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2020 - Die Zeitungsdebatte: Brauchen wir noch Tageszeitungen, und wenn ja, welche?

 

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StFreitag 04.08.2013, 14:45
10. Ich würde

gern eine überparteiliche, neutrale überregionale Tageszeitung mit Regionalteil für Berlin abonnieren. Gemacht von intelligenten Journalisten mit weitem Horizont. Nachrichten und Kommentar müssten strikt getrennt sein. Kann mir jemand eine empfehlen? Ich kenne nur rot-grün dominierte Meinungsblätter. Vor lauter "bewerten und einordnen" wird die Nachricht oft weggelassen. Ich hab keine Lust mich indoktrinieren zu lassen, das hab ich schon im Fernsehen, das kaum noch auszuhalten ist.

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werner230 04.08.2013, 14:47
11. 24 Stunden später

Unsere abonnierte Tageszeitung -
die eigentlich nur noch meine Frau
liest - heißt bei mir nur noch
" 24 Stunden später ", weil ich als
Leser von Spiegel Online und Süddeutsche Online immer zeitnah
informiert bin.

Punkten kann die Tageszeitung bei
lokalen Themen .

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bettyboop2013 04.08.2013, 14:47
12.

Das ist doch mal was! Und dann gleich eine neue Tageszeitung ...! Aber wie wär's 'ne Nummer kleiner? Man könnte die Leser fragen, was sie in der Online-Ausgabe des Spiegel verbessern würden. (Viele sind ja Stammnutzer und kennen die Seiten gut.) Denn das Internet biete ja so viele Spielmöglichkeiten der Interaktion, die sind hier nicht mal im Ansatz ausgeschöpft. Man kann nur Leserkommentare schreiben, also so ungefähr das Simpelste, was es gibt.

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EinSiuerlännner 04.08.2013, 14:48
13.

Habe seit 1 Monat meine Zeitung abbestellt. Es war die Westfäliche Rundschau zur WAZ Gruppe gehöhrend.
Es gibt noch die WP aus dem gleichen Haus.
Meine Gründe sind: der Heimatteil sprich Schmallenberg ist bei beiden gleich. Die Redakteure sind auf unseren Ort Bad Fredeburg nicht allzu gut zu sprechen. Die Zeitung hat vor ca 1 Jahr das Layout insoweit verändert, das ein grösserer Zeilenabstand sowie die Schrift vergrössert. Ist ja nicht schlecht, da ich ja schon etwas älter geworden bin, erübrigt sich eine Brille fast. Ich habe aber festgestellt, das ich für die Zeitung lesen, fast ein drittel weniger Zeit brauche um mich zu informieren und lesen. Die interessen haben sich aber meinerseits nicht geändert, was ich lese. Dann kommt der Preis. Jedes Jahr eine schöne Verteuerung. Na ist ja klar. Da kann man sich halt darüber streiten, ob man bereit ist alles zu schlucken. Ich nicht, Lese Spiegel Online und dann reichts fast :-)
Gruß ein Siuerlänner

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heldenmut1 04.08.2013, 14:51
14.

Mir würde eine Tageszeitung fürs Ruhrgebiet auf dem Niveau der FAZ oder SZ gefallen als Alternative zur kleinstbürgerlichen WAZ. Gedruckt oder digital egal, hauptsache eine anspruchsvollere Alternative. Schlimm, wenn rd. 6 Mio Einwohner keine Wahl haben und auf ein WAZ-Produkt angewiesen sind. Aber vielleicht liegst am fehlenden Bedürfnis der hiesigen Menschen, die SZ ist vor Jahren bereits mit einer Lokalausgabe für den Pott wegen mangelden Leserinteresse gescheitert.

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rororoger 04.08.2013, 14:51
15.

Sehr gutes Thema, aber schon lange überfällig. Zeitungen haben es zu spät erkannt, denn wenn die geänderte habitualisierte Nutzung bei Cordt Schnibben (in seinem Alter, pardon!) angekommen ist, dann ist sie eben schon lange bei den Jüngeren vorhanden. Und die werden ihre Medien-Nutzungsgewohnheiten auch in höherem Alter nicht mehr entscheidend ändern. Kinder- und Jugend-Medienstudien (KIM, JIM), ARD-/ZDF-Onlinestudien etc. haben es schon seit Jahren angezeigt!
Eine Trennung von "Print", "Rundfunk" und "Online" gibt's eben nicht mehr.

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kaheng 04.08.2013, 14:59
16.

Überleben werden nur solche Zeitungen, die auf eine online Kommunication mit ihren Lesern setzen. Leider sind die online- Foren nicht dazu gebaut Kommunikation und ein großes einigevrmaßen zivilisiertes Stammpublikum aufzubauen und zu pflegen. Das beste online Forum ist zur Zeit das von welt online, obwohl man nicht weiß, ob die amerikanische Firma Discurs ein Ableger der NSA ist.

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rainer_unsinn 04.08.2013, 15:04
17.

Also so wie die Presse im Moment arbeitet brauche ich sie in der Bezahlvariante garnicht mehr. Weil die Berichterstattung sehr tendenziell geworden ist und man sich einfach denkt warum soll ich dafür zahlen? Soll doch die Regierung oder der Konzern der seine Weltsicht verbreitet haben möchte auch dafür zahlen. Für eine objektive Presse die wirklich nur gesicherte Fakten berichtet, völlig frei von wertenden Kommentaren und Einzelmeinungen würde ich sogar ordentlich zahlen. Diese müsste den Anspruch eines Wissenschaftsmagazins erfüllen und dürfte dann auch entsprechend kosten. Ob ich das allerdings in der Papierform brauche ist wieder ne andere Frage.

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ArminBiermann 04.08.2013, 15:07
18.

Tageszeitungen sind nach meiner Überzeugung definitiv ein Auslaufmodell. Zwar habe ich noch eine abonniert, doch der Inhalt ist mir bei ihrem Eintreffen immer schon zu über 90% bekannt. Die Frage, ob und wie Tageszeitungen noch zu retten sind, stelt sich daher für mich nicht mehr.

Spannender ist die Frage, wie die journalistische Kompetenz für die Online-Medien künftig - besser - genutzt werden kann. Die Interaktivität klappt ja schon ganz gut, worauf auch die ganzen Medien hindeuten, die Sie für Reaktionen auf Ihren Beitrag angeben.

Bisher reagieren aber noch eher Leser auf journalistische Beiträge oder auf Reaktionen anderer Leser zu diesen Beiträgen. Künftig werden auch die Journalisten erfolgreich sein, die Themen aufgreifen und professionell vertiefen, die sich als Trends aus den genannten interaktiven Prozessen herauslesen lassen. Das wird die interaktiven Prozesse verstärken und verdichten. Journalisten werden so zu Trendscouts und helfen zugleich mit ihrem Wissen und ihren beruflichen Kompetenzen, Entwicklungen einzuordnen.

Es wird nach meiner Einschätzung weiterhin Ressorts geben, in denen Journalisten tätig sind, doch innerhalb der Ressorts sind dann verstärkt auch 'Generalisten mit Tiefgang' gefragt, neben den Fachspezialisten, die es schon gibt.

In jedem Fall werden Journlisten künftig ihren Lesern auf Augenhöhe begegnen. Sie werden davon ausgehen, dass Informations- und Wissensvermittlung in den medialen Interaktionen, die sie künftig stärker moderieren werden, nicht mehr nur in eine Richtung läuft. Der Gewinn wird für alle Beteiligten gross sein, und dann finden sich sicher auch Wege, wie die Arbeit der Journlisten über Online-Medien angemessen bezahlt wird.

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dietmargutmann 04.08.2013, 15:19
19.

Liest man als geübter Leser Zeitungen, ohne zunächst zu wissen aus welchem Hause sie stammen, so erkennt man bereits nach wenigen Sätzen in der Regel welchem Verlag man den Artikel zuzuordnen hat.
Genau das ist m.E. schon das Hauptproblem! Mich beispielsweise interessieren keine tendenziösen Aussagen, sondern die möglichst hohe Nähe zur Wahrheit. Diese erfahre ich ausschließlich im Vergleich zu möglichst vielen Aussagen zu einem Thema, ohne die konventionellen Medien vernachlässigen zu müssen! Das hohe Mass an Vergleichbarkeit wiederum schafft halt nur das Internet! Hier findet der wirklich interessierte Bürger/Konsument eine Vielzahl von hochqualifizierten Foren, wie beispielsweise "nachdenkseiten", die ihn wirklich seinem Ziel (bestens informiert zu sein) näher bringt.

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