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2020 - Die Zeitungsdebatte: Brauchen wir noch Tageszeitungen, und wenn ja, welche?

 

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bauagent 04.08.2013, 14:25
1.

Am liebsten wäre mir eine investigative Tageszeitung, die politische Themen fern jeder Parteinahme dokumentiert und sich nur dem allgemeinen moralischen Kodex der UN Charta unterwirft.

Aber das geht wohl nur in einer anderen Welt. So lesen wir halt im Internet weiter z.B. auf SPON und versuchen das Investigative zwischen den Zeilen selbst heraus zu lesen.

Dafür kostet es halt nix.

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scharfekante 04.08.2013, 14:29
2.

"Deshalb möchten wir Sie als Leser, Journalisten, Fotografen, Grafiker bitten, sich an diesem Projekt "2020" zu beteiligen mit Kritik und Ideen, mit Texten und Konzepten. Wir freuen uns über Ihre Vorschläge ...."
Ja, sicher. Jetzt sollen die "Leser" nicht nur den Content, sondern auch "Ideen" und "Konzepte" liefern. All das haben wir. Aber es kann nicht sein, dass wir Verlagen/Plat(t)formen unser geistiges Eigentum bereitwillig liefern, das sie uns dann anschließend als ihr eigenes wieder teuer zurückverkaufen!

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Ze4 04.08.2013, 14:30
3.

Vor allen Dingen brauchen wir etwas, was unsere Lesegewohnheiten nicht direkt an Geheimdieste weitergibt. Also scheiden Facebook und Twitter schon mal aus. Klarer Vorteil für "Holz-Zeitungen".

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dermannmitdemkoffer 04.08.2013, 14:33
4.

Was häufig vergessen wird, wie zum Beispiel bei mir als User. Die Online-Ausgaben, die auf einmal Geld verlangen oder die Artikelauswahl eingrenzen, deren reale Variante sprich Zeitung habe ich auch vor dem Internetboom nie gekauft. Man "bestraft" also mich als User, möchte das ich die Zeitung kaufe, obwohl ich die auch vorher nie gelesen habe. Und genau das will in die Köpfe der Journalisten nicht hinein. Ferner haben wir eine schrumpfende Bevölkerung. Und viele Menschen können sich aufgrund ihrer geringen Verdienste (Leiharbeit etc.) keine Zeitung mehr leisten. In meinen Augen sind der Niedriglohn und die schrumpfende Bevölkerung das größte Problem.

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obreot 04.08.2013, 14:34
5. Zeitung. ..ja und nein

Regionalnachrichten in Zeitungsform sind sinnvoll. Überregionale Themen wurden in meiner Tageszeitung nur manchmal wirklich fundiert behandelt....wenn Redakteure nicht mehr (oft sogar weniger) wissen als die Leser, dann lohnen Tageszeitungen nicht.

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pepe_sargnagel 04.08.2013, 14:38
6.

Werden Sie sachlicher. Beschränken Sie die Überschrift auf Fakten und präsentieren Sie Zahlen und eine Erklärung dazu. Das nimmt den Lesern die Angst vor Zahlenkolonnen. Und wenn der Journalist diese interpretieren kann, dann kann es für den Leser auch ein Anreiz sein das mal genauer anzusehen und zu verstehen. Sie werden zum Vorbild und zum Peer für den Leser, was einem Kompliment gleichkommt.

Kennzeichnen Sie Meinungen eindeutig als solche. Diese Meinungen halte ich für wichtig, denn sie stoßen Debatten an. Überlassen Sie auch nicht eine Debatte den Experten. Diese neigen dazu nur die ihnen gewogene Seite darzustellen. Loben Sie die Experten aber dafür, dass diese sich der Debatte in sachlicher Art und Weise annehmen. Daher müssen auch die Meinungen der Journalisten sachlich sein.

Hören Sie auf mit der Spalterei. Ein blonder nicht-rauchender Mann verhaftet eine grauhaarige, rauchende Frau anderer Herkunft und mit einer exotischen Schuhgröße. So spalten Sie die Gesellschaft in kleinste Teile. Ach ja - vergessen habe ich, dass der Mann natürlich mehr Lohn bekam als die Frau. Merken Sie was Sie damit anrichten? Sie lenken von der Sache (Grund der Verhaftung) ab. Ich glaube das ist auch ein Grund, warum so viele Debatten in Deutschland darüber geführt werden wer etwas gesagt hat und nicht was der Inhalt war. Das ist einer "aufgeklärten Gesellschaft" unwürdig. Politisch ist das häufig so, dass die "unliebsame Partei B" etwas sinnvolles vorstellt und deswegen wird es als "schlechte Idee" gebrandmarkt, nur weil es nicht die präferierte Partei A gesagt hat. Das ist einer politischen Debatte völlig abträglich - aber mittlerweile leider Normalität.

Ich denke Sie können schon noch einiges verbessern und stelle hier vor allem die Sachlichkeit vorne an. Es würde mich sehr freuen, wenn namches einfließen könnte. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft, denn ich denke, dass der Journalismus immens wichtig ist. Jedoch bin auch ich nicht mehr bereit für schlechte (unsachliche, spalterische ohne Visionen) Qualität zu bezahlen. Deswegen unterstütze ich auch nur die SZ, wobei ich aber gerne auch noch eine Wochenzeitung unterstützen würde. Aber bei dieser Qaulität spar ich das Geld - und weiß, dass dies Einfluss auf die geringe Entlohnung der meisten Journalisten hat.

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spon-facebook-10000059127 04.08.2013, 14:43
7.

ja, schließe mich vollumfänglich "klaubi" an.

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coolray 04.08.2013, 14:44
8.

wie sich zeitungen wie der spiegel verändern sollten ??..also ich gehe von mir aus..ich soll 4,40 E für eine ausgebe des spiegels bezahlen..und was bekomme ich dafür ?? nicht viel ...weil gefühlt die hälfte des spiegels aus werbung besteht....und der rest aus teis boulevard-mäßigen artikeln..und die wenigen wirklich poltischen artikel sind..sorry..zahnlos...weil harmlos...man will samtweich kritik üben ohne es sich mit den mächtigen zu verderben...und knallharte kritik an unserer teflon-kazlerin..fehlanzeige......und wirklich aufrütelnde und einmalige artikel, über brennende themen..an die sich sonst keiner traut..fehlanzeige.....und wenn es anderen genauso geht..brauchen sie sich nicht wunder das immer weniger leute den spiegel kaufen...rechnen sie mal selber 52 x 4,40€ = 228,80€ und für ein jahres-abo 208 € das kann sich auch jeder leisten ???

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spon-facebook-10000528720 04.08.2013, 14:45
9.

Na ja, was Ze4 schreibt, ist meiner Ansicht nach von Hysterie geprägt! Dann dürfte er/sie/es keine modernen Komunikationsmittel benutzen. Wer mithören will, macht es. Das ist Fakt und nicht vom Tisch zu wischen.
Was mich angeht, will ich keinesfalls auf die gedruckten Zeitungen verzichten! Vor allem bei Themen die online angekündigt werden und mich sehr interessieren, besorge ich mir das gedruckte Exemplar.
Da ich historisch sehr interessiert bin, schätze ich es, dann die SPIEGEL-Ausgabe in der Hand zu haben; z.B. die Ausgabe über Erwin Rommel.
Kurz gesagt: Die gedruckte Ausgabe ist für mich unverzichtbar!!!

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