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Alice Schwarzers Moralmonopol: Lustfeindlich und selbstgerecht

Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen. Kolumne von Georg Diez über Alice Schwarzer - SPIEGEL ONLINE

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vandertheken 06.12.2013, 13:37
1. Die reine Wahrheit

DANKE danke danke. Für diese selten klare und wahre Analyse.
Dafür werden Sie im deutschen Journalismus wahrscheinlich öffentlich als Ketzer verbrannt werden, weil Sie ein Denkverbot durchbrachen, aber - es ist die Wahrheit.
Bleibt zu hoffen, dass in dieser Frage vielleicht einmal die Vernunft siegt und keine laute schrille Lobbygruppe. Bleibt zu hoffen, dass wir irgendwann einmal die Gleichberechtigung anstreben, anstatt es als Gleichmachung oder maskuline Benachteiligung zu verstehen.

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hschmitter 06.12.2013, 13:37
2. Es lohnt sich nicht

über diese Frau ein Wort zu verlieren, allenfalls über ihren erschreckenden Einfluß auf die gegenwärtige Politik. Früher hat man Nina Hagen in Talkshows eingeladen, wenn man Krawall haben wollte, heute ist das Alice Schwarzer. Ernst nehmen tut sie doch keiner mehr.

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hemithea 06.12.2013, 13:44
3. Junge Frau

Danke!

Der Autor trifft größtenteils meine Gedanken!
Auch für mich scheint dieses Thema zu komplex zu sein, als nur "gut" und "böse", "Opfer" und "Täter".

Ich bin jetzt mit 22 irgendwie mitten drin in der Diskusion über Frauenquote, Geschlechterdiskriminierung und der seltsamen Genderstudien. Es ist ja wichtig, Misstände, die noch existieren und/oder sich aufzeigen, zu erkennen und beseitigen.

Aber auf Biegen und Brechen, irgendwie nicht zu Ende gedachte Regelungen, Verbote, Gesetzen durchzusetzen scheint mir nicht der richtige Weg zu sein.

Frau Schwarzer verstehe ich nicht. Ohne ihre Verdienste abzusprechen, aber ich fühle mich nicht von Ihr Vertreten.

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Ty Coon 06.12.2013, 13:46
4.

Zitat von sysop
Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen.
Alice Schwarzer steht halt für einen belehrenden, moralisierenden Steinzeitfeminismus, den die Gesellschaft nicht mehr braucht. Wir sind längst im Postfeminismus angekommen, nur die "Emma" noch nicht.

Beate Uhse hat das Nachkriegsdeutschland nachhaltiger verändert als Frau Schwarzer, und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

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Hjorvar 06.12.2013, 13:47
5. ...

Also ich bin ja nicht unbedingt ein Fan von Frau Schwarzer (macht sie einem als Mann ja auch nicht leicht). Aber was jetzt von den Prostitutionsbefürwortern gerne übersehen wird: Prostituierte ist kein Beruf wie Bäckereifachverkäuferin oder Vertriebsdirektorin, den gesunde Frauen aus gutem Elternhaus als ernsthafte Berufs-/ Karrierealternative wählen. Sich zu prostituieren hat zu sehr großen Teilen einen verzweifelten Hintergrund, und selbst wenn (!) eine junge Frau das ihrem eigenen Denken zufolge "just for fun" und wegen der (teilweise) guten Verdienstmöglichkeiten macht hat das meistens mit einer kaputten Familie, Drogen, Kriminalität, Abhängigkeit etc. zu tun. Natürlich finden sich Prostituierte, die jetzt laut rufen "Mein L... gehört mir!", aber das kann man wohl unter (notwendiger) Bestätigung der eigenen Lebensentscheidungen verbuchen. Falls sich hier Frauen finden, die sich aus einer Auswahl mehrere relevanter Berufsoptionen nach Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile für eine Karriere als Prostituierte entschieden haben, bitte ich um Meldung. Das würde mich wirklich interessieren, wie es dazu gekommen ist.

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fatfrank 06.12.2013, 13:47
6. Gratulacion!

Zitat von sysop
Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen.
Ein ganz hervorragender Artikel, zu dem ich den Autor nur beglückwünschen kann! Was mich (schon seit Jahren) an Alice Schwarzer stört, ist dieses unfassbar intolerante Immer-Recht-Haben-Wollen. Damit erweist sie immer wieder dem Feminismus einen Bärendienst. Es zeugt von wenig geistiger Größe, wenn man andere Meinungen - wenn sie der eigenen widersprechen - nicht tolerieren kann. Das zeigte sich schon damals im Fernsehgespräch mit Frau Esther Vilar, die Einiges mehr an geistiger Größe umfasst als Frau Schwarzer. Man sagt ja, im Alter wird man weiser. Ich hoffe inständig, dass das bei Frau Schwarzer noch der Fall sein wird. Ebenso hoffe ich, dass bei der Finanzierung ihres Lebensunterhalts alles mit rechten Dingen zugeht.

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holli0704 06.12.2013, 13:49
7. Perfekt auf den Punkt gebracht

Sehr geehrter Herr Diez,
danke für Ihren Artikel, der die Unzumutbarkeiten dieser Frau Schwarzer sehr schön differenziert beleuchtet. Frau Schwarzer sind sicherlich viele Verdienste um die wichtige Emanzipation der Frau zuzuschreiben, und so war ihr Wirken vor 30-40 Jahren höchst notwendig. Was seit dem (mit Frauen) passiert ist, wie sie sich weiterentwickelt haben, hat Frau Schwarzer nicht mehr mitbekommen. Sie kämpft immer noch den selbstgerechten Kampf, der vor langer Zeit seinen Sinn hatte - aber eben nicht mehr heute. Umso mehr freut es mich, wenn auch immer mehr (emanzipierte) Geschlechtsgenossinen dieser aus der Zeit gefallenen Frau widersprechen. In ihren Augen aber alles nur Nestbeschmutzer... Mädels wehrt Euch gegen dieses antiquierte Menschenbild Eures Geschlechtes! Nur uns Männer hasst sie ja noch mehr als Euch selbstbewußte Frauen.....

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hansulrich47 06.12.2013, 13:52
8. Na ja,

ist das was Neues? selbstgerecht sind alle, die glauben ein Wahrheitsmonopol zu besitzen. Die Kirchen, die Umweltretter, der NSA usw. Was Liberalität bedeutet versteht aber nicht mal mehr die FDP.
Die Welt ist eben voller Menschen mit ihrem seit der Schöpfung mies verdrahtetem Gehirn! Weil das im Prinzip zum Heulen ist, sollten wir trotzdem lachen. Always look on the bright side of life!;-)))

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kappesstepp 06.12.2013, 13:54
9. Als jemand,

Zitat von sysop
Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen.
der Diezens Kolumne normalerweise nicht sehr schätzt, sollte ich sagen, wenn es anders ist: Dies ist ein sehr guter Text, der beste, den ich von Diez bislang gelesen habe. Chapeau.

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