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Ärztehonorare: Her mit den Daten!

 

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pace335 19.08.2013, 17:43
1.

Ein Artzt muß selbstverständlich gut verdienen, aber sooo viel dann doch auch nicht. Klar hat ein Artzt eine 50 - 60 Stundenwoche, aber das ein Hausartzt nun fast 14.000€ verdient ist schon sehr übertrieben. Wenn ein Artzt das 3- fache von einem Ingenieur verdient stimmt das Verhältnis nicht so ganz wie ich finde, das doppelte Gehalt wäre da mehr als ausreichend.

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neoy 19.08.2013, 18:00
2. Danke...

...endlich einmal ein anständiger und differenzierter Artikel zu diesem Thema!
Zum vorletzten Absatz ist allerdings noch zu bemerken, dass sich ärztliche Berufsanfänger im Rahmen der Facharzt-Ausbildung für durchschnittlich 5 Jahre einem Tarifsystem mit geringer Dynamik unterwerfen müssen, wohingegen bei Anwälten bereits deutlich früher höhere Erträge erzielt werden können - je nach Spezialisierung und Anstellungsverhältnis...

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Tubus 19.08.2013, 18:07
3.

Endlich mal ein Beitrag, der versucht etwas zu differenzieren. Tatsächlich gibt es die Ärzte nicht. Meistens geht es ja auch nur um die Niedergelassenen, d.h. um Ärzte 35 oder 40Jahre+ mit einer abgeschlossenen Weiterbildung, die nach jahrelanger Arbeit als Assistenz und Oberarzt in die Praxis gehen. Dabei fallen in der Regel hohe Investitionen an. Wenn es sich nicht um Psychiater handelt, die mit einer Couch und einem Schreibtisch auskommen, können die bei einem Radiologen in die Millionen gehen. Da kann man die Einkommen schon kaum untereinander, aber auch nur schwer mit jungen Anwälten, allenfalls dem Senior innerhalb einer Kanzlei vergleichen.

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pleuran 19.08.2013, 18:22
4.

Ich finde es maßlos überzogen solche Gehälter zu zahlen manche Hausärztesin gar keine Ärtzte geben sich als Ärtze aus !!Manche Ärtze Betrügen sie Krankenkassen rechnen leistungen ab die nicht ausgeführt wurden !!umsich selbst zu sanieren u sich ein neues Haus zu bauen bzw kaufen manche Ärtze sin schlichtweg Betrüger darauf sollten die kassen achten ob korrekt abgerechnet wird Ich selber sollte das machen die endabrechnung und ich sollte dazu angestiftet werden die endabrechnung zu friesieren ein danke habe gekündigt nit betrügrn im weissem Kittel will ich nicht arbeiten

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radiologe 19.08.2013, 18:53
5.

Differenzierter Artikel wie selten. Aber mal ein Beispiel aus meiner Assistenzarzt-Zeit: Sonntag Dienst, ab 9 Uhr morgens in der Klinik (bis Montag morgen um 9). Wird von der Verwaltung nur als Bereitschaftsdienst anerkannt. Am Montag dann nach Hause gehen wie gesetzlich gefordert. Ergebnis: Der Bereitschaftsdienst zaehlt nicht voll, am Montag nicht gearbeitet weil gesetzliche Ruhezeit, also das Gehalt dementsprechend gekuerzt, dafuer dass ich mich am Sonntag in der Klinik herumschlage. Also den Sonntag umsonst gearbeitet, den am Montag war man zu nichts mehr zu gebrauchen. Da war schlafen angesagt.

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FreakmasterJ 19.08.2013, 18:53
6.

Es wäre mir ja fast egal, wie viel wer verdient, wenn es denn eine Art Lohngerechtigkeit und -plausibilität gäbe. Ich erwarte eigentlich, dass gleichwertige akademische Ausbildungen und Zusatzausbildungen, berufliche Erfolge und Berufserfahrungen etc. zusammengerechnet, einen Spiegel und einen durchschnittlichen Richtwert geben. Ich finde es dann eben nicht mehr gerecht, wenn meinetwegen ein Mediziner über 10 000€/Monat verdient, während eine andere akademische (gleichwertige) Ausbildung noch nicht einmal 50% eines Medizinergehaltes ergibt.

Und das hat erstmal weniger mit Angebot und Nachfrage zu tun -hier muss mal "von oben" was Sinnvolles beschlossen werden... sollte sich da in Zukunft nichts ändern, muß man hier ganz die Empfehlung aussprechen: "Leute, werdet alle Radiologen, Augenärzte oder Zahnärzte, dann habt ihr ausgesorgt..." und für diejenigen, die nicht stupidieren wollen käme "Pilot" in Frage.

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muunoy 19.08.2013, 19:11
7.

Die ganze Diskussion ist wirklich komisch. Selbständige Ärzte beziehen doch gar kein Gehalt. Ihre Praxis wirft einen Gewinn ab. Und das Einzige, was bei der Diskussion helfen würde, ist eben dieser Gewinn vor Steuern. Wie viel Steuern man zahlt hängt in Deutschland ja nun einmal nicht vom Einkommen ab, sondern von vielen weiteren Parametern. Also, zumindest das Finanzamt kennt den Gewinn vor Steuern und auch Zinsen (EBIT) doch genau. (Werden Ärzte eigentlich so wie ich auch geprüft?)
Dass man im Gesundheitssystem sehr gut und relativ mühelos viel Geld verdienen kann, sollte aber schon jetzt jedem klar sein. Meine Prämien für die Krankenversicherung sind in den letzten Jahren explodiert. Und irgendwohin muss das Geld ja wohl fließen. Da ich selbst kaum Kosten verursacht habe (die Rechnungen kenne ich ja), muss es wegen anderer Patienten irgendwohin geflossen sein. Und dass wir im Gesundheitswesen keine marktwirtschaftlichen Mechanismen haben, welche die Kosten drücken würden, erkennt man neben dem Bestandsschutz für Arztpraxen auch am Apotheken-Monopol.

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radiologe 19.08.2013, 19:13
8.

@ freakmaster: Bessere Verdienst fuer Akademiker ist ja im Prinzip OK. Wenn mitr aber um 3 Uhr nachts einer ein (auswaertiges) CT hinhaelt mit der Frage, ob es nun eine Typ A oder B Dissektion ist, dann ist die Verantwortung des Arztes (de Radiologe der diagnostiziert und der Herzchirurg der anschliessend sofort die Typ A Dissektion als Notfall operiert) doch etwwas hoeher als die des studierten Physikers/Biologen/Chemikers/Kunstgeschichtlers oder Germanisten und sollte entsprechend verguetet werdenWenn wir was falsch machen ist im Extermfall jemand tot, wenn der Germanist was falsch macht, nun ja... (Physiker haengt sicher vom job ab)

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bumminrum 19.08.2013, 19:17
9. die Gehälter sind gegenüber

anderen Berufsgruppen nicht angemessen. Analoge Gehälter setzen dort umfangreiche Leitungsfunktionen voraus. Dazu müssen Leistungen am Markt aquiriert werden. Mediziner können einfach warten und die Leute rennen Ihnen die Bude ein für einen Facharzttermin. Das Sytem ist durch eine kleine Lobby geprägt nd nicht mehr im Interesse det Patienten.

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