Forum: Auto
Zivilcourage: Der Trucker, der den Falschfahrer ausbremste
Goodyear

Der Trucker Jürgen Thesing aus Niedersachsen hört auf der Autobahn, dass ihm ein Falschfahrer entgegen kommt. Er beschließt sofort: "Das kann ich nicht zulassen." Er baut mit einem anderen Lkw eine Sperre auf und stoppt den Geisterfahrer. Es ist ein seltener Fall von Zivilcourage auf deutschen Straßen.

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dango 26.11.2013, 12:01
20. Doch...

Zitat von themistokles
Keine schlechte Aktion, die aber genauso gut auch in einem schweren Unfall hätte enden können. Dann nämlich, wenn der Geisterfahrer aus Suizidgründen unterwegs gewesen wäre. Dann hätte er sich erst recht nicht von der LKW- Wand bremsen lassen.
Hätte er. Das hätte aber vermutlich auch der LKW-Fahrer nicht überlebt.

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war:head 26.11.2013, 12:02
21.

Großartige Aktion von den beiden LKW-Fahrern, die in der Tat auszeichnungswürdig ist, aber das gleich zu einer Belehrung über Zivilcourage auszubauen, ist mal wieder typisch SPON.

Man kann von Menschen schlichtweg nicht erwarten, dass sie ihr eigenes Leben für andere auf's Spiel setzen.
Wer es freiwillig tut (Feuerwehr, Polizei, diese beiden LKW-Fahrer), dem gebührt eine Menge Respekt, man kann aber niemandem vorwerfen, dass er es nicht tut.

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Scriptmaster 26.11.2013, 12:03
22. Glück gehabt

Wenn da einer mit 180 hinten rein geknallt wäre und der Geisterfahrer längst angehalten hätte, stünde der Artikel bei BILD und der Thesing würde der Kopfab-Fahrer genannt werden.
Neulich stand einer auf der Autobahn. Nachts. Wollte Autos anhalten. Sind grad noch drum rum gekommen. Ich hätte anhalten können und den von der Bahn zerren können. Hab dann lieber die Polizei gerufen, denn wenn so ein Betrunkener einen auf die Bahn rangelt, war's das.

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alex300 26.11.2013, 12:05
23. also, verstehe ich nicht

Zitat von sysop
Der Trucker Jürgen Thesing aus Niedersachsen hört auf der Autobahn, dass ihm ein Falschfahrer entgegen kommt. Er beschließt sofort: "Das kann ich nicht zulassen." Er baut mit einem anderen Lkw eine Sperre auf und stoppt den Geisterfahrer. Es ist ein seltener Fall von Zivilcourage auf deutschen Straßen.
alle paar kilometer stehen auf den autobahnen kameras.
ist es soo schwierig für die polizei den falschfahrer sofort zu orten und den entsprechenden abschnitt zu sperren???

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nickmason 26.11.2013, 12:07
24.

Ich dachte, die "Sauregurkenzeit" gibt es nur im Sommer. Bei allem Respekt vor den beiden LKW-Fahrern frage ich mich, warum hier eine Geschichte aus dem letzten Jahr als "brandheiße" Top-News verkauft wird. Und das auch noch in einem unnötig aufgebauschten Artikel mit Druck auf die Tränendrüse. Und in der Rubrik Auto anstatt im Panorama, wo so aufgemachte Geschichten besser aufgehoben wären...

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Scriptmaster 26.11.2013, 12:08
25. Städter

Zitat von alex300
alle paar kilometer stehen auf den autobahnen kameras. ist es soo schwierig für die polizei den falschfahrer sofort zu orten und den entsprechenden abschnitt zu sperren???
Nicht immer nur Stadtautobahn fahren!

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vogtnuernberg 26.11.2013, 12:12
26. Gut gegangen...

Zitat von sysop
Der Trucker Jürgen Thesing aus Niedersachsen hört auf der Autobahn, dass ihm ein Falschfahrer entgegen kommt. Er beschließt sofort: "Das kann ich nicht zulassen." Er baut mit einem anderen Lkw eine Sperre auf und stoppt den Geisterfahrer. Es ist ein seltener Fall von Zivilcourage auf deutschen Straßen.
Gut gegangen, aber ich habe trotzdem kein Verständnis dafür, denn es hat diejenigen gefährdet, die nicht Geisterfahrer sind, sondern ganz normal auf der linken Fahrspur mit Tempo 150 im Weihnachtsverkehr nach Hause fahren, oder zu Besuch. Eventuell haben die auch Kinder an Bord und fahren dann in den quergestellten Truck rein.

Sicher, der Geisterfahrer wäre auch gefährlich, sogar gefährlicher, aber letzlich ist es Jacke wie Hose, ob nun jemand in den Geisterfahrer führt, oder eine Massenkarambolage durch einen Truck zu Stande kommt, der sich querstellt.

Der Mann hat Courage gezeigt und gleichzeitig fahrlässige Tötung oder eventuell sogar Totschlag in Kauf genommen. Nein, auch aufgrund meiner Kinder habe ich dafür kein Verständnis, weder für ihn, noch für den Geisterfahrer.

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Benjowi 26.11.2013, 12:14
27. Größte Hochachtung!

Zweifellos eine extrem mutige und begrüßenswerte Entscheidung gleich aus zwei Gründen: Einmal das trotz der schweren LKW's verbleibende physikalische Restrisiko und dann das mindestens so gravierende juristische Risiko, wenn etwas passiert wäre. Hierzulande wird die Zivilcourage von einer von der realen Welt abgekoppelten Justiz und Rechtsprechung geradezu unterdrückt und zurückgedrängt, weil das dann zweifellos vorhandene Risiko sowohl einer Fehleinschätzung als auch einer der Situation geschuldeten Fehlleistung dem Helfer total unangemessen angelastet wird. Sowohl in der geschilderten Situation als auch bei Erste-Hilfe-Situationen passiert so etwas immer wieder. Und vor diesem Hintergrund muss man erst recht den Hut vor den beiden Fahrern ziehen, denen man nur größte Hochachtung zollen kann!

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wernigeroeder 26.11.2013, 12:14
28.

Zitat von zick-zack
Okay, wenn das nächste Mal meiner Meinung nach jemand etwas falsches tut, dann darf ich also Selbstjustiz üben? Solange ich es als Zivilcourage deklariere, werde ich auch noch für einen Preis vorgeschlagen? Und soll ich wirklich mit meinem Polo Falschahrer auf der Autobahn ausbremsen? Dir LKW-Fahrer haben Glück gehabt, daß der Falschfahrer gehalten und es nicht geknallt hat. Nebeneinander herfahren und den Verkehr ausbremsen und anhalten gibt die STVO eigentlich nicht her. So sehr kann man den Gummipragraph 1 gar nicht dehnen!
wuerden sie einen solchen Unsinn auch verzapfen wenn sie gerade hinter diesen Brummis mit ihrem Polo hinterherfahrend vor einem Frontalcrash bewahrt worden wären?

die Männer haben (in dieser speziellen Situation) wissentlich um die Gefahr für ihr Laib und Leben richtig und mutig gehandelt.

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diablog 26.11.2013, 12:15
29. der Mensch Jürgen Thesing

Es ist vielleicht etwas weit hergeholt, glaube ich trotzdem, dass ein Mensch der ein starkes „Hinterland“ hinter sich weisst, - in diesem Fall die Familie, die als ein phantastisches Team hinter dem Vater steht, besitzt jene Ressource, aus der in den kritischsten Situationen schöpfen kann. Selbstverständlich kann das Hinterland eines Menschen aus Selbstwertgefühl, innere Ruhe, „ mit sich im Reinen sein“, Courage manchmal sogar Waghalsigkeit, blitzschnelle Reaktionsfähigkeit und noch vieles bestehen. Sich für andere Menschen einzusetzen, die in Notsituation sind, ist alles andere als ungefährlich. Mit seiner vorbildlichen Tat hat dieser Mensch nicht nur direkt das Leben von mehrere Menschen gerettet. Im indirekten Sinne brachte Jürgen Thesing vielleicht für einigen, die diese Geschichte mitgemacht und miterlebt haben, zu ihrem Hinterland, das man oft zum Weiterleben braucht, etwas bei. Respekt!

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