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Zehn Techniktricks gegen Spritverbrauch: Schluss mit durstig
Daimler

Benzin- und Dieselpreise steigen rasant, E-Mobile schaffen den Durchbruch bislang nicht. Deswegen fahnden Hersteller nach Wegen, um den Verbrauch beim Verbrennungsmotor zu stoppen - zehn schlaue Techniken, die Sprit und Geld sparen.

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jules16v 21.03.2012, 10:23
1. Ertappt!

Zitat von sysop
Dieser Feinschliff zahlt sich aus", sagt Mercedes-Chef-Aerodynamiker Teddy Woll. Eine Reduktion des Luftwiderstandsbeiwerts von 0,25 auf 0,24 spart im Normzyklus etwa zwar nur 0,04 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Bei der alltäglichen Fahrt außerhalb des Labors liege der Verbrauchsvorteil-Vorteil allerdings bei 0,08 bis 0,12 Liter. Interessant wird es bei einer schnellen Autobahnfahrt. Da sind sogar 0,21 bis 0,42 Liter Ersparnis möglich. Bei 250 km/h bedeutet ein Minus von 0,01 sogar bis zu 0,67 Liter weniger Benzin, sagt der Mercedes-Mann.
Ich finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.

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Markuz 21.03.2012, 10:39
2. Technik und bunte Displays

verbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist.

Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.

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BabelHuber 21.03.2012, 10:48
3. Ist ja logisch!

Zitat von jules16v
Ich finde die Heuchelei der Hersteller bemerkenswert: auf der einen Seite wird basierend auf irgendwelchen Norm-Zyklen der ein-Liter-Cayenne beschworen, auf der anderen ist's dann in der Realität dann ganz anders - aber bitte nur, wenn diese auch dem eigenen Interesse zuspielt.
Der Staat MUSS ja irgendein Reglement vorgeben, z.B. wie der Verbrauch gemessen wird oder wie der Seitenaufpralltest aussehen muss.

Die Autohersteller versuchen dann, bei gegebenen Reglement das Beste für sich herauszuholen.
Das Reglement muss auch nicht staatlicher Natur sein, z.B. hat BMW beim 2012er 535d den CO2-Ausstoß von 163g/km auf 160g/km gesenkt.
Das sieht auf den ersten Blick marginal aus, wenn man aber bedenkt, dass viele Firmen inzwischen vorschreiben, dass der CO2-Ausstoß eines Dienstwagens max. 160g/km sein darf, dann versteht man das.

Es gilt grundsätzlich: Ein paar wenige Leute geben die Regeln vor. Dann versuchen sehr viele Leute, das Regelwerk bestmöglich für sich zu nutzen.
Da normalerweise sehr viele Leute kreativer sind als einige wenige, stehen die Macher der Regeln meist etwas schlechter da.
Das ist auch so gut wie überall dasselbe, siehe z.B. neue Regeln im Steuerrecht. Sobald da eine neue Regelung erscheint, versuchen Armeen von Steuerberatern, die wieder auszuhebeln.

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Airkraft 21.03.2012, 10:56
4. Tricks?

Das ist nicht nicht wirklich neu und schon seit langem bekannt. Außerdem will der gemeine Autofahrer eigentlich nicht Sprit, sondern eher Geld sparen - das geht aber ganz anders!!!

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franneck 21.03.2012, 11:00
5. ...

Zitat von Markuz
verbrauchen in Ihrer Herstellung und Entwicklung auch Energie. Eine Palme als Anreiz, haha ... und nach drei Jahren funktioniert der Schnickschnack nicht mehr oder muß repariert werden. In neuen Autos steckt soviel (auch überflüssige) Technik, die als Sondermüll zu entsorgen ist und das Gewicht des Autos erhöht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das defekte Teile meist komplet ausgetauscht werden müssen und keine einfache Reparatur mehr möglich ist. Für mich gilt immer noch: Ein Auto verbraucht in der Herstellung solche Rohstoffmengen, dass es bis zum wirklichen Ende gefahren werden sollte. Ob es einen Liter mehr verbraucht oder nicht, ist da unerheblich.
Da geb ich Ihnen Recht. Die Produktionsbedingungen bei der Automobilherstellung werden viel zu wenig berücksichtigt. Liegt mit Sicherheit daran, dass wir beim Kauf eines Neuwagens davon überhaupt nichts mitbekommen und auch überhaupt keinen Bezug zum Produkt herstellen können. Wenn es um den Spritverbrauch geht, merken wir dies in der Geldbörse. Auch die Abgase verbinden wir ja mit dem Produkt "Auto", da sie direkt bei uns, durch unsere Nutzung entstehen. Energieverschwendung und Umweltverschmutzung bei der Herstellung können wir dagegen leicht unter den Tisch kehren, denn es ist ja quasi im Preis enthalten und es findet anderswo statt.

Im Übrigen werden viele andere Belastungen, die durch das Automobil entstehen, ebenfalls sehr stiefmütterlich behandelt. Erinnert sei zum Beispiel an den enormen Raumbedarf oder die Lärmbelästigung. Eine alleinige Beurteilung nach dem Spritverbrauch ist oberflächlich. Sich ein neues Auto wegen einem halben Liter weniger auf hundert Kilometern anzuschaffen ist höchst verschwenderisch.

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bunterepublik 21.03.2012, 11:03
6. Lehren

Zitat von sysop
Benzin- und Dieselpreise steigen rasant, E-Mobile schaffen den Durchbruch bislang nicht. Deswegen fahnden Hersteller nach Wegen, um den Verbrauch beim Verbrennungsmotor zu stoppen - zehn schlaue Techniken, die Sprit und Geld sparen.
Leichter bauen, weniger PS, Geschwindigkeitsbeschränkungen, gesetzliche Vorschriften.....nur so geht es!!!
Die Automobilhersteller könnten ohne weiteres den Flottenverbrauch extrem senken, wenn dem PS-Wahnsinn Einhalt geboten würde.
Der Standard-Benz vor 30 Jahren hatte 136 Benzin-PS (230 E) und wog knapp 1450 kilo.
Der Standard-Benz von heute wiegt ca 1,7 tonnen und hat knapp 200 PS.

Hätte man den technischen Fortschritt konsequent in Leichtbau umgesetzt, auf weniger Verbrauch statt mehr Leistung gesetzt, stünden wir jetzt deutlich besser da. Stattdessen wurden viele unnötige technische Spirenzchen entwickelt, die zuvörderst nur dem unbesonnenen Raser schützen (Traktionskontrollen, ESP etc. pp), aber nicht den besonnenen Verwender.

Daher Auf Autobahnen 110 km/h, auf Landstraßen 80, innerorts 30.

Unsere Probleme wären gelöst.

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Matyaz 21.03.2012, 11:03
7. wenig sinnvoll

Downsizing, Gewichtsreduktion, weniger Luftwiderstand: wenn ich lese dass das dann auf den BMW X3 oder andere Idiotentraktoren angewendet werden soll, ist das ähnlich erfolgversprechend wie etwa kalorienarme Torte herzustellen. Natürlich verbrauchen auch SUV´s weniger, wenn man sie leichter oder luftwiderstandsärmer baut, nur liese sich das ganze bei gleichem Raumangebot und Fahrleistungen mit Fahrzeugen, die nicht aus völlig irrationalen Gründen nicht wie aufgeblasene Jeeps ausschauen müssen, eben wesentlich einfacher und effektiver erreichen.

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jules16v 21.03.2012, 11:06
8. Physik = Physik

Zitat von BabelHuber
Der Staat MUSS ja irgendein Reglement vorgeben, z.B. wie der Verbrauch gemessen wird oder wie der Seitenaufpralltest aussehen muss. ... Das ist auch so gut wie überall dasselbe, siehe z.B. neue Regeln im Steuerrecht. Sobald da eine neue Regelung erscheint, versuchen Armeen von Steuerberatern, die wieder auszuhebeln.
Sie verwechseln (willkürlich definierte) Gesetze mit technischen Spezifikationen.

Spezifikationen haben einen durch Rahmenbedingungen vorgegebenen Geltungsbereich. Ich moniere, dass nur ein Extrem dabei bedient wird, nämlich das, welches am verkaufsfördernsten ist. Teilweise ergeben die Normzyklen Werte, die physikalisch unmöglich sind, z.B. bei Plug-In Hybriden.

Ich denke nicht, dass das eine legitime Praxis ist. Wir leben nunmal nicht im Labor.

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Charmaquest 21.03.2012, 11:07
9. Alles nix neues

Die erste Generation des Honda Insight, der von manch findigem Fahrer so modifiziert wird dass man manuellen Einfluss auf das Hybrid-System hat, beherzigte bereits vor 10 Jahren alle diese "Tricks" zum Spritsparen. Es ist nur traurig dass die Industrie dass erst jetzt langsam umsetzt, und dann noch als Innovation verkauft.

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