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Zukunft des Autos: "2026 kommt das Aus für den Verbrennungsmotor"
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Das E-Auto wird sich durchsetzen - davon sind fast alle in Politik und Wirtschaft überzeugt. Nur wann? Ein deutscher Physiker hat berechnet, wann die letzten Benziner und Diesel verschwinden.

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karl-felix 18.09.2017, 18:45
820. Das

Zitat von wiz
. Solange das Elektroauto nicht in allen Belangen dem Verbrenner überlegen ist, wird es nur durch staatliche Zwangsmaßnahmen einen gewissen Marktanteil erreichen (s. China).
sehen die Fachleute anders als Sie.
So stiegen z.B. im ersten Halbjahr 2017 die Zulassung von E-Autos um 113 % bei uns völlig ohne chinesische Zwangsmaßnahmen .

Das E-Auto ist in allen Belangen dem Erdölverbrenner überlegen . Das ist unser Problem denn nur der Wechsel des Antriebes ändert nicht viel an der Umweltschädlichkeit und Gefährlichkeit des MIV .

Das E.Auto ist nur das kleinere Übel.

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litholas 18.09.2017, 19:00
821.

Zitat von DerBlicker
Da in auch in 9 Jahren die Akkus nicht wesentlich besser sein werden als heute, ist das E-Auto auf absehbare zeit nur ein Zweitwagen, der nicht langstreckentauglich ist. Und kommen Sie mir nicht mit Tesla Model S, der schafft bei Tempo 130, Klima an auch nur 300 km, ein Witz für ein 500 PS starkes und 100 000 Euro teures Auto. Niemand in USA fährt einen Tesla als einziges Auto, das ist immer nur ein modischer Zweitwagen.
Schon mit der heutigen Akkutechnik können PKW konstruiert werden, die 2 Stunden lang 130km/h fahren, dann 30 Minuten geladen werden müssen, dann wieder 2 Stunden 130km/h fahren usw. Damit schafft man in 7 Stunden 780km.

In den 9 Jahren ist die Ladezeit halbiert, der Preis noch ein Viertel, und die gewichtsspezifische Ladung um einige Prozent höher.

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markus.pfeiffer@gmx.com 18.09.2017, 19:13
822. Nicht ganz richtig

Zitat von Skarrin
Zumindest bei Stattauto München hatten die Nutzer offenbar bessere Manieren als Sie. In den 15 Jahren wo ich da Mitglied war gab's nur einmal ein größeres Problem mit ein paar Hundehaltern deren "Lieblinge" die Rückbänke vollgehaart haben. Das betraf aber auch nur 2-3 Stationen und deren Fahrzeuge.
Bin nicht von meinen eigenen Manieren ausgegangen sondern vom durchschnittlichen Aussehen eines Nahverkehrszugs, der einige Stunden nicht gereinigt wurde; und im Zug halten sich die Menschen noch eher mit dem Müll liegenlassen zurück, weil man ja von anderen gesehen wird - im Gegensatz zum alleine im selbstfahrenden Auto gefahren werden in Ihrer "Vision".
Und Ihre Stadtteilautos sind für die Verdreckung schon deshalb keine Referenz, weil sie mit Sicherheit nicht selbstfahrend waren, also kein geeigneter Ort fürs nachgeholte Frühstück.

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Alm Öhi 18.09.2017, 19:38
823. Der Wandel ist im Gange

Es ist ein Wahnsinn mit welcher negativen Energie Innovation in Deutschland kleingeredet wird.
Das Elektroauto wird kommen, und so wie es Nokia gegangen ist wird es anderen gehen.
Entweder wir sind ganz vorne dabei oder eben nicht!

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knuty 18.09.2017, 20:28
824.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Bin nicht von meinen eigenen Manieren ausgegangen sondern vom durchschnittlichen Aussehen eines Nahverkehrszugs, der einige Stunden nicht gereinigt wurde; und im Zug halten sich die Menschen noch eher mit dem Müll liegenlassen zurück, weil man ja von anderen gesehen wird - im Gegensatz zum alleine im selbstfahrenden Auto gefahren werden in Ihrer "Vision". Und Ihre Stadtteilautos sind für die Verdreckung schon deshalb keine Referenz, weil sie mit Sicherheit nicht selbstfahrend waren, also kein geeigneter Ort fürs nachgeholte Frühstück.
Sie haben also keine eigenen Erfahrungen mit Car Sharing gemacht, sondern stellen nur Vermutungen aufgrund von Vorurteilen an.

Eines Ihrer irrigen Vorurteile ist, dass Sie glauben, man würde ein Car Sharing Wagen vollkommen anonym benutzen und könne ihn unerkannt verdreckt hinterlassen.

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Elementar 18.09.2017, 20:36
825. Vernunft für die Zukunft

Ich finde die ganze Diskussion um Nachfolgeantriebe viel zu einseitig, da die dargestellten Alternativen an den grundsätzlichen Schwächen des Individualverkehrs nichts ändern. Wie schon jemand in einer anderen Diskussion schrieb: >2t >200PS >200km/h um damit 80Kg zu bewegen. Daran scheitert es! Wir können die dafür notwendige Energie nicht für Dutzende von Millionen von Fahrzeugen nicht weiterhin umsetzen.

Beim Einzug der Wiesn-Wirte und Brauereien auf dem Münchner Oktoberfest am vergangenen Samstag-Vormittag fragte ich mich, weshalb man eigentlich nicht wieder Pferdekutschen verstärkt für den Transport von Personen und Waren einsetzt. Energiebilanz und Umweltfreundlichkeit dürften unschlagbar sein und der „Sprit“ stammt aus 100% nachwachsenden Rohstoffen.

OK, das Auto hat die Pferdekutschen abgelöst, werden jetzt viele einwenden. Aber, wohin hast es uns gebracht? Ein Jahrhundert lang Bleifuss, „Heilig‘s Blechle“und „Ich geb Gas“-Party. Schön war’s -- und bald stecken wir der Sackgasse fest. Denkt mal drüber nach!

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worlorn 18.09.2017, 20:38
826.

Zitat von knuty
Gut gebrüllt, Löwe, aber wo ist das Problem? Um sämtliche PKW elektrisch anzutreiben braucht man nur 16% mehr Strom, das sind rund 100 TWh. Diese 100 TWh müssen nicht zur Spitzenlastzeit bereit gestellt werden, sondern können zu Schwachlastzeiten geladen werden. Und selbst wenn, der Spitzenlastwert von 80 GW wird pro Jahr ein bis zwei Mal für ein paar Stunden erreicht und es stehen zur Zeit knapp 110 GW konv. Kraftwerkskapazität zur Verfügung.
Man darf nicht mit Energie rechnen, sondern mit Leistung. Netze werden auf Spitzenlast dimensioniert. Die Zahlen, die ich kenne, sind nun mal 200 GW insgesamt verfügbare Stromleistung und einen geschätzten Mehrbedarf von ca. 25%, um die Spitzenlast abzudecken. Dann kommt man zu den 50 GW mehr an Kraftwerksleistung Das ist gigantisch. Ich will gar nicht näher betrachten, was es bedeuten würde, entsprechend Kraftwerke zu bauen bzw. zu erweitern, vermutlich wäre das schon ein Riesenproblem.

Die Last zeitlich zu entzerren, also die Spitzen wegzunehmen, wäre natürlich die Lösung. Wenn die eKisten typischerweise zwischen 18:00 und 20:00 an die Dosen gehängt werden, dann würden eben nicht alle gleich geladen, sondern alles über die Nacht verteilt werden. Klingt plausibel, ist es aber realistisch? Zunächst muss es überhaupt serialisierbar sein, d.h. keine zu langen Ladezeiten, also schnelleres Laden und damit höhere Leistung in der Fläche. Schon muss für stärke Leitungen noch mehr gegraben werden. Zum anderen braucht man intelligente Steuerungen, etwa um die Anschlüsse einer Häuserzeile zu synchronisieren. Das Stromnetz ist in der Fläche aber analog, d.h. es müssten Steuerungen eingebaut werden, in die Umspannwerke und ggf. auch Trafostationen. Ich bin nicht in den Details von Stromnetzen drin (ist hier ein Kenner?), aber für mich klingt das eher nach Wunschdenken. Wer bezahlt diese Installationen? Die Netzbetreiber glaube ich nicht.

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litholas 18.09.2017, 21:04
827.

Zitat von Elementar
Ich finde die ganze Diskussion um Nachfolgeantriebe viel zu einseitig, da die dargestellten Alternativen an den grundsätzlichen Schwächen des Individualverkehrs nichts ändern. Wie schon jemand in einer anderen Diskussion schrieb: >2t >200PS >200km/h um damit 80Kg zu bewegen. Daran scheitert es! Wir können die dafür notwendige Energie nicht für Dutzende von Millionen von Fahrzeugen nicht weiterhin umsetzen. ...
Doch das können wir. Wenn wir die Bevölkerungsdichte Deutschlands auf die Landfläche der Erde hochrechnen: Für mindestens 30 Milliarden Menschen. Und da ist selbst beim Stand von Wissenschaft und Technik noch Luft nach oben. Und die Entwicklung macht beim jetzigen Stand nicht halt.

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claara 18.09.2017, 21:14
828. Autos für Landeier?

Gibt es eigentlich eine Wahrscheinlichkeitsrechnung nur für den ländlichen Raum, wo nur schwerlich einmal am Tag evt. noch ein Rufbus fährt, die Entfernungen riesig und die E-Zapfstellen die Ausnahme sind?
Oder bezieht sich die Debatte vor allem wieder auf die gut ausgerüsteten Städte? Auf dem Land ist der Verbrenner so gut wie die einzige Alternative, eine weitere mögliche wären Wasserstoffautos. Offen gesagt: Wenn ich in der Stadt leben würde, wäre die Diskussion nicht meine Diskussion - ich hätte ein S-Bahn-Monatsticket.
Und nicht zuletzt hat für mich die Debatte um die Diesel auch irgendwie den Anstrich von "Abwrackprämie": Denn am Umbau der Mobilität würde nicht zuletzt die viel geschmähte Automobilindustrie am meisten partizipieren.
Wenn es ein attraktives Angebot an Fahrzeugen zu erschwinglichen Preisen geben würde, würde der Umbau von ganz alleine stattfinden. Um das zu sehen, muss man eigentlich nur nach Norwegen gucken.

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litholas 18.09.2017, 21:16
829.

Zitat von Elementar
... Beim Einzug der Wiesn-Wirte und Brauereien auf dem Münchner Oktoberfest am vergangenen Samstag-Vormittag fragte ich mich, weshalb man eigentlich nicht wieder Pferdekutschen verstärkt für den Transport von Personen und Waren einsetzt. Energiebilanz und Umweltfreundlichkeit dürften unschlagbar sein und der „Sprit“ stammt aus 100% nachwachsenden Rohstoffen. ...
Das ist genauso falsch wie die Annahme, dass es umweltfreundlicher und sparsamer wäre die Beleuchtung auf Kerzen umzustellen.

Ein E-PKW benötigt bei 15.000km Jahresleistung etwa 3750kWh, für die in Deutschland 30 Quadratmeter Photovoltaik stehen müssten. Ein Pferd benötigt das Gras von über 2 Hektar, also die 700fache Fläche. Und der Platzbedarf eines Gespanns ist deutlich höher, die Handhabbarkeit wesentlich geringer, und schliesslich ist die Reisegeschwindigkeit wesentlich niedriger.

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