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Weniger Verkehrstote: Stadt in Frankreich führt Tempo 30 ein - überall
CHROMORANGE/ imago images

Im französischen Bègles gilt ab heute eine flächendeckende Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Das soll helfen, Unfälle zu vermeiden, die Umwelt zu schonen - und den "Navi-Effekt" bekämpfen.

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halverhahn 08.07.2019, 18:18
80. Alles nur halbherzig!

Mein Vorschlag: bestimmte kürzere Straßen einfach komplett sperren für den motorisierten Verkehr innerhalb der City. Aber dann auch für alle, auch für den Lieferverkehr und Anwohner! Dann wäre in diesen Straßen wirklich mal Ruhe für Fußgänger und für Fahrradfahrer! Und dann braucht man auch nicht diese dusseligen 30er-Zonen bzw Spielstrassen-Zonen und Co.

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John.Moredread 08.07.2019, 18:28
81.

Zitat von lupo44
wenn man die Frage beantwortet haben will-wie werde ich den Autoverkehr los für immer? Alles auf die Fahrräder, Scoter oder per Pedes!!!! Wir die Verbraucher haben an dieser Automobilentwicklung keine Schuld. Solange für schnelle Autos von Seiten der Industrie im Interesse des jeweiligen Staates geworben wird kann sich nicht sanderes entwickeln.Auch in Frankreich werden Autorenneb veranstaltet neben der Tour de France. Um von "A" nach B"" zu kommen haben die Menschen es auch ohne Auto im 15 Jahrhundert geschafft. Wir sollten wieder Kutschen und Pferdewagen bauen und die Menschen damit transportieren. Alte Aufnahmen vom Potsdamer Platz zeigten mitten in Berlin Pferdestraßenbahnen.Ich glaube zu dieser Zeit gab es kaum Verkehrstote .Geschwindigkeitsüberschreitungen.Ampelregelungen( Polizisten regelten den Verkehr) Wenn wir das alles wieder haben wollen dann werden wir es auch haben werden.Wir müssen aber wissen ,dass Millionen von Arbeitsplätzen dann in Gefahr sein werden Weltweit. Was will ich mit meinen Beitrag zum Ausdruck bringen.Persönlich kann man es nicht mehr hören und am eigenen Erleben mit machen will die Politik uns Menschen klar machen will ,dass es so wie bisher nicht mehr weiter gehen kann. Und das einfachste ist es nun einmal indem ich alles teuerer mache oder es verbiete. Neue bezahlbare Alternativen werden in Aussicht gestellt ,aber erst wird verboten und bezahlen lassen. Dabei haben mehrere Generationen von Politikern den Menschen alles so angepriesen wie es jetzt ist. Bei uns haben sich alle Pareien daran beteiligt. GRÜN;ROT;ROT;SCWARZ und GELB.Nun kommt die politische Kehrtwende auf unser aller KJosten.Das muß die Politik beantworten-wer das alles bezahlt??????
Das mit den seltener Vorkommenden Verkehrsunfällen wage ich zu bezweifeln. In absoluten Zahlen, nehme ich an, ja, dürfte es weniger Unfälle gegeben haben. Das Pferd war eben nicht der Vorläufer des Autos. Pferde waren etwas für Reiche. Der Vorläufer des Autos waren die Füße. Die Straßen in großen Städten waren aber auch schon damals gefährlich - es kam immer wieder vor, das Leute von Kutschen überfahren worden sind. Zudem, auch wenn man es kaum glauben mag, ist das Auto für die Nase die bessere Entscheidung. Die Straßen von New York waren zu den Zeiten, als man noch das Pferd nutzte, ständig mit einer Schlammschicht überzogen. Nur, das es kein Schlamm war, sondern die Hinterlassenschaften der Pferde. Pferdeäpfel aufsammeln klappt ganz gut in flach gebauten Städten, in New York lief das nicht so gut.

Ansonsten würde ich gerne wissen, was ihre konkrete Forderung ist. Hätten die Politiker eine Zeitmaschine bauen lassen sollen, in die Zukunft reisen, und die Entwicklungen vorhersehen?

Und wenn sie sagen, den Verbraucher träfe keine Schuld, so muss ich ablehnen. Das denken kann ihnen keiner abnehmen, das macht immer der eigene Kopf. Wenn Ihnen wirklich nichts einfällt, was sie an ihrem Verhalten ändern könnten, das der Umwelt zugute käme, doch, dann trifft sie sehr wohl eine Schuld.

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holzghetto 08.07.2019, 18:29
82. ja die Spielstrassen sind auch so ein Ärgernis

Bei meinen Eltern ist Schrittgeschwindigkeit in der Strasse. Lieferdienste und einige der Anwohner heizen da aber mit 30-40 kmh durch. Meine Nichte war damals 4-6 da hab ich dann im Schatten eines parkenden Autos gesessen und dann öfters mal den Fussball fliegen lassen. Die Autofahrer waren recht sauer und haben mich angeblökt bis ich ihnen erklärt habe das wir gerne die Polizei hinzufügen könnten... dann wurden sie langsam ruhig und entschuldigten sich

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John.Moredread 08.07.2019, 18:33
83.

Zitat von macks68
Ach ja: Niemand wird gezwungen, in Städten oder Vorstädten zu leben. Jeder, der in die Stadt zieht, sollte sich der Nachteile dort bewußt sein..
Niemand wird gezwungen durch Städte zu fahren. Jeder, der durch eine Stadt fährt, muss sich der Nachteile bewusst sein.

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st.esser 08.07.2019, 18:52
84. Lärmbelästigung

Zitat von Stephan H.
Das Rollgeräusch nimmt im allgemeinen mit der 3. bis 4. Potenz zur Geschwindigkeit zu. Aber mit der Geschwindigkeit nimmt auch das Antriebsgeräusch noch stärker zu. Dies wird summiert zum totalen Geräuschpegel. Die Unterschiede sind schon signifikant: 30km=ca65db vs 50km=ca.72db. Das ist fast eine Verdopplung der Lautstärke. Quelle: http://www.laermorama.ch/m5_krachmacher/strassenlaerm_w.html#rollgeraeusch
Der Pegel ist nicht ganz doppelt so hoch?

Dafür dauert die Vorbeifahrt auch nur halb so lange. Bei einzelnen Fahrzeugen ist die maximale Lautstärke bei Tempo 30 geringer als bei Tempo 50, aber kritisch ist der Verkehrslärm ja wenn die Verkehrsdichte nicht extrem niedrig ist.

Aufwändige Untersuchung zu flächendeckendem Tempo 30 (ich meine das war in der Schweiz) haben ergeben, dass der gemessene Pegel sich kaum gegenüber Tempo 50 ändert, die Anwohner aber subjektiv das Gefühl haben, es wäre spürbar leiser geworden.

Der Verbrauch und die Abgase nehmen aber mit flächendeckendem Tempo 30 erheblich zu. Ich habe eine exakte Verbrauchsanzeige, und danach braucht Tempo 30 soviel wie konstant 140 auf der Autobahn, Tempo 60 etwa die Hälfte davon ...

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Tiberio 08.07.2019, 19:00
85. nichts überstürzen

Viele Leser sind sich jetzt schon sicher, dass das Ganze nicht funktionieren wird. Ich warte gerne ab. Das Thema wurde oft genug theoretisch besprochen. Schön, dass es nun einen Feldversuch gibt.

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st.esser 08.07.2019, 19:01
86. Verbrauch von BEVs

Zitat von John.Moredread
Was bringt Sie denn auf das schmale Brett? Der Elektromotor ist nicht nur effizienter als der Verbrenner, sondern der Leistungshunger reflektiert vor allem die tatsächliche Anforderung. Tempo 30 wäre in jedem Falle gut. Sollten die Großstädte in Deutschland alle einführen, dann könnte man auch Rad fahren, ohne um sein Leben zu fürchten.
Es gab einen aufwändigen Test des Nissan Leaf, bei dem zum Erstaunen des Testers der Verbrauch bei Tempo 30 tatsächlich etwa 60% höher war als bei Tempo 50.

Das verbrauchsgünstigste Tempo war (wie bei den meisten Verbrennern) bei noch etwas höherem Tempo (ich meine man hätte es zu 56 km/h bestimmt).

Die Ursache sind die permanenten Verbraucher, die bei längerer Fahrtdauer stärker ins Gewicht fallen, während bei diesen Geschwindigkeiten die geschwindigkeitsabhängigen Fahrtwiderstände noch nicht dominant sind.

Im Übrigen sinkt die Leistungsfähigkeit einer Straße mit Tempo 30 erheblich, da der verringerte Sicherheitsabstand die längere Belegung der Straße nicht ausgleicht.

(Für die Stadt nicht relevant, aber vielleicht trotzdem interessant: die optimale Leistungsfähigkeit erhält man bei etwa Tempo 80. Darüber und darunter sinkt dieser Wert, und deshalb entstehen Staus auf der Autobahn spontan, wenn sehr dichter Verkehr unter dieses Tempo abgebremst wird.)

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Klaus's Meinung 08.07.2019, 19:39
87. Gib es in Deutschland auch

lieber SPIEGEL, in Renningen gilt überall 30 und überall rechts vor links. Keine Schilder. Nur eine Straße hat Vorfahrt, aber auch dort gilt 30. Probleme 0.
Also auch mal in Deutschland recherchieren.

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Skakesbier 08.07.2019, 19:56
88. Die PR-Abteilung

des Bürgermeisters wollte selbigen einfach auf 'Teufel komm' 'raus' in die Presse bringen! Sonstiger Sinn: Absolut NULL!
Apropos: Wieviele Verkehrstote gab es in Bègles 2018, '17', '16 noch mal? Hätten die SPON-Skibler mal recherchieren und vor allem publizieren sollen!

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Fragende_Leere 08.07.2019, 20:10
89. Wie kleinteilig man hier Umwelt, Drehzahl und Belästigung vorgerechnet bekommt

Hey Leute: wenn nicht alle in den Städten rasen würden (also mehr als 50 km/h), bräuchten wir nicht darüber nachdenken, wie Unfälle und Tote verhindert werden könnten. Und in der Stadt ist die Durchschnittliche Geschwindigkeit eh nicht höher, warum also der Aufschrei?

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