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Zehn Tipps für Radfahrer: So kommen Sie sicher durch Herbst und Winter
Oliver Tjaden / ADFC

Die kalte Jahreszeit hat begonnen, jetzt wird es für Radfahrer gefährlicher auf der Straße. Doch das Unfallrisiko lässt sich leicht verringern.

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fatherted98 28.10.2015, 07:40
1. Licht Licht Licht...

...solange blinde Eulen durch die Gegend fahren, braucht man sich über die Unfallzahlen nicht zu wundern...naja...auch die allgemeine Agressivität auf der Straße tut Ihr Übriges.
Ich verzichte in der dunklen Jahrszeit morgens mit dem Rad zu Arbeit zu fahren...nach drei Fast-Unfällen im letzten Jahr hört bei mir die Saison Anfang Oktober auf.

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Hornet63 28.10.2015, 07:52
2. Tipp 11 fehlt

Fahrrad stehen lassen, wenn die Witterungsverhältnisse es nicht mehr zulassen.

Ich sehe jeden Winter Leute, die Fahrrad auf Schnee- und Eisdecken fahren, und zwar mit Normalbereifung. Es gibt wahrlich angenehmere Methoden, seine Gesundheit zu riskieren.

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fjr 28.10.2015, 07:52
3.

Der wichtigste Tipp fehlt: Sich an die StVO halten. Das tun 99,999% der Radfahrer leider überhaupt nicht. Fahren im Gegenverkehr, gegen die Fahrtrichtung der Einbahnstraße, auf gesperrten Flächen, auf Gehwegen, zu dritt nebeneinander, ... . Was man da täglich alles sieht, wenn man 20 Minuten zu Fuß durch eine deutsche Stadt geht, da stehen einem die Haare zu Berge. Und der Hammer: Wenn ich schon kein Licht anmache, dann ziehe ich mir auch schwarze Klamotten an.

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and_over 28.10.2015, 08:26
4. der wichtigste Punkt ist Nr. 9!

Liebe Radfahrer, lasst die Schickimickibüroklamotten weg und holt euch eine Winterarbeitsjacke in neongelb (nach EN 471 ;) ), damit werdet ihr auch gesehen. Ich habe im Herbst einen Radfahrer nur dadurch geshen, dass er eine Arbeitshode mit Reflexstreifen anhatte. Das Licht an seinem Rad ging komplett in den verschiedenen umgebenden Lichtquellen unter.
Grüsse vom neongelben Rollerfahrer :-)

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spon-41d-frm9 28.10.2015, 08:29
5. mit Warnweste mehr Respekt

vor kurzen hab ich mir auch eine Warnweste gekauft und trage die jetzt auch wenn ich spät abends heimradel. Ich habe festgestellt dass mir mehr Respekt entgegengebracht wird als ohne. Autofahrer die sonst weiterfahren würden haben doch noch gebremst und mir den Vorrang gelassen

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deesdrei 28.10.2015, 08:43
6. Regel Nr. 11

Die wichtigste Regel habt ihr offenbar vergessen: Gehirn einschalten und das Rad - insbesondere im Winter, nach Schneefällen und bei Glatteis - besser stehenlassen und lieber mit dem ÖPNV oder dem pöösen Automobil fahren. Fahräder sind, wie Motorräder auch, Balancefahrzeuge. Während die Biker so vernünftig sind, ihre Maschinen mehrheitlich den Winter über nicht zu benutzen, müssen irgendwelche "Kampfradler" selbst noch bei 10 cm Neuschnee mit dem Rad unterwegs sein und lamentieren dabei noch lautstark, wenn der Radweg nicht rechtzeitig geräumt ist. Ich habe schon Radler gesehen, die es auf fester Schneefläche (Gehweg natürlich, wo sonst fahren diese Brüder im Winter!) ganz unvermittelt vom Rad geschmissen hat. Eine winzig glatte Stelle reicht dafür aus. Wenn sowas vor dem eigenen Auto auf der Straße passiert und man dem Stürzenden nicht mehr ausweichen kann, hat man automatisch eine Mitschuld, obwohl man für die Dämlichkeit des Radfahrers, bei winterlichen Bedingungen unbedingt fahren zu müssen, absolut nichts kann! Der Winterdienst wird aus Kostengründen Jahr für Jahr immer weiter eingeschränkt - da braucht es diese Kasper nicht auch noch!

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Zeugma 28.10.2015, 08:46
7. Ja, Spikes ...

... kann ich wärmstens empfehlen! Anfangs auf trockenem Asphalt etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf rutschigem Untergrund und Schnee Gold wert.

Dann wird das Licht als wesentlicher Sicherheitsfaktor zu Recht genannt und ich empfehle, möglichst viele Zusatzlichter und Reflektoren anzubringen. Auch reflektierende Flächen an der Kleidung sind heute aus haltbarem Material.

Tja, und wenn da nicht die Autofahrer wären, die Radfahrer nach wie vor ungehemmt anhupen, wenn sie meinen der Radfahrer müsse einen freigegeben Fußweg benutzen oder ganz dicht rechts am Bordstein und parkenden Autos sich vorbeiquetschen.

Dazu - vielleicht Psychologen hier, die das erklären können? - der Reflex, Radfahrern dicht aufzufahren und mit noch so kleinem Seitenabstand weit unter einem Meter zu überholen.

Das erfahre ich fast täglich und bin schon abgebrüht, aber gegenüber Kindern passiert das gleiche.

DAS sind die wirklichen Gefahren für Radler und vor allem Kinder - im Herbst wie auch zu anderen Zeiten.

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abby_thur 28.10.2015, 08:49
8. Artikel

Den Artikel gab es doch schon letztes Jahr, fällt das keinem auf?

"Der wichtigste Tipp fehlt: Sich an die StVO halten. Das tun 99,999% der Radfahrer leider überhaupt nicht."

Diesen Tipp gebe ich gerne an Fußgänger weiter, Stichworte: Rote Ampel, laufen auf dem Radweg mit Blick aufs Handy, Kinderwagen als Panzer missbrauchen,....

Und auch an Autofahrer, Stichworte:
Vorfahrt klauen, bei Gelb schnell noch über die Straße heizen, obwohl die Fußgänger schon grün haben, zu schnell fahren, durch Spielstraßen mit 30 sausen...

Merken'se was?

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abby_thur 28.10.2015, 08:51
9.

@ fatherted98
@ Hornet63

Absolut richtig.

Spätestens wenn glatt ist sollte man auf das Radfahren verzichten. Es ist es einfach nicht wert, seine Gesundheit da aufs Spiel zu setzen.
Man kann selbst ein sicherer Radfahrer sein, aber man muss auch an die Dummheit der anderen denken ( falls ein Autofahrer einem die Vorfahrt klaut und man schnell bremsen muss- da hast du als Radfahrer einfach verloren).

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