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VW-Abgas-Affäre: Mann, sind wir blauäugig!
Corbis

Größer, stärker, sparsamer? Diesen Widerspruch schien die Automobilindustrie zuletzt durch neue Technologien überbrückt zu haben. Wir haben ihr gern geglaubt. Jetzt entlarvt die VW-Affäre den faulen Zauber. Zeit für ein paar unbequeme Wahrheiten.

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spon_2990391 25.09.2015, 15:43
20. Die Wahrheit liegt lange auf der Hand

Eigentlich werden die Motoren ( und zwar alle, egal ob Benzin oder Diesel ) der letzten Jahre gezielt für die Abgasuntersuchung konstruiert / getrimmt. Und wir Verbraucher zahlen das, haben aber keine Alternative. Nicht nur in der Programmsteuerung wird geschummelt. Schaun wir uns den Hubraum an: Früher 2 Liter, danach 1,9 Liter, dann 1,4TDI heute 1,2 TDI. Diese Motoren fahren auf dem Prüfstand bei 80 km/h mit 1,2 Liter Hubraum und entsprechend geringem Verbrauch. Kaum gibt man Gas, schaltet sich ein Kompressor und ein Turbolader zu und der Verbrauch liegt schnell weit über 10 Liter/100km ( was eben dem Normalverhalten entspricht ) . Solche Motoren haben dann auch 140 PS, damit am Markt geprahlt wrden kann, aber keine Lebensdauer. Unabhängige Werkstätten werden diese Aussage gerne bestätigen. Das erklärt auch warum der Durchschnittsverbrauch steigt, trotz schärferer Tests. Das Problem ist nur das wir leider keine Alternative haben, denn alle Hersteller gehen diesen Weg. Hier hätte der Gesetzgeber schon lange eingreifen müssen und können. Jeder Ingenieur wird meine Aussage bestätigen. VW hat halt Pech gehabt. Alle haben an allen Stellen getrickst und irgendwann ist keinem mehr klar wo die Grenze zum Betrug ist.

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stefan.martens.75 25.09.2015, 15:44
21. Das Wunder des Kapitalismus

Jeder bekommt das was er will.
Verbraucher wollen kein 3 Liter Auto mit 70 PS.
Verbraucher wollen ein 6 Liter Auto mit 140 PS.

Im Grunde haben die Verbraucher genau das von der Politik und Wirtschaft bekommen was sie wollen.

Einen SUV mit grünem Technikgewissen.......

Die Politik konnte Umweltpolitik betreiben, die Verbraucher Umweltgefühl bekommen und die Konzerne Gewinne einstreichen ohne große Anstrengungen.....
Jetzt muss sich nur noch entscheiden ob sich wirklich jemand aufrichtig darüber aufregt.......
Oder ob wir uns kurz aufregen und dann weiter SUVS mit einem neuem amtlichen Umweltsiegel kaufen dessen Bestimmungen die Konzerne erstellen.

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tomxxx 25.09.2015, 15:44
22. Ja aber die Blauäugigkeit geht ja weiter...

unsere ganze Energie kommt aus regenerativen Quellen (mit unendlicher Eneergy Pay Back Time) und und und... also bitte ... wegen dem bischen VW wollen wir doch jetzt nicht alle Lebenslügen ad acta legen!!!

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32deins 25.09.2015, 15:45
23. billige Propaganda

Spätestens nach solchen Artikeln werden alle einsehen, wie böse und dreckig und verlogen unsere Autos doch sind und ab jetzt ein Elektroauto mit Saubermann-Image kaufen wollen.

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tennislehrer 25.09.2015, 15:45
24. Schon lange bekannt!

Auch bei den Verbrauchswerten wurde schon immer getrickst.

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jojack 25.09.2015, 15:47
25. Kostenfrage

Tatsache ist: Elektroautos sind die einzige echte Lösung des Problems. Das Festklammern der Hersteller am Verbrennungsmotor wird immer mehr zur absurden technischen Hochrüstung bei minimalen Fortschritten. Und wer über die Preise reiner Elektroantriebe jammert: die Technologie, die Verbrennungsmotoren tatsächlich sauber UND sparsam macht, kostet auch Geld. Geld, dass Volkswagen sparen wollte.

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BlackSky003 25.09.2015, 15:48
26. Ich weis ja nicht

Aber ich wette ihr könnte ihr altes Auto genauso fahren, das die Werte hinten und vorne nicht stimmen. Ebenso bin ich schon viele Neuwagen gefahren (nicht VW ;) ) und habe dort die Werte auch oft eingehalten oder nur minimale Abweichung gehabt. Es kommt halt auch auf die Fahrweise an, was man alles im Auto laufen lässt etc.

Unser intelligenter Straßenbau samt Ampelschaltung ist eher das Problem. Wenn ich bei uns an der Ampel, wenn sie auf Grün schaltet, Vollgas geben muss und mit 70 fahren muss, um die nächsten 5 Ampel auf grün zu erwischen ist das keine grüne Welle. Egal was das Schild grüne Welle bei 50 suggerriert, die gibt es hier nicht. Das sorgt natürlich für erhöhten Benzinverbrauch, ebenso Kolonnenspringen und Vollgas -> Vollbremsung -> Vollgas -> Vollbremsung.

Btw: beim Bergauf fahren verbraucht ein Auto auch bedeutend mehr Sprit, vergessen auch viele. VW hat beschissen, aber solange nicht andere auch überführt werden, alle unter einen Generalverdacht zu stellen ist dreist. Oder sollte man auch sagen, das alle Zeitungen schlecht sind, weil die Bild soviel Müll schreibt?

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cafe-wien 25.09.2015, 15:48
27. Ja,

Aber nicht nur in punkto Industrie, sondern in fast allen Belangen des Lebens hat sich eine infantile Naivität durchgesetzt, die dieses Land in Bullerbü umbenennt. Ganz schlimm ist die Blauäugigkeit in Bezug auf die sogenannten "Flüchtlinge" in Deutschland. Was da an blonder Lebenshaltung durchkommt, geht auf keine Kuhhaut mehr. Menschen begrüßen applaudierend Kriegsflüchtlinge! Allein das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Unfassbar, dieses Janosch-Gemälde, was die Generation derer, die ab 1970 geboren wurde, da an den Tag legt. Es wird sich in einigen Jahren sehr bitter rächen.

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ostwestfale_ 25.09.2015, 15:48
28. Subvention von Firmenwagen

Wo werden Firmenwagen subventioniert?
Nur das er vor der Tür steht schon mal jeden Monat 1% der Bruttosume als zu versteuerndes Einkommen.
Dazu 0,03 % je Entfernungskilometer Wohnung zur Arbeitsstätte.
Macht nach Adam Riese bei 33 km wieder ein Prozentchen aus.
Sind bei einem üblicherweise 40 kEuro kostenden Firmenwagen schon mal eben 800 Euro die wie Einkommen zu versteuern sind.
Monat für Monat.
Und ob ich privatv ein kleineres und günstigeres Auto zur Fahrt in die Firma nehmen würde weil die Frau den großen wegen "Taxi Mama" sowieso braucht interessiert keinen mehr.

in diesem Sinne

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moistvonlipwik 25.09.2015, 15:48
29.

Zitat von spon_2783632
Vielleicht sollte sich einfach mal der Grenzwert der Realität anpassen und nicht umgekehrt. Grenzwerte zu beschliessen, die an der Realität vorbei gehen, führen eben zu verfälschten Realitäten. Ich jedenfalls möchte und werde weder ein kleineres noch ein leichteres Auto fahren. Im übrigen kommt man auch auf der Straße zumindest in die Nähe der Verbrauchswerte, die der Hersteller angibt, wenn man entsprechend fährt. Wer das nicht tut oder will, muss damit leben, mehr zu verbrauchen.
Es gibt kein Menschenrecht auf Auto fahren. Es gibt erst recht kein Menschenrecht auf bestimmte Größen.
Was es gibt, ist ein Recht auf Schutz vor Gesundheitsgefahren.
Wenn mit bestimmten Typen die als notwendig erkannten Grenzwerte nicht erreicht werden können, können die auch nicht weiter verkauft werden.

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