Forum: Auto
Volkswagen-Abgasskandal: Führungskräfte sollen an Manipulationen beteiligt gewesen se
DPA

Bislang hieß es stets, im VW-Abgasskandal sei nur eine kleine Gruppe für Manipulationen verantwortlich. Manager wiesen jede Schuld von sich. Ein Kronzeuge hat diese nun schwer belastet. Nahezu alle hätten von dem Schwindel gewusst.

Seite 4 von 24
polyeder 22.01.2016, 23:03
30.

2007 haben die Ingenieure in ihrer Verzweiflung die Software manipulieren müssen, weil die Stickstoffemissionen nicht eingehalten werden konnten. Heute genügt (je nach Motor) ein Softwareupdate oder ein modifiziertes Nudelsieb vor dem Luftmassenmesser? Klingt absolut nachvollziehbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer66 22.01.2016, 23:15
32. Ein Königreich für die Wahrheit

Wenn man so die ganze Geschichte verfolgt, sieht man nur wieder Ablenkungsmanöver, Beschwichtigungen usw. Was ich gerne mal erfahren würde, ist die Rolle der so beliebten Personalführungsinstrumente wie Zielvereinbarungen, möglicherweise sogar mit Bonus bei Erreichen derselben. Beim ADAC war es wohl genau so.
Rechnet man alle Ziele in deutschen Unternehmen zusammen, würden wir wohl 30% Wachstum haben, geht also nicht, deshalb sind sie meistens so schwammig formuliert, dass man alles irgendwie hinbiegen kann. Warum kann man den Dieselentwicklern nicht sagen, dass sie den bestmöglichen Motor bauen sollen?
Also frag ich nochmal. Wer hat die Ziele für diese Entwicklung vorgegeben? Wer hat sie bekommen und seinerseits die Ziele für nachgeordnete Abteilungen hochgesetzt? Das würde ich gerne mal lesen, in einer Zeit, wo der Personalbetreuungsirrsinn neue Höhen erreicht. Ich habe mal geglaubt, dass wir in Deutschland technisch so gut sind, weil wir Phantasie und Kreativität Raum geben. Damit habe ich aber das Streben nach bester Leistung gemeint, nicht die dämliche Trickserei mit sinnlosen oder nicht erreichbaren Zielen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 22.01.2016, 23:15
33. Kennt denn hier keiner....

....wie es bei deutschen Konzernen funktioniert? Wie damals bei Siemens ist auch hier unvorstellbar, dass jemand in Vorstand oder unter den Arbeitnehmer Aufsichtsräten das entgehen könnte, wenn er das nicht explizit wollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Profdoc1 22.01.2016, 23:17
34. na....

Zitat von demokratie-troll
Zitat: "die Hybridtechnik des Erzrivalen Toyota mit einem "Clean Diesel" ausstechen." Hier hat sich arroganter Größenwahn mit technischer Unfähigkeit gepaart. Statt die besseren Ressourcen des Konkurrenten anzuerkennen, überblendete man die Wirklichkeit mit Fantasieergüssen, die einem Werbefuzzi entsprugen sein könnten, der von der Wirklichkeit keine Ahnung hat. Zitat: "Statt dem Vorstand zu berichten, dass man die Vorgaben nicht einhalten könne, sei entschieden worden, zu manipulieren." "Verzweiflungstat." Was wäre denn passiert wenn Ehrlichkeit Einzug gehalten hätte? Wären Köpfe gerollt? Wie immer wenn der Realitätsverlust erstmal Oberhand gewonnen hat, wirds eklig und verbrecherisch, dann beginnt der Beschiss. Der Irrsinn der Führung wird zum Angstgenerator und zum Terror für die Unterworfenen des Wahnsystems. VW ist nur ein Beispiel, wie es in unserer Gesellschaft läuft. VW, Deutsche Bank, Siemens sind Beispiele in Wirtschaft und Beispiele in der Politik sind Finanzkrise, Eurokrise, Schuldenstaat, Masseneinwanderung, Überwachungsstaat. Der Wahn der Eliten schlägt überall in Terror um.
Sie haben im Grunde recht, aber das Wort 'Terror' zu benutzen, ist etwas trollig. Dieses Wort sollten Sie dann bitte für Terror verwenden und nicht für 'Blödheit'.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rexsayer 22.01.2016, 23:19
35. Wenn es einen echten Autoskandal in den USA gibt, dann ist es der mit den Airbags. Da sterben Menschen !

19 Millionen Autos werden rückgerufen.
23 Millionen Airbags sind defekt.
http://www.nytimes.com/2016/01/23/business/takata-airbag-death-recall.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickS ource=story-heading&module=second-column-region&region=top-news&WT.nav=top-news&_r=0

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tadeuz2 22.01.2016, 23:20
36. Beamter??

Zitat von pirx64
Den Laden dicht machen, da kommt doch nur noch mehr Dreck ans Tageslicht. Too big to fail? Nein, vor allem darf das kein Argument sein, sonst dürfte jeder Betrieb ab einer bestimmten Größe sich alles erlauben.
Was sind Sie? Beamter? Unkündbar, egal welchen Schwachsinn Ihr Brötchengeber macht? Anders kann ich mir Ihren schwachsinnigen Kommentar nicht erklären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harleyfahn 22.01.2016, 23:30
37. Wenn man Herrn Winterkorn

fragt, ob er von den Manipulationen gewusst hat, ist das so als wenn man Prof. Dr. Marlboro fragt, ob Rauchen schädlich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinz_schmitz 22.01.2016, 23:32
38.

Zitat von .M.
Dass die deutsche Autoindustrie ueber Jahrzente auf Diesel setzt anstatt endlich den Rueckstand in der Hybridtechnik aufzuholen, war schon immer eine schwer nachvollziehbare Fehlkalkulation.
Da ist gar nichts schwer nachzuvollziehen. Das liegt in der Natur der Sache. Genauer, des Erdöls. Um aus Erdöl Benzin zu gewinnen, wird es raffiniert. In Fraktioniertürmen wird es dazu erhitzt und wieder abgekühlt, wobei es sich dann entsprechend seiner Siedetemperaturen in verschiedenen Höhen absetzt (es kondensiert). Dort kann man dann die einzelnen Bestandteile herausziehen. Gase, Benzine, Leichtöle, Schweröle, Teer. Je nach Zusammensetzung des jeweiligen Erdöls variieren die Volumenanteile, aber mehr als 35 Prozent Benzine und Kerosine sind auf diese Weise nicht aus Erdöl zu gewinnen. Im Regelfall noch wesentlich weniger. So bis hinunter zu 15 Prozent.

Also was tun mit dem Rest? Man kann nicht nur Benzin herstellen, das im Zuge der Massenmotorisierung auch entsprechend massenhaft benötigt wird, und den Rest irgendwo verklappen. Also braucht man Abnehmer für die anderen Bestandteile des Erdöls, die beim Raffinieren anfallen. Bei Teer ist das noch einfach, den schmeißt man auf die Straßen und auf Dächer. Gas kann man zur Energiegewinnung verbrennen. Aber Leicht- und Schweröle? Die fallen nämlich zum überwiegenden Teil an! Bis zu zwei Drittel des Erdöls wird zu Leicht- und Schwerölen fraktioniert. Und die Grenzen des Crackens (langkettige Moleküle zu kürzeren zerschlagen und somit zusätzlich leichte Bestandteile zu destillieren) sind auch irgendwann erreicht.

Also fördert man Anwendungen für Leicht- und Schweröle. Heizöl, Schiffsdiesel - und eben ein Straßenverkehr auf Dieselbasis! Deshalb, und NUR deshalb wurde der Dieselmotor und das Verheizen des Diesels in Privathaushalten massiv propagiert. Die angeblichen Vorteile ("höherer Wirkungsgrad") spielten keine Rolle. Würden beim Fraktionieren 70 Prozent Benzine anfallen, gäbe es keine Dieselmotoren. Jedenfalls nicht im größeren Maßstab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuddikurt 22.01.2016, 23:44
39. Von Oben

Bei dieser Hierarchie ist eines sicher, dass die Idee die Motoren durch die Software zu manipulieren aus der Führungsetage kam. Niemand hätte sich getraut etwas auf eigene Faust zu machen. So viel kriminelle Energie und Unrechtsbewusstsein kann nur von den Managern kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 24