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VW-Abgasaffäre: "Millionen Autos könnten stillgelegt werden"
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VW droht in den USA eine Milliardenstrafe. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe ist das nur der Anfang: Auch in Europa könnte es für den Konzern teuer werden.

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c.PAF 24.09.2015, 10:01
30.

"Bisher war Volkswagen ein Konzern, mit dem man solide Produkte verbindet. "

Ähem, was ist denn das für eine Expertin? Weiß sie denn nicht, daß der Käfer schon lange nicht mehr gebaut wird?

Aber im Ernst, wer sich ein wenig informiert hat, greift schon seit vielen Jahren nicht mehr auf bestimmte VW-Modelle zurück. Eben weil sie nicht solide sind und/oder sehr hohe Folgekosten für Standardwartungen nach sich ziehen.

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robertelee 24.09.2015, 10:03
31. DUH - ha, ha

Daß die gute Dame nun einen Field-Day hat, ist klar. Genausogut könnte man bei Greenpeace, NABU oder dem VCD um eine "Stellungnahme" bitten.

Daß diesen Leuten der Rechts- und Bestandsschutz gutgläubiger Käufer leichthändig wurscht sind, ist keine Neuigkeit. Daß ihnen die Vorstellung massenhafter, kalter Enteignungen feuchte Träume beschert, dito.

Was VW nach den bisherigen Vorwürfen getrieben hat, ist unerhört. Nur gehört es eigentlich zum Normalfall des Umgangs mit Straftaten und Straftätern, nach Recht und Gesetz zu sanktionieren und den due process of law nicht zu behindern.

Das Gegacker um Selbstrechtfertigung bemühter "Öko-AktivistInnen" leistet dazu keinen Beitrag. Es erhöht höchstens den Magensäurespiegel der schuldlos Betroffenen.

Wo ist eigentlich der ADAC? Ach so, der räumt noch seinen eigenen Augiasstall auf...

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zitrone73 24.09.2015, 10:04
32. Wer darf Ihrer Meinung nach mitreden?

Zitat von omop
da können Sie gleich den Alkoholiker zum Alkohol befragen. Dieser Klub hat doch eine sehr autofeindliche Einstellung.
Selbst wenn das so wäre. Haben nur Autobefürworter hier ein Mitspracherecht? Wieso werden nur die Täter gehätschelt ob ihres Imageschadens und Gewinneinbruchs, nicht aber an die Opfer gedacht: Zehntausende Tote jährlich allein in D wegen Abgasen und Feinstaub?

Um in Ihrem Beispiel zu bleiben: Natürlich haben Alkoholiker, z. B. in organisierter Form als AA, ein Mitspracherecht, wenn es um die gesellschaftliche und politische Behandlung von Alkohol, z. B. in der Werbung, geht.

Mehr Demokratie, weniger "Auto"kratie! :-)

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Inaco 24.09.2015, 10:06
33. Die Haftungsfrage

Dürfte relativ klar sein: erlischt die Betriebserlaubnis von bereits verkauften Autos, verlängert sich die Haftung des Herstellers auf bis zu 10 Jahre, da zum Kaufzeitpunkt mit Sicherheit "vorsätzliche Täuschung" vorgelegen hat. Jeder Kunde hat dann 3 Jahre nach der Erlangung der Kenntnis Zeit, den Kaufvertrag rückabzuwickeln, Schadensersatz zu verlangen etc. Aber soweit wird es nicht kommen, denn das würde VW vermutlich in die Insolvenz treiben. Dazu ist das Unternehmen zu "systemrelevant".

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dont_think 24.09.2015, 10:06
34.

Zitat von kfvk
Nur vorweg -- ich fahre kein Auto aus dem VW Konzern, bin nicht finanziell daran beteiligt, kein Lobbyist, nichts von dem, was mich abhängig machen könnte. Sicher ist die ganze Angelegenheit ein gravierender Verstoß gegen bestehende Gesetze und Verordnungen und gehört streng geahndet, was in den USA auch sicher passieren wird. Nur scheint es mir nicht bis zum Ende gedacht von all den Verbänden und Menschen, die sich beim Gedanken an ein Fahrverbot für Millionen von Fahrzeugen bereits freudig erregt die Finger reiben -- wie soll das in der Realität gehen? Gesetzt den Fall es gibt die Möglichkeit zur Nachrüstung, wie viele der Autos können denn pro Tag umgerüstet werden? Oder falls es genügt die Software so zu ändern, dass sie immer im Testmodus läuft bei entsprechend höherem Verbrauch, wie lange dauert die Umstellung? Vom worst case, dass nichts geht, ganz zu schweigen. Wo sollen in kurzer Zeit Millionen neuer Autos herkommen und welch gigantische Ressourcenverschwendung und durch die Mehrproduktion auch eine entsprechende Umweltbelastung würde das bedeuten, die das eventuell aufwiegen, was die nicht normgerechten Autos an Belastung erzeugen. Da würde der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. ...
Kennen Sie den weltweit größten Verbraucher von Treibstoffen für Verbrennungsmotoren?
Richtig - das US-Militär.
Ich schätze realistisch den durchschnittlichen Gesamtverbrauch auf 1l/km.
Mit oder ohne Prüfstand.
Roma locuta, causa finita.

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Referendumm 24.09.2015, 10:07
35. Bitte aufm Teppich bleiben

Zitat von gersco
...tatsächlichen Verantwortlichkeiten bzw. Ursachen geklärt werden? Seit Bekanntwerden der VW-Affäre überbieten sich Journalisten, Umweltverbände und vor allem unerträgliche 'Auto-Experten' wie Ferdinand Dudenhöffer in Horrorszenarien und Spekulationen wie es jetzt am besten mit VW, dem 'Made in Germany' und der gesamten Industrie wie schnell zu Ende geht. An tatsächlichen Sachverhalten scheint man da weniger interessiert und andere Themen (Flüchtlingskrise, Syrien, etc.) finden nur noch am Rand statt. Dass das für Volkswagen und die anverwandten Marken eine harte Nuß wird, ist klar, aber diese Profilierungssucht, die man derzeit überall sehen kann, wird nur selten von Sachinteresse angetrieben.
Sie haben völig recht! Vor allem dieser Dudenh. ist ein unsäglicher Selbstdarsteller. Wenn der schon sein süffisantes, überhebliches Grinsen aufsetzt - schrecklich!

Die hier inszinierte Horrormeldung á la: "Millionen Autos könnten stillgelegt werden" ist selbstverständlich Blödsinn hoch 10.

Als ob sich eine Software nicht umprogrammieren und eine Abgasanlage - vor allem wie im Falle des Passats (eben mehr AdBlue einspritzen) oder Jettas (einen größeren Stickoxid-Speicherkatalysator = LNT = Lean-NOx-Traps-Kat einbauen) - sich nicht ändern lässt. Das kostet VW viel Geld, das ist klar, aber das ist eben ein Teil der Strafe für absolute Blödheit des Norddeutschen Autobauers.

Und wer meint, das dauert doch ein paar Tage / Wochen und so lange müssen die Autos stillgelegt werden, der ist völlig von Sinnen. Es gibt Millionen Fahrzeuge mit H-Kennzeichen (oder alte ohne H), die noch nicht mal einen Mini-Kat haben (auch Benziner/Ottomotoren stoßen Unmengen an Stickoxide aus - vor allem die alten Hobels). Dann die Millionen an Lkws, vor allem die alten, welche nicht im Fernverkehr fahren (wg. der Mautanforderung), dann die Millionen an Non-Road-Fahrzeugen (Bagger, Radlader, Dumper, Gabelstapler - Dieselloks, Schiffe etc.) - alle und noch viel mehr spucken tagtäglich zig tausende Tonnen an Stickoxiden in die Umwelt aus. Und hats bis heute jemanden interessiert? Nö!

Und was ist mit den kleinen Rasenmähern, Kettensägen, den Staub-/Blatt-Bläsern oder Schneefräsen / Schneeräumern der Millionen Privatleute? Die meisten sind mit kleinen Ottomotoren bestückt und brauchten bis heute und auch in Zukunft (leider) gar kein Abgassystem. Bei Millionen Stück kommen ebenso zig tausende Tonnen an Stickoxiden, Kohlenmonoxiden, Kohlenwasserstoffen etc. zusammen - alle diese hochgiftigen Gase gehen völlig ungerenigt in die Umwelt – auch in Zukunft! Also, wir sollten alle mal aufm Teppich bleiben und keine Panik in Sachen VW-Autos verbreiten.

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felisconcolor 24.09.2015, 10:08
36. Welcher Politiker

möchte sich denn damit "profilieren" tausende von Besitzern solcher Fahrzeuge zu enteignen. Bei VW wird man das Portemonnaie aufmachen müssen und betroffene Halter werden wohl zu einer Rückrufaktion zum Update ihrer Fahrzeugfirmware erscheinen müssen. Klasse wie sich hier wieder die sogenannten Experten die Klinke in die Hand geben und horrenden Dummfug erzählen.

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Ruhri1972 24.09.2015, 10:08
37.

Die eigentlich Verantwortlichen spielen jetzt die unschuldigen Lämmer. War es nicht Bundeswirtschaftsminister Gabriel, der sich brüstete, schärfere Abgasnormen der EU-Kommission erfolgreich verhindert zu haben ? Bundestagsdrucksachen belegen, dass die Abschaltautomatik der Politik lange bekannt war.

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wan666 24.09.2015, 10:08
38. Die anderen?

Klar wird jetzt wieder gesagt: Andere Hersteller haben das auch gemacht!
Kann sein, ich weiss es nicht. Im Moment konnte es man nur VW nachweisen. Dass die offensichtlich eine Menge Arbeit, Fleiss und Know How reingesteckt haben, um gezielt eine Prüfstandsituation zu erkenne und entsprechend zu agieren erstaunt schon.
Wenn VW den gleichen Effort geleistet hätte, um tatsächlich die Emissionen runterzubringen, wäre das warscheinlich gescheiter gewesen.

Und wie gesagt: VW wurde erwicht. Und jetzt müssen sie tatsächlich Gas geben. Und nicht auf die "Anderen" verweisen!

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Beat Adler 24.09.2015, 10:09
39. Horrorszenarien sind gut, wenn es nachher weniger schlimm wird.

Zitat von gersco
...tatsächlichen Verantwortlichkeiten bzw. Ursachen geklärt werden? Seit Bekanntwerden der VW-Affäre überbieten sich Journalisten, Umweltverbände und vor allem unerträgliche 'Auto-Experten' wie Ferdinand Dudenhöffer in Horrorszenarien und Spekulationen wie es jetzt am besten mit VW, dem 'Made in Germany' und der gesamten Industrie wie schnell zu Ende geht. An tatsächlichen Sachverhalten scheint man da weniger interessiert und andere Themen (Flüchtlingskrise, Syrien, etc.) finden nur noch am Rand statt. Dass das für Volkswagen und die anverwandten Marken eine harte Nuß wird, ist klar, aber diese Profilierungssucht, die man derzeit überall sehen kann, wird nur selten von Sachinteresse angetrieben.
Horrorszenarien sind gut, wenn es nachher weniger schlimm wird. Worst case ist immer besser, wie Beschwichtigung.

Was sich in den USA, sogar weltweit anbahnt, eine Ueberpruefung von Dieselmotoren und deren Abgase in Personenwagen, kann nicht verhindert werden.

Dass dabei sogenannte Umwelt-Organisationen einen Aufwind verspueren ist nun Mal eine Folge davon. Ob man/frau das gutheisst oder nicht.
mfG Beat

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