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Alltag einer Notfallsanitäterin: "Manchmal wetten wir um einen Burger, ob ein Patient
DPA

Einmal war sie fast 40 Stunden im Dienst: Hier berichtet eine junge Sanitäterin aus dem Inneren des Rettungswagens, über Gewalt, die schlimmsten Einsätze und Zynismus gegenüber dem Tod.

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Flachlandprophet 13.07.2018, 07:51
10. verständlich

Es braucht wohl auch einen Schuss Humor...um als Rettungssanitäter sein Tagwerk vollbringen zu können.

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user124816 13.07.2018, 07:59
11.

solange die versorgung der patienten nicht darunter leidet, kann man vma diese witzchen machen. muss man vielleicht sogar und mit dem elend klar zu kommen.

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c.PAF 13.07.2018, 08:00
12.

Zitat von Spiegelleserin57
Das ist auch der typische Alltag in Notfallambulanzen!
Wie verroht muß dann diese Welt sein, daß man auch dort einen Burger auf das Überleben eines Menschen wettet.

Zum Glück sind das wohl nur ganz Wenige, die sich auf untersten Gossenniveau bewegen und solche "Wetten" abschließen.

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spiegelfail 13.07.2018, 08:04
13. ...was für ein Unsinn...

Ich arbeite selbst als Notfallsanitäter, aber dieser Artikel ist der größte Unsinn den ich seit langem gelesen habe. Einige Dinge sind ganz zutreffend aber schätzungsweise 70% davon sind absoluter Müll! Liebe SPON Redaktion, ich weiß ja nicht wen sie da interviewt haben, aber derjenige hat nicht wirklich viel Ahnung wie Rettungsdienst in Deutschland abläuft. Vor allem der Part mit der Wette ist absolut überzogen, es gibt ein gewisses Maß an Respekt dem Patienten gegenüber welches jeder Retter einhält. ich bin jetzt seit 15 Jahren in der Präklinik im Einsatz und kann berichten das vieles von dem oben Geschriebenen nicht der Fall ist. Aus dem vierten Stock schleppen wir schon lange nicht mehr per Hand nach unten. Dafür gibt es im 21ten Jahrhundert Hilfsmittel aller Art oder Unterstützung durch die Feuerwehr mit Drehleitern oder Manpower. Dieser Artikel ist absolut traurig zu lesen.

Gruß

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Kometenhafte_Knalltüte 13.07.2018, 08:05
14. Traurig traurig, aber wohl ein Spiegel unserer Gesellschaft

"...Ganz schwierig ist es, wenn wir zufällig nur Frauen im Team sind. Ehrlich gesagt, ich habe lieber einen Mann dabei. Das verschafft uns Respekt,..."

Traurig, sowas im 21. Jahrhundert lesen zu müssen. Aber ach so männliche Betonköpfe sterben wohl nie aus.

Und das sage ich als Mann!

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Marianna 13.07.2018, 08:24
15.

Wahrlich ein erfüllender Beruf. Respekt. Aber mir scheint, die Berichtende sollte achtsamer mit sich sein, damit sie sich nicht irgendwann einmal selbst retten muss. Als Pflegeperson meiner fast 90-jährigen Mutter würde ich mir wünschen, dass die Burger-Wetten künftig unterbleiben - aus Respekt vor dem Tod und dem Leben. Es gibt andere Möglichkeiten des Umgangs mit schwerkranken Menschen. Unvorstellbar als Angehörige, nach einem Krankenhaustransport einen Notfallsanitäter grinsend Burger essen zu sehen. Und noch etwas. Habe mittlerweile mehrere Notfalleinsätze miterlebt. Die meisten Rettungsmenschen haben das gut gemeistert. Ich habe allerdings auch schon die "Bekanntschaft" mit der Mitarbeiterin eines Notfalldienstes machen müssen, die komplett neben sich war: unhöflich gegenüber den Angehörigen, flegelhaft im Umgang mit der Wohnung, ruppig beim Austausch von Informationen - als käme sie gerade von einer Koks-Party. Ja, auch das gibt es wohl.

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dlh255 13.07.2018, 08:28
16. Witzchen

Ich glaube ihr das mit den Witzchen. Solange man das im Stillen macht, ohne dass Patient oder Angehörige das mitbekommen kann ich damit leben. Es gibt schlimmere Situationen ohne Witz: Unser 80-jähriger Gartennachbar hatte einen Herzinfarkt. Als die Sanitäter eintragen, war er bereits bewusstlos. Sie haben ihn an eine Beatmungsmaschine angeschlossen, erstmal liegen lassen und sich über ihre Pizza vom Mittag unterhalten. Als der Patient sich doch tatsächlich plötzlich regte, weil wach wurde, sind die erschrocken! Das muss man sich mal vorstellen, "Hilfe die Beatmung funktioniert, ich dachte der ist tot" ... oder was haben die erwartet? Zynischerweise stand seine Ehefrau und noch 2 Gartenfreunde (waren Ersthelfer) daneben. Dann lieber das Burger-Witzchen im Verborgenen als sowas.

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isar56 13.07.2018, 08:33
17.

Zitat von spiegelfail
Ich arbeite selbst als Notfallsanitäter, aber dieser Artikel ist der größte Unsinn den ich seit langem gelesen habe. Einige Dinge sind ganz zutreffend aber schätzungsweise 70% davon sind absoluter Müll! Liebe SPON Redaktion, ich weiß ja nicht wen sie da interviewt haben, aber derjenige hat nicht wirklich viel Ahnung wie Rettungsdienst in Deutschland abläuft. Vor allem der Part mit der Wette ist absolut überzogen, es gibt ein gewisses Maß an Respekt dem Patienten gegenüber welches jeder Retter einhält. ich bin jetzt seit 15 Jahren in der Präklinik im Einsatz und kann berichten das vieles von dem oben Geschriebenen nicht der Fall ist. Aus dem vierten Stock schleppen wir schon lange nicht mehr per Hand nach unten. Dafür gibt es im 21ten Jahrhundert Hilfsmittel aller Art oder Unterstützung durch die Feuerwehr mit Drehleitern oder Manpower. Dieser Artikel ist absolut traurig zu lesen. Gruß
Ein befreundeter Internist war früher in der Notaufnahme und Chirurgie tätig. Von ihm hörte ich ebenfalls nie, dass in Gegenwart von Patienten über diese Menschen gesprochen wird, auch nicht in Narkose. Es gab lediglich einmal Gelächter, als der Chefarzt sagte, wer am Vortag einer OP Knoblauch isst, fliegt.
Ein wenig .... „Psychohygiene“, wie meine Kollegen es nennen, muss zur Entlastung ab und zu sein. Das läuft in Kliniken sicherlich kaum anders, als in sozialen Anlaufstellen, Jobcenter, Jugendamt. Wenn eine 50 kg Frau von einer Zwei-Zentner-Dame als fette Sau tituliert wird, ist es in Ordnung, wenn hinter verschlossenen Türen darüber gegackert wird.

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!!!Fovea!!! 13.07.2018, 08:35
18. Oh ja,

der Bezug zur "MeToo" Debatte musste ja sein...

Leider nimmt die Autorin keinen Bezug auf folgendes:

Sie soll mir bitte mal erklären, wie eine schlanke, ca. 60 kg Notfallsanitäterin, Rettungsassistentin, Rettungssanitäterin in diesem Job "überleben" soll?

Diese Patientenschlepperei, das Durchsetzungsvermögen kommt halt nur herüber, gerade wenn man in sozialen Brennpunkten ist, wenn man körperliche Präsenz zeigt.

Ich habe im Zivildienst diese "ich möchte unbedingt helfen" Frauen kennengelernt, die eher ein "Klotz am Bein" waren, zu schwach den Notfallkoffer oder EKG - Gerät zu tragen, immer nur mit mitleidigen Blick dem Patienten ins Gesicht schauen, aber als erste hier rufen, wenn es darum ging einen Zugang zu legen.

Aber es gab auch "Walküren" im Rettungsdienst und die haben körperlich gearbeitet, da kamen Männer nie auf die Idee "eine Küche in den RTW zu bauen". Im Gegenteil, die wurden mit Respekt behandelt. Und das vor über 30 Jahren, ohne Gender/MeToo Debatte

Im Rettungsdienst sollte auch eine körperliche Mindestanforderung zu stellen sein, wie bei der Polizei.

Zu der "Burger Wette" möchte ich anmerken: Wir haben Pizza im Inkubator (Brutkasten) geholt, die wurde (natürlich nur wenn kein Einsatz war) schön bei 37° warm gehalten. Aber: Das war alles vor 30 Jahren.......

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mantrid 13.07.2018, 08:37
19. Emphatische Distanz

Nee, abgestumpft ist das völlig falsche Wort. Wer jedes Mal mitleiden würde, der würde den Beruf nicht lange machen können. Gerade in der Notfall-Medizin muss einem klar sein, dass es Tote gibt, nicht jedes Leben gerettet werden kann und -das klingt jetzt vielleicht hart- auch nicht sollte. Sinn von Medizin ist u.a. Lebensverlängerung, aber nicht Sterbeverlängerung. Ich habe einen Heidenrespekt vor der Arbeit von Rettungskräften und kann die Idioten nicht verstehen, die Pöbeln oder Behindern. Diese Idioten sollten so hoch bestraft werden, dass sie danach im Führungszeugnis einen Eintrag haben.

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