Forum: Auto
Wutrede: VW-Chef Diess beklagt "Feldzug" gegen das Auto
DPA

Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht die deutsche Autoindustrie auf eine schwere Krise zusteuern. Schuld daran sei der Trend zu sauberen Fahrzeugen.

Seite 8 von 27
Mikel 16.10.2018, 15:02
70. Es ist ja nicht so

dass die deutsche Autoindustrie das nötige Geld für Forschung & Entwicklung zukunftsträchtiger Auto-Technologien nicht hätte und auch nicht früher schon gehabt hätte. Der deutschen Autoindustrie mangelt es an etwas Anderem.

Beitrag melden
pheapria 16.10.2018, 15:02
71. ich glaub, die bosse drehen voll am rad

was ist das denn für ne peinliche Behauptung. das verschlafen kennt jeder Mitarbeiter in der Autoindustrie. es gibt Forschungsfelder, da denkt sich Otto Normalverbraucher, wer braucht sowas denn,... aber an wirklich wichtigen, dem Antrieb wird wenig geforscht... da muss erst Mal die Konkurrenz nachlegen, bevor man irgendein Finger rührt. beim Job suchen, sagt jeder Herausforderung suchen, was ich nicht gern höre, denn Arbeit bleibt Arbeit. ich suche jedenfalls nicht nach Herausforderungen. sei es drum. wenn man aber Mal bei dem bleibt, Frage ich mich wo die deutsche Ingenieurskunst geblieben ist. da fahren Autos autonom durch die Strasse und da will mir jemand erzählen, er schafft es nicht die Grenzwerte einzuhalten... geht's noch? dann muss man, wenn man keine Lösung findet, eben mit PS usw. runter... jedenfalls für die Masse. gibt natürlich Leute die wollen ihre PS. sollen sie bekommen. dafür wirds eben teurer. aber reden wir nicht um den heißen Brei. wer braucht ein SUV mit über 300 PS für sich alleine in der Innenstadt. ich sage nur... guckt euch Oslo an wie es geht. Wahnsinn, was dort schon umgesetzt wurde... will auch...

Beitrag melden
postbote101 16.10.2018, 15:03
72.

Da hat wohl jemand zu viel am Auspuff geschnuppert. Herr Diess, das einzige, was die Öffentlichkeit von Ihnen oder Ihren Kollegen hören möchten, ist eine ehrliche Entschuldigung.

Und danach Ihren Rücktritt.

Beitrag melden
sullo 16.10.2018, 15:03
73. Neuer Mensch

Lieber Herr Diess,
bitte vergessen Sie nicht in ihrer smarten Fabrik auch noch den neuen Stadt-Menschen zu designen, der in der Lage ist die Gifte in den Abgasen Ihrer Autos zu inhalieren ohne krank zu werden, sich rechtzeitig in Luft auflöst wenn ein zu großes SUV durch die zu engen Straßen der Stadt donnert und nicht zu viel über den Lärm jammert.

Beitrag melden
kraftmeier2000 16.10.2018, 15:03
74. Wie konnte

so ein Blindgänger nur Chef dieses Unternehmens werden?
Ich sehe auch nur das Jahr für Jahr mehr PS und größere Autos auf den Markt kommen, das gilt aber auch schon für die z. Z. vorgestellten E- Autos (siehe Audi E-Tron), warum nicht E-Autos mit 120-180PS mit dem im Audi verbauten Akku, und die Reichweite sollte das geringste Problem sein.
Aber angeblich verdient man damit ja kein Geld, einfach Lachhaft.

Beitrag melden
adissu 16.10.2018, 15:06
75. Wer will, dass die Umweltbelastung runtergeht, ...

muss konsequent den Individualverkehr reduzieren und die Autos, die noch fahren müssen klein, leicht und vernünftig motorisiert werden. Es ist doch völlig egal, ob da Diesel, Benzin oder E-Auto unterwegs sind. Die haben alle eine schlechte Umweltbilanz. Bei den Verbrennern an jedem Auspuff und bei den E-Autos ist es vor allem der Produkt- und Recyclinglebenszyklus der Batterie (wird ja immer so gerne ausgeblendet, dass das ein ebenfalls vollkommen ungeklärter Punkt der hochgepriesenen Elektromobilität ist). Die Reduktion des Individualverkehrs und eine kleinere Motorisierung fängt aber vor allem bei den Kunden, also den meisten von uns hier, an. Wer also was für die Zukunft tun möchte, muss bei sich selbst anfangen. Als Hersteller verkauft man das, was die Leute haben wollen, sonst gibt es den Laden bald nicht mehr.

Meine vorangegangenen Ausführungen sind allerdings keine Entschuldigung oder Relativierung für den offengelegten Betrug und Gesetzesbruch der Automobilindustrie. Das steht auf einem ganz anderen Papier.

Beitrag melden
Zuversicht 16.10.2018, 15:06
76. Der Herr Diess

Sollte Herr Diess tatsächlich so eine „Wutrede“ gehalten haben, dient das mehr zukünftig wieder hohe Fördergelder von der Politik zu erpressen.

Es nützt auch nichts dem Markt zu überlassen welche Fahrzeuge in Zukunft produziert werden sollen. Dieses Märchen der Neoliberalen Fürsprecher würde nur auf einem wirklich freien Markt möglich sein. Den haben wir aber nicht.

In seiner Rede ist kein Wort davon, dass VW in den nächsten Jahren über 15 Milliarden Euro nach China pumpt um dort E-Mobilität zu entwickeln und zu produzieren. Warum machen sie das? Weil dort eine Regierung sitzt, die es politisch einfach durchsetzt. Die Gründe dafür sind vielschichtig, einer ist aber, dass die Welt nicht genügend Öl hat um alleine eine Mobilität mit fossilen Fahrzeugen auf dem Niveau in westlichen Ländern in China zu verkraften.

Nur wenn jetzt die ganzen Hersteller und auch Zulieferer in China entwickeln und produzieren, was bleibt da für Europa noch groß übrig? Oder glaubt hier selbst der 200% Verfechter der dt. Automobilindustrie, das hier in diesem Bereich noch viele hochbezahlte Arbeitskräfte verbleiben? Wem wollen sie denn in Europa produzierte Fahrzeuge noch verkaufen, wenn in Asien weit unter unserem Niveau produziert werden kann und die Schlüsselteile (u.a. Akkuzellen, Elektronik) eh aus Asien kommen?
Newcomer wie Byton machen es doch schon vor. IT kommt aus den USA, Fertigungstechnik kommt noch aus Europa und produziert wird das in China, sogar mit relativ vielen dt. Firmen, nur ohne dt. Arbeitskräfte.

Und neben dem heutigen Geschäft kommt ja noch die autonome Welt des Fahrens dazu. Spätestens dann bricht der Automarkt weltweit zusammen, da nur mehr 40% der Fahrzeuge überhaupt benötigt werden. Von der Industrie 4.0, die weitere Million Arbeitsplätze vernichtet reden wir hier noch gar nicht.

Die Autoindustrie hat es in den letzten Jahrzehnten sehr bequem gehabt. Dank massiver Politikunterstützung konnten die eigentlich machen was sie wollten. Die ach so schlimmen Grenzwerte wurden eh von den Lobbygruppen diktiert, denn man hatte ja genügend Möglichkeiten diese im realen Betrieb zu umgehen. Das ist jetzt leider aufgeflogen und heute merken wir, dass die konventionellen Hersteller nicht mehr in der Lage sind, oder nur mit hohem technischem Aufwand, ihre Vorgaben in der Praxis umzusetzen. Da müssen in der Tat andere Fahrzeuge her, auch Fossile, die sie aber nicht bauen wollen oder können.

Und zum WLPT: Hier hat nur die dt. Industrie Probleme. Die ausländischen Hersteller können weiter liefern.

Beitrag melden
Flash04 16.10.2018, 15:06
77. Der Kunde hat immer Recht

Herr Diess hat vergessen, dass VW nur durch Erfüllung von Kundenwünschen Geld verdienen kann. Er kann‘s ja gerne mit Verführung versuchen, aber Wut und Drohungen werden nicht helfen. Es ist fatal die wichtigste Industrie dieses Landes von realitätsfremden Wüterichen führen zu lassen. Das ignorieren von VW Autos und VW Aktien hilft dies zu ändern.

Beitrag melden
Mr.Willibald 16.10.2018, 15:08
78. Die Party ist vorbei

Herrn Diess scheint es doch nur um seine kurzfristigen Managerboni zu gehen, die er nun endlich nach jahrelangem Warten und dem Wechsel aus den hinteren Reihen von BMW an die VW Spitze einstreichen darf. So ein Geschäft will man sich natürlich nicht kaputt machen lassen, solang man die sterbende Kuh noch ordentlich melken kann. Der deutschen Autoindustrie und den damit verbundenen Jobs hilft das leider gar nichts. Hier hat China auch durch politischen Druck schon vor einigen Jahren die Weichen richtig gestellt und wird in Zukunft vor allem durch die Batterietechnik die deutsche Automobilindustrie und deren Wertschöpfungskette ziemlich alt aussehen lassen. Diese Probleme sollten Politik und Industrie jetzt endlich gewissenhaft angehen!

Beitrag melden
spon-facebook-10000012354 16.10.2018, 15:09
79. Schädlinge ohne Auspuff

Zitat von herr_ausragend
über die hohe Zahl von Experten in diesem Forum, und über die Anzahl einfacher Lösungen noch mehr. In meine Zeit bei einem großen norddeutschen Automobilhersteller viel die Produktion des ersten drei Liter Autos. War der Lupo, leicht, klein und sparsam. Hat kein Mensch gekauft. Warum nicht? Ich bin gespannt auf die Anworten der Experten hier. Sind bestimmt alle einfach.
Dies ist genau der Punkt: Ein SUV im Rahmen der E-Mobilität verstärkt eher die Klimaprobleme, wie der SPIEGEL für den Mercedes EQC und den Audi e-tron quattro dargestellt hat (Seite 114, Nr 42). Der "ökologische Rucksack" wird dann immens. Der ökologische Rucksack ist die sinnbildliche Darstellung der Menge an Ressourcen, die bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung eines Produktes oder einer Dienstleistung verbraucht werden. Sie soll im Rahmen der Ökobilanz einen Vergleichsmaßstab bieten, mit dem verdeutlicht wird, welche ökologischen Folgen die Bereitstellung bestimmter Güter verursacht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Rucksack

Beitrag melden
Seite 8 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!