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VW Passat, US-Version: Mehr Auto für weniger Geld

Amerika, du hast es besser - zumindest beim Autokauf: Während deutsche Kunden für einen VW Passat mindestens 24.755 Euro hinblättern müssen, gibt's das Auto in den USA umgerechnet rund 10.000 Euro billiger. Ist das US-Modell aus dem Werk in Chattanooga*so viel weniger wert?

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Cancun 21.10.2011, 09:42
1. 1000 Dollar Frachtkosten?

Kann der Autor mir bitte mal konkret zeigen, wie ich ein Auto für läppische 1000 Dollar aus USA nach Europa bekomme?

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brux 21.10.2011, 09:57
2. Titel

Zitat von Cancun
Kann der Autor mir bitte mal konkret zeigen, wie ich ein Auto für läppische 1000 Dollar aus USA nach Europa bekomme?
Die Frachtraten sind im Keller, weil die Reeder zu viele Schiffe beim Billig-Koreaner bestellt haben. In Richtung Asien kostet der Stellplatz sogar nur die Hälfte der genannten Summe (falls sich jemand in China ein Auto aus Europa holen möchte).

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fuzzi-vom-dienst 21.10.2011, 10:02
3. Realistischer preis

Zitat von Cancun
Kann der Autor mir bitte mal konkret zeigen, wie ich ein Auto für läppische 1000 Dollar aus USA nach Europa bekomme?
Ich hatte mal erwogen, meinen VW-Bus (T4) nach Australien zu schaffen, weil ich etwa neun Monate lang um den Kontitent fahren wollte (was ist auch gesundheitlichen Gründen jetzt leider nicht mehr machen kann). Einschließlich allen Papierkrams und der vorgeschriebenen Desinfektionen in Australien kostet das nicht mal 2.000 EUR! Das Auto kommt in einen kleinen Container, das wars dann schon.
1.000 $ aus den USA nach hier ist ein völlig realistischer Preis!
Kaufen Sie sich ruhig so ein Ding - falls Sie den Passat überhaupt für ein Auto halten und nicht für eine völlig überteuerte Blechkiste (Letzteres gilt inzwischen für alle Modelle dieses arroganten Konzerns - auch für die Busse!).
Kaufen Sie sich liber nen CACIA-Logan, da haben Sie genug Auto fürs Geld und kriegen - Dank überlegener Technik - einen leistungsstarken Diesel, der OHNE Filter Euro-5 schafft! So etwas kriegt VW bis heute noch nicht hin!

Schönen Tag noch!

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1895olé 21.10.2011, 10:11
4. Das ist ja 'mal ein Motörchen!

Zitat von FAHRZEUGSCHEIN
Hubraum: 24.800 ccm
WOW! Hubraum ist eben doch durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Hubraum. Wenigstens für VW in den USA sind die Zeiten des Downsizing also vorbei. Und das ist gut so!

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Billy Bob Winchester 21.10.2011, 10:13
5. 1000 USD sind zuweinig

Das halte ich auch für starken Tobak. Preise für die Verschiffung von KFZ findet man z.B. unter http://www.icbdubai.com/verschiffung.htm - Verschiffung von Miami nach Bremerhafen 1300 USD, dazu kommt Umrüstung, TÜV-Zulassung etc. pp. Da ist man schnell bei 2000-3000 USD.

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A-Schindler 21.10.2011, 10:22
6. Titel

Ich glaube dieser Passat würde in Deutschland wieder dazu führen das wieder mehr Privatkunden zu VW wechseln bei ein Preis eines Polo.
Ich selber würde mir kein VW kaufen bei der Preispolitik von VW-Deutschland. Selbst der neue Up wird zu teuer mit paar Extras die bei anderen Herstellern schon Serienmäßig an Bord sind.

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Peter Kunze 21.10.2011, 10:23
7. Einfach nachfragen...

Tach,

Zitat von Cancun
Kann der Autor mir bitte mal konkret zeigen, wie ich ein Auto für läppische 1000 Dollar aus USA nach Europa bekomme?
Indem man sich an eine dazu spezialisierte Spedition wendet. Die reinen Transportkosten für ein durchschnittliches US-Auto (sagen wir mal 2 t) eiert tatsächlich um die 1000$ rum (wobei das eher untere Grenze ist). Das beinhaltet natürlich keinerlei Verzollungs-, TÜV-Anpassungs- oder sonstige Urkundenkosten.

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mdietric 21.10.2011, 10:27
8. Von der Odysee, einen TDI Passat in USA zu bekommen

Dies ist eine wahre Geschichte, die sich genau so aktuell in USA in New Hampshire zuträgt.
Und zuallererst mal eine Rüffel an den Autor:
Amerikanische Kunden interessieren sich kaum für die lahme Benziner-Variante mit dem veralteten 5-Zyliner Motor, sondern für den 2.0 TDI.
Der Passat kam am 19.Juli zu den Händlern in USA. Ein Kollege in New Hampshire hat den TDI am 22.Juli Probe gefahren und sogleich in der teureren Variante bestellt plus dafür 500 Dollar Anzahlung geleistet. Dazu muss man wissen, dass allein die Tatsache, in USA nicht gleich mit dem Auto vom Hof zu rollen für Amerikaner recht ungewöhnlich ist. Aber was tut man nicht alles für einen spritsparenden Turbo-Diesel. Ein Lieferdatum wurde übrigens nicht zugesagt.

Ende September dann nachfragen beim Händler. Und der Händler gesteht ein: er hat keinerlei Zugriff auf Daten des Werks, um herauszufinden, wann der Wagen ausgeliefert wird.

Erste Eskalationsstufe zu VW USA:
"Es tut uns so leid blablabla. Aber auch wir können nicht sehen, wann der Wagen gebaut oder ausgeliefert wird."

Zweite Eskalationsstufe zu VW USA - nun Rückruf vom Regional Escalation Manager:
"Es tut uns so leid, dass wir Ihre Erwartungen nicht erfüllt haben blablabla ...".

Mittlerweilen hat mein Kollege über das Online-System herausgefunden, dass bei einem Händler in Boston der Wagen als 2.0 TDI ebenfalls in "Opera Red" auf dem Hof steht. Angerufen - Pech! Der Wagen wurde eben verkauft. Damit ist klar: VW liefert nicht bestellte Wagen zu Händlern aus, lässt die Kunden, die den Wagen aber angezahlt haben, absichtlich warten. Und VW erläutert, dass der Wagen erst Ende November gebaut werden wird, um dann Ende Dezember beim Endkunden zu stehen.

Weitere Recherche:
Der Wagen steht noch einmal beim Händler ca. 3.5 Autostunden weg. Rücksprache mit dem Händler: ja, ein Kunde hatte den bestellt, da es zu lange gedauert hat, hat er aber den schwarzen TDI aus der Vorführung genommen. Deshalb steht der Wagen in Opera Red nun auf dem Hof. Preisverhandlung, man einigt sich. Aber kein Entgegenkommen seitens des Händlers, um den Wagen nach New Hampshire zu bringen (er steht übrigens Stand heute immer noch beim Händler).

Nun Eskalation nach Deutschland zu Prof.Dr. Winterkorn.
Hier reagiert VW sehr schnell. Innerhalb weniger Stunden ist eine Antwort in Englisch da, man würde sich kümmern. Und prompt wird das Anliegen nun zum US-Boss von VW USA weitergeleitet.

Und wieder "We are sorry that we haven't met your expectations etc...". Aber zwei Tage später das Angebot, man würde einen TDI direkt aus der Produktion nehmen, und der wäre dann Ende November bei meinem Kollegen (allerdings nicht in Opera Red sondern in Light Blue). Und wieder dauert es 2,3 Tage - und Stand gestern Abend war immer noch nicht klar, ob das nun klappen wird oder nicht.

VW hat seine Prozesse nicht im Griff und lässt auch seine Händler hängen.

Und deutsche Autohersteller haben immer noch nicht verstanden, dass in USA sehr wohl eine grosse Nachfrage nach TDIs existiert - nur will sich nicht jeder einen Audi Q7 oder einen BMW X5 vor dir Türe stellen. Die Leute hätten sehr viel Interesse an sparsamen BMWs 320d oder 520d, an Audi A4 und A5 Sportsback usw. Nur liefert die keiner nach USA. Gaaaaaanz schlechtes Management!!!

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webergy 21.10.2011, 10:29
9. Vielleicht so?

Zitat von Cancun
Kann der Autor mir bitte mal konkret zeigen, wie ich ein Auto für läppische 1000 Dollar aus USA nach Europa bekomme?
Einfach selbst fahren ;)

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