen Restaurationen von E-Types durchführt und zum anderen Neufahrzeuge anbietet, die dem E-Type recht ähnlich sehen. Mit "typischen Ami-Modifikationen" hat Eagle übrigens rein gar nichts am Hut. Die "Optimierungen", die auf Wunsch auch bei den normalen Restaurationen angeboten werden, sind für Puristen (wie mich) natürlich Grenzwertig und einen besonders traurig-faden Beigeschmack hat die Tatsache, daß auch für jedes "Neufahrzeug" ein Original sterben muss (warum eigentlich?). Aber mit Talmi-Plunder oder D&W hat Eagle rein gar nichts gemein. Lynx-Jaguar haben mitnichten sämtlichst Oldtimer-Status, da diese Repliken immer noch gebaut werden. Und warum sollte ein Vicarage-Jaguar besser sein, als ein Eagle? Vicarage verbaute doch ganz ähnliche "Optimierungen" wie z.B. im MK-II eine Klimaanlage, Servolenkung (aus dem XJ-S), Sitze aus der XJ-Limousine, etcetc...

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ambulans 19.01.2018, 09:48
27. >voisinaerodyne (#26, oben),

Zitat von VoisinAerodyne
Warum so aufgeregt? Kollege "Trevor Philips" schreibt doch eindeutig, daß die Firma Eagle zum einen Restaurationen von E-Types durchführt und zum anderen Neufahrzeuge anbietet, die dem E-Type recht ähnlich sehen. Mit "typischen Ami-Modifikationen" hat Eagle übrigens rein gar nichts am Hut. Die "Optimierungen", die auf Wunsch auch bei den normalen Restaurationen angeboten werden, sind für Puristen (wie mich) natürlich Grenzwertig und einen besonders traurig-faden Beigeschmack hat die Tatsache, daß auch für jedes "Neufahrzeug" ein Original sterben muss (warum eigentlich?). Aber mit Talmi-Plunder oder D&W hat Eagle rein gar nichts gemein. Lynx-Jaguar haben mitnichten sämtlichst Oldtimer-Status, da diese Repliken immer noch gebaut werden. Und warum sollte ein Vicarage-Jaguar besser sein, als ein Eagle? Vicarage verbaute doch ganz ähnliche "Optimierungen" wie z.B. im MK-II eine Klimaanlage, Servolenkung (aus dem XJ-S), Sitze aus der XJ-Limousine, etcetc...
aufgeregt? - ich bin die ruhe selbst! spaß beiseite: bevors untergeht, will ich noch einmal an die erforderlichen voraussetzungen erinnern, wenns denn ein anerkannter oldtimer sein soll. dekra (als gutachter), deuvet und andere gesellen leisten, was originalität angeht (max. zeitgemäße optimierungen), unverzichtbare hilfe und beratung. lynx, mein beispiel, hat für entsprechend alte (30 j.) fahrzeuge inzwischen den status erreicht; eagle, ihr und trevors beispiel, muss noch reichlich lange darauf warten - wenn es überhaupt (handelt es sich hier überhaupt um eine, wenn auch kleine, serie?) dazu kommt. eagle bietet außerdem ein wildes potpourri an verschiedensten typen an, das reichlich marktschreierisch auf mich wirkt (deshalb mein hinweis auf d & w). auch die wahl des jaguar e type ist nicht richtig glücklich - an dem haben schon allzuviele herumzubasteln versucht ...sie sehen, der teufel liegt meistens - im detail ... mfg, dr. ambulans (alle kassen)

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VoisinAerodyne 19.01.2018, 10:05
28.

Zitat von ambulans
aufgeregt? - ich bin die ruhe selbst! spaß beiseite: bevors untergeht, will ich noch einmal an die erforderlichen voraussetzungen erinnern, wenns denn ein anerkannter oldtimer sein soll. dekra (als gutachter), deuvet und andere gesellen leisten, was originalität angeht (max. zeitgemäße optimierungen), unverzichtbare hilfe und beratung. lynx, mein beispiel, hat für entsprechend alte (30 j.) fahrzeuge inzwischen den status erreicht; eagle, ihr und trevors beispiel, muss noch reichlich lange darauf warten - wenn es überhaupt (handelt es sich hier überhaupt um eine, wenn auch kleine, serie?) dazu kommt. eagle bietet außerdem ein wildes potpourri an verschiedensten typen an, das reichlich marktschreierisch auf mich wirkt (deshalb mein hinweis auf d & w). auch die wahl des jaguar e type ist nicht richtig glücklich - an dem haben schon allzuviele herumzubasteln versucht ...sie sehen, der teufel liegt meistens - im detail ... mfg, dr. ambulans (alle kassen)
Na klar, die Voraussetzungen, um das Auto als "ordentlichen Oldtimer" zuzulassen sind bei einem Eagle "Neuwagen" natürlich nicht gegeben. Aber eine "normale" Restauration mit Hubraumerweiterung sollte OK sein. Es dürfen ja auch z.B. Motoren aus Nachfolgegenerationen montiert werden, solange es sich um den selben Grundmotor handelt. Ich überlegte z.B. in meinen W123 einen nahezu baugleichen Motor aus einem W124 zu installieren, da bei diesem dank Hydrostößeln das lästige Ventilspiel-Einstellen entfällt. Aber sie wissen ja: "Matching Numbers"...
Lynx war einer der ersten Restauratoren für Jaguar und baute schon sehr früh wirkliche "Repliken", die selbst ein Kenner nicht vom Original zu unterscheiden mag. Frühe Modelle sind daher natürlich H-Kennzeichen-fähig und anerkannte Oldtimer. Vicarage hat dagegen häufig ganz schlimme Autos fabriziert. Wenn ich mir z.B. das Cabriolet des seligen MK-II anschaue, sehne ich mich nach einem Capri in vollem D&W-Ornat!

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upalatus 20.01.2018, 08:51
29.

Zitat von steffen.ganzmann
Hätte sich nicht doch noch ein Liebhaber gefunden, der meinen Rosthaufen, der früher mal ein Alfa Spider war, hätte ich tatsächlich den Motor ausgebaut, gereinigt, in mein Wohnzimmer gestellt und den Rost entsorgt. Aber der Liebhaber war ein echter Liebhaber, ich sah nämlich meinen Alfa - noch immer in derselben Farbe und mit denselben Kennzeichen - letztes Jahr hier in unserer Stadt, knappe 500 km von Freiburg entfernt. Der Wagen ist jetzt auch schon 42 Jahre alt ...
Man kriegt den Öl/Metallgeruch eh nicht weg, aber ganz sicher damit Freundin/Ehefrau. Das einzige, was mir zb. im Wohnraum als Skulpturpräsentation Technik erlaubt wird, ist das halbemeterlange Schiffsdieselventil.

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