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Vorwürfe gegen Hersteller: Das Auto-Kartell - Keimzelle des Dieselskandals
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Bei den Kartellabsprachen der deutschen Autohersteller wurde offenbar auch der Grundstein für den Diesel-Skandal gelegt. Um welche technischen Details geht es dabei? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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cpvk 24.07.2017, 14:22
1. Durchaus glaubhaft.

Originalzitat BMW, für mich durchaus glaubhaft.

Die bei BMW eingesetzte Technologie unterscheidet sich deutlich von anderen im Markt. Wir suchen auch in der Abgasreinigung den Wettbewerb: Im Gegensatz zu anderen Herstellern kommt in Diesel-Fahrzeugen der BMW Group eine Kombination von mehreren Komponenten zur Abgasreinigung zum Einsatz. Soweit die Abgasreinigung durch Harnstoffeinspritzung mit AdBlue (SCR) erfolgt, ist in diesen Fahrzeugen zusätzlich ein NOx-Speicher-Katalysator verbaut. Dadurch werden alle gesetzlichen Emissionsanforderungen erfüllt und ein sehr gutes Realemissionsverhalten erreicht. Deshalb erübrigt sich für die Euro 6 Diesel-Pkw der BMW Group ein Rückruf oder eine Nachrüstung.

Zudem führt die Kombination beider Systeme in Verbindung mit der Abgasrückführung zu einem im Wettbewerbsvergleich sehr niedrigen AdBlue-Verbrauch, da eine geringere Einspritzung notwendig ist. Das ermöglicht eine optimierte Behältergröße und gleichzeitig im Wettbewerbsvergleich sehr niedrige Emissionen im Realbetrieb. Ferner weisen die BMW Group Diesel-Fahrzeuge eine einfache Nachfülllösung je nach Modell über die Tankklappe oder die Motorhaube auf. BMW Group Kunden werden rechtzeitig und mehrfach auf einen niedrigen AdBlue-Füllstand hingewiesen. Wird dies ignoriert, wird eine Inbetriebnahme des Fahrzeuges verhindert.

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Knackeule 24.07.2017, 14:28
2. Danke SPON

Wieder einmal ist es SPON, der einen Skandal detailliert aufdeckt, über den man sonst nie etwas erfahren hätte. Jeder informierte Leser kann sich selbst einen Reim darauf machen und frei entscheiden, ob er solche Firmen durch den weiteren Kauf ihrer Produkte noch unterstützen will. Die für Autos zuständige deutsche Spitzenbehörde, das Bundesverkehrsministerium, sollte aus Kostengründen ersatzlos aufgelöst werden. Es ist offensichtlich überflüssig, dieses Ministerium braucht kein Mensch !

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dirk1962 24.07.2017, 14:28
3. Da kommt die Politik ins Spiel

Das Thema Abgasreinigung ist sicher das brisanteste, weil genau hier kommt die Politik ins Spiel. Nachdem 2015 der VW Skandal öffentlich wurde, haben Merkel und Dobrindt ihre schützende Hand über den Konzern behalten. Da es aber zu Lasten der Gesundheit der Bürger ging haben Beide ihren Amtseid gebrochen und sich strafbar gemacht.

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roflxd 24.07.2017, 14:40
4. Geht in Amiland alles mit rechten Dingen zu?

Die wichtigste Frage ist doch: Wer überprüft eigentlich die Amis und ihre Autobauer?

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mortimer2 24.07.2017, 14:46
5. Lügen und Betrügen...

Nach gegenwärtigem Stand der Informationen haben die Autohersteller jahrelang gelogen und betrogen. Unser Recht kennt dafür den Schluß: Betrug ist strafbewährt. Daraus folgt: Verbrecher.
Im Ergebnis: Knast. Ich fahre seit Jahren Mercedes (Benzin). Das war es dann. Kein deutsches Auto mehr!

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pike3000 24.07.2017, 14:48
6. Danke SPON

Mit euren Anschuldigungen, welche höchstwahrscheinlich zutreffen, jedoch nicht an die Öffentlichkeit gehören, habt ihr nicht nur den Autokonzernen massiven Schaden beschert sonder auch wie man am DAX sehen kann der gesamtdeutschen Wirtschaft. Glückwunsch zu dieser Kapitalvernichtung für die Selbstverherrlichung einiger Reporter die etwas, dass eh schon alle wussten amtlich machen mussten.... Das einzigste was ihr geschafft habt ist es den Menschen in diesem Land nachhaltig zu schaden. Aber was soll man erwarten.... ihr seid schließlich nur Journalisten.

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neurobi 24.07.2017, 14:52
7. Deja vu

Erinnert mich jetzt irgendwie an die 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals war das Thema Doping in der Leichtathletik.
In keinem Land wurden die eigenen Sportler derart demontiert wie in Deutschland.
Jetzt ist es die Autoindustrie.
Glaubt denn irgendjemand, dass das in Japan, Frankreich oder den USA anders ist?

Mit einem Unterschied, damals ging es um das Schiksal einiger Sportler, heute um die Pfeiler unseres Wohlstands in einer für diese ohnehin herausfordernden Zeit.

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heinzmueller155 24.07.2017, 14:58
8. Wie immer, der Vertrieb setzt sich durch!

Lasst die Vertriebsleute entscheiden, und früher oder später landet jeder Vorstand/Geschäftsführer im Knast - und zwar zu Recht, denn es wäre deren Job, bei der Wahrheit zu bleiben.
Leider ist es gesellschaftlich akzeptiert, dass der Vertrieb bzw. die Werbung dreist lügt. Und trotzdem kotzt es mich an, wie einem auf jeder Produktverpackung und fast jeder Werbung unverschämt ins Gesicht gelogen wird - und keiner regt sich auf. Als Verbraucher kann man sich in Deutschland nicht mal rechtlich wehren dagegen und es bleibt fast völlig ohne rechtliche Konsequenzen, wenn Unternehmen erwischt werden.
Jedem durchschnittlich intelligenten Menschen in Deutschland ist seit den 80er Jahren klar, dass die Angaben der Autohersteller zu den Verbrauchswerten schlicht und einfach Lügen sind. Trotzdem wurde es von der Politik durch entsprechende Gestaltung der Tests ermöglicht bzw. unterstützt, dieses System beizubehalten.
Genau so ist es doch mit unendlich vielen anderen Produktangaben.
Ich sage nicht, dass es früher besser war. Vielleicht wachen wir nur langsam auf und merken, in welchem dramatischen Umfang wir als Verbraucher (und z.B. Wähler) in der Vergangenheit für dumm verkauft worden bzw. gezielt belogen worden sind.
Das Phänomen AfD und den ganzen Lügenpresse-Schreihälsen hängt für mich mit diesem Gefühl des permanent von allen Seiten angelogen werdens zusammen. Die Leute haben es genau so satt wie ich, nur dass denen nichts besseres einfällt, als zu Pegida zu rennen und AfD zu wählen.
Also Fazit: Die Autobauer sind schuld am Erstarken der AfD!
Aber im Ernst - ich finde schon, das da ein Körnchen Wahrheit drin steckt...

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urbanism 24.07.2017, 15:00
9. so macht man heute Geschäfte

es geht einzig und allein um Profit. Hier zeigt sich doch, dass der Umweltschutz die großen Konzerne in Bredouille gebracht hat. Immer weniger CO2 Ausstoß bedeutet immer bessere technische Entwicklungen, die aber nicht aus dem Ärmel gezaubert werden und vor allem erst einmal eine Menge Geld kosten. Die Aktionäre wollen aber Gewinne. Also wie löst man das Problem, durch Betrug. Es ist immer die simpelste Lösung um weiterhin Profit zumachen ohne großartige Kosten. Die Rückversicherung holt man sich dabei von den Politiker durch wunderschöne Lobbyarbeit. So macht man heute Geschäfte!!

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