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Alternativantriebe: Warten auf Grün
DPA

Wie umweltfreundlich sind Elektro-und Hybridmobile wirklich?

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karl-wanninger 10.11.2014, 14:24
130.

Zitat von ergoprox
So ein Unsinn. Wir haben in diesem Land einen gewaltigen Überschuss, wie man leicht an den Preisen der Strombörse erkennen kann. Außerdem exportiert Deutschland Strom. Von daher ist ihre Behauptung es würde zusätzlicher konventioneller Kraftwerke bedürfen, total an den Haaren herbeigezogen.
Wenn sämtlich Autos mit Elektroantrieb fahren würden, würde das den durchschnittlichen Stromverbrauch der Haushalte um etwa 70% erhöhen.
Also so ganz an den Haaren herbei gezogen ist es wohl nicht, dass dann erst einmal neue Kraftwerke gebaut werden müssten und dass man diesen Mehrbedarf, nach den aktuellen Stand der Technik, nicht mit erneuerbaren Energien ausgleichen kann.

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christian-h 10.11.2014, 14:25
131.

Zitat von ilek
Dass es ab und zu negative Strompreise gibt, liegt in der Natur der Sache und würde es auch ganz ohne Erneuerbare geben.
Das ist falsch.

Vor dem massiven Ausbau der EE gab es keine negativen Strompreise.
Zudem war der Import/Export Saldo meistens ausgeglichen.

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knuty 10.11.2014, 14:31
132.

Zitat von christian-h
Vor dem massiven Ausbau der EE gab es keine negativen Strompreise. Zudem war der Import/Export Saldo meistens ausgeglichen.
"Vor dem massiven Ausbau der EE gab es keine negativen Strompreise."

Jau, da gab es fette Preisaufschläge während der Spitzenlastzeiten. Da konnte man Atomstrom als Spitzenlaststrom verkaufen, obwohl die nicht 1 kWh Spitzenlaststrom liefern konnten.

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waddehaddeduddeda 10.11.2014, 14:38
133.

Zitat von Asok
Ich brauche keine maximale Beschleunigung, sondern ein Auto mit dem ich regelmäßig längere Strecken zügig zurücklegen kann. Da komme ich an einem Diesel leider nicht vorbei. Kurzstrecken versuche ich meist mit dem Rad zu erledigen.
Es soll Leute geben die kaufen ein Auto um Spaß damit zu haben.
Kann ich mir leider auch nicht leisten, aber jeder Jeck ist anders.

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Asok 10.11.2014, 14:52
134.

Zitat von waddehaddeduddeda
Es soll Leute geben die kaufen ein Auto um Spaß damit zu haben. Kann ich mir leider auch nicht leisten, aber jeder Jeck ist anders.
Das stimmt natürlich. Nur ging es in dem Artikel über den Ressourcenverbrauch unterschiedlichster Antriebskonzepte. Wenn man dann gleichzeitig über Fahrspass redet will, kommt man schnell vom Thema ab.

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christian-h 10.11.2014, 15:00
135.

Zitat von knuty
Jau, da gab es fette Preisaufschläge während der Spitzenlastzeiten. Da konnte man Atomstrom als Spitzenlaststrom verkaufen, obwohl die nicht 1 kWh Spitzenlaststrom liefern konnten.
Ja und?

In der Summe und inflationsbereinigt zum heutigen Strompreis, war der Strompreis früher für den normalen Stromkunden billiger.

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waddehaddeduddeda 10.11.2014, 15:06
136.

Zitat von Asok
Das stimmt natürlich. Nur ging es in dem Artikel über den Ressourcenverbrauch unterschiedlichster Antriebskonzepte. Wenn man dann gleichzeitig über Fahrspass redet will, kommt man schnell vom Thema ab.
In Anbetracht der Tatsache das beim Autokauf meistens irrationale Entscheidungen getroffen werden und es nicht darum geht, sich möglichst preiswert fortzubewegen hat der Spaßaspekt da schon was drin zu suchen.

Am Rande halt, aber da man ja immer liest das man sich bloß keine Elektroauto kaufen soll weil das keinen Spaß macht kann es nicht Schaden darauf hinzuweisen das Elektroautos halt extrem beschleunigen können.

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knuty 10.11.2014, 15:08
137.

Zitat von christian-h
Ja und? In der Summe und inflationsbereinigt zum heutigen Strompreis, war der Strompreis früher für den normalen Stromkunden billiger.
Und für die Industriekunden teurer.

Die relativ hohen Strompreise für Haushalte sind weniger im EE-Strom begründet, sondern "bloß" eine Folge der Politik, also durchaus änderbar.

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litholas 10.11.2014, 15:14
138.

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Zitat von GrinderFX:
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"...
Das ist doch der große Punkt, warum EE Strom eben doch nicht so umweltfreundlich ist, wenn man doch parallel den Kohlestrom dennoch erzeugen muss.
..."
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ZITATENDE
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Es muss gar kein Kohlestrom erzeugt werden.

In Deutschland werden im Jahr etwa 1000TWh Erdgas verbraucht, davon nur 10% für die Stromerzeugung, und ein Grossteil des Restes um Wasserstoff für die chemische Industrie zu erzeugen.

Wenn man nun z B 840TWh Windkraft im Jahr erzeugt, dann decken etwa 420TWh davon direkt den jeweils momentanen Strombedarf, und 420TWh sind überschüssig. Mit diesen 420TWh Windkraft könnte man etwa 250TWh Wasserstoff erzeugen, die in der chemischen Industrie etwa 300TWh Erdgas ersetzen. Mit dem so eingesparten Erdgas könnten Gaskraftwerke etwa 180TWh Strom erzeugen, das zusammen mit den 420TWh direkt genutzter Windkraft den Jahresstrombedarf decken würde.

Dazu würden 40GW Gaskraftwerke die 40GW Kohlekraftwerke ersetzen, was zu Einsparungen von etwa 5 Milliarden Euro pro Jahr führen würde, weil Gaskraftwerke billiger sind als Kohlekraftwerke. Und ausserdem würden die 10% Erdgas eingespart, die bisher zur Stromerzeugung verwendet werden.

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terramunda 10.11.2014, 15:17
139. Miesepetern nervt

Solche Untersuchungen, die Teilaspekte halbgar herausgreifen und mit dem Strommix kalkulieren, sind meines Erachtens nicht zielführend und werden der Elektromobilität und ihren Chancen nicht gerecht. Elektrische Antriebe machen Sinn und werden sauberer sein, allerdings eben nur, wenn der Strom auch regenerativ erzeugt wird. Da wir in Richtung 100 Prozent Erneuerbar zusteuern wollen (die Mehrheit unterstützt das), wird die Bilanz in Zukunft also ungleich besser ausfallen. Zudem: Autos werden leichter, Batterien besser, billiger etc. Aber Erdöl nie sauberer, zum Verbrennen und zum Schmieren nicht. Und Autos werden als mobile Stromspeicher eingesetzt werden. Erste Lösungen für bidirektionales Laden sind am Markt. Damit kann das Auto in ein häusliches Energiekonzept eingebettet werden und die Unabhängigkeit etwa in Verbindung mit einem Stromspeicher verbessern. Wobei man einschränkend sagen muss, das das in erster Linie Hausbesitzer oder –mieter umsetzen können und nicht jeder in seiner Stadtwohnung. Trotzdem: Elektroautos gehört die Zukunft, da können Chemiker von anno dunnemal noch so nervend miesepetern und Autoren zum x-ten mal das Spiel mitmachen.

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