Forum: Auto
Wutrede: VW-Chef Diess beklagt "Feldzug" gegen das Auto
DPA

Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht die deutsche Autoindustrie auf eine schwere Krise zusteuern. Schuld daran sei der Trend zu sauberen Fahrzeugen.

Seite 13 von 27
jennerwein 16.10.2018, 15:47
120. Vertrauen habe ich in deutschen Erfindergeist

als in Öko-Luftschlösser. Eine Idee, wie gut auch immer, ist erst dann gut, wenn sie umgesetzt werden kann. Vielleicht heißt es bald schon "Deutsche Industrie hat fertig" Was Thatcher + ihre Gegner "gemeinsam" geschafft haben, warum sollten wir dies nicht können.

Beitrag melden
jogola 16.10.2018, 15:47
121. Nur leider

Zitat von TheBear
Die Autoindustrie stellt genau das her, was die Autofahrer wollen.
ist der Nissan Note ePower in Deutschland nicht zu bekommen. Ich hoffe die machen bis dahin die Schienen für die Sitze 5 cm länger. Daran ist 2011 der Kauf eines vierten Nissan gescheitert und ich "musste" ein Lügenauto nehmen.

Beitrag melden
dirkcoe 16.10.2018, 15:48
122. Herr Diess übersieht einmal mehr

das die Grenzwerte dann für alle Autobauer gelten. Bisher gab es weder einen Aufschrei aus Frankreich, noch aus Japan, noch aus China. Warum? Weil man dort einfach seinen Job machen wird und pünktlich Fahrzeuge liefern wird, die allen Anforderungen entsprechen. Also kann der Rest der Welt - nur leider Deutschland nicht? Sorry Herr Diess - das Sie persönlich rein gar nicht können, glaube ich gerne. Aber das Deutsche Ingenieure nicht in der Lage sind die Herausforderung anzunehmen glaubt wirklich keiner.

Beitrag melden
Abraczyk 16.10.2018, 15:48
123. die logische Konsequenz . . .

Bei den Automobilkonzernen (vermutlich nicht nur bei den deutschen) wurden Gesundheitsvorgaben (sauberere Luft) jahre, wenn nicht jahrzehtelang mit Schummelsoftware (so man den Betrug an Kunden und Gesellschaft/Menschheit verniedlichen will) umgangen und der Profit so über die Gesundheit der Menschen und das Wohl der Umwelt gestellt - da ist es nur folgerichtig, dass so ein Dünnbrettbohrer-Manager jetzt, da der hoch-professionelle Betrug aufgeflogen ist und künftig nicht mehr funktioniert, die Umwelt bzw. die Forderung nach Umwelt- und Gesundheitsschutz für die Menschen zur Ursache allen Übels erklärt; Wenn schon Migration die Mutter aller Probleme ist - vlt. könnte die auch für den Niedergang der Automobilindustrie herhalten . . . ?

Beitrag melden
TurboWölfchen 16.10.2018, 15:48
124. VW war schon mal weiter

Die Tragik ist ja auch, wie VW seine Stärken verschleudert hat. VW (und später einschl. Seat und Skoda) hatte einen großen, loyalen Kund/innenstamm in der kleinen und Mittelklasse (Polo, Golf, Passat), der mit diesen Fahrzeugen aufgewachsen war und in den 90ern den Zug zum TDI-Motor mitvollzogen hat. Dadurch waren viele Jahre erschwingliche Mobilität möglich. Dieses Kundenvertrauen war Milliarden wert.

Dann kamen die Qualitätsprobleme (vorzeitiger Rost, häufige Motor- und Getriebeschäden, schlechte Elektronik mit Reparatur-Odysseen etc., immer weniger Kulanz im Konfliktfall) und zeitgleich ein absurdes Premium-Gehabe mit entsprechendem größenwahnsinnigem Marketing-Geschwurbel (W12, Phaeton, Touareg, Bentley, Ducati, Lamborghini etc.). Auch die Überfrachtung der unteren Mittelklasse mit Zubehör aus dem Oberklassesegment gehört dazu.
Dahinter steckte u.a. die Vorstellung, Produktmängel mit Marketing-Geschwätz und Image-Werbung niederschlagen zu können.

Eigentlich gute technische Ansätze für den Mainstrean wie der kompakte, sparsame Diesel-Pkw hätten beizeiten mehr Investitionen erfordert, um sie zukunftsfester zu machen (Polo TDI Blue Motion als Nachfolger des Drei-Liter-Lupo).
Stattdessen dieser Premium-Irrsinn... und dann musste es bei den kleineren Modellen so billig wie möglich sein.
Dass in so einer Kultur Betrug zur Kostenersparnis und Gesichtswahrung beitragen sollte, ist nicht ganz ohne Logik.
Aber der Schaden durch den Vertrauensverlust dürfte jede betriebswirtschaftliche Kalkulation übersteigen.

Beitrag melden
tg-berlin 16.10.2018, 15:50
125. Je eher, desto besser

Je eher die deutschen Autokonzerne zusammenbrechen, desto besser für unserer Klima. Was diese Dummköpfe in den deutschen Vorstandsetagen offenbar noch immer nicht begriffen haben: Sie tragen mit ihrer Verweigerungshaltung wesentlich dazu bei, daß wir immer schneller auf eine Klimahölle zusteuern und sie sind vor allen anderen dafür verantwortlich, daß jährlich tausende von Deutschen an dem Lärm und Dreck sterben, den ihre technologisch rückständigen Benzinschleudern verursachen.

Beitrag melden
chris.schanz 16.10.2018, 15:51
126.

"Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht die deutsche Autoindustrie auf eine schwere Krise zusteuern. Schuld daran sei der Trend zu sauberen Fahrzeugen."

Es gibt keine sauberen Fahrzeuge. Diejenige Person, die für den Untertext der Schlagzeile verantwortlich ist, hätte das wissen können, wenn sie sich den Artikel genauer durchgelesen hätte. Auch Elektro-Autos produzieren indirekt Unmengen an CO2-Emissionen. Auf die durchschnittliche Lebensdauer 40% weniger als Verbrennungsmoteren, aber sie deshalb schon als sauber zu bezeichnen ist irreführend. Wir reden hier je nach Fahrzeuggröße bei E-Autos von 20-30 Tonnen CO2-Emission. Laut einer ADAC-Studie haben Diesel-Fahrzeuge teilweise sogar eine bessere CO2-Bilanz als vergleichbare E-Autos.

Beitrag melden
postbote101 16.10.2018, 15:51
127.

Zitat von syt
überzeugen,das sie kein,oder nur kleine Fahrzeuge mit wenig Verbrauch fahren. Dann wird die Industrie nur kleine Fahrzeuge an bieten . Der Käufer hat die Macht .Aber was fahrt ihr ?
Sorry aber zurück ins Mittelalter ist auch nicht die Lösung.
Dann schlage ich lieber vor, dass der Staat die 800 Mio. EURO von Audi direkt in die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben investiert. Wenn der Antrieb stimmt, ist die Größe der Fahrzeuge irrelevant.

Beitrag melden
herr_ausragend 16.10.2018, 15:52
128. Wer mit so unverhohlener

Zitat von stumpen89
Ich kann gar nicht ausdrücken, mit welcher Genugtuung ich diesen Artikel gelesen habe. Seit Jahrzehnten (!) sagt jeder seriöse Wissenschaftler und jeder Branchenkenner, dass die deutsche Autoindustrie Gefahr läuft, international den Anschluss zu verlieren. Die Autobauer, allen .....
Genugtuung den Niedergang eines führenden deutschen Industriezweigs beklatscht, wird irgendwann mal feststellen, dass man mit dem Bau und Export von Lastenfahrrädern oder dem Betrieb eines Bioladens in Prenzlauer Berg nicht genug Steuergelder generieren kann, um eine coole Stadt wie Berlin zu subventionieren. Arm aber sexy geht nämlich nur, wenn verbrecherische und verschlafene Industrien Arbeitsplätze bieten und Steuern erwirtschaften. Schon mal drüber nachgedacht, oder ist keine Zeit mehr wegen der laufenden thermodynamischen Berechnung des perfekten Verbrennungsmotors? Kostet bestimmt viel Zeit....

Beitrag melden
stefan7777 16.10.2018, 15:53
129. Wasserstoff ist gut zu bevorraten?

Zitat von vulkaneifler
irgendwann müsste es doch auch mal in Wolfsburg die Weiheit ankommen , das Erdöl nicht unendlich vorhanden ist und eigentlich zu schade ist es nur zum Auspuff heraus zu jagen . Andere Hersteller sind nun mal nicht nur hinter der alten Technik....
https://www.heise.de/autos/artikel/Auf-Wiedersehen-Wasserstoff-793140.html
Wasserstoff ist weder gut zu bevorraten, noch zu transportieren oder umzuladen. Jede dieser Tätigkeiten verursacht enorme Verluste und braucht extrem aufwändige wartungsintensive und teure Technik. Und dann kommt noch hinzu, dass Wasserstoff jeden Tank bzw. Metall das ihn einigermaßen halten kann, mit der zeit porös macht - der Wasserstoff diffundiert einfach durch. Power2Gas wird sicher seine Nische finden, mehr aber nicht.

Beitrag melden
Seite 13 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!