Forum: Auto
Zukunft des Autos: "2026 kommt das Aus für den Verbrennungsmotor"
Getty Images

Das E-Auto wird sich durchsetzen - davon sind fast alle in Politik und Wirtschaft überzeugt. Nur wann? Ein deutscher Physiker hat berechnet, wann die letzten Benziner und Diesel verschwinden.

Seite 10 von 90
karit 17.09.2017, 12:21
90. Ziemlich viel Blödsinn wird da verbreitet,

... finde ich. Erst einmal die gesamte Rechnerei und deren Annahmen und Ableitungen. Weiterhin wird überhaupt nicht gerechnet, wieviel Lithium für die Batterien benötigt wird und wieviel Rohstoffe dafür überhaupt vorhanden sind. Für die Ladung der Fahrzeuge gibt es ja auch noch keine gescheiten Technologien. Wer wird bis dahin und wie den vielen Strom produzieren, den es dafür benötigt?
Viel heisse Luft finde ich, das Beispiel der Glühbirne ist geradezu lächerlich. Viele der Sparlampen sind nach deren Benutzung, die nicht die versprochenen 8000 Stunden schafft, giftiger Müll und niemand kann sagen, wie und wo man diese Glühbirnen entsorgen kann. Die Idee eins Batterie-Recyclings erscheint mir da geradezu utopisch. Etwas viel Lärm um eine Doktorarbeit, die nicht ganz ausgegoren erscheint!

Beitrag melden
burlei 17.09.2017, 12:22
91. Schon Kaiser Wilherlm II: hatte ...

... die Lufthoheit über den deutschen Stammtischen. Seine Aussage "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." gilt also auch heute noch. Oder nicht?

So wenig wie damals seine Ansichten Wirklichkeit wurden, so wenig werden sich die deutschen Anti-E-Automobilisten durchsetzen. Irgendwann in naher Zukunft wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, als sich so ein verhasstes Dingen zu kaufen, weil es ihren geliebten Verbrenner nicht mehr geben wird. Aber möglicherweise wird es sogar noch schlimmer! Nicht nur ein E-Auto, sondern auch noch eines aus chinesischer, koreanischer oder japanischer Produktion! Das wäre ja der Super-Gau. Diese ganzen Einwände, die bis zum Erbrechen immer und immer wieder vorgetragen werden, sind vorgeschoben. Schon früher gab es erst das Automobil, danach kam das Tankstellennetz. Sich jetzt dem E-Auto zu verwehren weil es keine/zu wenig Ladesäulen gibt ist viel zu kurzsichtig. Das wissen auch die Hersteller und werden dementsprechend Druck machen. Zu wenig Strom? Wir haben heute schon eine Überproduktion von mehr als 50 Terawattstunden jährlich. 40% der Produktion stammt aus erneuerbaren Quellen usw. Aber ich bin mir sicher. "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung."

Beitrag melden
neuronensalat 17.09.2017, 12:22
92.

Zitat von sok1950
Habe selten so eine unwissenschaftliche Begründung gelesen. Für Fahrten bei -10 Grad Celsius, für Langstreckenfahrten, Nachtfahrten mit Licht usw. wird es immer den Verbrennungsmotor brauchen. Selbst wenn es E-Autos mit Reichweiten von 600 oder 800 km geben würde, so reichen die eben nicht um von Berlin nach München zu kommen, zumal für Autobahnfahrten immer eine Reserve (Stau, Umleitung usw.) eingerechnet werden muss. Kein vernünftiger Mensch fährt mit einer Tankfüllung für 100km auf die Autobahn um dort 80 km zu fahren. Die Reserve ist schlicht zu gering, um das zu riskieren (außer es gibt genügend Tankstellen auf der Strecke).
In Norwegen wird es nie unter -10 Grad Celsius? Norwegen ist das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos.

Beitrag melden
francois7 17.09.2017, 12:23
93.

Zitat von helmut.alt
Wie bekommt man ein liegengebliebenes E-Mobil wieder flott weil der Akku leer ist und die Stromversorgung auf Grund von Naturkatastrophen nicht mehr gegeben ist (Florida wäre das jüngste Beispiel). Da hilft auch kein ADAC.
Mein Vorschlag:
Jeder E-Fahrzeug-Nutzer wird verpflichtet einen Hänger mit Notstromaggregat (dieselbetrieben) mitzuführen.

Beitrag melden
dweik01 17.09.2017, 12:24
94. Leider nur eindimensional !

Weder Dampfschiffe, die Dampfmaschine noch der Webstuhl brauchten unterstützende Technologien oder Infrastruktur. Erschwerend eine Infrastruktur, die überwiegend in "staatlicher" Kompetenz (Genehmigung) bereitgestellt werden muß, von der dann private Stromer abhängen. Abgesehen davon, daß all dies noch nicht klärt, wie Fortbewegung stattfindet wenn Kraftwerke gehacked wurden, es wegen Überlastung einen BlackOut gibt oder einfach Nacht kein wind bläst ODER wie eMobilität eigentlich umweltschonend sein soll, wenn die Batterieherstellung mehr CO2 produziert und Energie verbraucht, als in das EMobil in der Verweildauer in unseren Ländern an eben jenem einspart. Ich bin gespannt, wie die Grünen und Umweltinitiativen in dem vorgegebenen Zeitrahmen ihre Blockaden für Speicherkraftwerke, Stromtrassen und Windräder (mit ebenso schlechter Umweltbilanz) bis dahin aufgeben und Frau Alternativlos die dazu notwendige Verfassungsreform durchbekommt, die sie die letzten 12 Jahre verschlafen hat? Wie wurde all dies in der Zeitprojektion berücksichtigt?

Beitrag melden
Stefan_G 17.09.2017, 12:24
95. zu #18

Zitat von Hanspanzer
das Jahresproduktionsvolumen wird einbrechen, da das parallel voranschreitende autonome Fahren und Car Sharing 70-80% der PKW überflüssig machen wird. Daher könnte sich das Übergangsjahr zu E-Autos novh 1-2 Jahre vorverlegen. Ein Segen für den Geldbeutel, die Stadtflächen, den Verkehr und die Ressourcen der Erde.
Car Sharing gibt es seit vielen Jahren. Es ist ein Nischenprodukt, das vorwiegend von Leuten genutzt wird, die ansonsten den ÖPNV benutzen würden. Es ist damit nicht gelungen, den Zuwachs an Kfz in Privatbesitz auch nur zu stoppen, geschweige denn: zu verringern.
Autonomes Fahren (wenn es denn in Jahrzehnten einen nennenswerten Marktanteil erlangen sollte) hat auf die Entscheidung, ein eigenes Auto haben zu wollen, keinerlei Einfluss.

Beitrag melden
motzbrocken 17.09.2017, 12:24
96. Könnte schon stimmen....

denn wer rechnen kann, steigt um. Ich fahre seit über einem Jahr einen Nissan e-NV200 (Kastenwagen). Einerseits habe ich mir den aus ideologischen Gründen gekauft (habe zu Hause eine PVA auf dem Dach, produziere 12000 kw/h Strom im Jahr). Andererseits habe ich mir ausgerechnet, wieviele km pro Tag ich eigentlich im Schnitt mit dem Benziner fahre. Ich kam gerade mal auf 60 km. Im Schnitt. Der höchste Wert war 145 km, der Tiefste 2 km/Tag, verglichen über einen Zeitraum von 3 Jahren. Der Nissan kommt mit seiner 25 kw Batterie gerade mal 160 km weit (bei optimalen Temperaturen, ohne Zuladung). Und das reicht mir komplett aus. Da ich in der Schweiz wohne, die finanziellen Ersparnisse in SFR.: rund 5000.-- für Benzin, Service, Motorenöl, Bremsen und (im Moment noch) keine Strassenverkehrsabgaben. Ergibt rund SFR. 6000.-- pro Jahr. Nebst dem, dass ich keinem Stromanbieter auch nur noch einen Franken bezahlen muss. Ergibt nochmals rund SFR. 2500.-- pro Jahr. Kurz gesagt: Dank der Sonne spare ich um die SFR. 8500.-- pro Jahr an Energie und Unterhalt fürs Auto. Ich bin überzeugt, dass weit über 50 % der zur Zeit rumkurvenden "Handwerker-Kastenwagen" pro Tag weniger als diese 160 km fahren, die der Nissan erreicht. (Das neue Modell kommt bereits weiter). Und die Zuladung beträgt 600 kg. Vollbeladen reicht es immer noch aus, um nicht unterwegs stehenzubleiben. Zum Laden: wenn die Batterie entladen ist, dauert es ca. 7 Stunden bis die Voll ist. Und während dieser Zeit bin ich am Schlafen. Der einzige Nachteil, den ich noch sehe: wenn ich mal 300 km am Tag fahren müsste, bin ich am Arsch. Aber wenn das alle 5 Jahre mal passiert, kann ich ja dann immer noch ein Benziner mieten. Doch, liebe Leute, auch wenn man ideologisch gesehen lieber weiterhin Benziner oder Diesler fährt: der Kleinunternehmer der rechnen kann, sattelt um. Lieber 6000.-- pro Jahr für den eigenen Geldbeutel, als an BP, Esso oder gar VW zu spenden.

Beitrag melden
brille000 17.09.2017, 12:25
97. Auto, Auto, Auto ...

Alles scheint sich nur um dieses Verkehrsmittel zu drehen. Toll. Wenn das so weitergeht, werden Sie in 20 Jahren auch noch im Stau stehen, nur dass dieser noch länger ist und aus eCars gebildet wird. Zusätzlich müssen aber noch ein paar Söldnerarmeen unterhalten werden, die sich dann um den freien Zugang zu den Rohstoffen wie seltene Erden usw. "kümmern", denn für Hochleistungsmagnete und -Akkumulatoren braucht man davon 'ne ganze Menge mehr als bisher. Wieviel Energie steckt wohl in einem dieser Neuwagen und wieviel Kohlendioxid wird für dessen Produktion in die Luft gepustet? Nicht eine Idee dafür, wie man diesen verrückten Individualverkehr verringern könnte, wie man den Transport per LKW auf Schiene und Wasserstrasse verlegen kann, wie man diese furchtbare "Just In Time Production" langsam wieder zurückfährt.

Beitrag melden
ulisses 17.09.2017, 12:25
98. Laughlin

Die Studie scheint er von einem Mathematisch arbeitenden Trendforscher zumsein. Kaum ein paar Gedanken über physikalische Fragestellungen.
Woher kommt der Strom zum Aufladen der Akkus? Ist das bezüglich der Emissionen dann wirklich besser?
Welche Verbrennungsmotoren meint er? Nur PKWs oder auch LKWs, Traktoren, Schiffe, Loks, Flugzeuge....?
Und was ist mit den ganz ganz großen "Verbrennungsmotoren" aka Kohlekraftwerke und Gasturbinen? Werden die bereits 2026, also in 9 Jahren wieder abgeschaltet? Nur in Deutschland? Oder auch die gerade errichteten Kraftwerke in China etc?
Ich gehe jede Wette ein, dass es 2026 noch sehr sehr viele Verbrennungsmotoren geben wird.
Allein für Flugzeuge gibt es derzeit kaum eine Alternative zum Verbrennungsmotor. Oder sollen die quasi ein zweites Flugzeug an Gewicht oben drauf packen, weil der Akku so groß sein muss für den energieaufwendigen Start und die langen Strecken?
Wir werden die fossilen Brennstoffe noch sehr lange brauchen.

Beitrag melden
RenegadeOtis 17.09.2017, 12:25
99.

Zitat von touareg1978
...man sollte jetzt noch die Wahrscheinlichkeit errechnen, mit welcher diese Prognose zutrifft - oder noch besser: bitte an den politischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre einen Trend ablesen und dann eine zielgenaue Aussage zum Thema treffen (rolleyes)...
Artikel aufmachen.
Lesen.
Circa ein Dutzend Beispiele, begonnen beim Webstuhl, nachlesen.

Beitrag melden
Seite 10 von 90
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!