Forum: Auto
Zentrale Cockpits im Auto: Mehr Mitte, bitte
Renault

Eines der ungeschriebenen Gesetze beim Autodesign lautet: Das Cockpit gehört hinter das Lenkrad. Manche Hersteller ignorieren diese Regel. Tatsächlich gibt es gute Gründe für ein Tacho in der Mitte.

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PeterPetroleum 30.08.2013, 11:10
90. Sicherheitsgedanke

Die Instrumente die der Fahrer zum vorgegebenen und sicheren Fahren benötigt, haben nicht beim Beifahrer zu sein.
Alleine aus dem Sicherheitsgedanken heraus ist das ziemlicher Quatsch, diese Instrumente vom Fahrer zu entfernen.
Das ist ein Marketinggag von sehr weltfremden Produktmanagern. Diese Spezis kann in der Regel nichts als einen mit Worthülsen und sonorer Stimme zuzutexten.
Irgendjemand muss ja den Kunden interviewen und das Produkt Managen. Nur manchmal geht der normale Menschenverstand mit den weniger erdgebundenen durch.

Diese Fahrzeuge die dieses Konzept haben, sind zu Recht da wo sie sind.
Kopfschüttel wenn das ernsthaft gemeint ist.
Als Nischenprodukt und leichte Auflockerung des Segmentes, damit nicht alles schwarz oder weiß ist, jedoch nett.

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annibertazeh 30.08.2013, 11:11
91. Kommt mir auch nicht in die Tüte

Zitat von sysop
.... Tatsächlich gibt es gute Gründe für ein Tacho in der Mitte.
Die "guten Gründe" der im Artikel angeführten zwei Fachleute sind in Wahrheit negativ. Wenn ich, um mich irgendeines fürs Fahren wichtigen Umstandes zu vergewissern, erst den Blick von der Straße abwenden und dann die erwünschte/notwendige Information auf einem Display ausserhalb meines Blickfeldes suchen, vielleicht sogar noch erst per Touch-Screen aurufen muß, ist das bar jeglicher Vernunft. Sind die Anzeigen im Blickfeld des Fahrers aufs Nötigste beschränkt, groß und hell genug, so sind sie in ihrer Funktionalität unübertrefflich und keinesfalls durch irgendwelchen Design-Schnickschnack zu ersetzen.

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tecorian 30.08.2013, 11:11
92. Subjektiv einen Vorteil

wir hatten lange Zeit einen Grand Espace als Familienkutsche.
Das Auto selbst war OK und im Vergleich zum T5 (den hatten wir im Anschluss nur ein 1/2 "genossen" erstaunlicher Weise besser verarbeitet und wesentlich famlienfreundlicher.
Aber...die mittige Anordnung de Instrumente hatte keine Vorteile - im Gegenteil, bei ungünstigem Sonnenstand war die Displayanzeige absolut nicht mehr ablesbar. Auch an die volldigitale Anzeige von Renault konnten wir uns nie wirklich gewöhnen. Eine "bessere" bzw. schnellere Info-Wahrnehmung halte ich nach 200.000 km mit dem Espace auch für ein schlechtes Gerücht.
Wir haben seit einem Jahr als "Spassauto" eine 2011 Corvette - mit Headup-Display - das ist für mich die Zukunft! Auch wenn die Version in dem AMI-Schlitten noch verbesserungswürdig ist (grün in Kombi mit Rot ist eine bescheidene Displayfarbe und erinnert an die 70er Jahre). Auch wieder aber-besser gelöst als im BMW-die ist überfrachtet und nervt ungemein mit dem ständigen Blinken von diversen Warnern in allen Farben des Spektrums.

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littlefish 30.08.2013, 11:13
93. eigentlich

vermisse ich meinen twingo nicht...außer die mittige anzeige! die war super!

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-Spike- 30.08.2013, 11:17
94.

Zitat von rst2010
digitalen tempoanzeigen sind leider nicht so schnell zu erfassen, als zeigerinstrumente, bei denen man schon mit peripherem sehen ungefähr erkennt, ob man zu schnell ist oder korrekt fährt. lesen von ziffern ist wesentlich aufwändiger (fürs gehirn). aber zeigerinstrumente sind halt nicht so stylisch...
YMMD!
Wer Probleme hat, eine zweistellige Zahl zu lesen, sollte seinen Führerschein abgeben.
Die Tempolimitschilder wechseln dann jetzt auch von Zahl auf Zeiger, weil die "besser zu erfassen sind"? :-)

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Immer Mitleser 30.08.2013, 11:18
95. Ziemlich alte Überlegung

"Tatsächlich gibt es gute Gründe für ein Tacho in der Mitte."

Bei Volvo stellte man 1944 den Buckelvolvo PV444 A mit einem mittigen, zentralen Instrumentenpanel vor. Neben Designaspekten war dies vor allem eine Kostenüberlegung: Eine mögliche Rechtslenkerversion ließ sich so einfacher realisieren. Neben Exportüberlegungen war man sich nicht sicher, wie es im Heimatmarkt weitergehen würde: Es herrschte in Schweden Linksverkehr mit Linkslenkerautos. Würde man bei einer Umstellung auf Rechtsverkehr auch Rechtslenkerautos haben?
Allerdings gab es dann doch werksseitig den 444 nie als Rechtslenker und der Tacho wanderte bei späteren Modellen in Richtung Fahrer.

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henryb_de 30.08.2013, 11:19
96. Kosteneinsparung ...

... ist sicher ein wichtiger Grund. Aber das Ganze als Quatsch abzutun halte ich wiederum für Quatsch.
Wie das beim Twingo gemacht war weiss ich nicht, kann ja schlecht gemacht gewesen sein. Ich habe besagten C4 Grand Picasso. Zugegeben, bei der Probefahrt kam mir das Ganze auch etwas seltsam vor, aber nicht unpraktisch.

Womit die Schreiber meiner Meinung nach recht haben ist das "Wohnzimmergefühl" durch die "dezente" Instrumentierung und die wirklich praktischen Fächer oben auf dem Aramaturenbrett. Auch die Digitalanzeige für die Geschwindigkeit möchte ich nicht mehr missen.
Auch wird das ganze meiner Meinung nach, ausser in ein paar Sportwagen für Technikfans recht bald im HUD enden, was meiner Meinung zu begrüßen ist.

Zitat von lejared
Ich hatte den mitzogen Tacho mal im Twingo. Sowas kommt mir nicht mehr ins Auto. Ich habe mich da nie dran gewohnt. Ich finde es zudem keine Wegs ergonomischer oder sicherer den Kopf drehen zu müssen, als einfach nur für weniger als eine Sekunde den Blick zu senken. Die Cockpitinstrumente sind nun mal in erster Linie für den Fahrer wichtig. Meiner Meinung nach gibt es für diesen Quatsch nur genau einen Grund: Kosteneinsparung, weil für Links- und Rechtslenker die gleiche Armaturentafel verbaut werden kann.

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peddersen 30.08.2013, 11:21
97.

...der mittig liegende Tacho "demokratisiert" - ja gehts noch? Steht er auch für Frieden und Freiheit?

Sorry, das ist schon das zweite Mal in dieser Woche, wo mir diese inflationäre Wortbenutzung über den Weg gelaufen ist. Das erste Mal beim Bericht von der Fahrradmesse: Der Elektroantrieb am Rennrad "demokratisiert" das Rennradfahren.

Mittlerweile bin ich überzeugt, daß die Masse der Leute, die sich über Kleinigkeiten in Artikeln aufregen, von den Berichten selbst erzeugt werden. Wie kann man so einen Schmarrn sagen/schreiben?

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H-Vollmilch 30.08.2013, 11:21
98. Titel

Zitat von sysop
Eines der ungeschriebenen Gesetze beim Autodesign lautet: Das Cockpit gehört hinter das Lenkrad. Manche Hersteller ignorieren diese Regel. Tatsächlich gibt es gute Gründe für ein Tacho in der Mitte.
Ob die Instrumente nun ganz links, mittig oder dazwischen liegen, ist letztlich gewöhnungssache.
Wichtig ist, das die Instrumente möglich weit hinten liegen. Das macht es dem Auge leichter, diese abzulesen da es sich nicht von weit auf nah umstellen muss. Das Headup-Display ist in dieser hinsicht unschlagbar!
Die klassische Anordnung hinter dem Lenkrad in Kinn-reichweite ist dagegen der ergonomische Supergau!

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Ludwigsburger 30.08.2013, 11:22
99. Das Ist eine Preisfrage: iin allererster Linie ist ein mittiges Armaturenbrett ....

... für den Hersteller billiger. Den dadurch gibt es keinen Mehraufwand für Rechts- und Linkslenker: unterschiedliche Kabelbäume, Lenksäulengeometrien, Werkzeuge für Armaturenbretter usw. entfallen
Einfach zu bemerken: meistens (bis auf den Mini) sind solche symmetrischen Bretter in Fahrzeugen eingebaut, die unter starkem Preisdruck stehen. In der Oberklasse oder gar im Premiumsegment würde sich kein Hersteller das getrauen.

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