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Zivilcourage: Der Trucker, der den Falschfahrer ausbremste
Goodyear

Der Trucker Jürgen Thesing aus Niedersachsen hört auf der Autobahn, dass ihm ein Falschfahrer entgegen kommt. Er beschließt sofort: "Das kann ich nicht zulassen." Er baut mit einem anderen Lkw eine Sperre auf und stoppt den Geisterfahrer. Es ist ein seltener Fall von Zivilcourage auf deutschen Straßen.

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vogtnuernberg 26.11.2013, 12:17
30.

Zitat von sysop
Der Trucker Jürgen Thesing aus Niedersachsen hört auf der Autobahn, dass ihm ein Falschfahrer entgegen kommt. Er beschließt sofort: "Das kann ich nicht zulassen." Er baut mit einem anderen Lkw eine Sperre auf und stoppt den Geisterfahrer. Es ist ein seltener Fall von Zivilcourage auf deutschen Straßen.
Um es deutlich zu machen: Wir fahren auf der A9 unterwegs, Dreispurig, kein Stau, relativ wenig los.

Auf der linken Spur fuhren wir mit Tempo 180 und ausreichend Abstand hinter einem Mercedes her, plötzlich scherrte ein Laster auf die dritte Spur aus, der Mercedes trat voll in die Eisen, ich selbst auch, es waren die längsten Sekunden meines Lebens. ca. 10m hinter konnte die Vollbremsung erst beendet werden, die ganze Zeit hatte ich weniger Angst, dass ich dem Mercedes reinkrache, sondern dass hinter mir jemand mit weniger als dem Sicherheitsabstand ankommen würde und mir auffährt.

Nein, ich habe für solche Manöver - egal aus welchem Grund - kein Verständnis.

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mmknipser 26.11.2013, 12:22
31. Gratuliere

Sowas habe ich im vergangenen Jahr auch gemacht, als ein Hund (Collie) auf der wenig befahrenen Autobahn unterwegs war. Ich habe den Hund auf der Gegenfahrbahn gesehen, bin an der nächsten Abfahrt runter, auf der Gegenseite wieder drauf und habe mit Warnblinker und der nötigen Vorsicht in der Mitte beider Spuren alle hinter mir runtergebremst. Das total panische Tier ist über eine Ausfahrt dann von der Autobahn runter und wenig später von seinen Besitzern wieder eingefangen worden, wie ich später aus der Zeitung erfahren habe. Passiert ist nichts, aber die Autofahrer hinter mir dachten wohl zuerst, ich sei meschugge und versuchten am Anfang noch, zu überholen. Erst als sie den Hund gesehen hatten, wurde es sehr ruhig in der Kolonne hinter mir und die Autofahrer hatten dann verstanden, warum ich sie ausgebremst hatte. Ich würde es in diese Situation auch jederzeit wieder tun. Eventuelle juristische Konsequenzen habe ich bewusst in Kauf genommen.

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Aschmersal 26.11.2013, 12:23
32. optional

Zitat von spon-facebook-1425587294
...der ganzen pathetischen, hinzu gedichteten Worthülsen, hätte der Artikel auch 2/3 kürzer sein können.
Habe ich auch gedacht. Liest sich wie in einem Hausfreuen-Heftchen. Ich frage mich, wer heute das Lektorat beim Spiegel macht...

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Privatier 26.11.2013, 12:24
33. Die kinetische Herausforderung, mit einem PKW einen LKW von vorne zu "durchfahren"...

Zitat von themistokles
Keine schlechte Aktion, die aber genauso gut auch in einem schweren Unfall hätte enden können. Dann nämlich, wenn der Geisterfahrer aus Suizidgründen unterwegs gewesen wäre. Dann hätte er sich erst recht nicht von der LKW- Wand bremsen lassen.
...sollten Sie nicht unterschätzen.
Auf derartige Szenarien maßgeschneiderte technische Verbesserungen sind darüber hinaus durchaus denkbar:

Das Gegenstückzum heckseitigen Unterfahrschutz:
Eine frontseitige "Unterfahrhilfe".
Zum Schutz des LKW-Fahrers und zum erheblich günstiger kontrollierbaren Abbau der Bewegungsenergie im Vergleich zu einem stumpfen Aufprall.

Kombiniert mit einem automatisch auf die Betriebsbremse wirkenden Abstandswarner, der ebenso Auffahrunfälle verhindern kann, wie auch sicher stellt, daß bei der Schutzschildbildung gegen Geisterfahrer die "fahraktivere Beteiligung" (bspw. nicht zu bremsen), eindeutig dem zu stoppenden Falschfahrer überlassen wird.

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ptb29 26.11.2013, 12:25
34. Jetzt spielen die LKW- Fahrer Polizei?

Demnächst stellt jeder seine Kiste quer, wenn ihm etwas nicht passt. Während die LKWs die Autobahn blockieren, rasen mehrere PKW sie hinein.

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alex300 26.11.2013, 12:27
35. ?

Zitat von Scriptmaster
Nicht immer nur Stadtautobahn fahren!
praktisch an jeder brücke sind kameras angebracht.

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4qfghei3pers 26.11.2013, 12:28
36. Diese Zivilcourage...

hätte sich in Deutschland ganz schnell zu einer Anklage entwickelt, wäre der Vorgang nicht so abgelaufen, wie beschrieben. Es ist ein Grundübel in Deutschland, daß immer wieder Zivilcourage gefordert wird, im Falle des Mißerfolges aber das Gericht schon wartet.

Hilft jemand einem Überfallopfer, wird hinterher vor Gericht genau abgewogen, ob der eigene Einsatz nicht möglicherweise überzogen war, weil der Täter schwere Verletzungen davongetragen hat. Solange der angewandte Täterschutz vor dem Opferschutz rangiert, kann man nur jedem abraten, selber massiv einzugreifen.

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anomie 26.11.2013, 12:29
37.

Zitat von spon-facebook-1425587294
...der ganzen pathetischen, hinzu gedichteten Worthülsen, hätte der Artikel auch 2/3 kürzer sein können.
Und was man an Ihrem Kommentar erst alles weglassen könnte...

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friedberta 26.11.2013, 12:30
38. ja warum ?

Zitat von dernubi
Da kann ich einfach nur den Hut ziehen und allen Autofahrern raten, sich daran ein Beispiel zu nehmen. Trotzdem verstehe ich bis heute nicht, warum man hier in Deutschland nicht auf das bewährte System bei unseren Nachbarn in Österreich zurückgreift und die falschen Autobahnauffahrten für jeden unübersehbar als solche kennzeichnet, wenn damti Menschenleben gerettet werden können.
weil es auf gar keinen Fall sein kann, dass woanders diesselben Probleme schon gelöst wurden.
nein.
lieber schiebt man das Thema auf die lange Bank, ohne Schaden vom Volk abzuwenden.
Politiker hetzen von einem Mikrofon zum nächsten und haben keine Zeit mehr für die Sachthemen.

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Mattes77 26.11.2013, 12:30
39. Mutige Tat...

... die leider durch die ganze Sülze im Artikel ins Groteske gezogen wird.
Warum muss man da immer so einen 08/15-Heldenepos aus dem Lehrbuch des Betroffenheitsjournalismus drumrum dichten?

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