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Ärztehonorare: Her mit den Daten!

 

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tst2003 19.08.2013, 19:21
10.

Leute, lasst euch gesagt sein: Die Zahlen stimmen so sicherlich nicht! Ich habe viele Ärzte im Bekanntenkreis, Niedergelassene wie Kliniker in 3 verschiedenen Fachrichtungen.
Die niedergelassenen Augenärzte und Hausärzte haben einen Ertrag zwischen 70.000 und 100.000 Euro VOR Steuern; Davon müssen SIe noch ihre Krankenversicherung, Rentenversicherung (privat) und Pflegeversicherung bezahlen. Und zwar DOPPELT, weil sie selbstständig sind und Ihnen niemand die HÄlfte zahlt. Und noch die Haftplicht für eventuelle Behandlungsfehler. Unterm Strich kommt bei beiden zwischen 3.100 und 3.600 Euro netto im Monat raus. Nach 20 Jahren im Job. In einer täglich vollen Praxis, mit Rufbereitschaft und so weiter.

Und jetzt kommt der Witz: Jeder Gymnasiallehrer, der sicherlich (mit Verlaub), eine nicht so hochwertige und lange Ausbildung hat, verdient nach 20 Jahren deutlich mehr!!! Und bekommt noch eine fette Pension obendrauf, für die er nichts löhnen muss. Und hat pünktlich Feierabend. Insofern befeuern diese Zahlen die Neiddebatte, treffen aber sicherlich nicht für die breite Masse zu.
Ich vermute zudem, dass hier nicht der Median, sondern das arithmetische Mittel herangezogen wurde.

Im Einzelfall mag es solche Spitzenverdiener geben, keine Frage (Nephrologen; AugenOPERATEURE). Die Regel ist es definitiv nicht.

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userama09 19.08.2013, 19:22
11.

Es bereitet schon Sorge feststellen zu müssen, dass sich Leute mit der Verteilungsgerechtigkeit der Arzthonorare auseinandersetzen, die noch nicht einmal in das Wort "Arzt" richtig schreiben können. Es heißt zwar "Heilkunst", trotzdem hat das englische "Art" noch keinen Eingang in die Berufsbezeichnung gefunden.

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badpritt 19.08.2013, 19:22
12.

Und nicht zu vergessen: 13 Jahre Schule, 6 bis 7 Jahre Studium, 5 bis 7 Jahre Facharztweiterbildung, danach ca 10 Jahre Praxiskredit abzahlen, dann fängt man an, Geld zu verdienen. Manchmal.
Und, by the Way, in fast allen anderen Ländern Westeuropas verdient man entweder deutlich mehr oder hat deutlich mehr Freizeit. Regelt sich alles durch Angebot und Nachfrage.

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smegmalix 19.08.2013, 19:22
13. Ich bin auch dafür...

... die Gehälter der SPON Redaktion offenzulegen, damit die breite Masse darüber diskutieren kann, ob sie angemessen sind, oder nicht. Oder besser noch, die subjektive Qualität eines Artikels mit dem Einkommen des Autors korrelieren zu können...

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Feuerwehrmann001 19.08.2013, 19:24
14.

Zwei Fehler sehe ich:

1. Zitat über den Vergleich Reinertrag und Bruttogehalt: "Ärzte müssten davon ja auch noch die Einkommensteuer, Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen; das müssen indes die meisten Bürger."
Das ist so nicht richtig, weil den meisten Bürgern Kosten zur Altersvorsorge (gesetzliche Rente), Kranken- und Pflegeversicherung neben dem Bruttogehalt vom Arbeitgeber bezahlt werden.

2. Zitat: "Es hilft nicht weiter, den durchschnittlichen jährlichen Reinertrag von Hausärzten" ... "zu kennen und zu wissen, dass gut zwei Drittel (68,7 Prozent) von Kassenpatienten und 28,3 Prozent von Privatpatienten stammen."
Das ist so nicht richtig. Der Umsatz setzt sich so zusammen, nicht der Reinertrag. Streicht man nämlich den Honorarumsatz der Privatpatienten bleibt in der Regel ein Verlust. Streicht man 28,3 Prozent vom Reinerlös bleibt immer noch ein Gewinn.

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Kyknos 19.08.2013, 19:26
15. Frech!!!

Einen Arzt höher als einen Physiker/Chemiker zu stellen.
Macht ein Ohysiker etwas im Atomreaktor verkehrt( wo es auch schichtdienst gibt) stehen auch Millionen leben auf dem Spiel, macht ein Chemiker Fehler in der Wasseraufbereitung ist das ebenso lebensgefährlich, für 100 000 von Menschen. Sind eigentlich alle Ärzte so überheblich und denken, dass nur Sie hihe Verantwortung haben??? Was ust eugentlich mit einem Feuerwehrmann im höheren Duenst ( mit Studium).. Der ist auch organisatorisch schon für zig Menschenleben in Notsituation verantwortlich. Und alke von denen vertuschen NICHT ihre Fehler. Daher einfach nur frech!!! Wo bleibt hier die Politk, z.b. die SPD könnte hier mal den verzapften FDP Mist entgegentreten. Haben die Angst ider verfienen die auch mit ????

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Kyknos 19.08.2013, 19:32
16. Einfach nur frech ( korrigiert)

Einen Arzt höher als einen Physiker/Chemiker zu stellen.
Macht ein Physiker etwas im Atomreaktor verkehrt( wo es auch Schichtdienst gibt) stehen auch Millionen leben auf dem Spiel, macht ein Chemiker Fehler in der Wasseraufbereitung ist das ebenso lebensgefährlich, für 100 000 von Menschen. Sind eigentlich alle Ärzte so überheblich und denken, dass nur Sie hohe Verantwortung haben??? Was ist eugentlich mit einem Feuerwehrmann im höheren Dienst ( mit Studium).. Der ist auch organisatorisch schon für zig Menschenleben in Notsituation verantwortlich. Und alle von denen vertuschen NICHT ihre Fehler. Daher einfach nur frech!!! Wo bleibt hier die Politk, z.b. die SPD könnte hier mal den verzapften FDP Mist entgegentreten. Haben die alle Angst oder verdienen die auch mit ????

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mocodelpavo 19.08.2013, 19:36
17.

Wenn ein LKW-Fahrer etwas falsch macht, ist auch im Extremfall jemand tot. Wenn ein Physiker etwas falsch macht, sind vielleicht viele Menschen tot (z.B. in der sicherheitsrelevanten Materialprüfung). Die Verantwortung für Leben soll vernünftig bezahlt werden, aber eben nicht exorbitant. Der LKW-Fahrer bekommt auch keine 14.000 EUR im Monat. Und wenn eine Gefahrguttransporter verunfallt, gibt es mehr als "nur" einen Toten.

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blubdieblub 19.08.2013, 19:42
18.

Das Problem liegt nicht beim Gehalt der Ärzte, sondern bei der Verhältnismäßigkeit. Grundsätzlich soll ein Arzt gutes Geld verdienen, keine Frage. In Deutschland werden aber die restlichen Berufe im sozialen Bereich peinlich schlecht bezahlt. Was soll die Krankenschwester denken wenn ihr Arzt mit dem dreifachen nach Hause geht. Was denken sich Erzieher, Sozialpädagogen etc.? Soziale Berufe gehöhren allgemein aufgewertet!

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kjppraxis 19.08.2013, 19:43
19. Grosse Einkommensunterschiede

Während im Jahr 2011 die somatisch taetigen Ärzte durchschnittlich einen Reinertrag in Höhe von 166.000 Euro erzielen konnten, mussten sich die Psychotherapeuten trotz vergleichbarer Wochenarbeitszeiten mit einem Reinertrag von 61.000 Euro begnügen. Auf diesen seit Jahren anhaltenden Missstand hat heute der groesste Berufsverband der Psychotherapeuten (DPtV) aufmerksam gemacht. Die Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen versagt in puncto Honorargerechtigkeit. Nur durch Klagen vor den Sozialgerichten und der Rechtssprechung des Bundessozialgerichtes ist es überhaupt möglich gewesen, dass die psychotherapeutischen Praxen trotz stetig wachsender Versorgungsrelevanz ökonomisch überleben konnten. Es wird Zeit, dass die Politik in das marode System der Selbstverwaltung korrigierend eingreift.

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