Forum: Auto
Vorstoß von Ikea, Nestlé & Co.: Konzerne fordern schärfere Abgasregeln für Lkw
DPA

Der CO2-Ausstoß von Lkw muss scharf begrenzt werden - das verlangen ausgerechnet Industrie-Giganten wie Ikea, Siemens, Nestlé und DB Schenker in einem Brief an die EU-Kommission. Die Autolobby hält dagegen.

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micromiller 12.04.2018, 15:44
1. Starkes Stück !

Ausgerechnet die Nahrungsmittelkonzerne mit ihren überzuckerten, übersalzenen und Acrylamid reichen teilweise sehr ungesunden Produkten blasen in das Umwelthorn. Es ist an der Zeit, dass die EU hier klare, verbindliche Regeln einführt, auch sollte der PH Wert der Mineralwasser auf den Flaschen angegeben werden und die mit viel Zucker und Zitronensäure aufgepeppten Drinks .. mit eindeutigen Inhaltsangaben versehen werden... die Lebensmittelindustrie ist eine Grossbaustelle.

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see_baer 12.04.2018, 15:44
2. die Physikalischen Regeln gelten auch für Ikea und Co

Wie wäre es mal , über Just Intime und ähnliches nachzudenken? Leerfahrten und Halbauslastungen zu vermeiden?
An den heutigen ausgereiften LKW Motoren wird nicht mehr viel zu gewinnen sein.

ABER MAN MACHT EINE GUTE PR

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Fxxx 12.04.2018, 15:53
3. Ausgerechnet Nestle!

Gentechnisch verändertes Essen, Kinder auf Kakao-Plantagen, Tierversuche, Regenwaldzerstörung und vieles mehr. Doch Nestle - Preisträger des Black Planet Awards - ist besorgt wegen der Emissionen der LKW in der EU? Für mich klingt das wenig überzeugend.

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MeinungVonMir 12.04.2018, 15:58
4. Die Konzerne haben es doch in der Hand?

Warum verladen die Konzerne ihre Waren dann nicht auf die Bahn? Damit würden sie ja selbst einen entsprechenden Beitrag leisten. Als Staat könnte man doch simpel jeglichen Transitverkehr verbieten und zwingend auf die Bahn verladen. Dann würden nur noch Lieferungen im oder ins Land auf der Straße erfolgen und der Transitverkehr über Schiene...

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joes.world 12.04.2018, 15:58
5. Hervorragend!

Es mag eine Marketing-Idee sine, aber endlich eine mit Sinn. Werben und Gutes tun - hervorragend. Allerdings ist die Autolobby viel stärker als die dieser Konzerne. Und bestens mit den zuständigen Ministern vernetzt. Und mach einer ist ja nach dem Aussscheiden aus der Politik nachträglich nicht schlecht gefallen....

Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass LKWs die Straßen zerstören (im Winter sind LKWs für den Straßenbelag einfach Gift), nur weil es so billig ist, dass man Milch aus Norddeutschland in Süddeutschland verkauft. Und andere Idiotien.

Tranporte auf der Straße müssen einen höheren Preis kosten. Und das tut es, wenn man sie zu besseren Abgaswerten verpflichtet. Denn das kostet. Und rettet nebenbei Menschenleben. Aber bei uns ist ein Verkehrsminister prinzipiell mehr ein Freund der Autoindustrie. Und weniger einer der Bürger! Ohne wenn und aber. Schlag nach bei dem CSU-Mann mit den komischen Anzügen von der letzten Koalition.

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derbo73 12.04.2018, 15:58
6. Eigennutzen

Diese Konzerne haben nicht plötzlich ein besonderes Umweltbewusstsein entwickelt oder befürchten, dass zukünftige Käuferschichten im Smog wegsterben könnten - sie alle überlegen eigene Fahrzeugflotten zu betreiben und nicht mehr auf fremde Logistik-Anbieter, DHL usw. zu bauen. Strategisch ist so ein Projekt gut zu planen, die Techniken der Zukunft sind abzuklopfen nach Kosten/Nutzen und natürlich kann man vom Staat viel Zuschussgelder einfordern, z.B. wenn die eigene Flotte umweltgerecht aufgestellt werden soll, was Logistik-Anbieter besonders aus dem Ausland noch lange nicht bieten können. So schließt sich der Kreis, die Konzerne werden unabhängiger, die Investitionen kommen zurück und der Staat/Steuerzahler trägt einen Teil des finanziellen Risikos. Und nach außen kann man Umwelt-PR machen. Anders kann ich mir dieses rege Interesse nicht erklären. Die Konzerne befürchten doch nicht allen Ernstes, dass in Deutschland bald LKWs z.B. wegen Dieselmotor nicht mehr in die Städte bzw. zu den Lieferzielen fahren dürfen? Das werden unsere Behörden ganz sicher nicht machen.

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jacktrevor 12.04.2018, 16:05
7. Das waere Richtig

Man kann nicht alle Stickoxide auf den PKW Verkehr schieben, besonders Grenzwertmessungen, vieleicht sind diese sogar nicht die Verursacher, zumindestens nicht alleine. Und wie ist es mit dem Schiffsverkehr Donau und Rhein, Hamburg, Duiesburg Es kann doch wohl nicht angehen, das ein Frachtschiff das 1000fache in die Luft blaesst und damit in den Staedten zu den Grenzwerten beitraegt. Die PKWs alleine Verantwortlich zu machen verstoesst gegen das GG der Gleichbehandlung, diese ist nicht gegeben. Mansollte Klagen, wo ist da die Autolobby?? Ein Student in Duisburg hat genau das festgestellt mit Testmessungen. Wo sind die Einsprueche der Stadte, Politiker? Die Oeffentliche Meinung, Medien??

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strixaluco 12.04.2018, 16:07
8. Nicht nur eine Frage der Technik

Verkehrsabgase sind nicht nur eine Frage der Technik, sondern vor allem auch eine der Logistik. Besonders viel zur Steigerung der Lebensqualität würde es beitragen, unnötige Wege zu vermeiden - man muss nichts um die Welt verschiffen, das man vor Ort genauso gut produzieren kann. Da müsste der Weg einen Preis haben, der dem Schaden angemessen ist. Es müssen auch nicht alle Firmen in 20 hippen, überfüllten Großstädten konzentriert sein, so dass viele ihr Leben aufs Pendeln verschleudern.

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olli-e 12.04.2018, 16:08
9. vermutlich wollen sie nur ablenken, aber egal

es ist doch wunderbar, wenn die EU nicht auf ihre Bürger hört, hört sie doch bestimmt, wie vermutlich sowieso meist, auf die Wirtschaft.
Und dieser Vorstoß ist doch bemerkenswert!
Auch wenn die Kohlekraftwerke genauso übel sind wie der Verkehr...
Jetzt könnten ja die Konzerne Daimler & Volkswagen einen Brief an die EU schicken, dass ihre Angestellten durch die Produkte von Nestle (!!!) und Ikea geschädigt werden ;-)

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