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Vespa PK 80: Claudia und das goldene Biest
Claudia Feldmann

Für viele Menschen sind Fahrzeuge Beziehungskisten. Margret Meincken berichtet von prägenden Erlebnissen mit mobilen Klassikern. Diesmal: Warum eine junge Frau so sehr an einer goldenen Vespa hängt.

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jayram 21.10.2018, 11:30
10. Eine schöne Geschichte

die auch noch statt gefunden hat. Gute Fahrt Claudia, eine solche Tochter wünscht man sich als Vater.

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brotherandrew 21.10.2018, 16:25
11. Die ...

... Vespa sind toll. Nur die 80er ist weder Fleisch noch Fisch. Ein Roller sollte schon so gut motorisiert sein, dass man damit auf der Landstraße mitschwimmen kann. Also mindestens 110 km/h Höchstgeschwindigkeit sollten es schon sein, um nicht zum rollenden Verkehrshindernis zu werden. Legales Umrüsten auf mehr Leistung und höhere Geschwindigkeit gibt es für die 80er auch nicht.

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toll_er 21.10.2018, 17:18
12.

Zitat von meinungsmacher
...verstehe ich den Hype nicht. Unmotorisierte Reiseräder mit Stahlrahmen sind das Wahre. Sie knattern und stinken nicht und helfen uns dabei, gesund zu bleiben. Man kann mit ihnen seine Wochenendeinkäufe erledigen, aber auch in Urlaub fahren. Man kann sie sogar im Flieger mitnehmen ohne ein Vermögen dafür ausgeben zu müssen und ist dann am Zielort wieder so mobil wie man es braucht. Da kann man sich verlieben!
... im Flieger mitnehmen... perverser geht es kaum... großartig gegen die Vespa.Motorisierung faseln, und dann das dicke Rad (Stahlrahmen) mit in den Flieger... Ich glaube, Sie sind ein ganz Lustiger.... Wären Sie konsequent, würden Sie mit dem Radel zum Ferienort fahren... aber da endet die Fahnenstange für Sie ja dann doch... und so ein Kleiner Hinweis: Vespafahren ist echt geil...

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toll_er 21.10.2018, 17:19
13.

Zitat von DummerNutzer
... zuerst an die Abgase. Die sind nämlich hochgradig gesundheitsgefährdend Die Thematik wird hier völlig verniedlicht. Manche assoziieren damit la dolce vita. Traurig.
Was ich gut finde, das ist Ihr Nickname. Der passt wirklich. Chapeau!

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herkurius 21.10.2018, 18:41
14.

Meine Vespa 50 (ohne "N", die mit der Fahrradklingel!) habe ich ca. zwei Jahre alt bei einem Stand von 100 Kilometern für 1000 Mark gekauft. Der Typ hatte sie seiner Frau geschenkt, die steigt skeptisch drauf, legt sich beim Ausfahren aus dem Grundstück auf die Frxxxe und war nie wieder zum Fahren zu bewegen.

Die Leute haben mir im Sommer auf der Straße Kaufangebote nachgerufen, alle weit höher als mein Einkaufspreis. Nach einigen Jahren wurde sie sowie das Motorrad, das ich auch noch hatte, immer weniger benutzt, sodass sie gehen musste. Hat noch 1290 Mark gebracht, in schlechtem Zustand (Zweitakter sind keine robusten Motoren, sondern brauchen viel Pflege und das schlimmste ist, sie ungenutzt stehen zu lassen).
Nochmal viele Jahre später wollte ich im Rentenalter mein schweres Tourenmotorrad gegen eines eintauschen, wie ich es mit 30 hatte, damals eine "offene" 250er Honda Twin, das der damalige Motorrad-Discounter Gericke ab Hafenschuppen in Düsseldorf verkaufte (dochdoch, der verkaufte mal Maschinen, nicht nur Zubehör). Als mir einer der Anbieter lebhaft schilderte, wie viel Findigkeit er schon bewiesen hatte, Verschleißteile aufzutreiben, von deren Existenz in der Maschine ich noch nie gehört hatte, wich ich lieber auf eine koreanische 125er aus, die auf den Zentimeter genau dieselbe Fahrwerksgeometrie hatte wie damals mein erstes Motorrad. Sie läuft halb so schnell wie der Tourer, den ich zuletzt hatte ... und wiegt auch nur halb so viel, was meine etwas gealterten Knochen dankbar vermerken. Sie ist mit ihren 11PS leider nicht mal 40% so stark wie damals, aber ich hab's auch nicht mehr so eilig wie früher. Ich vergleiche sie halt nicht mit der rasanten 250er Honda, sondern mit der Zündapp KS50 "Falconette", einem Kleinkraftrad, mit dem ich auch im Winter zwischen meinem Studienort Aachen und dem Elternhaus im Schwarzwald pendelte, und da gewinnt sie.
Die Koreanerin hat null Prestige, sieht toll aus, hat gebraucht fast nix gekostet und läuft unverdrossen in ihrem 13. Jahr, ohne je eine Reparatur benötigt zu haben. Das Auto ist inzwischen abgeschafft, zugunsten eines großen Topcases zum Einkaufen und gelegentlich auch noch Verreisen.

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gwyar 22.10.2018, 05:01
15. laaangweilig

Diese ewigen Weltverbesserer und Bedenkenträger gehen mir echt langsam auf den Senkel... Als wäre das Ziel nicht erreicht, einigen zukünftige Freuden zu nehmen, müssen jetzt selbst die Erinnerungen an vergangene Zeiten mit erhobenen Zeigefinger madig gemacht werden. Zeiten, die nie wieder kommen. Ja, vieles früher war aus heutiger (!) Sicht umweltmäßig nicht optimal - hat aber viel Spaß gemacht; wir wussten es nicht besset. Lasst uns gefälligst unsere Erinnerungen. Sonst kommt so ein Müll dabei heraus wie die Lobpreisung des Fahrrades,welches sich so prima im Flugzeug transportieren läßt.

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dolfi 22.10.2018, 05:12
16. Rutschen mit einer Vespa PK80?

Mein Vorschlag: einfach nicht über den Kuhfladen fahren oder sich mal neue Reifen gönnen. So einfach kann‘s sein auf einem Zweirad zu fahren.

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mazzmazz 22.10.2018, 06:05
17. Oh, oh...

Rücken wir mal ein paar Dinge zurecht:
Die Vespa auf dem Bild ist ein Modell "PK". Gab es als 50, 80 und 125 cc.
Sie war die hässliche kleine Schwester der PX, die es mit 80, 125, 150 und 200cc zu kaufen gab.
Dabei waren die Motoren der gleichen Hubraumklasse zwischen PK und PX nicht kompatibel.
Zuden Abgasen: 2-Takter stinken. Aber es gibt so gut wie keine 2-Takter mehr auf Deutschlands Straßen. Deshalb sollte man mit ein paar alten Rollern leben können.
Dass der obligatorische Fahrradfrak sich äußert, war zu erwarten. Bringt aber nichts. Ich fahre auch Fahrrad. Aber ich fahre auch mit einer 1986er Vespa PX (von 80 auf 135 cc erweitert mit EIntragung) oder mit einem Auto. Je nach Strecke. Das Fahrrad ist für 98% der Deutschen ein Freizeitspielzeug. Akzeptieren Sie das.
Womit wir beim Thema Umrüstung wären: die PK 80 der Autorin ließe sich legal auf 125 cc oder ggf. mit größeren Umbauten an der Bremse noch auf etwas mehr "aufmotzen".
Aber am Ende bleibt als geeignete alte Vespa für die Landstraße nur die PX 200, die wenigsten gute 100 schafft. Meine läuft gute 90 und man ist auf der Landstraße Freiwild.
Die kleinen Reifen: wer mit einer Vespa umgehen kann, kommt damit überall bestens zurecht. Ich bhabe mit meiner Vespa über 100.000 Km zurückgelegt in den letzten 30 Jahren. Es gab einen Sturz. Auf einer Ölspur. Da hätte es mich auch mit einer 2018er BMW GS zerlegt.
Die Anfälligkeit der Technik: ich habe bislang noch kein wartungsärmeres Fahrzeug mit Verbrenner gesehen als eine Vespa. Kein Sekundärantrieb (Kette, Kardan, muss gewartet werden), spottbillige Ersatzteilpreise, ein Zylinder und eine Kupplung halten bei vernünftiger Fahrweise (warmfahren) ca. 40.000 Km (wie bei einer 1-Zylinder Enduro) und kostet zusammen neu ca 200 Eur. Alle 10.000 Km mal den halben Liter Getriebeöl wechseln (5 Eur), je nach Fahrweise Reifen und Bremsen (25 und 15 Eur pro Rad) und ab und zu eine Glühbirne. Selbst ein Zündapp Mofa ist viel teurer im Unterhalt.
Anfällig ist an der PX (ähnlich gut war die PK) gar nichts. Die Dinger laufen einfach.

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Papazaca 22.10.2018, 09:47
18. Berührende Geschichte

Bei dieser Geschichte rückt die Vespa erstmal in den Hintergrund. Schon tragisch.

Habe gerade mein Motorrad verkauft, weil ich es nicht gefahren habe. War schon traurig. Fahre aber immer noch eine 125 Yamaha in Afrika. Eine Vespa wollte ich eigentlich immer kaufen. Hat sich leider nicht ergeben. Aber für mich sind Vespas was besonderes. Aber keine goldene. Ja, mal sehen, es gibt immer so ein paar Sachen im Leben, die man gerne machen möchte, die dann passieren oder auch nicht. Lets wait and see ...

Ach, zu unserem "Radfahrer". Bin ja selbst einer, aber dieser Hinweis ist überflüssig, jeder sollte das machen, was ihm Spass macht. Und Missionare, na ja, Würde ja gerne was lustiges schreiben, aber diese Geschichte hat es in sich, ist halt das wahre Leben. Da verliert selbst eine goldene Vespa an Bedeutung.

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DummerNutzer 22.10.2018, 10:55
19. Nostalgie ...

ist was Schönes. Aber man sollte auch die Fakten akzeptieren können. In vielen Städten drohen Fahrverbote für moderne Diesel-PKW mit aufwendiger Abgasreinigung. Die Zweitakter dürfen aber weiter fahren und es gibt viele davon, eine fünfstellige Zahl alleine in meiner Stadt. Auch uralte Dinger ohne jegliche Abgasaufbereitung werden alltäglich benutzt. Ich will niemanden dem Spaß auf zwei Rädern verderben, aber ich kann auch nicht akzeptieren, tagtäglich von hochgiftigen Abgasen belästigt zu werden. Also, liebe Roller-Fahrer, macht doch mal eine Probefahrt mit einem e-Scooter, genießt das Drehmoment, das lautlose Gleiten und die vielen staunenden Blicke aus den Straßencafes!

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