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Zehn Tipps für Radfahrer: So kommen Sie sicher durch Herbst und Winter
Oliver Tjaden / ADFC

Die kalte Jahreszeit hat begonnen, jetzt wird es für Radfahrer gefährlicher auf der Straße. Doch das Unfallrisiko lässt sich leicht verringern.

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c.PAF 28.10.2015, 11:01
40.

Zitat von deesdrei
Ich habe schon Radler gesehen, die es auf fester Schneefläche (Gehweg natürlich, wo sonst fahren diese Brüder im Winter!) ganz unvermittelt vom Rad geschmissen hat. Eine winzig glatte Stelle reicht dafür aus. Wenn sowas vor dem eigenen Auto auf der Straße passiert und man dem Stürzenden nicht mehr ausweichen kann, hat man automatisch eine Mitschuld, obwohl man für die Dämlichkeit des Radfahrers, bei winterlichen Bedingungen unbedingt fahren zu müssen, absolut nichts kann!
Nein, keine Mitschuld, sondern volle Schuld, und das zurecht.

Obwohl Ihnen bekannt ist, daß soetwas passieren kann, haben Sie den Mindestabstand nicht eingehalten und konnten nicht rechtzeitig bremsen.

Was kann der Radfahrer für die Dämlichkeit des Autofahrers, bei glatten Witterungsbedingungen nicht ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten?

Ich bin zwar auch nicht unbedingt ein Radfahrerfreund, aber so jemand wie Ihnen möchte ich selbst als Autofahrer nicht begegnen...

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c.PAF 28.10.2015, 11:04
41.

Zitat von hermi16
das ist ja toll, was der ADFC empfiehlt, Strasse benützen, das machen die doch heute schon. Wozu Radwege?
Muß man Ihnen echt erklären, wozu Radwege da sind?
Und ja, selbstverständlich dürfen/sollen die normalen Fahrbahnen benutzt werden, wenn die Radwege nicht geräumt oder gar mit Schnee zugeschüttet wurden.

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dritter_versuch 28.10.2015, 11:18
42. Ne

Zitat von saschad
Einmal ganz davon abgesehen, dass "ein bisschen Licht" bis vor nicht allzulanger Zeit noch das war, was von der StVZO vorgeschrieben und erlaubt war, geistern immer um diese Jahreszeit solche Zahlen (gerne auch 'mal "über 90%" oder so) durch ähnliche Diskussionen. Ich habe dann immer 'mal wieder kurzzeitig drauf geachtet und bin zu deutlich anderen Zahlen gekommen, habe dann aber recht schnell abgebrochen. Neulich - vor knapp drei Wochen - habe ich mir 'mal etwas mehr Mühe gegeben: Zum Szenario: eine Strecke von 6,7km Länge je Fahrtrichtung (vom Münchner Westen auf die andere Isarseite), einmal um ca. 18:30 heute im Trockenen losgefahren (bei bereits recht starker Dämmerung, die meisten KFZ hatten Licht an, die Straßenlaternen waren aber beim Losfahren noch aus und gingen irgendwann auf etwa halber Strecke an), Rückweg dann um ca. 20:15 Uhr bei leichtem Regen in völliger Dunkelheit. Gezählt habe ich nur die Fahrradfahrer, die mir entweder entgegengekommen sind oder die ich überholt habe (bzw. den einen, der mich überholt hat). Nicht gezählt wurden Radfahrer, die meinen Weg irgendwo gekreuzt haben. Durch diese Zählweise wollte ich vermeiden, dass ich bspw. in weiter Ferne irgendwelche Dunkelradler übersehe, aber die beleuchteten noch erkenne und zähle. Außerdem kann man auf eine gewisse Entfernung nicht unbedingt sicher beurteilen, ob da jetzt ein Radfahrer unbeleuchtet oder mit StVZO-gemäßem Licht auf Glühlampenbasis aus dem vor-Halogen-Zeitalter unterwegs ist. Nun zu den Zahlen: auf dem Hinweg waren es insgesamt 64 Radfahrer, die mir entgegengekommen sind oder die ich überholt habe, davon waren 18 unbeleuchtet. Das entspricht ca. 28%. Aber zumindest auf den ersten zwei oder drei Kilometern war es auch noch "grenzwertig" dämmrig (meine Lichtautomatik hatte allerdings schon eingeschaltet). Auf dem Rückweg habe ich 27 Radfahrer gezählt, davon waren 4 unbeleuchtet, das sind knapp 15%.
Wie gesagt, nur geschätzt, aber es sind bei uns (Rheinland-Pfalz) deutlich mehr. Kann damit zusammenhängen, dass es viele Studenten gibt.
Aber auch 20% sind viel. Stellen Sie sich das bei den Autos vor.

Meine Vorschläge waren ernst gemeint. Die Städte sollten da mehr kontrollieren. Hat bei meinem Auto ja auch geklappt.
Und ja, auch wenn es Einige anders sehen. Eine Warnweste oder vergeleichbares machen durchaus Sinn, da die Warnweste auch meist höher und damit besser sichtbar ist als andere Leuchtquellen des Rads.

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deesdrei 28.10.2015, 11:20
43. Wow!

@brehn, #26: Junge, Junge - jetzt haben Sie's mir aber richtig gegeben! Und das sowas von! Ob ich mich davon je erholen werde? - Es mag ja sein, dass Sie mit Ihren Spikes der absolute Überheld sind, selbst bei glattestem Glatteis. Aber 99,9 % der übrigen Radler sind nun mal ohne solche "Hilfsmittel" unterwegs und verhalten sich dadurch genau so, wie ich das beschrieben habe. Leider. Ach so, lesen Sie doch bitte auch noch die anderen Kommentare - ich stehe nämlich mit meiner Meinung anscheinend nicht so alleine da ... Woran DAS wohl liegen mag?

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saschad 28.10.2015, 11:21
44.

Zitat von humpensack
Da haben sie aber eine sehr selektive Wahrnehmung! [...] Jene mit Licht und Warnwesten haben weniger Probleme mit abbiegenden Autos. Mir selbst ist schon öfter so ein Id..... mit dunklem Tarnanzug um kurz vor sieben Morgens fast ins Auto geknallt, weil man so etwas schlichtweg nicht sieht. Selbst wenn man nur ne 1%ig bessere Chance hat sicherer anzukommen, sollte es einem das Wert sein. Vielleicht liegt es auch an Ihnen? [..] Im Gegenteil ich würde glatt wieder die Fahrräder auf die Gehwege schicken. So, wie das in Dtld. umgesetzt wird, ist das nix Halbes und nix Ganzes.
Vielen Dank für Ihren letzten Satz. Wer Radfahrer nur als minimal schnellere Fußgänger sieht, der hat mutmaßlich auch in Sicherheitsfragen ein deutliches Wahrnehmungs- und Prioritätendefizit.

Und ob meine Wahrnehmung wirklich so selektiv ist? Ich werde im Schnitt so alle 2-5km zu einem starken Bremsmanöver gezwungen, völlig unabhängig von meiner Kleidung oder der Tageszeit. Die Häufigkeit hängt einzig und allein von dem Radweganteil der Fahrstrecke ab - je mehr Radweg, desto häufiger werde ich zu plötzlichen Bremsmanövern gezwungen, weil da wieder jemand nicht schaut. Ich fahre allerdings immer mit Licht, und der Unterschied zwischen "mit Licht und schwarzem Wintermantel" und "mit Licht und neongrüner Outdoorjacke" ist nicht wahrnehmbar.

1% Chancenverbesserung wäre mir eine Wahnweste definitiv nicht wert, das ginge ja sowieso im statistischen Grundrauschen unter. Bekleben Sie Ihr Auto eigentlich großflächig mit Reflektorfolie? Da wird man doch vielleicht auch 1% besser gesehen...das sollte es Ihnen doch wirklich wert sein!

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carambolagen 28.10.2015, 11:22
45. Ein Fahrrad ist kein Auto

Schon wieder ein Fahrradartikel in der Rubrik "Auto"!

Es bleibt wohl eine Illusion, dass der von der korrupten Autoindustrie gekaufte Journalismus eine Rubrik "Mobilität" oder wenigstens "Verkehr"zulassen könnte. Das Auto ist Gott, vor allem bei SPON. Beim Geld stößt der "investigative Journalismus" offenbar an seine Grenzen.

Ansonsten ist das Radfahren im Winter überhaupt kein Problem. Die richtige Kleidung und Bereifung (Lamellenreifen) macht das Radfahren auch im Winter zu einer großen Freude. Ich fahre das ganze Jahr auch im tiefsten Winter. Nur (dicker) Schnee macht mir persönlich keinen Spaß ist aber machbar.

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dat_fretchen 28.10.2015, 11:29
46. Das...

Zitat von Lölölöwenbändiger
Wenn sie schon dastehen, dann beobachten sie doch auch mal den Autoverkehr und wie viele Auotfahrer mit dem Handy beschäftigt sind. Die Kontrollen einfach auf alle Verkehrsteilnehmer ausdehnen und schon gehen wir goldenen Zeiten entgegen.
...wäre auch noch ne Möglichkeit.
Dann einfach mal die Strafen ein bisschen hochdrehen und die würden damit mehr Geld einnehmen, als mit Knöllchen, es würde sicherer werden im Straßenverkehr, weniger Unfälle, weniger Verletzte oder gar Tote.

Naja, man darf ja noch Träumen

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benmartin70 28.10.2015, 11:34
47.

Zitat von abby_thur
Und auch an Autofahrer, Stichworte: Vorfahrt klauen, bei Gelb schnell noch über die Straße heizen, obwohl die Fußgänger schon grün haben, zu schnell fahren, durch Spielstraßen mit 30 sausen... Merken'se was?
Nicht blinken haben Sie vergessen und selber mal die Beleuchtung kontrollieren auch....
Jeden Tag Zig KFZ mit defekter Beleuchtung, kürzlich einer sogar komplett ohne im dunkeln.

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benmartin70 28.10.2015, 11:36
48.

Zitat von hermi16
das ist ja toll, was der ADFC empfiehlt, Strasse benützen, das machen die doch heute schon. Wozu Radwege?
Gute Frage, wozu eigentlich?
Eine Antwort hätte ich, etliche KFZ hätten keinen Parkplatz ohne Fahrradweg.....

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vincent1958 28.10.2015, 11:36
49. Mindestabstand?

Zitat von c.PAF
Nein, keine Mitschuld, sondern volle Schuld, und das zurecht. Obwohl Ihnen bekannt ist, daß soetwas passieren kann, haben Sie den Mindestabstand nicht eingehalten und konnten nicht rechtzeitig bremsen. Was kann der Radfahrer für die Dämlichkeit des Autofahrers, bei glatten Witterungsbedingungen nicht ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten? Ich bin zwar auch nicht unbedingt ein Radfahrerfreund, aber so jemand wie Ihnen möchte ich selbst als Autofahrer nicht begegnen...
..wenn ein Radfahrer auf der Strasse stürzt,landet er mitten auf der Strasse.Welchen Mindestabstand soll ein PKW fahrer da einhanlten?

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