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Waschstraße: Betreiber haftet nicht bei Auffahrunfall
DPA

Auch in einer automatischen Waschstraße ist Köpfchen gefragt - wer grundlos bremst und einen Unfall verursacht, ist dran. Außer, der Betreiber stellt keine Regeln auf.

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hrboedefeld 19.07.2018, 18:00
1. ...

nur weil immer noch genug Intelligente mitdenken geht nicht noch mehr schief! Die Deppen nehmen allerdings rapide zu, nach meinem subjektiven Eindruck

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In Kognito 19.07.2018, 19:32
2. Menschlicher "Verstand" (unbek. Zitat)

Die Dummheit deren der menschliche Geist fähig ist, kann kein Verstand der Verständigen voraussehen!
(Nur US-Richter und Anwälte setzen genau das voraus, vor allem von Wohlhabenden, bei denen abkassiert werden kann)

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trimedial 19.07.2018, 21:29
3. Geschoben oder stationär - Klärt mich bitte auf

Nach meiner Erfahrung sind (kleine) Waschstraßen mit feststehenden Autos weniger effektiv. Geld ist mir dabei ziemlich wurst, da ich mich mit meinem Auto höchstens zwei Mal im Jahr durch eine Waschstraße schieben lasse. Aber vielleicht bin durch dieses Fremdeln gegenüber Autowäschen auch nicht mehr auf dem neuesten Stand.

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jan_huus 19.07.2018, 21:52
4.

Grundlos gebremst?
Warum der Vorfahrer gebremst hat hat das Gericht doch inhaltlich gar nicht geprüft, es hat lediglich festgestellt das der Betreiber der Anlage spezielle Regeln für das Verhalten in der Waschanlage aufstellen muss.

Daraus ergeben sich fiktive Fälle:
Autofahrer bremst grundlos und Betreiber hat entsprechende Verhaltesregeln aufgestellt --> Betreiber haftet NICHT!
Autofahrer bremst grundlos und Betreiber hat keine Verhaltesregeln aufgestellt --> Betreiber haftet!
Betreiber hat Verhaltesregeln aufgestellt, Autofahrer bremst mit Grund (z.B. weil ein sich ein Teil der Anlage gelöst hat und im Fahrweg liegt, Mangel der Anlage) --> Betreiber haftet.


PS: Eine automatische Waschanlage ist so voller Sensorik für alle möglichen Fälle das es mir unverständlich ist warum ein derart gefährlicher Zwischenfall nicht abgefangen wird, schließlich kann ein Bremsen unter Umständen auch begründet sein (s.o)

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erst nachdenken 19.07.2018, 22:01
5.

Eine technische Überwachung des Abstandes der Fahrzeuge und ein automatisches Anhalten der Anlage wäre problemlos machbar. Wenn der Anlagenbetreiber aus Profitgier darauf verzichtet, sollte er auch für Unfälle haften müssen.

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McMuffin 20.07.2018, 00:05
6.

Zitat von erst nachdenken
Eine technische Überwachung des Abstandes der Fahrzeuge und ein automatisches Anhalten der Anlage wäre problemlos machbar. Wenn der Anlagenbetreiber aus Profitgier darauf verzichtet, sollte er auch für Unfälle haften müssen.
Genau. Und die Kaffeebar muss einen Sensor in die Kaffeebecher einbauen, der verhindert, dass Kunden ihren Kaffee trinken können, solange er noch zu heiß ist. Unverständlich, warum die das aus Profitgier nicht machen.


P.S.: Sie sollten Ihren Sachverstand unbedingt Waschstraßenbetreibern anbieten. Sind doch bisher die Betreiber und auch der BGH davon ausgegangen, dass eine technische Überwachung des Fahrzeugabstands in Waschanlagen ziemlich vertrackt ist. Aber Sie wissen, dass das problemlos geht und sagen es nicht weiter?

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issernichsüss 20.07.2018, 07:44
7. Das Gesicht des Waschstraßenbetreibers werde ich nicht vergessen!

Vor vielen Jahren fuhr ich, wie damals in wöchentlichem Turnus üblich, in eine Waschstraße, welche Fahrzeuge auf Führungsschienen durch die Anlage bewegte. Hinter mir fuhr ein älterer Mann in einem großen Audi in die Anlage und plötzlich kam der Herr irgendwie in Panik und steuerte sein Fahrzeug kreuz und quer lenkend über die Führungssccchienen, beschädigte dabei etliche Berieselungsgeräte und blieb dann bei dem folgenden "Not-Aus" quer zur Bahn stehen.
Das verzweifelte Gesicht des Waschstraßenbetreibers, der diese Aktion live miterleben musste, werde ich nie wieder vergessen!

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m82arcel 20.07.2018, 08:40
8.

Ein paar Hinweise zum Verhalten sollten schon sein und sind auch nicht teuer. Bei der Waschstraße, die ich regelmäßig benutze, gibt es am Anfang ein Schild mit: "Motor aus, Gang raus, nicht lenken, nicht bremsen". Die paar Euro dafür sollten Betreiber wohl investieren können.
Und auf dem großen "Fön", der sich bis auf wenige Zentimeter der Windschutzscheibe nähert, steht nochmals groß "NICHT BREMSEN" - und zwar zu Recht, denn darauf zugeschoben zu werden finde ich auch nach Jahren immer noch sehr, sehr unangenehm und es zuckt immer leicht im Fuß.

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benmartin70 20.07.2018, 08:53
9.

Bei einem solchen Schaden wende ich mich doch immer zuerst an den Verursacher. Das ist hier zweifellos derjenige der gebremst hat.
Direktanspruch Haftpflichtversicherung. Wenn die eine Regressmöglichkeit sehen sollen die sich an den Waschstraßenbetreiber wenden.

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