Forum: Auto
Wegweisendes Urteil: Kommen jetzt Diesel-Fahrverbote?
imago/ Sven Simon

Deutschlands Städte leiden unter schmutziger Luft. Fahrverbote für Millionen Dieselautos könnten Abhilfe schaffen. Wären sie auch rechtlich zulässig? Darüber entscheidet das Bundesverwaltungsgericht.

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hansglück 27.02.2018, 10:56
50.

Zitat von Knack5401
Eine gleichzeitige innermotorische Optimierung von Stickoxiden, Partikeln und Treibstoffverbrauch ist nicht möglich. Also muss auf Kosten der Betrüger nachgerüstet werden. Der Diesel-Pkw mit der Eurostufe 6d ist hoch sauber. Bei neuen Nutzfahrzeugen liegt das Abgasniveau von Stickoxiden und Partikeln auf dem Niveau der Umgebungsluft. Der Diesel ist somit zu Unrecht verunglimpft worden, denn es handelt sich hier um die CO2-günstigste Motorentechnik, die bei Anwendung der verfügbaren Abgasnachbehandlungstechnik auch lokal zum Nahe-Null-Emissionsfahrzeug gemacht werden kann.
"Der Diesel-Pkw mit der Eurostufe 6d ist hoch sauber."

kein Verbrenner ist irgendwie auch nur ansatzweise "sauber". Deswegen sterben diese auch in wenigen Jahren alle aus, ob mit oder ohne deutscher Industrie, völlig egal.

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Stefan_G 27.02.2018, 10:57
51. zu #37

Zitat von c.PAF
Wieso haftet dem Feinstaub von Bremsen und Reifen bei Dieselfahrzeugen KW an? Oder meinen Sie das kleine bißchen Feinstaub, daß noch aus dem Auspuff kommt? Warum ist dann der wesentlich höhere Feinstaubausstoß moderner Benziner weniger problematisch?
Sie haben ein bemerkenswertes Talent, Dinge zu lesen, die nirgendwo stehen. Also noch einmal lesen und dann etwas vielleicht nicht ganz so Sinnfreies posten.

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paula_f 27.02.2018, 10:57
52. Inkompetenz

gefährlich sind Feinstpartikel aus Benzin Direkteinspritzmotoren, spezifische Partikel wurden in den Gehirnen von Verstorbenen gefunden. Solche Partikel sind so klein dass sie die Zellschranken überwinden und innerhalb der Körperzellen Endzündungsherde bilden. Das ist auch in der Autoindustrie hinlänglich bekannt, Daimler baut seit 2 Jahren in die S Klasse S500 freiwillig einen Partikelfilter ein, der ist nicht teuer und durch hohe Abgastemperaturen brennt er sich von alleine frei - anders als bei einem Diesel. Zur Zeit werden Euro 4 Diesel verschrottet welche sauberer sind als Euro 5 und teilweise Euro 6 Diesel. Die Autos fallen nicht vom Himmel sondern werden mit viel Aufwand Energie Staub und Dreck produziert. Weniger Umweltschädllich wäre eine Nachrüstung anstellen von neuen Autos. Aber Kataris, Saudi Arabien und private Aktionäre würden dann weniger verdienen. Das Geld brauchen die aber um International Kriege zu finanzieren und radikale Islamisten zu finanzieren. Elektroautos anstellen von neuen Benziner wäre eine von Vernunft geleitete Entscheidung. 3.500.000 Millionen Elektroroller rollen leise durch China - Elektroautos folgen.

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furzgurk 27.02.2018, 10:57
53.

Zitat von Kurt-C. Hose
Die Stickoxidwerte sind heute um 60% (!!) niedriger als in den neunziger Jahren. Wirklich nachhaltig giftig sind sie nicht. Bei empfindlichen Menschen (die sich überlegen könnten, ob eine Hauptverkehrsstraßenkreuzung der geeignete Wohnort ist), kann es zu Atemwegsreizungen (vulgo Husten) kommen. Thats it. Zwei Probleme aber sind virulent: CO² und Energie. Diessel emittieren deutlich weniger CO² als BEnziner. Klimapolitisch ist das Aussortieren der Diesel blanke Idiotie. Energietechnisch ist es ebenfalls idiotisch. 60% der Lebenszyklusenergie eines Autos wird bei der Produktion verbraucht. Es gibt also nichts unökologischeres, als ein fahrtüchtiges Auto zu verschrotten. Das Stilllegen ganzer Dieselflotten - energetisch blanke Idiotie. Parallel dazu ruinieren wir noch eine Schlüsselindustrie unseres Landes mit Genuss, anstatt alles dafür zu tun, dass sie Alternativen entwickelt, und sie dabei zu unterstützen, wie die Chinesen das tun, die am Ende die lachenden Dritten sein werden. Hier gibts dann wieder ein paar Millionen Arbeitsplätze weniger und H4-Empfänger mehr.
Ich hoffe die Richter sehen das heute ähnlich wie Sie...

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hansglück 27.02.2018, 10:57
54.

Zitat von MatthiasPetersbach
Gerne. Verkehr raus aus der Stadt. Was sagen da die Städter dazu?
Es geht nicht darum, Verkehr aus den Städten zu bringen, sondern Verbrenner. Gegen Elektroautos hat selten jemand etwas in der Stadt.

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trompetenmann 27.02.2018, 10:59
55. Merkwürdige Argumentation...

Zitat von Kurt-C. Hose
[...] Bei empfindlichen Menschen (die sich überlegen könnten, ob eine Hauptverkehrsstraßenkreuzung der geeignete Wohnort ist), kann es zu Atemwegsreizungen (vulgo Husten) kommen. Thats it.[...]
Dieselfahrende Pendler könnten sich doch überlegen, ob sie nicht näher an den Arbeitsplatz ziehen und auf ihr Auto verzichten?
Die Argumentation der Dieselfahrer ist manchmal schon etwas bizarr.
Aber dem heiligen Gral "Auto" muss eben alles untergeordnet werden, auch die Gesundheit von Mitbürgern die so doof sind, an Hauptverkehrsstrassen zu wohnen....

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hansglück 27.02.2018, 11:00
56.

Zitat von Drehmoment
...dazu sind doch noch viel zu viele Fragen offen. Die Richter werden den Spielball wieder an die Politik zurückgeben, oder auf eine fehlende Europäische Rechtsprechung verweisen. Saubere Luft in Städten ist eine Aufgabe für Generationen, nur lösbar aus einer Mischung von Angebotsalternativen, persönlichem Verzicht bzw. Einschränkung, neuer Mobilitätskonzepte sowie lokal emissionsfreier Antriebe samt verfügbarer Infrastruktur. Wenn wir heute ernsthaft anfangen, könnten wir in 10 - 20 Jahren die Früchte ernten.
Nein, wir können sofort die Früchte tragen. Andere Länder schaffen es auch, die haben schon heute genaue Daten, wann alle Verbrenner verbannt werden, egal ob Diesel oder Benzin. Es gibt in der Schweiz auch heute schon Dörfer, in die nur Elektroautos fahren dürfen.

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hansglück 27.02.2018, 11:01
57.

Zitat von chichawa
Aber ein Aspekt scheint mir im Artikel etwas einseitig dargestellt. Die Pendler haben Nachteile durch die Einfahrverbote in die Städte und von Fahrverboten profitieren angeblich im Gegenzug die Stadtbewohner, weil die Luftqualität besser wird. Das trifft wahrscheinlich zu, aber gibt es nicht auch in den großen Städten Einwohner, die Dieselfahrzeuge besitzen und nutzen? Müssen die künftig in der Garage stehen bleiben - ich vermute, ja. Das ist dann aber doch ein gravierender Nachteil für die Stadtbewohner, oder? Die können ja noch nicht einmal raus der Stadt.
wenn ich mich entscheiden muss, zwischen alter Mobilität und dem Tod durch Abgase, ist die Wahl sehr einfach. Denn dafür gibt es Elektroautos.

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hugotheKing 27.02.2018, 11:02
58. Desinformation oder Bildungsdefizit?

Zitat von e-ding
Es ist schon bizarr. Über 90% der Feinstaubbelastung hat einen natürlichen Ursprung. Der Anteil des Individualverkehrs an den letzten 10% ist quasi nicht meßbar. [...] Mathematik ist übrigens keine Meinung.
Wie man hier (http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-02/luftverschmutzung-feinstaub-stuttgart-gesundheit) nachlesen kann, ist in Deutschland und insbesondere in Großstädten der Verkehr maßgeblich für die Feinstaubbelastung verantwortlich.
Da in den vergangenen Jahren der Anteil an Dieselfahrzeugen kombiniert mit großen SUVs zugenommen hat, kann man die erhöhte NOx- und Feinstaubkonzentration messen. Dafür sind nicht nur die Dieselfahrzeuge verantwortlich, aber sie sind maßgeblich dafür verantwortlich. Das hat im Übrigen mit Mathematik nichts zu tun.

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lalito 27.02.2018, 11:02
59. Wie es laufen könnte:

Zitat von chichawa
. . . Das trifft wahrscheinlich zu, aber gibt es nicht auch in den großen Städten Einwohner, die Dieselfahrzeuge besitzen und nutzen? Müssen die künftig in der Garage stehen bleiben - ich vermute, ja. Das ist dann aber doch ein gravierender Nachteil für die Stadtbewohner, oder? Die können ja noch nicht einmal raus der Stadt.
Bei einer entsprechenden Vorgabe des Gerichts, würde es meist wohl an den Hotspots zu Sperrungen führen und der Durchgangsverkehr gesplittet sowie umgeleitet.

Da sodann die bis dahin weniger betroffenen Stadtteile, oftmals wesentlich ruhiger und situierter liegend als die aktuell betroffenen Hotspots, vom Verkehr häufiger frequentiert würden, wäre das Theater natürlich schnell groß. Mit der Ausweitung der Messstellen würde die Stadt dann schnell großräumig von Zeit zu Zeit zu sperren sein. Bin gespannt auf die Zoneneinteilung, über die sich so mancher Beamte bereits sicher einen Kopf macht.

Letztlich ist der Individualverkehr da und sucht sich seinen Weg, das Augenmerk verschiebt sich lediglich auf ein anderes "Wie" bzw. "Womit"

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