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VW-Abgasskandal: Erfolglos umgerüstet
DPA

Mit einem einfachen Software-Update wollte Volkswagen manipulierte Diesel sauber machen. Experten waren skeptisch. Interne Dokumente belegen nun, dass auch umgerüstete VW Dreckschleudern bleiben - und VW das wusste.

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mcbrayne 07.06.2017, 10:25
1. Pfeifenpuster sind überall

Irgendwann sollte doch auch der dümmste Manager wissen, dass "interne Dokumente" heutzutage nur sehr kurzfristig "intern" bleiben und eher früher als später an die Öffentlichkeit gelangen. Aber es scheint so zu sein : umso höher der Posten, umso kürzer die Weitsicht. Schade, dass die ehemalig gute Reputation grosser Marken damit zerschossen wird.

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AfterAll 07.06.2017, 10:25
2. Was ist jetzt so sensationell?

VW hält nach dem Software-Update die Grenzwerte im Test ein und überschreitet sie im Straßenbetrieb. Ist das die Nachricht? Wenn ja, dann ist das so wie bei allen Autos. Natürlich sind im Straßenbetrieb die Emissionen höher, je nach dem, wie man fährt. Eingehalten werden müssen sie im Test. Will der Artikel jetzt so tun als sei das eine Überraschung? Dann sollte sich der Autor vielleicht informieren ...

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ernstmoritzarndt 07.06.2017, 10:27
3. Wortwahl "Dreckschleuder"

Ich halte diese Wortwahl für bedenklich. Das Problem ist doch darin zu sehen, daß Dieselfahrzeuge aufgrund geringeren Kraftstoffeinsatzes erheblich weniger an Klimagasen (Kohlendioxid, kohlenmonoxid pp.) ausstoßen als Benzinfahrzeuge. Sie verursachen in einem kaum messbaren und auf keinen Fall fühlbarem Bereich mehr Stickoxide (richtig?). Die produzierten Mengen sind (ob mit oder ohne Mogelei) so gering, daß sie kaum Auswirkungen haben. Mir ist klar, daß angesichts allgemeiner Autofeindlichkeit, obwohl das Automobil irgendwo zwischen 40 und 50 % unseres Bruttosozialproduktes verursacht, diese Einsicht nicht opportun ist. Das derzeitige politische Ziel der Kfz-Gegner ist es, der Bevölkerung das Automobil und den Individualverkehr zu verleiden, um alle entweder an ihren Wohnorten oder in Gemeinschaftstransporten zu haltenm. Die dahinter liegenden politischen Zielsetzungen kann man nur erschauernd erahnen.

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be_winkler 07.06.2017, 10:29
4. Das Kartell der Nichtwisser

Laut Gesetz sind Absprachen in Kartellen verboten. Leider wird aber das Kartell der Nichtwisser bei deutschen Behörden gar nicht geführt, weil man selbst mit dazu gehört.
In Deutschland werden Probleme schon lange nicht mehr behoben, sondern nur noch "wegverwaltet". So sieht das Land inzwischen auf vielen Feldern aus: eine Ansammlung von Problemen größter Art, ohne dass irgendetwas nachhaltiges geschieht. Medien, Beamte und Politik sehen jedoch gezielt weg, bzw. wissen auch nichts, denn das nach dem EU verursachten Bolognabildungsschema verbildete Volk bekommt nichts mehr mit.
Insgesamt also ein Kartell der Nichtwisser. Alles so gewollt, damit man durchregieren kann. Es lebe die Demokratie!

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schmutziputz 07.06.2017, 10:33
5. Kann doch wohl nicht sein...

Ich fahre einen Passat mit der EA189 (?) Maschine von 2013, welcher 2016 "geupdated" wurde. Bei meiner gediegenen Fahrweise bleibe ich immer noch bei gut 5l/100km, im Einzelfall bei duchrfahrten in den Niederlanden sogar knapp bei 4l/100km.
Kein Unterschied zu den 80000km vor der "Umrüstung". Aber auch kein grosser Unterschied zum Vorgängerpassat, welcher von 2003-2013 in total 300000km gefahren wurde, der lag bei knapp 6l/100km.

Will heissen: bei gleicher Fahrweise, fast identischem Gewicht (MonteursPKW) ca 1l/100km weniger Verbrauch... was wird da für eine Sau durchs Dorf getrieben?

Ich bin nie davon ausgegangen, daß der Motor durch Softwareupdate "sauberer" wird, sondern nur, daß die Manipilation auf dem Prüfstand abgeschaltet wird.

Fahrt doch einfach mal etwas ruhiger, auch am Freitag, wenn der Wagen Heimatluft schnuppert. Dann gäbe es vermutlich weniger Unfälle mit Schadstofffreisetzung, weniger Spritverbrauch in total, und endlich ein etwas ruhigeres und nicht durch scheinheiligkeit verblendetes Gewissen!
my 2 cent.

Das soll nicht heissen, daß sich VW und alle anderen "Schummler" aus Ihrer Verantwortung zur Reduktion des Schadstoffausstosses rausflüchten sollen, aber ein wenig Eigenverantwortung täte den permanenten Bashern auch mal ganz gut.

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joG 07.06.2017, 10:34
6. Das hört sich an wie....

....ein Betrugsversuch (durchgeführter Betrug ist aus dem Artikel schwer auszumachen und bleibt unklar) durch den Vorstand, der innerhalb des Konzerns es organisierte in Absprache mit dem Ministerium innerhalb dessen etliche Ministerielle sich mit dem Minister organisiert haben müssen. Mafia ist das im italienischen Sinne nicht, aber man nahm in Kauf, dass Menschen am Gas erkranken und sterben. Das ist schlimmer als die Mafia darin, dass es Zweifel and der staatlichen Ordnung und Rechtsstaatlichkeit nicht nur untermauert sondern berechtigt.

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danielc. 07.06.2017, 10:37
7. Harnstoff

Bei Lkw wird der Tank mit dem Harnstoff zur Reduktion der Stickoxide von den Fahrern beim Tanken selbst befüllt. warum sollen PKW-Fahrer das nicht auch können?
Die Kosten halten sich im Verhältnis zum Verbrauch in Grenzen und die Debatte um Schummelsoftware könnte sich erledigen.
Bei meinen 2-Taktern mische ich den Schmierzusatz ja auch selber. (Säge und Heckenschere)

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sikasuu 07.06.2017, 10:38
8. Diese Augenwischerei tut nur noch WEH & entlavte den Verkehrtminister aufs schlimmste!

Klar, wir halten formal alle Bedingungen ein. Die Messwerte/Grenzwerte sind ja gesetzlich nur auf dem Prüfstand vorgegeben.... Der Prüfzyklus ist bekannt & es ist gut möglich auch ohne "Abschalteinrichtung Software so zu programmieren, das in den bekannten Parametern die Werte erfüllt werden.
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Umweltpolitsch ist das eine Frechheit (noch höflich gesagt!) Die Rechtsauffassung: Wir erfüllen zwar die Buchstaben der Verordnung, aber nicht deren Intention ist mMn. so was von abgebrüht, das einem die Haare zu Berge stehen.
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Doch damit ist erst einmal Zeit gewonnen, der Klageweg wird sich über Jahre bis zum EuGH hinziehen. Dann sind die Wahlen vorbei, der Scandal weitgehend vergessen & ein anderer muss sich damit herum schlagen.
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Der Verkehrtminister Doberindt ist das "Superbild eines Ministers" der seine Anschlußverwendung mehr im Auge hat wie seinen Amtseid!

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Ganz dummer Michel 07.06.2017, 10:38
9. Wann ist das Maß endlich voll?

Hallo liebe Bundesbürger,

ich bin ein eifriger Leser und politikinteressierter Bürger diese Landes. Oftmals (zu oft) rege ich mich über die Zustände auf - unternehme jedoch nichts und hake es ab.

Bei der Causa "VW" jedoch bin ich als "Betroffener" (Fahrer eines Schummeldiesels) mehr denn je hellhörig. Der aktuelle Artikel macht mich jedoch komplett fassungslos: wie lange müssen wir uns das Drama und den offensichtlichen Beschiss am Kunden bzw. an den Bürgern des Staates noch über uns ergehen lassen?
Wann nimmt Herr Dobrindt seinen Hut (und die Maut gleich mit)? Wann wird VW zur Rechenschaft gezogen (in Deutschland wohlgemerkt)? Da lässt sich eine Regierung mit einem "angeblichen Verlust von Arbeitsplätzen" erpressen, welche bei der aktuellen Strategie ("Verbrenner statt Elektro") über kurz oder lang sowieso wegfallen.

Ich freue mich, dass im September Bundestagswahl ist. Denn da werde ich als dummer Michel/ mündiger Bürger das machen, wovor sich eine Regierung am meisten fürchtet: ich gebe ich NICHT meine Stimme.

Bis dahin werde ich noch in mein Kissen brüllen oder auf die Babyrassel meiner Tochter beissen müssen.

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