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Afghanische Helfer der Bundeswehr: "Sie werden uns töten"
Andreas Ulrich/ DER SPIEGEL

Sie arbeiten als Handwerker, dolmetschen, stehen Wache in den Camps - die afghanischen Helfer der Bundeswehr. Was wird aus ihnen, wenn die Deutschen abziehen und womöglich die Taliban zurückkehren? Besuch bei einem Wachmann in Masar-i-Scharif, der um sein Leben fürchtet. Sayed Sedat arbeitet als Wachmann für die Deutschen in Afghanistan - SPIEGEL ONLINE

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tueftler 24.12.2012, 11:13
60. ...

Zitat von silverhair
Die Taliban sind Teil der Bürger von Afghanistan - mit einer etwas skurillen Religiösen Auffassung - aber die hat die CDU /CSU durchaus auch!
Relativierungen haben das Problem, dass sie oftmals auf beiden Beinen hinken. Zumindest schneidet Ihnen die CDU/CSU nicht die Kehle durch, wenn Sie aus der Kirche austreten. Die Taliban sind nichts anderes als religiöse Terroristen, die nicht nur gegen die angeblichen "Besatzer" ihres LAndes kämpfen sondern auchgegen ihr eigenes Volk... und es ist nicht anzunehemen, dass diese bei wirklich freien und demokratischen Wahlen eine Mehrheit in Afghanistan bekämen.

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opel-kapitän 24.12.2012, 11:21
61. In der Regierung

in D sitzt doch eine christliche Partei. Die Christen müßten doch die Bergpredigt Jesu kennen und danach gibts nur eines: die uns halfen, lassen wir nicht im Stich. Aber was wissen die C-Parteien und andere schon von Mitmenschlichkeit und Empathie. Es ist wichtiger, Geld für Banken und Großverdiener bereit zu halten als für ganz normale Menschen

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manfrs 24.12.2012, 11:21
62. "Der Dank des Vaterlandes"

Zitat von sysop
Sie arbeiten als Handwerker, dolmetschen, stehen Wache in den Camps - die afghanischen Helfer der Bundeswehr. Was wird aus ihnen, wenn die Deutschen abziehen und womöglich die Taliban zurückkehren? Besuch bei einem Wachmann in Masar-i-Scharif, der um sein Leben fürchtet.
Es ist schäbig, die Dienste von Afghanen auszunutzen und die mesnchen dann unter der Überschrift "wichtig für den Aufbau von Afghanistan" dem sicher mortalen Schicksal zu überlassen, während man selbst den Aufbau Afghanistans für gescheitert ansieht und sich zurückzieht

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Eisenstemmer 24.12.2012, 11:26
63.

Als ich zum Filmdrehen 2002 in Kabul war und das Warehouse, damals Sitz der Bundeswehr, an der Strasse nach Jallalabad besuchte, wunderte ich mich, dass deutsche Offiziere ihre afghanischen Dolmetscher mit "Du" ansprachen. Als handelte es sich um Kolonialhoerige. Damals beschlich mich ein unangenehmes Gefuehl zwischen "Das gehoert sich doch nicht" und "Der Deutsche ist offenbar wieder wer". Damals keimte in mir auch der Gedanke, dass wir mit solchen Usancen die Wuerde jener attackieren, deretwegen wir eigentlich dort sind.

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derandersdenkende 24.12.2012, 11:27
64. Wenn Kollaborateure mit Besatzern

Zitat von sysop
Sie arbeiten als Handwerker, dolmetschen, stehen Wache in den Camps - die afghanischen Helfer der Bundeswehr. Was wird aus ihnen, wenn die Deutschen abziehen und womöglich die Taliban zurückkehren? Besuch bei einem Wachmann in Masar-i-Scharif, der um sein Leben fürchtet.
zusammenarbeiten, müssen sie nach deren Abzug, den Zorn der unterjochten Einheimischen fürchten.
Das war und ist nach jedem Krieg in jedem Land auf den Erdball so.
Sonst wäre die Welt voll von Kollaborateuren, die sich für Geld ausländischen Mächten anbiedern.
Ich habe mit Absicht bisher Afghanistan mit keinem Wort erwähnt, weil ich meine, daß es dort wie überall sein wird.
Oder hat jemand in Deutschland vergessen, daß Soldaten, die dem verbrecherischen Hitlerregime den Rücken kehrten, nach dem Krieg bis in die 80-iger Jahre hinein, von den reingewaschenen Nazis drangsaliert werden konnten.

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viceman 24.12.2012, 11:27
65. soll man sagen, so ist das leben?

Zitat von sysop
Sie arbeiten als Handwerker, dolmetschen, stehen Wache in den Camps - die afghanischen Helfer der Bundeswehr. Was wird aus ihnen, wenn die Deutschen abziehen und womöglich die Taliban zurückkehren? Besuch bei einem Wachmann in Masar-i-Scharif, der um sein Leben fürchtet.
pech gehabt und aufs falsche pferd gesetzt ? mal schauen, ob es die gleichen szenen werden , wie einst in saigon, also die kollaborateure an den hubschraubern hingen...
aber, wovor haben die leute denn "angst"? hat der westen jetzt nicht über 10 jahre die freiheit und den fortschritt gebracht? der pfaffe im präsidentenzwirn hat doch "fortschritte" u..s.w. bescheinigt , wieso also sollen solche leute angst haben?
v.a. können sie g, gefälligst, dort bleiben, wo sie hingehören !

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kioto 24.12.2012, 11:29
66. Wir importieren den radikalen Islam

Natürlich ist die Versuchung groß, menschenfreundlich und loyal zu sein. Aber es muss klar sein, wenn wir Asylanten und Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak, Iran, Syrien und demnächst wahrscheinlich aus Ägypten aufnehmen, importieren wir den fundamentalen Islamismus nach Deutschland. Niemand kann absehen, wie sich diese Menschen und ihre Angehörigen, mit dem westlichen Leben konfrontiert, in Zukunft verhalten werden.
Kioto

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ernstjüngerfan 24.12.2012, 11:31
67. Helfern helfen

Zitat von martinhd
den sollten wir nicht im Stich lassen! Falls er nach Deutschland will sollten wir großzügig sein.
Da wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben,nachdem sich nicht nur die Regierung in die "kriegsähnlichen Zustände " in Afghanistan reingedrängt hat sonder auch noch von einem Hindukuschverteidiger sel.A. bestärkt worden ist.

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Inselbewohner 24.12.2012, 11:39
68. Problem?

Nein einchecken und einfliegen lassen! Am besten auch alle die mit den Taliban nichts zu tun haben wollen so dass diese dann sich unter sich sind. Wir haben doch Platz genug!
Frohes Fest!
HP

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dehnübung 24.12.2012, 11:41
69. Vietnam

Zitat von fortion
So ist das nun einmal nach einem verlorenen Krieg. Es war ein Fehler von Rot-Grün in Afghanistan einzumarschieren. Jetzt ist man in der selben Lage wie seinerzeit die Wehrmacht, die auch ihre ukrainischen, russischen, polnischen, kroatischen und sonstigen Hilfswilligen mitevakuieren mußte, um sie vor der Rache ihrer Landsleute zu schützen. In meiner Jugend sind mir etliche dieser Menschen begegnet, die dann alle Wurzeln zu ihrer einstigen Heimat verloren hatten und in der bundesdeutschen Welt des Wirtschaftswunders nie so richtig ankamen.
Gerne könnt Ihr nachlesen was ich schon vor Jahren geschriebe habe.
Möchte Euch an die letzten Bilder aus Saigon erinnern, wie die Amis abzogen und die Menschen sich in Panik an die Hubschrauber klammerten. Es gibt keinen Ausdruck in Worten für den Grad des Schwachsinns der in dem Satz steckt, den wir alle kennen:
"Die deutsche Demokratie wird auch am Hindukusch verteidigt".
Aber es ändert sich NICHTS. Die Wähler der "GRÜNEN" wählen weiter die "Grünen", Krieg ja oder nein, alles egal. Egal was passiert, es wird weiter brav gewählt, oder gar nicht gewählt. Demokratie ist ne feine Sache, aber wenn es drauf ankommt, machen die Politiker ohnehin was sie wollen. Da interessieren weder, Grundgesetz, noch Verfassung, noch Verträge, siehe Maastrich.
Ich habe vor Jahren eine ganz einfache Frage gestellt, die ich hier wiederhole:
Irgendwann ziehen wir aus Afghanistan ab, niemand bestreitet das.
Wer glaubt, dass die Situation so bleibt wie wir wollen?
Niemand?!
Und wenn dann wieder Musik und Tanzverbot herrscht, die Scharia praktiziert wird, Mädchen nicht mehr zur Schule gehen dürfen, was dann?
Marschieren wir wieder ein??
Kann sich hier jemand einen Wiedereinmarsch vorstellen und wenn ja, was muss passieren, dass wir das tun werden?
Es ist, das werden alle zugeben, praktisch unvorstellbar!!
Und genau deshalb ist dieser Einsatz von Anfang an irrsinnig.

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