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Wegweisendes Urteil: Kommen jetzt Diesel-Fahrverbote?
imago/ Sven Simon

Deutschlands Städte leiden unter schmutziger Luft. Fahrverbote für Millionen Dieselautos könnten Abhilfe schaffen. Wären sie auch rechtlich zulässig? Darüber entscheidet das Bundesverwaltungsgericht.

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kritischer-spiegelleser 27.02.2018, 10:25
30. Verantwortlich sind die Koalitionsparteien

Und die Dieselfahrer sollten ihre Enteignung endlich bei der nächsten Wahlentscheidung berücksichtigen! Denn diese Parteien werden natürlich sofort versuchen sich aus einer Verantwortung herauszudividieren!

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chichawa 27.02.2018, 10:29
31. Guter objektiver Artikel

Aber ein Aspekt scheint mir im Artikel etwas einseitig dargestellt. Die Pendler haben Nachteile durch die Einfahrverbote in die Städte und von Fahrverboten profitieren angeblich im Gegenzug die Stadtbewohner, weil die Luftqualität besser wird. Das trifft wahrscheinlich zu, aber gibt es nicht auch in den großen Städten Einwohner, die Dieselfahrzeuge besitzen und nutzen? Müssen die künftig in der Garage stehen bleiben - ich vermute, ja. Das ist dann aber doch ein gravierender Nachteil für die Stadtbewohner, oder? Die können ja noch nicht einmal raus der Stadt.

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Leser161 27.02.2018, 10:34
32. Weitsicht

Ich erwarte von den Leuten die dieses Land Weitsicht. Warum? Weil kurzfristiges Steuerradrumgereisse immer teurer ist als langfristige Planung und weil ich als Betroffener und Steuerzahler stets die Kosten zu tragen habe. Egal welche supertolle Hauruckmaßnahme jetzt kommt, ich muss sie bezahlen.

Es ist ja nicht so das die Probleme so plötzlich aufgepoppt sind. Seit ca. 20 Jahren werden wir dieselindoktriniert durch sog. bulliges Drehmoment und Steuervorteile. Seit ca 10 Jahren sind die Probleme Thema. Seit dem fallen immer nur Autokonjunkturprogramme ein (Abwrackprämie, Feinstaubplakette), statt das Problem gründlich anzugehen. Was hätte gegen eine schrittweise Reduzierung der Dieselautos gesprochen. Zu erreichen durch höhere Besteuerung von Fahrzeugen und Kraftstoff, höhere Steuern die auch der Allgemeinheit zu Gute gekommen wären? Stattdessen wurde unser Geld ausgegeben für Abwrackprämien, Feinstaubplaketten und Feinstaubshilder.

Es ist mein/unser Geld, dass ihr verwaltet. Geht damit vernünftig um statt damit eure Freunde aus der Wirtschaft zu versorgen.

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donatellab 27.02.2018, 10:34
33. Fahrverbot

Ich hoffe auf eine positive Entscheidung des Gerichts, damit ich nicht mehr gezwungen bin, diese Abgase zu inhalieren. Täglich kutschieren die Muttis ihre Kids mit dem SUV vor die Schule. Offenbar leiden die Kleinen und können nicht mehr laufen. Dafür haben wir Anwohner die Abgase im Körper.

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namachschon 27.02.2018, 10:37
34. Warum nicht die Lösungen der 70ger Jahre?

Warum wird immer nur von Verboten gesprochen? Warum nicht die ganze Sache flexibler sehen? Diesel-PKW mit geraden Nummern fahren an geraden Tagen, mit ungeraden Nummern an ungeraden Tagen. Und das zwingend für alle, incl. der kompletten LKW-Flut.
Flugs würde sich das Abgasproblem fast halbieren. Gleichzeitig die Steuervorteile des Diesels zurück nehmen. ( Warum nicht auch des Kerosins? Was ist mit den Schiffen, die in den Häfen fast bis zur Stadtmitte tuckern? Ein Riesenschiff verbraucht Unmengen an Treibstoff, oft völlig ungefiltert.
Oder kann man damit kein Geld verdienen?

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Knack5401 27.02.2018, 10:41
35. Die Physok kann man nicht betrügen

Eine gleichzeitige innermotorische Optimierung von Stickoxiden, Partikeln und Treibstoffverbrauch ist nicht möglich. Also muss auf Kosten der Betrüger nachgerüstet werden. Der Diesel-Pkw mit der Eurostufe 6d ist hoch sauber. Bei neuen Nutzfahrzeugen liegt das Abgasniveau von Stickoxiden und Partikeln auf dem Niveau der Umgebungsluft. Der Diesel ist somit zu Unrecht verunglimpft worden, denn es handelt sich hier um die CO2-günstigste Motorentechnik, die bei Anwendung der verfügbaren Abgasnachbehandlungstechnik auch lokal zum Nahe-Null-Emissionsfahrzeug gemacht werden kann.

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auf_dem_Holzweg? 27.02.2018, 10:45
36. wir sind gespannt

mit welcher Ausrede diese Entscheidung heute wieder einmal vertagt wird. Wir können es morgen sicherlich nachlesen

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c.PAF 27.02.2018, 10:47
37.

Zitat von Stefan_G
Wesentlich ist, dass Diesel-Feinstaub aufgrund anhaftender KW krebserregend ist, der natürliche Feinstaub aus Ackerböden ist es nicht. Hat mit Mathematik nichts zu tun, nur mit Medizin.
Wieso haftet dem Feinstaub von Bremsen und Reifen bei Dieselfahrzeugen KW an? Oder meinen Sie das kleine bißchen Feinstaub, daß noch aus dem Auspuff kommt?
Warum ist dann der wesentlich höhere Feinstaubausstoß moderner Benziner weniger problematisch?

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MatthiasPetersbach 27.02.2018, 10:47
38.

Warum eigentlich der Diesel?
Und warum eigentlich der (leider oft nötige) Individualverkehr?

Nur weil sich da jemand drauf eingeschossen hat, alle es nachplappern und sich sogar zu Haßtiraden auf andere Bürger hinreissen lassen?

Das sind doch alles nicht die Hauptursachen unserer dreckigen Luft in der Stadt. Das ist doch der Mensch GRUNDSÄTZLICH - incl. seines Wirkens. Da gehört Heizung genauso dazu wie die Lieferung des täglich anscheinend notwendigen Joghurts - und alles, was wir so unnötigerweise verbrauchen.

Abhängig von Dingen, die wir beeinflussen können (Kleinklima, Durchlüftung usw der Stadt) bis hin zu Dingen, die wir eben nicht beeinflussen können wie Wetter ud Luftdruck.

Das ist ein wenig, wie wenn ich die Adventskerze wegen der Erderwärmung verbiete.

Ich wette, wenn wir alle Diesel aus der Stadt raushalten, wirds so ausgehen wie mit den Feinstaubzonen - es ändert sich nichts.
Außer daß ein paar Leute wieder mehr Geld zu den Autoherstellern tragen müssen. Was - meist umweltschädlich - auch verdient werden muß.

Das ist so kurzsichtig wie noch was.

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Stefan_G 27.02.2018, 10:47
39. zu #10

Zitat von herrmann.bar
Wie wollen Sie dioe Autoindustrie denn dazu verpflichten. Ich bezweifele, dass dieses GG-konform wäre. Wenn ein zugelassenes Kfz nach Euro 5, also ein gesetzeskonformes Fahrzeug auf einmal eine höhere Norm erfüllen soll, kann dies nicht auf Kosten des Herstellers erfolgen, sondern entweder auf Kosten des Besitzers oder des Staates.
Zunächst: Abgasreinigung bei Kfz kommt im Grundgesetz nicht vor d.h. ein Konformitätsproblem kann es hier nicht geben.

Euro 5-Diesel ohne SCR-Kat und AdBlue waren schon immer ein "Fake-Produkt", sie verfügen über die gleiche Hardware wie Euro 4-Diesel, die Einhaltung von 180 mg NOx/km war von Anfang an unmöglich.
Die Hersteller haben aber denau dies garantiert, daher müssen sie es jetzt auch liefern, eben unter Einbau von SCR-Kat und AdBlue-Anlage.

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