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Alice Schwarzers Moralmonopol: Lustfeindlich und selbstgerecht

Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen. Kolumne von Georg Diez über Alice Schwarzer - SPIEGEL ONLINE

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serafino 07.12.2013, 08:39
170.

Zitat von chi-tace-acconsente
Hier vergessen Sie, Herr Diez, erneut, dass es sich bei Prostitution eben sehr häufig nicht um einvernehmlichen Lustgewinn handelt, sondern oft genug um Menschenhandel.
Haben Sie dafür irgendwelche Belege oder sind das nur Behauptungen?

Zitat von chi-tace-acconsente
Verbrechen können niemals dadurch gerechtfertigt werden, dass sie im Privaten geschehen,
Vollkommen richtig.
Zitat von chi-tace-acconsente
und ein erheblicher Anteil der Prostitution in Deutschland ist nun mal so, dass man sie als verbrecherisch bezeichnen kann. (Unter anderem liegt dies daran, dass menschenwürdige Prostitution schlicht zu teuer ist. Menschenwürdige Prostitution ist MÖGLICH - aber nicht BILLIG).
Wie kommen Sie denn da drauf?

Zitat von chi-tace-acconsente
Wo der Rechtsstaat wegschaut oder handlungsunfähig ist, entstehen rechtsfreie Räume, in denen der Schutzauftrag gegenüber dem Einzelnen nicht mehr gewährleistet werden kann. Das hat nichts, aber auh gar nichts mit Privatsphäre zutun.
Da stimme ich Ihnen zu, allerdings gibt es gerade im Bereich Prostitution viel mehr Stimmungsmache als gesicherte Zahlen. Deswegen scheint mir momentan eher eine populistische Kampagne zu toben als objektive Auseinandersetzung mit dem Problem.

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Maria-Galeria 07.12.2013, 08:41
171. Grenze des Privaten

Sobald eine Frau ihren Körper verkauft ist Schluß mit Privat, das Gleiche gilt für den Mann in dem Moment wo er sich der Ware Frau als käufliches Lustobjekt bedient. Jede Ware untersteht der Staatlichen Kontrolle, nicht umsonst ist deshalb Handel mit Drogen, außerhalb der Apoteken, strafbar. Ja und warum den nur? Generell geht es immer um die geistige und körperliche Gesundheit des Einzelnen, die durch den Konsum div. Drogen gefährdet ist. Laut Aussage der zuständigen Kriminalbeamten für Prostitution werden Frauen zu dieser Tätigkeit überwiegend gezwungen, mit mehr oder weniger perfieden Methoden, was nicht heißt daß es einzelne Frauen gibt die tatsächlich auch den Mann auf ihr Geschlechtsorgan reduzieren und dauergeil sind, man nennt das schlicht weg nymphoman, aber ich denke daß der überwiegende Anteil der Frauen nicht krankhaft sexsüchtig ist. Es gilt wirklich auf diesem Sektor Zugunsten der Frauen eine Auslese zu betreiben um freiwillig und gezwungen auseinander zu dividieren. Da die Damen dann ihren Körper freiwillig zur Befriedigung des männlichen Sexualtriebes bereitstellen, sind sie Ware und müssen staatlich kontroliert werden, Sozialversicherung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gesundheitsamt. Verbot in privaten Wohnräumen Prostitution zu betreiben, Zugang zu Wohnungen in denen Prostituion vermutet wird, Körper als Ware außschließlich in staatlich genehmigten und kontrollierten Einrichtungen, womöglich mit psychologischer und sozialpädagogischer Betreuung die sofort einen Austieg aus diesem Beruf ermöglichen fals dieser nichtmehr tragbar für diese Person ist. Sobald es um Geld geht für Leistungen irgentwelcher Art ist die Grenze des Privaten erreicht. Kaufe ich mit illegal eingeführte Zigaretten, was ist das? strafbar!. Umso härter muß man körperliche Ausbeutung von Frauen, Kindern und eventuell auch Männern reagieren.

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spon-facebook-10000140154 07.12.2013, 08:49
172. in den letzten Talkshows.....

Zitat von kloroslav_mise
lässt sich sogar historisch nachweisen, das die gute Frau sich schon sehr früh den Konservativen (Geißler) angebiedert hat. Mit denen hat sie eben sehr präzise Vorstellungen darüber gemein, wie Mann und Frau zu leben haben. Und die Überzeugung, dass das andere gefälligst auch so zu sehen haben. Notfalls per Zwang.
in denen ich Herrn Geißler gesehen und gehört habe, hatte ich den Eindruck dass er sich mittlerweile in einem sehr gefährlichen senilen Zustand befindet. Auch Frau Schwarzer wirkt auf mich sehr neurotisch. Wollen wir diese Leute, die vor Jahren in ihrer geistigen Entwicklung festgefroren sind wirklich noch hören.......?

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arinari 07.12.2013, 08:53
173. Wer zensiert hier?

Zitat von sysop
Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen.
Meine Beiträge waren kritisch aber nicht beleidigend. Wer
der zur AfD noch hier zum Artikel wurden meine Beiträge gebracht. Soll gier Meinungsmanipulation
betrieben werden?
In der "Zeit" werden die Beiträge wenigstens veröffentlicht und nachträglich zensiert. das schafft mehr Transparenz. man hat inzwischen keine Lust mehr sich zu beteiligen bei solchen dunklen Verfahren

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okokberlin 07.12.2013, 08:54
174.

ein grandiose analyse .

danke dafür.

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spon-facebook-10000140154 07.12.2013, 08:56
175. Vorsicht.......

Zitat von booya
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das sich hier lauter Blinde über die Vor und Nachteile der Farbe Rot gegenüber Blau streiten....... Und was ist mit den Studentinnen die sich lieber bewusst von älteren Herren aushalten lassen, als sich wirklich nach den Vorlesungen noch hinter die Bar zu stellen oder sich als Zettelverteiler zu verdingen. Zählen die zur Prostitution dazu oder nicht?
Sie bewegen sich hier auf Glatteis......wenn eine Frau nach einem teuren Abendessen und ein paar Drinks zum Sex bereit ist kann man noch lange nicht von Prostitution reden obwohl die Strukturen ähnlich sind.......dass Männer oft erhebliche finanzielle Aufwendungen haben damit eine Frau zum Sex bereit ist, wird von der Gesellschaft seit hunderten von Jahren akzeptiert.....mit Zwangsprostitution hat das natürlich nichts zu tun...

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Eva K. 07.12.2013, 08:58
176. Männerphantasien von Lust

Zitat von sysop
Der Feminismus, wie ihn Alice Schwarzer propagiert, ist ein neokonservatives Bestrafungsfest: Er lässt es nicht zu, dass Frauen und Männer selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun und wie sie mit ihrer Lust umgehen.
Ein Volltreffer reaktionärer Männnerphantasien von Lust am Samtagsmorgen. Und das gequälte, unterdrückte Mannsvolk in seiner Gesamtheit schreit auf und jubelt Beifall. Da hätte ich gerne noch ein paar mehr Frauen vom Kaliber Schwarzers.

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claricestarling 07.12.2013, 09:02
177.

Seit 10 Jahren quäle ich Auszubildende und Studenten am Ende von Kommunikationsseminaren mit dem Film "Oleanna" und erlebe dabei immer wieder erschreckenden Szenenapplaus und Jubel von Frauen (sic!), wenn der Professor am Ende die Studentin verprügelt. Diese versorgungsbedürftigen "Weibchen" sind meist Anfang 20, träumen von Shopping und von einem Mann, der groß und stark ist und Geld hat. Von Frau Schwarzer haben sie nie gehört und auf die Frage, seit wann Frauen sich in Deutschland scheiden lassen oder ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten dürfen, bekomme ich Antworten, die ins 18. Jahrhundert reichen. Wer so wenig Respekt vor sich selbst hat, den kann man doch wie Dreck behandeln, oder etwa nicht? Und das sind keine Prostituierten. Na ja, zumindest nicht im klassischen Sinne. Also Frau Schwarzer: Es gibt noch sehr viel zu tun. Dran bleiben!

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olli0816 07.12.2013, 09:07
178.

Zitat von KV491
Das ist nicht perfide, das ist die Realität. Wer die Phantasie von dauergeilen Weibern, die ihren "Beruf" lieben, weiterpflegen will, kommt um die Inkaufnahme von Gewalt und Ausbeutung im Dienste der Notgeilheit nicht herum. Sklaverei, Vergewaltigung, Menschenhandel - das alles soll im Kontext der Prostitution weiter in erheblichem Maße stattfinden, weil irgendwelche Edel-Huren angeblich solchen Spaß an der Arbeit haben. Selbst, wenn es die gäbe - rechtfertigt das die Duldung des ganzen Elends? Was das mit Privatheit und sexueller Selbstbestimmung zu tun haben soll, bleibt Herrn Diez Geheimnis. Frau Schwarzer finde ich übrigends völlig indiskutabel. Das ist aber kein Grund, das System "Freier" zu rechtfertigen.
Ich bin auch nicht überzeugt, dass die meisten Huren ihren Job mit großer Freude nachgehen. Es gibt die Erpressungen und Abhängigkeitsverhältnisse, um vermeintliche Schulden abzubauen mit dem Druck der Bedrohung der eigenen Familie.

Trotzdem bin ich nicht der Meinung, das eine Kriminalisierung der Prostitution die Probleme lösen wird. Es wird sich so abspielen wie bei der Prohibition: Es ist verboten und irgendwie verrufen. Wenn der Mann zum käuflichen Sex eine Prostituierte sucht, kann die Suche einen weiteren Reiz haben. Ich denke auch, dass dann die meisten Prostituierten wirklich in Abhängigkeitsverhältnissen kommen, da sie schwer in der Lage sind, auf längere Zeit die neuen Gesetze zu umgehen.

Ich denke, man sollte eher versuchen, dieses Gewerbe weniger von der moralischen Seite und mit Kriminalisierungsgesetzen angehen sondern Vorgehensweisen entwickeln, die die Kriminalität besser bekämpfen. Jede Prostituierte sollte ihren Personalausweis dabei haben (wird gerne eingezogen, damit die Frau nicht ohne zu fragen ausreisen kann). Razzien sollten durchaus möglich sein und man sollte dahingehend die Gesetze anpassen, dass zum Beispiel der Beruf "Zuhälter" strafbar ist. Aber man muss auch ehrlich sein: Selbst wenn man konsequenter vorgeht, wird es immer Kriminalität geben.

Prostitution kann man nicht einfach so verbieten. Das ist unrealistisch. Der "Bedarf" ist da und es gibt auch eine Gegenseite, die diesen befriedigt. Von daher finde ich die Richtung der Diskussion falsch und zum Teil scheinheilig. Es wird über Moral gesprochen wo keine ist. Letztendlich geht es um eine Dienstleistung, wo meistens der Mann, seltener die Dame ein Defizit hat und dieses mit dem Gang zur Prostituierten schließt. Das war bisher nicht strafbar und soll es in Zukunft durch die Hintertüre werden.

Zum Thema Alice Schwarzer wurde bereits alles gesagt. Diese Frau ist einfach unerträglich und ihr wird viel zu viel Raum eingeräumt für das was sie zu sagen hat.

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arinari 07.12.2013, 09:10
179. Wie wäre es mit der Überschrift

Zitat von Eva K.
Ein Volltreffer reaktionärer Männnerphantasien von Lust am Samtagsmorgen. Und das gequälte, unterdrückte Mannsvolk in seiner Gesamtheit schreit auf und jubelt Beifall. Da hätte ich gerne noch ein paar mehr Frauen vom Kaliber Schwarzers.
Lustgier und uneinsichtig?

Dass D zum Dreh- und Angelpunkt für Menschenhandel und Prostitution geworden ist, stört den Artikelschreiber und die Befürworter weniger?

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